Atlaswirbel blockiert

Hallo zusammen,

nachdem ich Wochen und Aberwochen mit „komischen“ Schmerzen rumgelaufen bin, hat eine Röntgenaufnahme kürzlich meine Vermutung bestätigt: Atlas verschoben.

Ich hatte heute den 2. Termin beim Physiotherapeuten meines Vertrauens (Entfernung leider fast 2 Std. einfache Strecke); ich merke schon, dass sich was tut, aber so richtig besser wird es nicht.
Nach der ersten Behandlung hat sich der Schmerz von „seitlich hinten“ nach „seitlich vorne“ verschoben - das war nicht direkt eine Verbesserung… Jetzt (okay, es ist erst wenige Stunden her) sitzt der Schmerz wieder da, wo er vorher auch war *seufz*
Ich trage meinen Kopf, als wäre er ein rohes Ei.

Hat jemand vielleicht einen Rat, was ich noch unternehmen könnte? Oder was ich unbedingt unterlassen sollte?
(Ausser, dass ich jetzt mein müdes Haupt endlich ins Bett legen muss *g*)

Herzlichen Dank schon mal!
agnes

Hallo,

Atlas verschoben.
Ich hatte heute den 2. Termin beim Physiotherapeuten meines
Vertrauens (Entfernung leider fast 2 Std. einfache Strecke);
Ich trage meinen Kopf, als wäre er ein rohes Ei.

Berherrscht dein Physiotherapeut Osteopathie bzw. auch die Teilbereiche davon, die Cranio-Sakral-Therapie und Muscle Energy? Wenn nicht, vielleicht mal einen suchen und möglichst näher dran. Diese Behandlungsmethode ist einerseits recht schonend, andererseits auch nachhaltiger als manch anderes. Viele Physiotherapeuten beherrschen sie inzwischen.

Die lange Autofahrt direkt nach der Behandlung ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, macht wahrscheinlich gleich einen Teil der Behandlung wieder zunichte.

Gruß,
Cantate

Hallo Canate,

danke für deine Antwort.

Berherrscht dein Physiotherapeut Osteopathie bzw. auch die
Teilbereiche davon, die Cranio-Sakral-Therapie und Muscle
Energy? Wenn nicht, vielleicht mal einen suchen und möglichst
näher dran. Diese Behandlungsmethode ist einerseits recht
schonend, andererseits auch nachhaltiger als manch anderes.
Viele Physiotherapeuten beherrschen sie inzwischen.

Ich bin zu DEM, weil er wirklich legendär ist :smile: Und ich hatte eine Wahnsinnsangst…
Aber danke für den Tip - ich mach mich mal schlau!

Die lange Autofahrt direkt nach der Behandlung ist auch nicht
gerade das Gelbe vom Ei, macht wahrscheinlich gleich einen
Teil der Behandlung wieder zunichte.

Ich hab noch „vor Ort“ meinen Bruder besucht, und mich dort eine gute Stunde aufgehalten. Außerdem hat mir der Therapeut noch spezielle Übungen für „im Auto“ gezeigt, die ich auch brav gemacht habe und künftig auch weiterhin machen werde.

Danke nochmal,
und gute Nacht!
agnes

ich mach mich mal schlau!

mach mal. für den anfang:

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/special/363/10…

http://www.esowatch.com/index.php?title=Cranio-Sakra…

http://de.wikipedia.org/wiki/Cranio-Sacral-Therapie

e.c.

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Hm,
mal wieder ne Menge Halbwahrheiten und nicht wirklich umfassend recherchiert, von daher nur bedingt verwendbar.

Die größte Datensammlung hat Viola Fryman aus Ihrer Kinderklinik.
Da es eine Datensammlung ist, findet die so natürlich keinen Eingang in normale Fachjournale.
Grob gesagt kann man aber folgendes festellen.
Sie behandelt überwiegend Kinder mit epileptischen Anfällen verschiedener Formen, die trotz voller Medikation sehr viele und starke Anfälle haben.
Während all der Jahre Arbeit entdeckte sie Gemeinsamkeiten bei den Kindern. Bevor sie die Anfälle bekamen waren immer folgende Dinge vorgefallen:
Schwierige Entbindung, häufig mit abfallendem CTG, Sauerstoffmangel, schwierige Entbindungslagen, lange Entbindungen u.s.w.
Stürze
Operationen, frühe OPs wie am Herzen, oder Blinddarm.

Das war so die häufigste Trias.
Sie behandelt die Folgen der Stürze, der heftigen Entbindung, der Operationen, was zur Folge hat, das die Anfälle seltener, weniger und weniger stark werden und in Zusammenarbeit mit den Ärzten die Medikamente stark reduziert werden können oder sogar abgesetzt werden können.
Die Kinder kommen teilweise von schwerbehinderten Klassen in die normale Schule, wenn sie denn schon schulpflichtig waren.

Aber es ist ja nur eine Datensammlung über, keine Ahnung, 40 Jahre oder so.

Ich selber mache nicht mal wirklich Cranio, weil ich vieles daraus sehr skeptisch betrachte, aber diese Sammlung hat mich doch zum nachdenken gebracht.
Sutherland hatte sich einen Helm gebaut, mit dem er gezielt Druck auf die Suturen geben konnte.
Zusammen mit seiner Frau und anderen Osteopathen dokumentierte er die Veränderungen. Z.b. traten bei bestimmten Suturen Depressionen oder Halluzinationen auf, die verschwanden, sobald man die Suturen wieder „entspannte“

http://books.google.de/books?id=wlmMozgOBtwC&pg=PA50…

(keine Ahnung, ob das jetzt anklickbar ist)

Hier kann man sich mal einen Überblick über die ganzen kleinen Studien machen, die natürlich u.a. schon wegen zu kleiner Teilnehmerzahl abgelehnt werden müssen. Es gibt auch noch andere methodische Schwächen, aber immerhin, es wird geforscht und aus den kleinen Studien folgen dann größere, sie dienen der Orientierung und das ist auch in anderen Fachbereichen nie anders gelaufen.
Nach der Beobachtung des Therapeuten folgen kleine und dann groß angelegte Untersuchungen, wir befinden uns mitten drin, was nicht immer sehr hilfreich ist. Eine kleine Anregung zum „differenzierterem“ Umgang.

Gruß
Kathy

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Hallo Bernauerin,

wie ich sehe hat el comandante wieder zugeschlagen - absolut contra alles, was nicht von der Medizin, so wie er sie sich vorstellt, praktiziert wird.

Zur Osteopathie solltest du daher wissen, daß diese Behandlungsmethode in den USA, England und Frankreich schon seit vielen Jahren anerkannt ist. Ursprünglich durfte sie in Frankreich nur von Ärzten erlernt werden, doch inzwischen gibt es 4-5 jährige Vollzeitausbildungen nicht nur in den USA, sondern auch in Frankreich und England, die zum eigenständigen Beruf des Osteopathen führen, der auch alle dazu erforderlichen medizinischen Kenntnisse vermittelt. Auch bei uns gibt es inzwischen zwei Schulen, die ähnliche Ausbildungsgänge anbieten.

Osteopathie ist eine ausgezeichnete Behandlungsmethode und ganzheitlich. Cranio-Sakral-Therapie und Muscle-Energy sind nur zwei Teilbereiche davon, wovon die CST oft auch allein erlernt wird und auch allein schon sehr gut helfen kann.

Informiere dich auch beim Fachverband Osteopathie…

Gruß,
Cantate

[MOD]: Aus diesem Artikel wurde ein Abschnitt entfernt, der einen Link zu einer Website enthielt, auf der rassistische Medizin propagiert wurde.

Hallo Bernauerin,

ich kann „cantate“ nur zustimmen.
Versuche es mal mit einem guten Osteopathen, Genaueres und einen Therapeuten in Deiner Nähe findest Du im Internet unter: Deutsche Gesellshaft für Osteopathische Medizin.
Ich selbst habe nur beste Erfahrungen gemacht; hatte jahrelang Probleme mit ausgerenkten Hals- und Brustwirbeln bzw. Blockaden, trotz guter Muskulatur. Neben der obligatorischen Physiotherapie fiel Ärzten und Therapeuten zur Beseitigung immer nur das „Knack- und Backverfahren“, wie ich es nenne, ein, also das klassische Einrenken. Machte alles nur noch schlimmer. Durch meine osteopathischen Behandlung bin ich seit mehreren Jahren vollkommen beschwerefrei, kann mich wieder ungezwungen und angstfrei bewegen.
Geholfen haben mir auch die Übungen aus dem Buch >die Nackenschule

Hallo,

Wissenschaftliche Nachweise einer Wirksamkeit der Osteopathie konnten bisher nicht erbracht werden. Die Behauptung, mit der manipulativen Behebung von „Fehlstellungen“ der Wirbelgelenke verschiedenste von diesen „Fehlstellungen“ verursachte Krankheiten heilen zu können, widerspricht den heutigen Kenntnissen über die Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Organismus.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Osteopathie_%28Alternat…)

Gruß

=^…^=

Hallo, schlechtes zitiert machts auch nicht besser, aber das hatten wir hier ja schon so oft.

Wikipedia ist nach wie vor nur eingeschränkt als Referenz zu empfehlen, für verschiedenste Bereiche

Hallo Kathy,

möchtest Du mir mit Deinen kryptischen Worten sagen, dass Du fundierte Belege für die Wirksamkeit der Osteopathie hast?

Ich meine, über die Behauptungen von Leuten, die daran verdienen, und isolierten Einzelerfahrungen hinaus…

Wenn ja, steht es Dir frei, sie zu verlinken.

Genauso, wie es Dir freisteht, bei Wikipedia mitzuarbeiten - allerdings musst Du auch dort damit rechnen, Deine Behauptungen belegen zu müssen.

Gruß

=^…^=

Danke euch allen für eure Beiträge :smile:

Es ist „etwas“ besser… ich werde mich am Dienstag wieder in die altbekannte Warteschleife begeben: Vielleicht sagt ja jemand seinen Termin bei demjenigen welchen ab.

Und über das Thema Osteopathie werde ich mich sicher mit jemandem unterhalten, der sich bei „Alternativ-Verfahren“ gut auskennt.
Ich weiß, dass ich da in guten Händen bin.

Lieben Dank nochmal für alle Ratschläge und alle kritischen Stimmen - aber wegen mir müsst ihr nicht streiten, gell!?

Viele Grüße,
agnes

Hallo,

wende Dich einfach an den Verband, dort kann man eine Menge Studien bekommen, verlinken geht nicht immer, (ich suche nicht jeden einzelnen online, ich habe sie ja irgendwo in meiner Fachzeitung), da sie nicht immer in der Form online sind, an Datenbanken wird gearbeitet und in meinem Abo meiner Fachzeitung sind sie den nicht Abonenten natürlich nicht zugänglich.
Ich lese so viele Abstracts und Studien und muß sagen, es sind schon eine Menge dabei, die methodisch immer besser werden und bisher leider nur zu klein sind, also als Piltostudie gedient haben und als große Studie wiederholt werden müssen. Die Diplom und Masterarbeiten dienen meist als Literaturrecherche, Metaanalyse, Grundlagenforschung oder Pilotstudien und die werden immer mehr. Methodologie ist Pflichtschein.
Es ist also nicht so, das nichts getan wird.

Für Strabismus, Glaukom und Hornhautverkrümmungen sind die Ergebnisse der Behandlungsgruppen signifikant (p > 0,001 Senkung des Augeninnendruckes z.b.) gegenüber den Kontrollgruppen.
Für Low Back Pain gibt es auch schon gute Ergebnisse und für die BPH ebenso. Hier gibt es noch keine Forschungsinstitute, die nur das machen, in USA an den Unis allerdings wird da eine Menge gemacht, eben auch mit validierten Messmethoden, wie EMG bei Carpaltunnelsyndrom z.b.

Wir arbeiten an einer Überarbeitung des Wikiartikel, die soll natürlich dann auch gut sein, deshalb dauert es.

Gruß
Kathy

aber immerhin, es wird geforscht

das ist doch prima. und wenn genügend seriöse studien mitsamt des normalen wissenschaftlichen prozesses die behauptete wirkung belegen, kann die methode auch hier bedenkenlos anempfohlen werden.

bis dahin ist eine gesunde skepsis wohl angebracht, besonders wenn sich jemand in sensiblen bereichen zu schaffen macht.

e.c.

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das hört sich schon besser an! Bin ich sehr dafür, bin von Natur aus ständig skeptisch.

Eine gesunde Skepsis muß aber nicht bedeuten, das man einem Fragenden irgendwelche doch schlecht recherchierten Links hinknallt, gesunde Skepsis sollte eher zu mehr eigener Recherche anleiten.

ot

Eine gesunde Skepsis muß aber nicht bedeuten, das man einem
Fragenden irgendwelche doch schlecht recherchierten Links
hinknallt, gesunde Skepsis sollte eher zu mehr eigener
Recherche anleiten.

eben. deswegen auch von mir keine kilometerlangen erzählungen aus meinem leben oder dem der nachbarin, sondern grundsätzliches für den anfang.

„schlecht recherchiert“ oder „hingeknallt“ ist natürlich meinung, aber nicht fakt.

nun gut?

e.c.

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