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diese Meldung aus hier stammt aus der Berliner Zeitung:
Stromerzeugerverband steht zum Atomausstieg
VDEW: Auch bei einem Wahlsieg der Union wird an den Verträgen festgehalten
Die deutschen Stromerzeuger halten am Atomausstieg fest. Der Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft, Günter
Marquis, stellte am Dienstag in Berlin klar, dass der Vertrag zwischen Strombranche und Regierung auch im Falle eines Sieges der Union bei der Bundestagswahl Bestand haben werde. Wegen langfristiger Planung könne der Atomausstieg nicht innerhalb einer Legislaturperiode umgedreht werden. Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber hatte angekündigt, den Atomkonsens im Falle eines Wahlsieges aufzukündigen.
Wenn die Stromwirtschaft eine Vereinbarung unterzeichne, „dann steht sie auch dazu“, betonte Marquis. Da die rot-grüne Regierung glaube, Kernenergie habe keine Zukunft, „kommen wir nicht umhin, diesen politischen Willen zu respektieren“. Das bedeute keinesfalls, dass die Energiewirtschaft den Atomausstieg für richtig halte. Es sei jedoch „nicht so einfach“, im Falle eines Regierungswechsels den Vertrag zu ändern. Es gebe zwar durchaus die theoretische Möglichkeit. Doch könne bei einer
Entscheidung dieser Tragweite nicht nach dem Motto verfahren werden: „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln.“
Mit dem Atomausstieg seien langfristige Prozesse eingeleitet worden, berichtete Marquis. Die Branche erstelle Konzepte für die Zeit nach der Kernkraft, die auch den Bau neuer Kraftwerke sowie die Umgestaltung der Atomkraftwerke einbezögen. Diese Weichenstellung könne „nicht innerhalb einer Legislaturperiode geändert werden“. Er rechne nicht damit, dass die Energiebranche künftig in Staaten mit geringeren Umweltauflagen investiere. Die Kraftwerksbetreiber würden auch in Zukunft dort bauen, „wo der Bedarf ist“, also in der Bundesrepublik.
Die Branche bleibe allerdings bei ihrer grundsätzlichen Kritik am Atomausstieg, auch wenn sie „das Primat der Politik“ anerkenne, sagte der Verbandschef.
Die Entscheidung sei aus umweltpolitischen und wirtschaftlichen Gründen falsch gewesen. Durch den Betrieb der deutschen Kernkraftwerke werde der Ausstoß von Kohlendioxid um rund 170 Millionen Tonnen pro Jahr verringert. „Regenerative Energieträger werden nicht in der Lage sein, den Energiersatzbedarf zu kompensieren“, hieß es.(AP)
Dazu passt auch, dass Belgien den Atomausstieg beschlossen hat.
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Ausstieg aus Atomenergie
Belgien plant den Atomausstieg. Das teilte der belgische Energie-und Umweltminister Deleuze mit. In der Koalitionsvereinbarung von 1999 ist bereits die Abschaltung von Kernkraftwerken vorgesehen, die älter als 40 Jahre sind. Auf Veranlassung der Grünen solle noch in diesem Jahr ein Gesetz erarbeitet werden. (afp)
Gru0 Mic