Atomausstieg

Hallo,
die heutige Anhörung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es gibt eine breite gesellschaftliche Zustimmung für den Atomkonsens. Zwar wünschen sich die Umweltverbände einen schnelleren Ausstieg. Das Atomausstiegsgesetz wird die Nutzung der Atomkraft in Deutschland beenden. Kein Land der Welt steigt schneller aus der Nutzung der Atomkraft aus als Deutschland.
Es gibt keine grundsätzlichen verfassungsrechtlichen Bedenken gegen den Atomausstieg. Das gilt sowohl für die Frage des Verfahrens der Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Stromwirtschaft als auch für die gesetzliche Umsetzung des Ausstiegskonzepts. Bestätigt wurde ebenfalls, dass das Gesetz nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Die wesentlichen Fragen sind nun geklärt, das Gesetz sollte nun zügig vom Bundestag beschlossen werden.

Gruß mic
http://wwwmibor.de

Hallo,
die heutige Anhörung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit hat bestätigt, dass wir auf dem richtigen
Weg sind. Es gibt eine breite gesellschaftliche Zustimmung für
den Atomkonsens. Zwar wünschen sich die Umweltverbände einen
schnelleren Ausstieg. Das Atomausstiegsgesetz wird die Nutzung
der Atomkraft in Deutschland beenden. Kein Land der Welt
steigt schneller aus der Nutzung der Atomkraft aus als
Deutschland.
Es gibt keine grundsätzlichen verfassungsrechtlichen Bedenken
gegen den Atomausstieg. Das gilt sowohl für die Frage des
Verfahrens der Vereinbarung zwischen Bundesregierung und
Stromwirtschaft als auch für die gesetzliche Umsetzung des
Ausstiegskonzepts. Bestätigt wurde ebenfalls, dass das Gesetz
nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Die wesentlichen
Fragen sind nun geklärt, das Gesetz sollte nun zügig vom
Bundestag beschlossen werden.

Hallo Mic,

die verfassungsrechtliche Seite interessiert mich nur noch zweitrangig. Wobei ich durchaus eingestehen muss, dass ich zu den Befürwortern der Atomenergie einmal gehört habe. Nach den technischen Erkenntnissen waren unsere AKWs letztlich ja sicher. Wie wir heute wissen, wurden wir fast 17 Jahren angelogen, die AKWs waren nie sicher, im Gegenteil, selbst der TÜV als Organ der Kontrolle, auch die Atombehörde haben alle Augen zugedrückt, wenn es darum ging, Mängel zu vertuschen. Für Geld nahm man den GAU in Kauf und unzählige Tote. Und was einst behauptet wurde, dass es kein Flugzeug gibt, das ein AKW zerstören kann, gibt man heute zu, dass dies nicht zutrifft. Da wird - überzogen dargestellt - ein Segelflugzeug - auf ein AKW gelassen, es passiert nichts und daraus erklärt man der Öffentlichkeit, wenn ein Jumbo auf ein AKW fällt, geschieht nichts. Solange wir wissen, dass uns niemand mehr schützen kann, bin ich für die sofortige Abschaltung der AKW. Auch wenn die Grünen offenbar über den Spendenfond von Unternehmen den Atomstrom lieben, wenn er mit Spenden vergoldet wird.

Gruss Günter

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist der größte Nonsens, den sich die schon genug lächerlich gemachte deutsche Regierung erlaubt. Nach dem grünen Motto „Wir sind dafür, daß wir dagegen sind“ wird wie immer etwas beschlossen, ohne Alternativen anzubieten. Wem nützt ein Ausstieg, der nicht europaweit gilt? Die atomstromproduzierenden Nachbarländer sind ja sooo weit entfernt, von der in Berlin sitzenden Regierung.

Wie will man den jährlich stigenden Strombedarf in D. decken. Mit Kohlekraftwerken? Und das, nachdem wir die USA so kritisiert haben, den Kyotoer Vertrag nicht zu befolgen? Mit lauten Windkraftwerken, die die Anwohner verärgern? Mit Wasserkraftwerken, die nicht mehr gebaut werden dürfen.
Wie war das doch:
AKW: Grüne: „Die sind gefährlich“
Kohle-KW: Grüne „Die haben ein zu ´hohen CO2-Ausstoß“
Wasserkraft: Grüne: „Staudämme verunstaltn die Natur“
Windkraft: „Die Windräder verunstalten die Natur“
Solar: Grüne: „Das ist die Alternative“, wo doch jedes kleine Kind heute wei0, das es Solarzellen beim nächsten Gärtner um die Exke als Saatgut gibt.

Nein, wir werden künftig Strom aus Frankreich importieren, denn wir wissen ja, diese AKWs stehen nicht in unserem Land und produzieren deshalb für D. keine Schadstoffe. Denn bei einem GAU wird der ganze Dreck schon um D. rumziehen.

Aus dem Auge aus dem Sinn.

Ausstieg ja, aber nicht im Hauruck-Verfahren. Und wenn du sagst:„Kein Land der Welt steigt schneller aus der Nutzung der Atomkraft aus als Deutschland.“, sollte man sich fragen, warum. Warscheinlich sind die nicht so blöd.

Aber wie üblich: D. macht sich in der Welt lächerlich, wie immer:
Irgendwo steht dann: „Darüber lacht die Welt.“
Und das ist gut so.

Beth

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Hallo Günter,
sofort wäre mir natürlich auch am liebsten. Das geht nicht, dazu bin ich viel zu Realist.

Auch wenn
die Grünen offenbar über den Spendenfond von Unternehmen den
Atomstrom lieben, wenn er mit Spenden vergoldet wird.

zu dieser Aussage verlange ich von dir eine Erklärung!!!

Gruß mic

Hallo Günter,
sofort wäre mir natürlich auch am liebsten. Das geht nicht,
dazu bin ich viel zu Realist.

Hi Mic,

ich natürlich auch, aber die Logik der Gefährdung wäre letztlich alles abschalten. Dass darüber offen nicht nachgedacht wird, an diese Frage niemand ran geht, zeigt doch auch, dass neben der tatsächlichen Bedrohung doch unsere Politiker mehr Hektik und Angst verbreiten als möglicherweise notwendig ist.

Auch wenn
die Grünen offenbar über den Spendenfond von Unternehmen den
Atomstrom lieben, wenn er mit Spenden vergoldet wird.

zu dieser Aussage verlange ich von dir eine Erklärung!!!

Wenn ich richtig informiert bin, erhalten die Grünen nunmehr auch von der Preussag Spenden.

Gruss Günter

Hallo Beth,

Bis in ca. 10 Jahren kommt mein Strom nicht mehr aus dem Kraftwerk, sondern aus meiner eigenen dezentralen Energieversorgung. Im Sommer wird Wasser durch direkte Sonneneinstrahlung aufgeheizt und für den Winter gespeichert, für den Strom funktioniert das mit Wasserstoff als Energieträger. Dies nicht mehr mit Solarpanelen, sondern mit unaffälligne Kunststoffpolymeren, welche aussehen wie diese Schindeln, welche manche Hausbauer als Alternative für den Verputz verwenden. Solche Polymere werden auch die Grundlage für einen zukünftgen Autolack darstellen.

Keine Sciene-Fiction, sondern das alles existiert bereits. Einige Kraftwerke sind weiterhin nötig, um Energiespitzen zu decken, diese Spitzen wären aber womöglich abdeckbar durch Kraftwerke, die regenerative Energien nutzen. Das wietverbreitete Erdgasnetz wird es dennoch erlauben, für den Fall der Fälle auf fossile Energien zurückgreifen zu können.

Wie gesagt: Die Technik existiert bereits. Per sie ist sie sogar billiger als die bisherige Lösung, in welcher man Kraftwerke, Überlandleitungen, Wiederaufarbeitungsanlagen, Castor-Transporte, Öltanker und die Mercedesflotte des lokalen Ölscheichs mitfinanzieren muß. Aber leider fidet eben noch keine günstige, vollautomatisierte Massenproduktion von Brennstoffzellen und Photovoltaikpolymeren statt.

Dem Land, welches die anstehenden Energieprobleme technisch patentierbar bzw. exportierbar löst, wird dieses Jahrhundert gehören. Die Wirtschaft setzt größte Hoffnung in diese Verfahren und läßt erhebliche Mittel in deren Entwicklung fließen, ohne daß dies in der Öffentlichkeit wahrgenommen würde. Wer vor 2 Jahren sein Geld in die Daimler-Tochter Ballard investiert hätte, der hätte sein Aktienvermögen vervierzigfacht…

Das von Dir kritisierte linkökologische Denken des letzten Jahrtausends gibt es gottseidank immer weniger. Die Grünen, welche aus überwiegend ideologischen (aber auch rationalen) Gründen ein Gleichgewicht mit der Natur anstreben, und Entscheidungsträger in der Wirtschaft, die den Reibach des Jahrhunderts machen wollen, rudern letztendlich in die gleiche Richtung. Sie müßten nur noch das restlich vorhadene Gipskopfdenken überwinden und zusammen rudern. Aber das ist nur noch eine Frage der Zeit.

Ich will gar nicht von Klimaproblemen reden. Auch nicht über eine anstehende Ölverteurung (da die „neuen“ Lager technisch schwierig abzubauen) und militärisch ausgetragenen Verteilungskämpfen… Energiekonzerne wie Shell haben schon sehr genau kalkuliert, daß Öl mittelfristig zu teuer sein wird, und arbeiten daher kräftig in eine Richtung, die man früher als „alternativ“ bezeichnet hätte.

Der Atomausstieg kann diese Entwicklung entscheidend fördern. Die Stromkonzerne mit ihrer intensiven politischen Lobbyarbeit werden kaum Interesse haben, daß die Verbraucher künftig billigen ausländischen Atomstrom beziehen. Sie werden Versuchen müssen, kleine, dezentrale Energieversorgungsanheiten anzubieten und an deren Erkauf und Unterhalt zu verdienen. Besonders viele andere Möglichkeiten gibt es für sie ja auch gar nicht.

Also: Der Atomausstieg it nicht grüne Bremserpolitik des letzten Jahrtausends, sondern hat durchaus einen sehr konstruktiven Aspekt. Deutschland hat heute schon bei „alernativen“ Energien die Nase vorne :wink:

Oliver

Hallo Beth,

ich kann dir nur zustimmen

B2

Hallo,

sehr schön was du schreibst. nur wird dies leider nicht funktionieren. es wird nur das umgesetzt, wo am meisten mit verdient werden kann. ist leider so.

B2

Hallo Beobachter,

ich glaube nicht, daß Ballard bzw. deren Aktionäre sich über mangelnde Einnahmen beklagen könnten *g*. Ausstattung der Haushalte mit moderner Energietechnik -> nettes Schnäppchen für die Industrie -> mindestens mal von dieser Seite her ein Interesse, Alternativtschniken zu verbreiten.

mal schauen!

Oliver

Wenn ich richtig informiert bin, erhalten die Grünen nunmehr
auch von der Preussag Spenden.

Gruss Günter

Hallo Günter
laut Aussage von Dietmar Strebel, Bundesschatzmeister der Grünen, stimmt diese Aussage nicht. Die Originalmail ist an dich unterwegs.

Gruß mic

Da muß ich B2 rechtgeben. Aber wenn man sich die Realität anschaut, sieht es in D. eher düster aus. Hier ein paar Beispiele:
http://www.hydrogen.org/Neuigkeiten/archiv%20II%2097…
Warum konzentrieren sich die Aktivitäten der D. derzeit auf Anrika? Warum baut Siemens ein Brennstoffzellenwerk in USA?

Schust du dir die Liste an, taucht immer wieder Amerika und Japan auf.
Lies mal den Link mit
Ist deutscher Wasserstoff anders? Eine Bestandsaufnahme der öffentlichen Wahrnehmung
Da weiß man schon, wer dagegen rudert. Wenn man sowas, wie üblich, im Vorfeld niederstampft, wird nie etwas draus.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Beth,

hab dank für deinen beitrag.

B2

Hallo Elisabeth,

die Autoren der Seite behaupten einerseits, die deutsche Presse äußere sich negativ, zitieren andererseits aber wie folgt:

„Wasserstoff soll Kerosin ersetzen – Eine der Sensationen des Jahres 2000: In Hannover landet zur Expo das erste wasserstoffbetriebene Flugzeug. Ob das klappt, ist noch nicht sicher, aber wünschenswert wäre es: denn Wasserstoff ist sauber. …" [FAZ 15.4.97]

„Tanken wir bald alle Wasserstoff? – Vorteile:Billig, sauber, unerschöpflich" [Bild 25. April 1996]

„Realsitische Visionen einer neuen Energiewirtschaft – Wasserstoff-Technik in Pilotprojekten bereits jetzt alltagstauglich" [VDI-Nachrichten 26.4.96]

„Treibstoff im Rucksack und super-sauber: Der Airbus von morgen – Das Geheimnis von „Cryoplane": Er fliegt mit Wasserstoff – spätestens im Jahr 2013" [BZ 29. April 1996]

Du brauchst Dir nicht die ohnehin nicht zur Diskussion gehörende Mühe zu machen, jetzt die negativen deutschen Berichte aus den Fingern zu saugen - ich glaube Dir, daß sie es gibt :wink:

Aus Deinem eigenen Link ein paar weitere Zitate, die das große Interesse der Industrie am großen Reibach belegen:


Erstes Brennstoffzellen-BHKW mit Wasserstoffbetrieb in Hamburg

Brennstoffzellen-Gabelstapler von Siemens

Toyota will als erster Brennstoffzellen-Fahrzeuge verkaufen

General Motors besorgt über Treibhauseffekt, schlägt Energiepreiserhöhung vor

Shell investiert 500 Mio US-$ in erneuerbare Energien, erkennt Treibhauseffekt an

Die beiden letzten Meldungen finde ich ganz besonders bemerkenswert. Sie zeigen, wie weit das Umdenken schon gediehen ist.

Erfreullich finde ich, daß ich nicht der einzige bin, der in Zukunft gerne seinen Saft selber machen möchte. Wäre ja auch reichlich töricht, wenn man das nicht täte. Tröste Dich - den AKWs braucht man angesichts so einer Perspektive nicht hinterhertrauern :wink:

danke für den Link,

Oliver