Atombombe

DER KLEINE HOBBYFORSCHER: WIR BAUEN EINE ATOMBOMBE

Einführung

Einige Gerichtsentscheidungen in den Vereinigten Staaten, die bekannten Zeitschriften untersagten, Anweisungen zum Bau einer Atombombe abzudrucken, haben kürzlich weltweite Debatten ausgelöst. Die Gerichte begründen ihr Urteil gewöhnlich damit, daß die nationale Sicherheit gefährdet sei, wenn solche Informationen allgemein zugänglich wären. Weil es aber auch überall bekannt ist, daß die benötigten Informationen in den meisten grösseren Stadtbüchereien bereits öffentlich zugänglich sind, soll der offiziell verbreitete Standpunkt der Justiz offensichtlich einen viel wichtigeren Grund verschleiern. Es würde sich nämlich bald herausstellen, daß es für den durchschnittlichen Bürger viel zu schwierig wäre, eine atomare Bombe zu bauen. Die Gerichte der USA können es sich aber nicht erlauben, die breite Masse durch die Behauptung zu beleidigen, sie hätte die Intelligenz eines Kohlkopfs, und deshalb berufen sich die offiziellen Presseverlautbarungen auf die nationale Sicherheit als einem Persilschein für alle verordneten Beschränkungen.

Um die Unruhe zu beenden, die unglücklicherweise durch die weitverbreitete Fehlinformation entstanden ist, kann und muss jetzt vorbehaltlos aufgeklärt werden. So ist unser Projekt des Monats der Bau einer thermonuklearen Bombe. Sie werden sehen, wie leicht es ist, sich eine Bombe in zehn Schritten ohne Hilfe zu basteln, sie funktionsfähig zu machen und zu lagern, ohne daß Regierung und Justiz störend dazwischenfunken. Die Sache wird so zwischen 5000 und 30000 $ kosten, je nachdem, welche Ansprüche Sie an das fertige Produkt stellen. Weil der letzte Beitrag Wir bauen eine Zeitmaschine in der neuen Immer-Hübsch-Der-Reihe-Nach-Didaktik so gut angekommen ist, werden wir sie auch für diese Bauanleitung verwenden.

Bauanleitung

  1. Besorgen Sie sich zunächst etwa 100 Pfund (50 kg) waffengeeignetes Plutonium (Plutonium (Pu),Ordnungszahl 94,ist ein radioaktives metallisches Element, das beim Zerfall von Neptunium entsteht und in seinen chemischen Eigenschaften dem Uranium, Saturnium, Jupiterium und Marsium ähnelt). Ein Atomkraftwerk oder eine Wiederaufbereitungsanlage empfiehlt sich hierfür nicht, da das Fehlen von grösseren Mengen Plutonium die Ingenieure, die dort arbeiten, recht unglücklich machen kann. Wir schlagen Ihnen vor, sich mit der örtlichen Terroristenorganisation oder vielleicht mit den jungen Unternehmern in Ihrer Nachbarschaft in Verbindung zu setzen.
  2. Bitte denken Sie daran, daß Plutonium, insbesondere reines, angereichertes Plutonium, ein wenig gefährlich ist. Waschen Sie nach dem Basteln Ihre Hände mit Seife und warmem Wasser, und erlauben Sie Ihren Kindern oder Haustieren nicht, im Plutonium zu spielen oder es zu essen. Übriggebliebener Plutoniumstaub eignet sich hervorragend, um Insekten zu vertreiben. Sie können die Substanz gerne in einem Bleibehälter aufbewahren,wenn Sie auf Ihrem örtlichen Schrottplatz gerade etwas geeignetes finden. Aber eine alte Kaffeedose tut’s eigentlich genauso gut.
  3. Formen Sie jetzt ein Metallbehältnis, in dem Sie die Bombe zu Hause aufbewahren können. Die meisten handelsüblichen Metallfolien können so gebogen werden, daß man den Behälter als Briefkasten, Henkelmann oder VW-Käfer tarnen kann. Benutzen Sie keine Alufolie.
  4. Ordnen Sie das Plutonium in zwei Halbkugeln an, die etwa 4 cm voneinander entfernt sind. Benutzen Sie z.B. Pattex, um den Plutoniumstaub zusammezuoleen.
  5. Nun besorgen Sie sich etwa 200 Pfd (100 kg) Trinitrotoluol (TNT). Ein guter Plastiksprengstoff ist zwar viel besser, macht aber auch viel mehr Arbeit. Ihr hilfsbereiter Hardware-Spezialist wird Sie sicher gerne damit versorgen.
  6. Befestigen Sie das TNT auf den Halbkugeln, die Sie in Schritt 4
    geformt haben. Falls Sie keinen Plastiksprengstoff bekommen konnten, scheuen Sie sich nicht, das TNT mit Uhu oder Fixogum oder irgendeinem Modellbaukleber festzumachen. Sie können auch einen gefärbten Klebstoff verwenden, aber man muss hier nicht unbedingt übertreiben.
  7. Verstauen Sie nun das Ergebnis Ihrer Bemühungen aus Schritt 6 in dem Behälter aus Schritt 3. Benutzen Sie jetzt einen starken Klebstoff wie z.B. Acrylkleber, um die beiden Halbkugeln sicher im Briefkasten zu befestigen. Sie vermeiden so eine zufällige Detonation, die durch Vibrationen oder falsche Behandlung ausgelöst werden könnte.
  8. Um die Bombe zur Explosion zu bringen, besorgen Sie sich eine Fernsteuerung, wie man sie für Modellflugzeuge und kleine Autos verwendet. Mit geringer Mühe kann man einen ferngesteuerten Kolben bauen, der auf eine Sprengkapsel schlägt und so eine kleine Explosion auslöst. Diese Sprengkapseln finden Sie in der Elektroabteilung Ihres Supermarktes. Wir empfehlen „Platzbald“, weil dies pfandfreie Einwegkapseln sind.
  9. Verstecken Sie jetzt die fertige Bombe vor Nachbarn und Kindern. Ihre Garage ist dafür ungeeignet, weil sie meist sehr feucht ist und die Temperatur erfahrungsgemäss stark schwankt. Es hat sich gezeigt, daß Atombomben unter instabilen Bedingungen spontan detonieren. Der Geschirrschrank oder der Platz unter der Küchenspüle ist dagegen vorzüglich geeignet.
  10. Jetzt sind Sie der stolze Besitzer einer funktionstüchtigen thermonuklearen Bombe! Sie ist der Party-Gag und dient im Notfall der nationalen Verteidigung.

So funktioniert es

Im Prinzip wird die Bombe gezündet, wenn das explodierende TNT dasPlutonium zu einer kritischen Masse zusammenpresst. Die kritische Masseführt dann zu einer Kettenreaktion. Und schon haben Sie Ihre10-Megatonnen-Explosion!

Vorschau

Im nächsten Monat werden wir zeigen, wie man die Frau seines Nachbarn in 6 einfachen Schritten klonen kann. Dieses Projekt verspricht ein aufregendes Wochenende voll Spaß und persönlichem Nutzen. Gewöhnliches Küchengerät ist alles, was Sie brauchen. Bis dann !

Hallo,

  1. Besorgen Sie sich zunächst etwa 100 Pfund (50 kg)
    waffengeeignetes Plutonium (Plutonium (Pu),Ordnungszahl 94,ist

Bei Plutonium liegt die kritische Masse soweit ich weiß bei etwa 7kg. Wenn nicht beim Transport, dann spätestens beim formen der 25kg schweren Halbkugeln dürfte es zu einer plötzlichen Temperaturerhöhung auf wenigstens 100 Millionen Kelvin kommen. Das führt mindestens zu heftigem schwitzen.

haben Sie Ihre10-Megatonnen-Explosion!

Mit ein paar kg Plutonium kommt man im Eigenbau evtl auf 0,1 Kilotonnen. Durch die Anlagerung von schwerem Wasserstoff unmittelbar an die Plutoniumhalbkugeln kann man zusätzlich Detonationsenergie aus der Kernfusion gewinnen. Mit der entsprechenden Menge sind dann auch 100 Megatonnen möglich. Um die Zündtemperatur dafür zu erreichen, sollte der umgebende Metallzylinder aber sehr dickwandig sein, um die Detaonation eine zeitlang im Inneren festzuhalten (bis der schwere Wasserstoff heiß genug ist). Zur Tarnung eignet sich dann ein Tieflader besser als ein VW Käfer.

Gruß
Tilo

Hallo Tilo,

haben Sie Ihre10-Megatonnen-Explosion!

Mit ein paar kg Plutonium kommt man im Eigenbau evtl auf 0,1
Kilotonnen. Durch die Anlagerung von schwerem Wasserstoff
unmittelbar an die Plutoniumhalbkugeln kann man zusätzlich
Detonationsenergie aus der Kernfusion gewinnen. Mit der

Naja, wenn man es so genau will, sollte es aber auch genau sein, denn nur schwerer Wasserstoff reicht eben nicht, denn D+D–>He ist eine auch fuer Kernwaffen uneffektive Reaktion. Es sollte schwerer Wasserstoff und Lithium sein, um D+T–>n+He zu erreichen, wo T erst gebruetet wird waehrend der Explosion.

entsprechenden Menge sind dann auch 100 Megatonnen möglich. Um
die Zündtemperatur dafür zu erreichen, sollte der umgebende
Metallzylinder aber sehr dickwandig sein, um die Detaonation
eine zeitlang im Inneren festzuhalten (bis der schwere
Wasserstoff heiß genug ist).

Nein, auch nicht. Bringt keinen Gewinn. Was man braucht ist Hoch-Z-Material als aeusseren Zylinder, um die Fusionsbombe via Strahlung durch die Spaltungsbombe zu zuenden, da Hoch-Z-Material sehr gut Roentgenstrahlung reflektiert.

Man sieht also, dass das Ausgangspost mit der Bombe nicht Ernst gemeint war und damit jedwede Erklaerung, warum es grober Unfug ist, wie auch die meinige Korrektur hier, voellig unsinnig ist *g*

und dann war da noch der mann mit dem thermonukleargeraet [© monty python]

cheers, peter

p.w. die erste „trockene“ h-bombe der amis hatte eine dreimal so hohe sprengkraft wie vorausberechnet, weil man eine simple reaktion vergessen hat, worueber die physiker und Co. entsetzt waren, die militaers aber kommentierten „prima, machen wir ab sofort immer so, funktioniert ja praechtig“

http://nuclearweaponarchive.org/Usa/Tests/Castle.html

Hallo,

Mit ein paar kg Plutonium kommt man im Eigenbau evtl auf 0,1
Kilotonnen. Durch die Anlagerung von schwerem Wasserstoff
unmittelbar an die Plutoniumhalbkugeln kann man zusätzlich
Detonationsenergie aus der Kernfusion gewinnen. Mit der
entsprechenden Menge sind dann auch 100 Megatonnen möglich. Um
die Zündtemperatur dafür zu erreichen, sollte der umgebende
Metallzylinder aber sehr dickwandig sein, um die Detaonation
eine zeitlang im Inneren festzuhalten (bis der schwere
Wasserstoff heiß genug ist). Zur Tarnung eignet sich dann ein
Tieflader besser als ein VW Käfer.

kaum.

lego hat ja schon was dazu gesagt.
Schau mal hier:
http://www.boredshitless.com/nuclear_bomb.html

The heart of the H-bomb is the fusion process. 
Several A-bombs are detonated in such a way as to 
create the extremely high temperature (100 million 
degrees C) necessary to fuse <u>lithium deuteride</u> (LiD) 
into helium.

CMБ