Atome / 'Anziehung', Gedankenexperiment

Hallo!

Mein Verständnis der Materie (ha, ha!) reicht leider nicht aus, um direkt rüberzubringen, was meine Frage wäre, also will ich versuchen, es als Gedankenexperiment zu formulieren.

Man stelle sich eine abgeschossene Gewehrkugel vor, genau in dem Moment, in dem ihr „vorderstes Atom“ auf das „vorderste Atom“ einer Wassermelone oder eines ähnlichen Körpers treffen würde. Nun verlieren die Atome der Kugel untereinander jeglichen „Zusammenhalt“, nicht jedoch Eigenschaften wie Masse & kinetische Energie.

Was könnte theoretisch „in etwa passieren“ und „ungefähr warum“?
Z.B.:

  1. Richtet die „Kugel“ ganz normal Schaden an? Durchgleiten die „einzelnen Atome“ den Körper ohne (abgesehen von Effekten, die z.B. auch Radioaktivität mit sich bringen kann) Schaden anzurichten?
  2. Fließen die Atome gleichmäßig um den Körper herum und
    2a) verteilen sich gleichmäßig über seine gesamte Oberfläche, an der sie still haften bleiben, nachdem ihre kinetische Energie „aufgebraucht“ ist?
    2b) streuen dann nach allen Seiten vom Körper weg?
  3. Werden die Kugel-Atome von den Atomen des Körpers „zerschmettert“, wodurch „irgendwas blödes“ entsteht, das maximal 'ne Nanosekunde in dieser Form bleibt?

Ich schätze mal, das hängt von viel zu vielen Faktoren ab und man könnte mindestens ein buch darüber schreiben, ohne zu 'ner auch nur ansatzweise klaren Antwort zu kommen, aber mir geht’s auch eher darum, daß ich durch eure Antworten Hinweise zu dem mir fehlenden Verständnis kriege als daß „diese Frage beantwortet wird“.

Danke für jede Spekulation & Sonstiges!

Man stelle sich eine abgeschossene Gewehrkugel vor, genau in
dem Moment, in dem ihr „vorderstes Atom“ auf das „vorderste
Atom“ einer Wassermelone oder eines ähnlichen Körpers treffen
würde. Nun verlieren die Atome der Kugel untereinander
jeglichen „Zusammenhalt“, nicht jedoch Eigenschaften wie Masse
& kinetische Energie.

hallo,

Es kommt zur Beantwortung deiner Frage an, was du unter „jeglichen Zusammenhalt“ verstehst. Ich gehe mal davon aus, du meinst, die Anziehungskräfte, jedoch nicht die Abstoßungskräfte zwischen den einzelnen Atomen. Nun ja dann ist keiner deiner Vorschläge richtig. der „Atomverbund“ fliegt einfach weiter, schiebt atom für Atom der Melone beseite. Und durchschlägt die Melone zuguterletzt, wobei sie sehr warscheinlcih zerplatzt ist. Alles in allem ist kein großer Unterschied zu einer festen Gewherkugel zu entdecken.

Grüße, Tom

Hallo!

Wie kommst Du darauf die Atome in der Gewehrkugel würden ihren Zusammenhalt verlieren. In diesem Falle würde die Kugel sozusagen verdampfen, was aber nicht passiert, selbst wenn wesentlich massivere Körper als Melonen beschossen würden. Die Kugel wird eventuell deformiert, d.h. ihr Kristallgitter wird aufgrund der grossen wirkenden Energien „verschoben“, das wars.

MfG
Tom

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… ich meinste damit ungefähr: „Alle abstoßenden und anziehenden kräfte, die von ‚Atomen die der Kugel zuzuschreiben‘ sind auf ‚Atome die der Kugel zuzuschreiben sind‘ wirken, sind entweder nicht vorhanden oder so verteilt, daß die Wechselwirkungen innerhalb der Kugel sich auch denn noch zu ‚0‘ addieren, wenn man eine beliebige Kombination von beliebig vielen Atomen der Kugel plötzlich wegnehmen würde“ - es „wirkt halt nix mehr“.

Wobei mir auffällt, daß ich die ersten beiden „Theorien“ (die sich widersprechen) unter 1) zusammengefasst hab:

  1. Richtet die „Kugel“ ganz normal Schaden an?
    Durchgleiten die „einzelnen Atome“ den Körper ohne (abgesehen von Effekten, die z.B. auch Radioaktivität mit sich bringen kann) Schaden anzurichten?

Danke für die schnelle Antwort!

Moin!

Wie (vielleicht nicht klar genug) geschrieben, es handelt sich um ein Gedankenexperiment, das davon ausgeht, daß man diese Kräfte innerhalb der Kugel „einfach wegnimmt“, das dazu dienen sollte, Vorgänge auf eine Art und Weise zu verdeutlichen, die praktisch nicht durchführbar ist… öhm, sozusagen.

Trotzdem danke!

… ich meinste damit ungefähr: „Alle abstoßenden und
anziehenden kräfte, die von ‚Atomen die der Kugel
zuzuschreiben‘ sind auf ‚Atome die der Kugel zuzuschreiben
sind‘ wirken, sind entweder nicht vorhanden oder so verteilt,
daß die Wechselwirkungen innerhalb der Kugel sich auch denn
noch zu ‚0‘ addieren, wenn man eine beliebige Kombination von
beliebig vielen Atomen der Kugel plötzlich wegnehmen würde“ -
es „wirkt halt nix mehr“.

hallo,

wichtiger ist wohl, ob die Teilchen der Kugel mit denen des Körpers, auf den geschossen wird, Wechselwirkungen eingehen… Wenn sie das nicht tun, passiert auch nichts… dann fliegen die Teilchen einfahc nur durch den Körper durch. Nebenbei bemekrt: das Experiment IST realisierbar. Indem man einfach Teilchen nimmt, die keine Wechselwirkung mit „normaler“ uns bekannter Mateire eingehen. Das wären z.B. Neutrinos. Neutrinos durchdringen ohne Probleme die gesamte Erde, (und es gibt VIELE neutrinos) ohne daß wir davon etwas merken… Selbst durch dich fliegen genu in diesem Augblick wo du das hier liest. millionen von neutrinos, von denen du nichts merkst…

Grüße, Tom

Nebenbei bemekrt: das Experiment IST realisierbar. Indem man
einfach Teilchen nimmt, die keine Wechselwirkung mit
„normaler“ uns bekannter Mateire eingehen. Das wären z.B.
Neutrinos. Neutrinos durchdringen ohne Probleme die gesamte
Erde, (und es gibt VIELE neutrinos) ohne daß wir davon etwas
merken… Selbst durch dich fliegen genu in diesem Augblick
wo du das hier liest. millionen von neutrinos, von denen du
nichts merkst…

Naja, so gar keine Wechselwirkung stimmt ja nicht ganz. Die Wechselwirkungswahrscheinlichkeit ist nur immens klein. Ansonsten hätte man Neutrinos ja auch nicht nachweisen können und die wären nur eine schöne Theorie.

Sebastian.

Naja, so gar keine Wechselwirkung stimmt ja nicht ganz. Die
Wechselwirkungswahrscheinlichkeit ist nur immens klein.
Ansonsten hätte man Neutrinos ja auch nicht nachweisen können
und die wären nur eine schöne Theorie.

Sebastian.

yau :smile: dat stimmt natürlich :smile:. aber zumindest haben sie „hinreichend wenig“ Wechselwirkung, so daß man das „Gedankenexperiment“, um das es hier ging. Real nachbauan kann… (konnte den Vorwurf nich auf mich sitzenlassen, daß ich nich weiß, daß es doch ein paar winzig kleine Wchslewirkungen gibt, nichts für ungut :smiley:)

Grüße, Tom

Ok…

Ich kann nicht ganz nachvollziehen wie ein Gedankenexperiment ohne physikalische Grundlage irgendwie hilfreich sein soll, aber bitte.
Wenn Du die Kräfte zischen den Metallatomen aufhebst, dann werden sie sich wie ein Gas, bei Umgebungsdruck sogar wie ein ideales Gas, verhalten. Die Kugel wird verdampfen und ward nicht mehr gesehen. Der Melone passiert dann nix, ausser dass da ein paar Atome reindiffundieren.

Gruss
Tom

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Hallo Tom,

Wenn Du die Kräfte zischen den Metallatomen aufhebst, dann
werden sie sich wie ein Gas, bei Umgebungsdruck sogar wie ein
ideales Gas, verhalten. Die Kugel wird verdampfen und ward
nicht mehr gesehen.

Wegen der hohen Dichte der Kugel wird sich dieses Gas aber eher wie eine Flüssigkeit verhalten, die beim Aufprall heftig detoniert.

Der Melone passiert dann nix, ausser dass
da ein paar Atome reindiffundieren.

Ich würde meinen Kopf nicht da hinhalten. Auf jeden Fall gibt es am Einschlagort eine heftige Druckwelle, die die Melone vermutlich sogar zerplatzen läßt.
Das Gedankenexperiment ist garnicht mal so unrealistisch. Genau das ist in etwas größeren Dimensionen 1908 in Tungusta passiert, als sich ein Komet ohne nennenswerten inneren Zusammenhalt kurz über der Erdoberfläche in seine Bestandteile zerlegte und eine gewaltige Explosion mit verheerenden Schäden auf der Oberfläche verursachte.

Jörg