Hallo,
meine beiden Nichten (3 1/2J.) sollen demnächst Atropin EDO-Augentropfen in die Äuglein bekommen, weil sie beim Augenarzt nicht angesagt haben, welche Figuren sie erkennen können (sie sind leider sehr schüchtern gegenüber Fremden und so waren sie heftig beschämt und haben nix gesagt, die Ärztin war auch ziemlich ungeduldig). Meine Schwester ist sich nach den diversen Warnungen vor Kontakt mit den Tropfen nun nicht so ganz sicher, ob es sinnvoll ist, weil die Kids auch schon umfallen, wenn diverse Bakterien nur leicht an die Tür klopfen. Wie denkt ihr darüber-muss das denn sein und welche Nebenwirkungen sind zu erwarten? Irgendwie habe ich nichts brauchbares googeln können und auch der Netdoktor hat mit den Schultern gezuckt.
Danke für eure Hilfe
daydream
Hi,
ich denke Geduld (gerade bei der Behandlung von Kindern) ist enorm wichtig.
Gerade wenn es um die Augen geht.
Falls Du den Eindruck hast das der Arzt mit dem Medic einen „Schnellschuss“ gemacht hat würde ich auf jeden Fall einen anderen Arzt aufsuchen.
Ich denke mit Einfühlungsvermögen kann man der dann auch das Vertrauen Deiner nichten gewinnen und eine entsprechende Diagnostik vornehmen.
Der Umgang mit Kindern ist halt etwas schwierig und das liegt bestimmt nicht jedem (Arzt), deswegen sollte man sich jemanden suchen dem auch die Kinder entpsrechend vertrauen.
Das wirkt durchaus wunder, ich denke Kinder merken wenn Ihr gegenüber ungeduldig wird und gerade wenn sie Schüchtern sind, dürfte das nicht förderlich sein.
Gruss Nikos
–
http://www.kreuzretter.net
Hallo Daydream!
Die Nichten werden Atropin zur sogenannten Refraktionsbestimmung erhalten.
Das ist eine Routineuntersuchung bei Kindern, um herauszufinden ob sie eine Brille benötigen.
Wenn möglicherweise noch ein Verdacht auf Schielen besteht, ist die Untersuchung unerlässlich für das weitere Sehen!
Dabei wird die Muskulatur gelähmt, die eine Anpassung der Linse herbeiführt.
Bei Kindern ist diese Muskulatur so enorm leistungsfähig, dass oftmals die in der Praxis verwendeten Tropfen (Cyclolat, wirkt nicht so lange) nicht für eine vernünftige Messung ausreichen.
Atropin-Augentropfen werden schon seit Jahrzehnten verwendet, und es gibt nur wenig unangenehme Begleiterscheinungen.
Eine davon ist die hohe Blendempfindlichkeit, weswegen ich diese Untersuchung nicht unbedingt im Sommer machen lassen würde.
Die Kinder können mit den weiten Pupillen in der Nähe nur sehr verschwommen sehen (das ist normal, weil die Linse sich nicht anpassen kann und soll), weswegen sie dann ziemlich knatschig werden können.
Der folgende link des BVA erkärt alles rund ums (Kinder)Auge und Brille:
http://www.augeninfo.de/patinfo/kinderbr.htm
Angelika