Atypische Arthrose im Sprunggelenk nach Unfall

Hallo,

ich habe nach einem Haushaltsunfall und damit verbundenem Fersenbeintrümmerbruch bis heute zu bei längerer Belastung massive Schmerzen im Sprunggelenk. Bisher bekam ich von der Orthopädin einen Stützstrumpf und „Schuhzurichtungen“, d.h. Abpolsterungen der Absätze mit einer Art Moosgummi. Das lindert schon ein wenig. Tabletten (Ibuprofen und Voltaren) haben mir nicht geholfen. Was im Akutfall gut hilft, ist Mobilat. Wohl weil ich ASS im Allgemeinen gut vertrage und mir auch bei gelegentlichen Migräneanfällen sehr gut damit helfen kann.

Gibt es eine Möglichkeit, die Gelenkkapsel, die vermutlich beschädigt ist, irgendwie positiv zu beeinflussen oder hilft da nur ein künstliches Gelenk?

Ich habe durch die nicht mehr mögliche Bewegung stark zugenommen, was ja den Fuß noch mehr belastet. Wenn ich überwiegend rumsitze, habe ich natürlich keine Schmerzen. Aber der Haushalt will gemacht sein und ich möchte auch nicht stark an Zuhause gebunden sein und wieder mal was mehr unternehmen.
Ich vermisse meine Tae Kwon Do und Tae Bo Stunden sehr.
Ich bin mittlerweile stark gefrustet und schon fast depressiv, weil sich jede längere Aktion mit Stehen und Gehen am nächsten Tag mit einer Zwangspause wegen starker Schmerzen auszahlt. Ich bin gerade knapp über 40 und das kann es doch nicht gewesen sein. Ich fühle mich von behandelnden Krankenhaus und den behandelnden Ärzten bzw. Orthopäden ziemlich im Stich gelassen. Es hätte außer der üblichen Mobilisation/Krankengymnastik doch mehr geben müssen, um mich wieder fit zu kriegen.
Tja, keiner hat auf meine Fragen so richtig reagiert, ausser mit der Möglichkeit, das Gelenk ja versteifen lassen zu können. Ja, und dann brauche ich in 10 Jahren ein künstliche Hüfte, oder wie??

Im Net habe ich dann von der Möglichkeit eines künstlichen Fußgelenks gelesen. Ein Bekannter meiner Nachbarn hat eines und hat massive Probleme damit. Naja, es ist eigentlich nicht sinnvoll für den menschlichen Körper, wenn man ihn behandelt wie eine Maschine, in die man Ersatzteile einbaut. Muss wohl die allerletzte Möglichkeit bleiben.

Welche Erfahrungen oder welches Wissen habt Ihr dazu?
Vielen Dank

Andrea

guckst Du: http://www.deutsches-arthrose-forum.de
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Re: guckst Du: http://www.deutsches-arthrose-forum

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Hallo Andrea,
es gibt keinen Beweis für Arthrose, da die Ursachen unbekannt sind.
Dr. Julius Hellenthal(Guck bei Google!) ist der Meinung, daß es sich bei der sogenannten Arthrose um einen entzündlichen Vorgang handelt und deshalb mit Antibiotika behandelt werden sollte.
Gruß
Rolf

Dr. Julius Hellenthal ist der Meinung, daß
es sich bei der sogenannten Arthrose um einen entzündlichen
Vorgang handelt und deshalb mit Antibiotika behandelt werden
sollte.

Hi Rolf,
danke für Deine Antwort. Auch Danke an Kai!

Ich habe mir die Site schon kurz angeschaut und war erschrocken, wie viele junge Leute schon damit Probleme haben. Ich werde mich bei Gelegenheit dann mehr darin vertiefen.

Mit den Antibiotika ist das so eine Sache, denn die darf man ja nicht ohne Ende nehmen. Außerdem habe ich ziemlich schnell und dann auch für länger über die Einnahmezeit hinaus Verdauungsprobleme wegen der angegriffenen Darmflora.

Also das mit der Entzündung kann schon irgendwo sein.
Ich hatte zwar keine Infektionsprobleme direkt nach der OP, sondern nur etwas Eiter in den offen liegenden Bereichen der Spickdrähte, was aber sehr schnell behoben war. Mit der Platte und den Schrauben haben ich keine Probleme gehabt. Im Gegenteil, ich bin nach einem halben Jahr ungefähr wieder zum Training gegangen (Tae Kwon Do), habe mich natürlich ein wenig vorgesehen und eine Neoprenbandage getragen. Zu der Zeit hatte ich auch keine Schmerzen. Nach ca. 2 Jahren habe ich dann die Platte und die Schrauben entfernen lassen müssen. Auch da ohne Infektionsprobleme und ich war ich schnell wieder richtig gut auf den Beinen mit der Krankengymnastik und eigenen Übungen.
Die letzte OP war im März 2004, dann im darauffolgenden Herbst ging es mit den Schmerzen los. Der Fuß war auch häufiger geschwollen.
Wenn ich ihn nach Belastung hochgelegt hatte, tat er bei neuem Auftreten noch viel schlimmer weh.
Ich habe mich da mal bei einer Untersuchung im Krankenhaus beschwert, dass es doch dieselben Heilungsmethoden für „normale“ Patienten geben müsse wie für die Leistungssportler. Denn auch wir müssen doch unsere Aufgaben wie Haushalt, Kindererziehung und sonstige Arbeit wieder erfüllen können. Da kamen Kommentare, dass man ja nicht sowas leisten würde wie die Sportler, vonwegen das deren Leistungen höher bewertet werden als die eines Normalbürgers.
Hä?
Zahlt denn nicht die Masse der Bürger ihre Steuern, die der Staat notwendig braucht? Die paar sehr erfolgreichen Sportler bringen doch so viel Money für Staat und Gesellschaft gar nicht ein. Schlußendlich denke ich, ist es wieder nur eine Frage des eigenen Geldes.
Es ärgert mich aber.
Denn es bleibt ja nicht bei der Sprunggelenkproblematik -mittlerweile habe ich ganzkörperlich Probleme, weil ich schief laufe, um den Fuß zu entlasten. Ich habe Rückenschmerzen, Schulter-Hals- Beschwerden und fühle mich total gefrustet, weil ich nicht mehr das leisten kann, was ich mal konnte bzw. was ich auch heute noch leisten können müßte. Darunter leidet dann die ganze Familie, weil ich mit den Kids und meinem Mann ja lange nicht mehr alles unternehmen kann. Und wenn ich sie habe ziehen lassen und zuhause geblieben bin, waren die Kids auch enttäuscht.
Ich bin so richtig gefrustet.
Morgens stehe ich schon mit Schmerzen auf, sobald ich den Fuß belaste und kraxele dann die Treppeg hinunter, um Frühstück zu machen. Als erstes kommt der Stützstrumpf oder die Bandage ums Gelenk. Das hilft auch etwas, aber tut nach ca. 2 Stunden weh. Kurze Zeit wurde auch eine Ultraschallbehandlung für die bessere Durchblutung und weicherem Narbengewebe und zusätzlich diese Elektrophorese (hoffentlich erinnere ich das jetzt richtig) angewendet mit mäßigem Erfolg. Aber man ist ja schon psychisch besser dran, wenn was getan werden kann.
Muss ich morgens zu Ärzten (mit meinen alten Eltern) oder zum Einkauf, kann ich für die Hausarbeit so ziemlich den Nachmittag vergessen, weil ich einfach kaum noch auftreten kann. Ich zwinge mich zwar dazu, aber so richtig alles geregelt kriege ich nicht. Vor allen Dingen größere Aufräum- und Umräumprojekte bleiben einfach liegen oder werden nur häppchenweise erledigt. Da bin ich dann schon wieder sauer. Hilfe habe ich leider nur sehr beschränkt. Die Kids nehmen mir zwar viele Laufwege ab, aber die müssen auch sehen, dass sie die Schule geregelt kriegen. Ein bischen Hilfe habe ich aber an ihnen.
Sonst kann ich keinen weiter damit belasten. Meine Mutter kocht zwar nach wie vor, soweit sie dazu imstande ist, das hat sie schon vorher getan, weil sie einfach eine Aufgabe braucht. Sonst kann sie mit ihren 80 Jahren nicht mehr viel tun. Sie hat eine Putzfrau. Die werde ich mir wohl auch zulegen müssen. Damit genug Zeit für die anderen Arbeiten bleibt. Dabei fühle ich mich gar nicht wohl. Man läßt ja jemand Fremdes in seinen Privatbereich.

Sorry, dass ich hier so jammere - aber oft hilft es schon, sich sowas von der Seele zu reden oder zu schreiben.
Vielleicht hat ja auch jemand Ideen oder Strategien, wie man sich besser organsieren kann oder wo man Hilfe kriegt.

LG
Andrea

Ich habe mir die Site schon kurz angeschaut und war
erschrocken, wie viele junge Leute schon damit Probleme haben.

Wie können junge Leute an Verschleiß erkranken?
Da stimmt doch was nicht!

Ich werde mich bei Gelegenheit dann mehr darin vertiefen.

Lese Dir lieber die Seiten vom Dr. Hellenthal durch.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß dieser Mann Recht hat.

Mit den Antibiotika ist das so eine Sache, denn die darf man
ja nicht ohne Ende nehmen.

Wer sagt das?
Der Doktor, weil der will Geld verdienen.
Blutuntersuchungen,Röntgenaufnahmen, Schmerzmittel verschreiben bringen viel mehr ein, als nur Antibiotika zu verschreiben.
Die Pharmaindustrie unterstützt ihn dabei mit Negativ-Reklame in den Medien.Es gibt sogar ein Werbeverbot für Antibiotika!
Wie kommt es, daß es sowas aber nicht für Alkohol und Tabak gibt?
Da stimmt doch was nicht!

Außerdem habe ich ziemlich schnell
und dann auch für länger über die Einnahmezeit hinaus
Verdauungsprobleme wegen der angegriffenen Darmflora.

Es ist bei den Ärzten nicht üblich ,die Darmflora zu schützen.
Ich habe jedenfalls niemals etwas dergleichen bekommen.
Einfach Antibiotika rein und fertig.Das ist ein Kunstfehler!
Man muß die Darmflora unbedingt immer mit Darmflora-Tabletten schützen.

Also das mit der Entzündung kann schon irgendwo sein.

Glaube an Dein eigenes Gefühl und nicht den Ärzten, sonst bist Du verloren!

Die letzte OP war im März 2004, dann im darauffolgenden Herbst
ging es mit den Schmerzen los. Der Fuß war auch häufiger
geschwollen.

Das ist bestimmt eine Infektion.

Wenn ich ihn nach Belastung hochgelegt hatte, tat er bei neuem
Auftreten noch viel schlimmer weh.
Ich habe mich da mal bei einer Untersuchung im Krankenhaus
beschwert, dass es doch dieselben Heilungsmethoden für
„normale“ Patienten geben müsse wie für die Leistungssportler.

Was meinst Du, hat man Dir verweigert?

Denn es bleibt ja nicht bei der Sprunggelenkproblematik
-mittlerweile habe ich ganzkörperlich Probleme, weil ich
schief laufe, um den Fuß zu entlasten.

Ich glaube, daß die Entzündung,wie eine Borrelliose, durch deinen Körper wandern wird und immer neue Beschwerden dich überraschen werden.

Ich habe
Rückenschmerzen, Schulter-Hals- Beschwerden und fühle mich
total gefrustet, weil ich nicht mehr das leisten kann, was ich
mal konnte bzw. was ich auch heute noch leisten können müßte.
Kurze Zeit wurde auch eine Ultraschallbehandlung für die
bessere Durchblutung und weicherem Narbengewebe und zusätzlich
diese Elektrophorese (hoffentlich erinnere ich das jetzt
richtig) angewendet mit mäßigem Erfolg. Aber man ist ja schon
psychisch besser dran, wenn was getan werden kann.

Alles nur umsatzfördernde Maßnahmen, die nur Linderung, aber keine Heilung bringen.

Sorry, dass ich hier so jammere - aber oft hilft es schon,
sich sowas von der Seele zu reden oder zu schreiben.

Ich kann Dich sehr gut verstehen, mir ist es ähnlich gegangen.

Vielleicht hat ja auch jemand Ideen oder Strategien, wie man
sich besser organsieren kann oder wo man Hilfe kriegt.

Lese dir die Webseiten von Dr.hellenthal durch und such Dir einen entsprechenden Arzt, der Dich wie eine Borrelliose-Kranke behandelt.
Laß keine Tests mehr mit Dir machen!Alles unzulänglich!
Laß dich nur! nach Deinen Symptomen behandeln und die deuten ganz klar auf eine Infektion hin.
Gruß
Rolf