Hallo,
bin ueber der BBG fuer die Krankenversicherung. Wuerde mich gerne privat versichern und hab auch schon ein Gespraech mit einem Versicherungsvertreter Mister X gehabt. Der war nicht von einer bestimmten Versicherung, sondern von einer Firma, die viele (alle) Versicherer vergleicht und bei Vermittlung Provision kassiert. Dieser hat mir mitgeteilt, dass ich mit meinen Vorerkrankungen (siehe unten) bei den meisten Versicherern ueberhaupt keine Chance haette, angenommen zu werden.
Um mir diese Aussage bestaetigen zu lassen, will ich (in meinen Augen) interessante Versicherer anschreiben, ihnen eben dies mitteilen und fragen, ob das bei ihnen der Fall ist.
Meine Frage ist nun, ob die ueberhaupt wahrheitsgemaess antworten (duerfen). Vielleicht darf ja ein Versicherer offiziell nicht Menschen aufgrund bestimmter Vorerkrankungen ablehnen, tut dies aber doch, mit welcher Erklaerung auch immer, weil es fuer ihn (den Versicherer) nicht rentabel ist.
Meine Vorerkrankungen:
Bandscheibenvorfall, der 1997 diagnostiziert wurde, durch Krankengymanstik 1997 und 1998 behandelt wurde und seitdem keinerlei Beschwerden mehr verursacht.
1993 und 1994 ambulante Psychotherapie (jeweils ca. 10 Sitzungen); 1999 stationäre Psychotherapie (7 Wochen). Ursache ist eine Sozialphobie.
Mister X hat das wirklich ganz deutlich gesagt, dass viele Versicherer Leute mit „psychotherapeutischer Vergangenheit“ von vornherein ausschliessen.
Danke
Martin
Hallo Martin,
diese Regel des Kontrahierungszwanges ( Annahme und nicht Ablehnen eines Risikos) gibt es nur unter bestimmten Voraussetzungen bei der Nachversicherung von Kindern.
Sonst bewertet jeder Versicherer dieses Risiko für sich selber. Der eine schätzt es höher ein, der andere niedriger.
Bei Psychotherapie, insbesondere stationärer, heben in der Tat aber viele die Füße. Klar, es kommt auf das Krankheitsbild an, aber es bleibt meist dabei.
Und die, die die Füße da noch nicht gehoben haben, heben sie wahrscheinlich beim Bandscheibenvorfall.
Dies ist meine Meinung, denn ich sehe da auch nur sehr schwer bis keine Möglichkeit, dass du dich versichern kannst.
Gruß
Marco
hollo Martin,
keine Chance!
Bei einer stationären psychiatrischen Behandlung, die erst 2 jahre zurück liegt, fällt bei allen Versicherern der Vorhang.
Chancen hast Du frühestens nach 5-6 Jahren.Nach 10 auf alle Fälle. Da gibt es viele, die fragen nur nach den letzten 10 Jahren. Doch Vorsicht: es gibt auch Versicherer, die fragen zwar nach den letzten 10 Jahren, doch zugleich (achte bitte auf die Satzstzellung achten, doch wollen die auch wissen, ob überhaupt in der Vergangenheit etwas „schwerwiegendes“ war.
Nur, in den nächsten 3 Jahren brauchst Du gar nicht zu versuchen, einen Antrag zu stellen. Ich würde es auch nicht an Deiner Stelle: die Versicherer haben einen Pool, in dem alle Ablehnungen gespeichert sind. Stellst Du jetzt in 3 oder 4 Jahren einen Antrag und gibst an, dass Du noch nicht abgelehnt wurdest, hast Du Anzeigenpflichtverletzung gemacht.
Warte insgesamt 5 Jahre ab und suche eine Versicherung, die nur nach den letzten 5 Jahren fragt. Dann kannst Du ruhuigren Gewissens antworten.
Grüße
Raimund