Audio -> analog / digital wandler für PMR Modul

Hallo an alle,

ich bin Hobbyist im Elektronikbereich und probiere gerne die einen oder andern Sachen.

Momentan versuche ich mich gerade an den zahlreichen Modulen, unter anderem habe ich einige sehr tolle, freie pmr 466 MHZ FM oder AM Module gefunden, diese alle darauf ausgelegt sind, serielle Datensignale für Mess- oder Regeltechnik zu übertragen.

Dies funktioniert auch super, nun wollte ich aber ein Experiment starten. Alle mir bekannten PMR Funkgeräte senden analog, die wenigen digitalen Modelle sind recht teuer, ich möchte mir nun mit diesen Modulen selbst, rein für Versuchszwecke, eine digitale Audioübertragung ermöglichen.

Der Kanal der Sendemodule hat maximal 9,6 kb/s, eigentlich ausreichend für eine Audioübertragung, was ich aber nirgendwo finde, ist ein passendes Analog/Digital Modul, welches mir einen benötigten seriellen Output liefert. Dabei ist mir komplett egal ob das Modul ein Mikrofon eingebaut hat oder einen Audioeingang, wichtig wäre mir nur, dass der Wandler funktioniert, natürlich benötige ich für die Gegenseite wieder einen passenden Digital/Analogwandler, um es zurück zu bekommen…

Am liebsten wäre mir ein preiswertes Modul, welches ich verlöten kann, kann auch SMD sein, es sollte halt nicht zu teuer sein, damit auch wenn ich mal was verheizen sollte, es nicht all zu viel ausmacht :smile:

Könnt Ihr mir passende Produkte nennen oder habt Ihr bessere Vorschläge

Danke Euch

skyone

Tach skyone!

Es wäre sehr hilfreich zu wissen von welchen Modulen GENAU du sprichst. Interessant sind dabei zB: Wird ein Protokoll vorausgesetzt(RS232, I²C, SPI)? Ist eine bidirektionale Übertragung möglich? Und anderes Thema: Wieviel Erfahrung hast du mit Digitalelektronik?

Bevor nicht zumindest diese Fragen beantwortet sind wird es schwer dir zu helfen.

Thor

Guten Tag,

stimmt natürlich, habe mich übrigens geirrt, handelt sich nicht um 466 mhz sondern um 433 mhz Module, sollte aber keinen Unterschied machen.

Preislich würden mich vor allem diese Module interessieren

Wobei ich natürlich auch für andere Vorschläge offen wäre…

Was mein Wissen betrifft, eigentlich bin ich Programmierer, auch mit der Programmierung von Mikrocontrollern habe ich noch Erfahrung, und kenne die Grundlagen der Elektronik, mit diversen digital elektronischen Protokollen habe ich aber leider keine Erfahrung, wäre aber eine sehr tolle Ergänzung, besonders für Informatik…

So wie ich diese Module verstehe, wenn ich mich nicht irre, haben die einen Sendekanal, Simplex und können keine Rückantwort auswerten, das heißt, das serielle Signal wird mit max. 9.6 kBit/s gesendet, ob es ankommt und verstanden wurde, ist dem Sender egal, es herrscht keine Kommunikation über Sende und Empfangsstatus.

Das würde mir so aber vollkommen ausreichen, wird dann ja nicht wirklich für den Gebrauch verwendet…

Da das Datenblatt recht schlecht ist, habe ich folgendes gefunden:

Danke nochmals für Eure Unterstützung

Gruß

skyone

Habe mich jetzt mal bei den IC’s umgesehen, hier gibt es einige ADC’s, zum Beispiel

Allerdings habe ich hier mehrere Probleme, scheinbar benötigen diese alle ein zusätzliches Clock-Signal zu Synchronisation, gibt es da keine Möglichkeit auf beiden Seiten eine fixe Clock zu nehmen, so das man das Signal nicht mehr zusätzlich übertragen muss? Sofern ich das richtig gesehen habe, habe ich ja nur einen Sendekanal am FM-Modul…

Des weiteren weiß ich nicht, wie ich die Abtastrate, Anzahl der Bit pro seriellem Paket, Clock Geschwindigkeit und die Übertragungsrate des Sendemoduls 9.6 kBit/s so wähle/berechne dass alles zusammenpasst und auch halbwegs verständliche Sprachübertragung möglich wird?

Oder bin ich komplett auf dem Holzweg?

Gruß

Skyone

Hallo,
ein Clock-Signal gewinnt man bei einer seriellen Übertragung aus dem Code zurück. Dazu muss man durch Umkodierung dafür sorgen, dass nicht zu viele gleiche Bits (mehrere Einsen oder mehrere Nullen) aufeinander folgen.

Dein größeres Problem ist aber die Bandbreite. Mit 9,6kBit/s hast Du grad mal 1kByte/s. Und weil die Abtastfrequenz mehr als das doppelte der höchsten Signalfrequenz betragen muss („Abtasttheorem“) bedeutet das, dass die maximale Tonfrequenzu dabei grad mal 500Hz sein darf - mit entsprechenden Filtern im Signalweg (ein Filter ist ja nicht beliebig steil) liegt sie in der Praxis auch noch weit darunter. Hifi ist was anderes. Das alte, analoge Telefon hatte imho einen Übertragungsbereich von 300Hz…3kHz, damit man überhaupt eine Sprachverständlichkeit erreichen konnte - und nicht mal das erreichst Du annähernd. Ohne Datenkompression kannst Du das also komplett vergessen. Und dafür benötigst Du schon einiges mehr an Knoffhoff als in den Fertigmodulen drin steckt (die ich mir allerdings nicht angeschaut habe).
Gruß
loderunner

loderuners Argument mit der Bandbreite ist in Bezug auf einen 8bit ADC richtig.

Aber erstmal noch zu der eigentlichen Datenübertragung: Wie du schon geschrieben hast kannst du in deinem Falle nicht einfach einen ADC an das Modul hängen. Serielle ADCs haben üblicherweise eine SPI oder I²C Schnittstelle. Beide erfordern eine clock. Die können wir hier aber leider nicht mit übertragen. Heißt wir müssen auf ein Protokoll umsteigen, dass ohne clock auskommt: RS232. Hätte auch den Vorteil, dass du dir am Empfänger einen weiteren µC sparen kannst, indem du den Stream einfach auf den PC COM-Port durchreichst.

Hier muss also ein µC als eine Art DMA controller dazwischen. Wenn wir schon einen µC dranhängen könnte man auch gleich noch mit der Datenrate etwas trixen. Ich denke da zB an Deltamodulation. Damit könnte man die Datenrate nochmal verdoppeln und wenn du sowieso aus der informatischen Ecke kommst fällt dir zu dem Thema bestimmt noch mehr ein als mir.

Thor

Habe mich jetzt etwas umgesehen, um das Bandbreiten-Problem zu lösen, wollte ich einfach mal auf eine höhere Frequenz umsteigen, allerdings steht bei den meisten Modulen keine Datenduschsatzrate.

Wie ich jetzt selbige aus Frequenz und anderen Angaben herausbekomme ist mir unklar, ganz generell denke ich aber, dass diese 9,6 kbit/s nichts mit der Frequenz zu tun haben, sondern einfach von der Firma festgelegt wurden, immerhin hat das selbe Modul mit doppelt so hoher Frequenz genau die selbe…

Die Frage ist,wenn ich ein digitales Übertragungsmodul benutze, müsste dieses ja schon eine Taktfrequenz besitzen, um die Pakete zu senden und zu empfangen, könnte man diese nicht irgendwie mit benutzen?

Einmal cross-verlinken http://www.elektronik-kompendium.de/forum/forum_entr…

Hallo,

Wie ich jetzt selbige aus Frequenz und anderen Angaben
herausbekomme ist mir unklar, ganz generell denke ich aber,
dass diese 9,6 kbit/s nichts mit der Frequenz zu tun haben,
sondern einfach von der Firma festgelegt wurden, immerhin hat
das selbe Modul mit doppelt so hoher Frequenz genau die
selbe…

Nene. Die Sendefrequenz wird moduliert. Die Frequenz, mit der die Trägerfrequenz moduliert wird, bestimmt aber gleichzeitig die Frequenzbandbreite des kompletten Signals. Und die ist imho durch die entsprechende Norm begrenzt, auf jeden Fall aber vom Hersteller. Mehr ist also tatsächlich nicht drin.
Am einfachsten wäre es wirklich, ein Funkübertragungsset für TV zu verwenden. Da ist die Bandbreite dann etwa 5MHz, wenn man den Video-Kanal verwendet. Und zur Kontrolle kann man das analoge Audiosignal gleich mit übertragen… :wink:
Gibt es ab 45€ bei reichelt.
Gruß
loderunner