Audiosignal (Mikrofon) über stromführende Leitung

Hallo,

folgendes Problem: ein Mikrofon soll über eine spannungsführende
Leitung (9V Gleichspannung) mit einem Lautsprecher (wohl auch über
Audioverstärker) verbunden werden.
Also so (Prinzipschaltung):

Mikro Lautsprecher
| | | |
= = = =
| | | |

  • ------±------o---------------±------o--------
    | |
    | |
  • ------o-----------------------o----------------

Hinter dem Mikro sind also beide Pole über Kondensatoren mit der
spannungsführenden Leitung verbunden, ebenso sind hinter dem
Lautsprecher Kondensatoren.

Die Frage ist nun, funktioniert die Schaltung? Welche Werte wären für
die Kondensatoren nötig?

Da ich nicht weiß, wann die Spannung eingeschaltet wird, müssen da
vielleicht noch Dioden an den Kondensatoren eingefügt werden (um
eventuelle Spannungsspitzen aufzufangen)?

Vermutlich gibt es so eine Art der Audioübertragung längst.
Vielleicht habt Ihr einen guten Link für mich zu so einer Schaltung?

Viele Grüße,
Snubbelfoot.

PS.: Ich merke gerade, daß in der Zeichnung die Tabulatortaste nicht
angenommen wird und Zwischenräume beim Zeichnen alle weggelöscht
wurden bis auf eines. Sorry daher für die seltsame Darstellung…

…(wohl auch

über
Audioverstärker) …

das müssten wir dann genauer wissen.
ein lautsprechersignal da drüber geht bestimmt. mussen aber auch drosseln rein, damit das signal nicht v. d. gleichspannungsquelle kurzgeschlossen wird. (bei kleinen strömen reichen auch widerstände)

…(wohl auch

über
Audioverstärker) …

das müssten wir dann genauer wissen.

Hallo,

danke erstmal für die schnelle Antwort :wink:

Der Audioverstärker kommt unmittelbar vor den Lautsprecher, also
„hinter“ die beiden Kondensatoren am Lautsprecher.

Welcher Werte würdest Du denn für Drosseln und Kondensatoren
empfehlen (wo genau würdest Du die Drosseln einsetzen)?

Viele Grüße,
Snubbelfoot.

das wird nix, wenn du das winzige mikrofonsignal so überträgst. musst schon erst verstärken und dann draufkoppeln.

Hallo,

Der Audioverstärker kommt unmittelbar vor den Lautsprecher also
„hinter“ die beiden Kondensatoren am Lautsprecher.

wie schon geschrieben, ist es empfehlenswert ein ausreichend
verstärktes Signal zu überrtragen.
Natürlich geht es auch direkt, aber das hat paar Nachteile
-> schlechtes Verhältnis von Signal zu Störungen
-> wahrscheinlich auch falsche Impedanzverhältnisse Quelle-Leitung

Das Problem ist aber auch folgendes:
sowohl die Batterie als auch die Last an der Batterie werden
Quasi einen Kurzschluß für die schwachen NF-Signale darstellen.
Dagegen helfen also die Drosseln, die vor die Batterie und vor
die Last geklemmt werden sollen (-> Induktivität stellt für
Wechselspannung einen Frequenzabhängigen zusätzlichen
Reihenwiderstand dar. Allerdings braucht man für sehr niedige
Tonfrequenzen (einige 10Hz) sehr große Induktivitäten, die dann auch
schon wieder einen merklichen ohmschen Widerstand haben oder
sehr groß bauen. Ansonsten ist die Impadanz der Quelle groß
im Vergleich zurLeitung.
Die Qualität dieser Schaltung wird also eher bescheiden sein
und niedrige Frequenzen werden einfach kurzgeschlossen.

Welcher Werte würdest Du denn für Drosseln und Kondensatoren
empfehlen (wo genau würdest Du die Drosseln einsetzen)?

Drosseln so groß wie möglich, für niedrige Grenzfrequenz.
Auskoppelkondensatoren abhängig von Impedanz der Senke
(einige uF zum Auskoppeln sollten da immer reichen).
Einkoppelkondesatoren abhängig von Impedanz der Quelle und den
Sperrdrosseln.

Besser wird sowas mit folgendem Trick:
Das Tonsignal wird auf eine Trägerfrequenz aufmoduliert und
an der Senke dann wieder demoduliert.
Das hat den großen Vorteil, daß die Drosseln nun nur noch die
ausreichend hohe Trägerfrequenz sperren müssen. Die Impedanz der
Drosseln kann dann sehr groß im Verhältnis zur Impedanz der Quelle sein.
Damit gibt’s keine merklichen Einflüsse mehr auf den Frequenzgang.
Die Drosseln können rel. kl. Induktivität haben und die Koppelkond.
können auch klein sein. Die Quelle darf rel. hohe Ausgangsimpedanz
haben.
Gruß Uwi