Hallo,
da las ich neulich: er verliebte sich auf den 1. Blick.
Ich empfinde das als falsch, ich denke, man darf hier keine Ziffer nutzen, muss man „ersten“ schreiben.
Wie aber kann man das grammatikalisch präzise begründen?
Grüße
Carsten
Hallo,
da las ich neulich: er verliebte sich auf den 1. Blick.
Ich empfinde das als falsch, ich denke, man darf hier keine Ziffer nutzen, muss man „ersten“ schreiben.
Wie aber kann man das grammatikalisch präzise begründen?
Grüße
Carsten
hi
soviel ich weiss, sollten zahlen bis zwölf als wörter ausgeschrieben werden.
lg niemand
Hallo,
soviel ich weiss, sollten zahlen bis zwölf als wörter
ausgeschrieben werden.
das Thema hatten wir erst kürzlich: /t/schreibt-man-zahlen-aus/5275987/4
Auszug: Eine früher gültige Buchdruckerregel, nach der generell die Zahlen von 1 bis 12 in Buchstaben und die Zahlen ab 13 in Ziffern zu schreiben sind, gilt heute nicht mehr! …
Gruß
Kreszenz
Wie aber kann man das grammatikalisch präzise begründen?
Lies das mal:
Mein 1. Blick, mein 1. Treffen, meinem 1. Auto…
konntest du der Zahl immer den richtigen Kasus/Fall geben?
Ich kann nur sagen, Gang und Gebe ist es so zu schreiben:
Mein erster Blick, mein erstes Treffen, meinem ersten Auto…
Sonst schleicht man sich um den Fall. Der Leser müsste sich sozusagen vorlesen, um zu wissen, welcher Fall es ist. Sowas ist nicht schön zu lesen.
Die Zahlen bis 12 sind vom Namen her kurz genug, um sie auszuschreiben. Alle Zahlen sind dann meistens keine Phrasen oder Erlebnisse, sondern
(Geld)Beträge 200€, Platzierungen 1. PLatz, Datierungen 21. Juli , Namen wie Staatsfeind Nr.1, 100.000 verkaufte Autos…
Außerdem zieht man Zahlen gerne zusammen, was für leichte Verwirrungen sorgen kann, wenn ich z.B. von meiner
10. 5€ Briefmarke spreche und nicht zehnten 5€ Briefmarke.
Falls du was „Offizielles“ haben willst, vllt hier… da sprechen sie vom siebten Jahr.
http://www.duden.de/deutsche_sprache/sprachberatung/…
Hallo,
Mein 1. Blick, mein 1. Treffen, meinem 1. Auto…
konntest du der Zahl immer den richtigen Kasus/Fall geben?
Ja. Aber es gibt keine Regel, die sagt, dass man das muss.
Ich kann auch bei der Aussage: „Das ist das 3482. Mitglied des TUS Himpelhain“ keinen Kasus erkennen, trotzdem würde selten jemand „das dreitausendvierhundertzweiundachtzigste“ ausschreiben.
Ich kann nur sagen, Gang und Gebe ist es so zu schreiben:
Wenn überhaupt ist es „gang und gäbe“, aber selbst wenn das so ist, ist das noch lange keine Regel.
Mein erster Blick, mein erstes Treffen, meinem ersten
Auto…
Ja, sieht schöner aus.
Sonst schleicht man sich um den Fall.
S.o., das ist absolut kein Argument.
Die Regel, wie Kreszenz bereits schrob, gibt es nicht mehr.
Es gibt aber auch keine Regel, die besagt, dass man das als Zahl schreiben muss.
Gruß
Elke
PS: Quellen werden in dem von K. verlinkten Thread genannt.
gang und gäbe
, danke. Hab’s nie in Buchstaben gesehen.
Die Regel, wie Kreszenz bereits schrob, gibt es nicht mehr.
Es gibt aber auch keine Regel, die besagt, dass man das als Zahl :schreiben muss.
Richtig. Ob zwei Euro oder 2 Euro beides ist richtig.
Doch es steht nichts davon geschrieben, dass man „Auf den 1. Blick“ schreiben kann und auch nicht das Gegenteil. Überhaupt habe ich einige Bücher und Internetseiten nach diesem Fall durchgeblättert. Ich finde nichts. Entweder hat der Duden sich noch nicht dazu geäußert, oder, was Wolf Schneider schreibt:
„Der Duden hat kapituliert“, stimmt.
"der Teenager-Jargon (SMS-Sprache) macht sich in der Gemeinsprache mausig wie noch nie; und der Duden hat kapituliert vor der öden Mode der nur noch deskriptiven Linguistik: in seinem sechsbändigen Großen Wörterbuch der deutschen Sprache (erschienen 1976 bis 1981) verzichtet er darauf, Normen zu setzen, gut und schlecht zu unterscheiden. Er registriert nur noch.”
Hallo,
Doch es steht nichts davon geschrieben, dass man „Auf den 1.
Blick“ schreiben kann und auch nicht das Gegenteil. Überhaupt
habe ich einige Bücher und Internetseiten nach diesem Fall
durchgeblättert. Ich finde nichts. Entweder hat der Duden sich
noch nicht dazu geäußert, oder, was Wolf Schneider schreibt:
„Der Duden hat kapituliert“, stimmt.
Der Duden ist nicht preskriptiv sondern deskriptiv (steht ja unten).
Und wenn es keine Regel gibt, ob man Zahlen ausschreiben soll oder nicht, was ist daran schlimm?
http://www.duden.de/deutsche_sprache/sprachberatung/…
Dort kann man übrigens auch lesen, dass es eine Buchdruckerregelung war, die empfahl Zahlen bis 12 (oder Zahlen mit mehr als Dreisilben) auszuschreiben, keine Rechtschreibregel.
Warum muss alles preskriptiv geregelt sein?
"der Teenager-Jargon (SMS-Sprache) macht sich in der
Gemeinsprache mausig wie noch nie; und der Duden hat
kapituliert vor der öden Mode der nur noch deskriptiven
Linguistik: in seinem sechsbändigen Großen Wörterbuch der
deutschen Sprache (erschienen 1976 bis 1981) verzichtet er
darauf, Normen zu setzen, gut und schlecht zu unterscheiden.
Er registriert nur noch.”
Weil Sprache lebendig ist, zum Glück.
Im Übrigen bist du mit keinem Wort darauf eingegangen, dass deine Argumentation „dass man den Fall nicht erkennt“ überhaupt nicht zieht.
Gruß
Elke
Und wenn es keine Regel gibt, ob man Zahlen ausschreiben soll oder :nicht, was ist daran schlimm?
Ich sehe in „auf den ersten Blick“ keine Zahl im Wort „ersten“.
Wenn du aber die Regel mit 1-12 ausschreiben meintest, hast du recht: schlimm ist es nicht. Wie oben mit dem 2/zwei Euro-Beispiel.
Im Übrigen bist du mit keinem Wort darauf eingegangen, dass
deine Argumentation „dass man den Fall nicht erkennt“
überhaupt nicht zieht.
Ich hatte unglücklich gefragt; richtig den Fall erkennen sicherlich, dass ist ohne weiteres möglich. Aber auch sofort erkennen, so dass der Lesefluss nicht darunter leidet?
Die Chance liegt dann bei 50:50:
mein 1. - mein erster/erstes
die 1. - erste/ersten
Lange oder Unbekannte Wörter nach „1.“ lassen das Vorlesen und Erkennen des Wortes länger dauern und würden den Lesefluss stören.
Ich denke da gerade an wissenschaftlicher Arbeiten
Die 1. Abhängigkeitsverhältnisprüfungen…
Weil Sprache lebendig ist, zum Glück.
Naja, Sprache ist nicht logisch aufgebaut. Sie braucht Regeln und vor allem vernünftige, praktische Regeln, finde ich jedenfalls. Regeln, die das Faktor Verhalten bzw. die Ausdrucksweise des Menschen berücksichtigt.
Ich persönlich finde z.B. im Lutherdeutschen oder auch im Englischen die „Umgangssprache“ besser gewappnet gegen dieses dauernde Wiederholen von Hilfsverben.
He will do xxx and xxx and xxx.
Im heutigen umgangssprachlichen Deutsch jedoch:
Er wird xxx machen und xxx machen und xxx machen.
Durch eine frühzeitige Regelung hätte man das sicher verhindert…
Aber jedermanns Ansicht und darüber zu diskutieren ginge hier zuweit…Thema ist ja ein anderes.
Ich glaube, ich eröffne dazu mal ein Thread…
MfG
Konrad
Hallo,
Ich hatte unglücklich gefragt; richtig den Fall erkennen
sicherlich, dass ist ohne weiteres möglich.
Ich erkenne ihn sogar, ohne dass mein Lese/Redefluss (beim Vorlesen) gestört wäre.
Weil Sprache lebendig ist, zum Glück.
Naja, Sprache ist nicht logisch aufgebaut. Sie braucht Regeln
und vor allem vernünftige, praktische Regeln, finde ich
jedenfalls.
Das widerspricht sich doch. Gerade weil sie nicht logisch ist und Ausnahmen hat und auch regionale und soziale Ausnahmen hat, kann ein „Regelwerk“ nur deskriptiv sein.
Durch eine frühzeitige Regelung hätte man das sicher
verhindert…
Es gibt Regeln, die Dativ- und Genitivgebrauch bestimmen. Hilft das dem Genitiv? I don’t think so.
Aber jedermanns Ansicht und darüber zu diskutieren ginge hier
zuweit…
Soll man nur noch über Themen diskutieren, wo man weiß, dass man sich einig ist?
Thema ist ja ein anderes.
Stimmt. Aber manchmal wendet sich die Diskussion in eine andere Richtung, das ist legitim. Wenn es zu weit geht, kann man ja einen neuen Thread aufmachen.
Ich glaube, ich eröffne dazu mal ein Thread…
Mach das doch.
Allerdings kannst du dich auch im Archiv umsehen. Es ist nämlich nicht das erste Mal (und wird nicht das letzte Mal sein), dass das Thema diskutiert wird.
Gruß
Elke