Hallöle.
Sonst hättest Du ja mal auf die Quelle zurückgreifen können und dort
selbst lesen können, warum die Auswirkungen dieses Systems alles
andere als positiv sind.
Das ist ja das Problem, was Du auch überhaupt nicht verstehst.
Ich brauche nicht auf „Quellen“ zurückzugreifen, um zu wissen wie es in der DDR war und wie das alles funktionierte. Ich brauche auch keine Quellen, um die Nachteile zu sehen oder aber die Vorteile.
Also die Hasstiraden kommen hier eigentlich von Dir.
Entschuldigung? Du beschimpfst ohne ein Fünkchen Sachkenntnis mich als rechtsextrem, implizit alle neuen Bundesländer als Nazihochburg, unterstellst große Ausländerfeindlichkeit, schreibst eine aggressiven weltanschaulich extremst antikommunistisch durchtränkte Parole nach der anderen und versuchst dann, den anderen Deine neurotischen Anwandlungen zu unterstellen?
Daß ich nicht lache.
Es zeigt sich, dass die Aufarbeitung der DDR Geschichte noch lange
nicht abgeschlossen ist.
Daß Du damit nicht am Ende auf die Nase fällst. Deine Vorstellungen von „Geschichtsaufarbeitung“ zeigst Du ja ständig: Einseitigkeit. Herabwürdigende, generalisierende und indifferente Einseitigkeit.
Zu Deinem Pech liegt die Deutungshoheit über die DDR bei den Ostdeutschen.
Nicht vergessen: Wir entledigten uns der SED und ihrem Regime alleine, ohne die rechthaberische und besserwisserische Hilfe von westdeutschen „Brüdern und Schwestern“ wie Dir.
Die Fachliteratur kann schreiben, was sie möchte, solande Zusammenhänge von Millionen von Menschen anders wahrgenommen wurden, wird das vom konservativen Parteienspektrum kolportierte Bild verpuffen.
Der einzige Effekt ist, wie ich beschrieben hatte, die Gesellschaftsspalterei, die von armen Menschen wie Dir betrieben wird. Und natürlich von der Union und der FPD, um umgekehrt die westdeutschen Mitbürger zu aktivieren.
Ich erinnere an die peinliche Bierzeltrede Stoibers und an die vielen anderen Ereignisse dieser reaktionären Schiene.
Und was Indoktrination betrifft, so gilt das eher umgekehrt.
Ein schlechter Witz. Du zeigst Dich hier doch absolut halsstarrig und uneinsichtig, und explodierst wie der Krakatoa, wenn das Kürzel DDR fällt und Dir einer ins Gesicht schlüssig darlegen kann, daß Dein Standpunkt fragwürdig bis falsch ist.
die HJ quasi nahtlos in Form der FDJ fortgesetzt
Den indiskutablen und völlig falschen Vergleich mit dem Nationalsozialismus hatte ich eigentlich schon früher von Dir erwartet. Zeugt nicht besonders von Geist.
Wenn das System der DDR
von dem hier gar keine Rede ist
überlegen gewesen wäre
was nirgends von niemandem gesagt wurde
dann hätte es nicht zu so erbärmlichen Produkten
was natürlich falsch ist.
Ich erkläre Dir das jetzt nicht, nur soviel: Die DDR-Wirtschaft zerfie in zwei Teile; die Produktion für den internationalen Markt und die Produktion für den heimischen Markt. Es gibt unzähliche Beispiele für hervorragende Produkte, die für Devisen ins Ausland gingen, während die Konsumgüterproduktion für das eigene Volk litt.
Nebenbei: Dein Gerede über die Mangelwirtschaft zeigt des weiteren extreme Lücken in der deutsch-deutschen Geschichtskenntnis, ansonsten wüßtest Du, daß unter Walter Ulbricht die DDR trotz enormer Reparationsleistungen nicht nur so gut wie schuldenfrei wurde, sondern bescheidener Wohlstand aufkam. Mitte bis Ende der 60er hätten Dich die Ostdeutschen ausgelacht, wenn Du ihnen hättest erzählen wollen, daß es keine Apfelsinen, Bananen, Melonen, vielfältige Textilien usw. gab. Der extreme Mangel in der Konsumgüterversorgung, der heute sinnbildlich für DDR steht, war eine Folge der Politik Honeckers. Der revidierte das NÖSPL, verstaatlichte die vielen verbliebenen privatwirtschaftlichen Betriebe und überforderte die DDR-Wirtschaft mit einer völlig falschen Sozial- und Ressourcenpolitik.
Daß Du diese Differenzierung nicht schaffst, zeigt, daß Du weder ausreichende Geschichtskenntnis besitzt, noch solidarisch über das Leben Deiner ostdeutschen „Brüder und Schwestern“ denkst.
Du rührst einfach nur in einem unerträglich dummen, zu 100% sachkenntnisfreien Brei aller möglichen billigen Klischees über die DDR herum.
hat sich die westliche Form durchgesetzt. Warum?
Weil das der politische Verlauf der Wende gewesen ist und der Löwenanteil aller Maßnahmen von der Bundesregierung nach deren Weltbild vorgenommen worden sind. Die ideologisch motivierte Auflösung der Einheitsschule, die die DDR-Bürger unbedingt erhalten wollten, ist das beste Beispiel dafür.
Und das ist auch der Kernpunkt meiner Kritik am gegenwärtigen –
und von Dir in einer noch erheblich verschärfte Form geforderten –
ausgrenzenden Bildungssystem.
Daß ich nicht lache. Ich hätte am liebsten ein Einheitsschulsystem.
Der Unterschied ist: Im Gegensatz zu Dir verfüge ich über die absolute Erfahrungshoheit, wie so ein System arbeiten muß, damit es dauerhaft funktionieren kann, denn ich durchlief im Gegensatz zu Dir ein solches System als Schüler, als Familienvater und ich beschäftige mich seit der Wende theoretisch intensiv mit dem Thema.
Deine sozialistische Gleichmacherei wird nicht funktionieren.
Man verzichtet auf die Ideen und Kreativität der Mehrheit (in Deinem
Falle: von 85%) der Bevölkerung
Ernsthaft: Das ist wirklich eine blöde Unterstellung.
Es ist absolut nicht einzusehen, warum eine Abiturienten- und Akademikerquote von 15% die restlichen 85% ausschließen sollte.
Sind Facharbeiter oder Meister nicht kreativ oder ideenreich?
Du klingst so, als sei alles unterhalb des Diploms oder des Magisters niederes, unwürdiges Volk. Ich empfand die meinen Arbeitskollektiven zugeordenten Facharbeiter, Meister, Fachschulingenieure und Diplomingenieure alle als ideenreich und kreativ. Jeder auf seine Art und Weise. Doofköppe findet man überall, auch Akademiker sind diesbezüglich keine Ausnahme.
Das Problem ist: Ein Hochschulstudium kostet wahnsinnig viel Geld und eine Gesellschaft braucht keinen ausufernden Vorrat an Akademikern. Eine Gesellschaft muß gebildet sein, nicht zwanghaft akademisiert.
Was glaubst Du, was in der DDR in Bewegung geriet, als Walter Ulbricht forderte, daß Ende der 70er 85% der Bevölkerung einen Hoch- oder Fachschulabschluß haben sollten.
Zugegeben, daß Bildungssystem bekam einen neuerlichen Schub, besonders im Hoch- und Fachschulwesen, doch die Forderung war illusorisch. Das sah Ulbricht nach einer Weile selber ein.
Die Stärke einer Volkswirtschaft ist die pluralistische Arbeitsteilung und hoffentlich ein harmonisches Miteinander von Facharbeitern, Meistern, Ingenieuren.
Wie stellst Du Dir bitte eine Gesellschaft mit 50%, 60% oder noch mehr Akademikern vor?
Was ist dann der Wert des akademischen Abschlusses? Noch wichter: Was ist dann das Niveau des akademischen Abschlusses?
Universitätsabschluß ist was anderes als 10. oder 12. Klasse.
Wenn ich das lese. Du sprichst mit einem Ostdeutschen; ein Hauptschulabschluß
ist hier kein Schulabschluß sondern ein Haufen Dreck.
So denken offenbar nicht nur ewig gestrige DDRler, sondern auch ein :großer Teil der Westbevölkerung.
Das hat mit „ewig gestrig“ nichts zu tun, sondern ist einfach Erziehung und intellektueller Anspruch.
Oder was soll 9. Klasse bitte schön sein? Das ist ein Schulabbruch, denn es fehlen viele wichtige Kenntnisse aus der 10. Klasse und natürlich die große Schulabschlußprüfung.
Geographie ist den Gesellschaftswissenschaften beigeordnet.
Seit wann das denn? Klima, atmosphärische Prozesse, :Vegetationszonen, Landschaftsökologie, Meteorologie, Geologie, :Mineralogie, alles klar Naturwissenschaft.
Das machte zu meiner Schulzeit den Löwenanteil des Faches aus, was zu der Zeit noch Erdkunde hieß und auch als Naturwissenschaft konzipiert war. Doch Geographie gehört inzwischen in allen Bundesländern zu den Gesellschaftswissenschaften, weil die entsprechenden Inhalte überwiegen und die Betonung auf dem Bindeglied von den MNT-Fächern zu den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern liegt.
Davon abgesehen: Auch wenn wir die 2 Wochenstunden Geographie hinzunehmen würden, änderte sich nichts an der Analyse der krassen MNT-Vernachlässigung. An den sonstigen gymnasialen Profilen sieht es nicht besser aus wie an dem zitierten humanistischen Gymnasium.
Polytechnischer Unterricht fehlt völlig.
Ja. Zum Glück. „Einführung in die Sozialistische Produktion“ fällt
ersatzlos weg. Der Arbeitseinsatz der älteren Schüler als billige
Ersatzkräfte für Produktionsengpässe ist ebenfalls nicht vorgesehen.
Und da sind wir wieder. Wunderbar.
Dann sollte man vielleicht eher ein technisches Gymnasium zum
Vergleich heranziehen?
Nein, ein technisches Gymnasium ist keine allgemeinbildende Schule, sondern gehört zu den berufsbildenden Schulen; die EOS war eine klar auf allseitige Allgemeinbildung ausgerichtete Lehranstalt. Die Zweige, die später leider abgeschafft worden sind, waren Bestandteil der Differenzierung, dennoch entfiel kein Fach von der Stundentafel.
So wenig, wie ein Physiker Veranstaltungen der Altphilologen
besuchen muss, so wenig gilt das umgekehrt.
Falsch. Eine gute Universtität läßt sich nicht lumpen und verlangt von den Ingenieuren, Physikern usw. nichttechnische Fächer und von den sonstigen Studiengängen technische Fächer zur Ergänzung und Vertiefung ihrer universitären Ausbildung. Zumindest ein Wahlpflichtfach im Grundstudium und ein Wahlpflichtfach im Hauptstudium. Mit den Bachelorstudiengängen ist das komplizierter geworden, aber noch vorhanden.
Du beschreibst es doch so, […]
Wo denn? Ich sage immer, daß das mein Eindruck ist und daß die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen dahin führen. Ich sage nicht, daß wirkliche alle Schüler und Studenten sind.
Im Gegenteil, ich bin froh, daß regelmäßig gute Leute in der Übung sitzen, ansonsten hätte ich längst auf die Promotion geschissen und wäre wieder auf und davon. Denn ohne schöne Momente und ein bißchen Freude geht es nicht.
Und ich bin glühender Schüler- und Studentenbeschützer.
Ich würde sagen, daß Du vielmehr Ausreden und Ausflüchte für das kollektive Versagen einer größer werdenden Anzahl von Studenten und Schülern suchst.
Kein Problem wenn Du die Problematik in der universitären Lehre differenziert diskutieren würdest, aber Du behauptest, daß hauptsächlich die Lehrer bzw. Professoren an der Bildungsmisere schuld wären. Und d a s ist falsch.
Viele Köche verderben den Brei und die Lehrer sind die letzten, die irgendeine Schuld trifft. Du kannst Dich ja einmal 6 Stunden vor eine „normale“ Klasse stellen und beweisen, daß Du es besser kannst.
Ich gebe ehrlich zu, daß ich froh bin, an der Hochschule mit vermeintlich Erwachsenen zu tun zu haben und relativ unantastbar von studentischer Seite zu sein. Täglich viele Schulstunden vor überfüllten Klassen herumturnen müssen, die zehn Meilen gegen den Wind nach der unerträglichen antiautoritären Erziehung stinken und voll von plärrenden, ungehobelten, pseudo-hyperaktiven oder pseudo-hochbegabten halben Schwererziehbaren sind, nein Danke!
Das macht kein normaler Mensch länger als eine Woche mit.
Großer Respekt für die pädagogischen Kämpfer, die sich das antun und dafür noch von Menschen wie Dir herabgewürdigt werden.
Leider nimmt man den Lehrern zusehens ihre Macht, ihre natürliche Vormachtsstellung in der schulischen Hierarchie und verkrüppelt sie in ihrer Ausbildung geistig durch die Pädagogik des offenen Unterrichts und des schülerbezogenen Lehrens.
Nein. Er muss die Schüler besser fördern, damit sie den „höheren
Brotkorb“ erreichen können.
Ich würde mich sogar zu einem Feldversuch breitschlagen lassen, der abgeschottet von der restlichen Schul- und Hochschullandschaft durchgeführt werden könnte, nur um Dir zu beweisen, daß nicht alle Menschen jeden beliebig aufgehängten Brotkorb erreichen können.
auf die Ideen der großen Bevölkerungsmehrheit zu verzichten.
Siehe oben: Warum soll das ein Verzicht sein, wenn 85% der Kinder den von mir theoretisch erörterten anspruchsvollen Übergang auf die höhere Lehranstalt nicht schafften, sondern in die Berufsausbildung, die Meisterausbildung, die Fachschulausbildung und die Weiterqualifizierung gehen?
Es ist leichter, die kapitalistischen Unternehmer staatlich zu zwingen, seine Mitarbeiter vernünftig udn würdig einzubinden, als eine Gesellschaft volkswirtschaftlich und schulisch zu überstrapazieren, um gigantische Akademikerquoten zu erzeugen.
Wenn die Menschen einfach nicht ins System passen wollen, dann muss
man sich eben andere Menschen besorgen. Das System zu ändern wäre
hingegen abwegig.
Richtig, und zwar dann, wenn nicht mehr sichergestellt werden kann, daß eine Systemänderung etwas zum Positiven wendet.
Auch wenn Du es nicht hören willst: Diese Sichtweise ist typisch für
Menschen, die von Kindheit bis zum Erwachsenenalter das DDR
Bildungssystem durchlaufen haben.
Daß der Mensch erziehbar und formbar ist, war schließlich eines der Ideale.
Du mußt aufhören zu ideologisieren, sondern nüchtern nachdenken:
Wir alle verlangen bestimmte Sachen vom Bildungssystem. Es ist aber nicht möglich, eine beliebige Forderung durch ein beliebiges oder beliebig angepaßtes System zu realisieren. Irgendwo muß ein Strich gezogen werden, der nicht unterschritten werden darf. Das verlangst Du aber, wenn Du das gegliederte Schulsystem durch eine gleichmacherische Gesamtschule ersetzen willst.
Das ist im Grunde fast Ingenieurwissenschaft: Unter gegebenen, unverrückbaren Randbedingungen x_1 … x_n soll in einer geforderten Zeit t ein System die gewünschten Ziele y_1 … y_n schaffen.
Es gibt Störungen, die kann ein System aber nicht ausgleichen, z.B. wenn mehr und mehr Kinder sprachlich und geistig auf Sonderschulniveau in der 1. Klasse ankommen.
Es gibt Grenzen und ein Schulsystem, was gegenüber seinen Schülern kein Mindestmaß an wie auch immer formulierten Anforderungen durchsetzt, versagt zwangsläufig.
Der Mensch kann nicht auf der Stelle stehen, wenn er sich vorwärtsbewegen will. 
In diesem eingeschränkten Sinne müssen sich selbstverständlich die Kinder an das System anpassen. Wenn das nicht der gesellschaftliche Konsens ist, können wir es gleich lassen, denn dann macht jeder, was er will, keiner was er soll, und alle machen mit.
Ja. Es soll auch Menschen gegeben haben, die Margot Honecker als
überlaufendes Fass voll der Sahne menschlicher Güte wahrgenommen haben.
Wie immer. Du kannst nicht sachlich bleiben, sondern was über Deinen Biedermeierhorizont reicht, wird sofort abfällig, selbstgefällig und großkotig niedergemacht. Unmöglich, daß eine böse DDR-Unterstufenlehrerin tatsächlich kinderlieb sein könnte.
mit dem ist es schwierig, darüber überhaupt zu diskutieren.
Du akzeptierst einfach nicht, daß Deine festgefahrene und uneinsichtige Linie schlichtweg falsch ist und daß Du ein Dir indoktriniertes Klischee nach dem anderen bemühst. Und wenn Dir dann jemand erzählt, daß das alles wesentlich differenzierter im Alltag ablief, als Du Dir einbildest oder in irgendwelchen oberflächlichen Fernsehdokumentationen gesehen hast, besitzt Du dann sogar die Frechheit, diese Leute herabzuwürdigen und deren Lebenslauf zu diskreditieren. Sehr, sehr gut.
Dann werden breite Teile der EU, vor allem in den skandinavischen
Ländern, von ultra-Kommunisten regiert.
Nochmal: Betrachte die Zahlen differenzierter, und Du wirst erkennen, daß dort eine Auslese stattfindet, ohne die es nicht funktioniert und daß u.a. nicht alle Abschlüsse von gleicher Qualität sind, was z.B. von den Ergebenissen in Zulassungsprüfungen abhängt, die den Zugang zu bestimmten Einrichtungen verwehren. Was wirklich stärker akademisiert ist als bei uns in Deutschland, ist das Bildungssystems. Das hat sich Finnland z.B. von der DDR entlehnt und war auch Kennzeichen der Vorschulerziehung und Kinderbetreuung im gesamten Ostblock. Auch in Japan ist die Erzieherin ein akademischer Beruf.
Des weiteren befinden die skandinavischen Länder in einer schwierigen Lage, weil die Überakademisierung z.B. vieler Berufsbilder zu Mangelerscheinungen geführt hat. Bestes Beispiel sind die Handwerker, die scharenweise aus dem Ausland geholt werden.
Deine Zahlenschieberei ist nicht zielführend, um die wahre Situation abzubilden.
Wenn sich Lehrer und Schüler sowie Schüler untereinander helfen und
ergänzen, anstatt auszugrenzen und abzuspalten.
Und wie soll diese Hilfe aussehen?
Mal abgesehen davon, dass diese Veröffentlichungen äußerst selten
auf Deutsch verfasst sind
Aha. Daher entpuppt sich ein Streifzug durch die elektrotechnischen und maschinenbaustechnischen Institute und Fakultäten an den Unis als Leseliste deutscher Literatur.
Wenn ich englischsprachige Beiträge sehe, sind das in der Regel Übersetzungen des zuvor veröffentlichen deutschen Artikels oder ein Ausländer hat den Artikel verfaßt.
Einbildung ist auch eine Bildung.
Warst Du eigentlich mal am MIT oder in Harvard?
Ja. Als ich nach der Wende einige Jahre in den Staaten war, nutzte ich die Gelegenheit, um mir die angeblichen „Eliteuniversitäten“ anzuschauen.
Daher auch meine Einschätzung, daß das keine Wunderkisten sind, sondern mit Wasser kochen wie alle anderen. Der Ruf und die Sonderstellung der ökonomisierten Forschung in den USA läßt das Geschäft dort laufen, nicht eine besonders tolle Lehre oder besonders überragende Bedingungen für die Studenten.
Die Studenten bezahlen eine verdammte Menge Geld und wollen dafür etwas bekommen; davon ist sind die Zustände dort entscheidend geprägt und das hat natürlich nicht bloß Vorteile.
Die vielzitierte Philosphie der Ive-League-Universitäten war zwar vorhanden, aber ich hätte mehr erwartet. Im Grunde konnte ich den typischen angelsächsischen Ansatz in einem etwas eleganteren Gewand beobachten. Mir hat mein straffes, aber gemeinschaftliches Studium zu DDR-Zeiten besser gefallen; schon deshalb, weil es keine Studiengebühren gab und die Lehre der Professoren einer sinnvollen Kontrolle unterworfen war. Wie gesagt: Für den Studenten ist Lehre viel, viel wichtiger als Forschung, so daß Bedingungen wie an den Ivy-League-Einrichtungen dem Löwenanteil der Studenten keinerlei Nutzen brächten.
Ein Student, der dieses Sommersemester in meiner Übungs saß und der von der LMU München wechselte, um mutig im „fernen Osten“ weiterzustudieren, erzählte mir ein Anekdote, die sich nach der Erhebung der LMU Münschen zur „Eliteuniversität“ zutrug. Der Professor kam in den Hörsaal und sagte: „Herzlichen Glückwunsch. Sie studieren jetzt an einer Eliteuniversität. Machen Sie sich aber nichts vor, denn das betrifft Sie und die Lehre nicht, sondern nur die Forschung. Für Sie ändert sich überhaupt nichts.“.
BAT IIa
BAT ist nicht, das heißt TVL.
Und das Bildungssystem der USA so klar zu verkennen ist schon
dummdreist, wenn man bedenkt, wie sehr Du Dich über die
vermeintliche Unkenntnis der Kritiker des DDR Bildungssystems aufregst.
Mein DDR-Reifezeugnis hat mir 1992 soviele credits eingebracht, daß ich von den absoluten Spezialvorlesungen abgesehen alleine für Reifezeugnis annähernd das volle 1.+2. Studienjahr für den Bachelor anerkannt bekam.
Und den Niveauunterschied auch zwischen dem mangelhaften gegliederten Schulsystem zur High School konnte ich am eigenen Leib miterleben. Das Bildungssystem der USA zeigt gut, wie die Breitenbildung des Volkes im großen Stile mißlingen kann, wenn Differenzierung, autonome Schulen und ökonomische Rahmenbedingungen das System fest im Würgegriff haben.
Generell lässt sich sagen, dass der Ruf Ostdeutschlands
Zwei Dinge; einerseits: Rechte Gewalt gibt es im Westen auch. Andererseits: Ostdeutschland wird von Armut und Arbeitslosigkeit beherrscht; dort kommt die rechte Anfälligkeit der paar Irrlichter her und nicht, wie Du völlig sinnfrei unterstellst, aus dem SED-Regime.
Darüber hinaus tust Du so, als ob das regelrechte Massenphänomene sind, die millionenfach täglich vorkommen, was aber Deine zitierten Quellen nicht belegen. Stimmung kann gemacht werden, und diese Stimmungsmache bezüglich des „rechtsradikalen Ostens“ nervt seit der Wende. Ich könnte spontan gar nicht sagen, wann ich zuletzt einen rechten Skinhead im Stadtbild gesehen hätte.
Du scheinst keine Vorstellungen davon zu haben, was es uns kosten
wird, das nicht zu tun.
Eine äußerst dumme Parole.
dass es nicht Aufgabe sein kann, Menschen nach dem Bedarf der sog.
„freien“ Wirtschaft zu produzieren, gibt es selbst nach diesem
Maßstab zu wenige Abschlüsse in allen Fachbereichen.
Aha. Dann erkläre mir, wozu wir tonnenweise Soziologien, Betriebswirtschaftler, Philosophen, Psychologen et cetera w i r k l i c h in solchen ungezügelten Mengen brauchen.
Du meinst, ein Abendkurs in der Volkshochschule „Excel für Mütter“
gleicht ein Hochschulstudium aus?
Und wieder der gleiche Blödsinn. Wenn Dir nichts einfällt, dumme, pampige, unsachliche Kommentare. Derartigen Blödsinn vernimmt man nichtmal an einem schwer betrunkenen Stammtisch.
Es geht überhaupt nicht um das hinterherwerfen, sondern um eine
hochwertige Ausbildung.
Natürlich ist es Hinterherwerfen von Abschlüssen, wenn Deine Abiturienten- und Akademikerquoten realisiert werden würden.
Daß eine solche Umstellung zudem viele, viele, viele, viele, viele Jahre bräuchte, ist der nächste Pferdefuß.
Hochwertige Ausbildung heißt nicht die totale Akademisierung der Gesellschaft. Das Anheben der Breitenbildung und die richtige Spezialisierung und Weiterqualifizierung im Beruf macht hohe Akademikerquoten überflüssig.
Tschüß