welche Einschränkungen ergeben sich, wenn man durch einen Unfall auf einem Auge erblindet ist. Mich interessieren da besonders die beruflichen Einschränkungen, bzw. die Folgen, die entstehen, wenn man einen Unfall auf einer Baustelle verursacht.
Spontan könnte ich mir vorstellen, dass man eher als Scharfschütze (die gucken nur mit einem Auge durch ihr Zielfernrohr) arbeiten könnte als als Pilot.
Die Fluggesellschaften sind da heikler in den Auswahlkriterien, glaube ich.
Gruß,
Branden
Ein Baggerfahrer, der auf einem Auge blind ist, hat einen Unfall auf einer Baustelle verursacht. Da brauche ich nun genauere Informationen, ob dieser dort überhaupt tätig sein darf, bzw. ob ihn eine (Tei)Schuld trifft.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
mit nur einem sehfähigen Auge fehlt die 3D Sicht, also das räumliche Sehen. Ist es ein Geburts- oder Jugendfehler, so mag das Hirn sehr viel kompensiert haben und das einäugige Sehen wenig beeinträchtigt sein. Erblindet ein Mensch erst im Erwachsenenalter halbseitig, so wird i.d.R. die Beeinträchtigung schwieriger zu kompensieren sein.
Ich könnte mir vorstellen, daß ein Richter sich in der Beurteilung erst einmal an die Vorgaben im Verkehrsrecht halten würde (ansonsten wird dann sicher ein Gutachter beauftragt). Ob jemand mit nur einseitiger Sehkraft z.B. überhaupt einen Führerschein bekommen würde. Erfrage das doch mal im Verkehrsrechtbrett.
Falls nein, stellt sich mir die Frage, ob der Arbeitgeber diesen Menschen überhaupt auf dem Arbeitsplatz einstellen durfte und den AG somit eine Mitschuld trifft. Ist auch die Frage für welche Baggerarbeiten der AN eingestellt wurde. Golfplatz oder Kabelgraben auf der Bundesstraße?
Genaue rechtliche Angaben kann ich dir dazu nicht geben.
Einem „Einäugigen“ fehlt das räumliche Sehen, welches meiner Meinung nach beim Baggerfahrer wichtig ist.
Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass er dadurch Probleme kriegen könnte wenn er weiter als Baggerfahrer arbeitet, bzw er dadurch eine erhöhte Schuld bei einem Unfall hat.
Mein Vater besitzt seit Ewigkeiten auf einem Auge eine Sehleistung von 20%, also so gut wie gar nichts.
Dennoch hat er vor kurzem (er ist gerade 50 geworden) seinen LKW-Führerschein mit Einschränkung (in einem Umkreis von 25 km vom Wohnort darf er fahren) erneuert bekommen.
Dazu muss man sagen, dass mein Vater LKW-Mechaniker ist, und er für Probefahrten auf diesen angewiesen ist.
Gruß
Manulla
PS: Stell die Frage doch mal in einem der Rechtbretter, vielleicht können die dir weiterhelfen.
Es handelte sich um eine Kanalbaustelle. Also teilweise auf der Straße und der Baggerfahrer hat dabei jemanden übersehen und so kam es zu einem Schwerverletzten.
In sofern stellt sich die Frage, ob das nun an seiner ,Sehschwäche" liegt.