Auf Kohleheizung zurückrüsten ?

Hallo!

Die Heizölpreise treiben mich irgendwann mal in den Ruin.
Wir haben ein altes, grosses Haus,
was aber niemals zum Niedrigenergiehaus werden kann.
Für die Umbaukosten dazu könnte ich auch ein neues, kleineres bauen.

Naja, jetzt ohne viel Gelabere,
früher haben wir mit Brikett / Koks geheizt,
wie seht Ihr das für die Zukunft? Diese Brennstoffe sind ja bis jetzt relativ stabil im Preis geblieben, wie ich bei Wikipedia gelesen habe.
Ich stelle mir vor, zusätzlich zur Ölheizung noch einen Festbrennstoffkessel einzubauen.
Das erfordert zwar einige Umbauarbeiten, ist aber für den Preis von 2 - 3 Jahreskosten Heizöl machbar.

Hauptsächlich interessiert mich, ob schlaue Leute da schon sowas wie eine Energiesteuer auf Kohle planen.
Ich bin mir nicht sicher, glaube, sowas irgendwo gelesen zu haben.

Ansonsten,
alle Meinungen und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

Grüße, Steffen!

Moien

Hauptsächlich interessiert mich, ob schlaue Leute da schon
sowas wie eine Energiesteuer auf Kohle planen.

Das kommt noch viel dicker: http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/heizen_…

Hab vor kurzen einen Auftritt eines hohes Tiers aus dem Umweltministerium gesehen, das was in dem Artikel steht ist immernoch akuteller politischer Wille. Und wenn es so kommt gibts ab 2010 keinen Markt für Kohle mehr (und erstaunlich viel Leerstand im Altbau).

Dann gibts es je nach Kommune Grenzwerte für die Abgase aus Heizungen. Die sind mit Kohle und Holz schwerer einzuhalten als mit Öl (vorallem gelten teilweise andere je nach Brennstoff…). Frag mal den lokalen Fachman.

cu

Hi Pumpkin,

…der Focusartikel ist ja der Hammer da hat ja die Kohle-, Schornsteinfeger- und Gutmenschenlobby voll zugeschlagen - das hat mich noch mehr darin bestaerkt noch dieses Jahr mein Ofenprojekt durchzuziehen - Altanlagen haben meist Bestandsschutz oder zumindest eine langfristige Uebergangsfrist - danke.

…noch mal eines zu dem Artikel - ich habe mehr und mehr das Gefuehl das in Berlin nur noch Leute sitzen denen vollkommen abhanden gekommen ist das man Geld zum investieren erst einmal erarbeiten muss und das der Grossteil der Bevoelkerung nicht mit ueppigen Ministeriumsgehaeltern, fuer eilig unueberlegt hingeschmierte Statements, ausgestattet ist.

schoenes Wochenende
Keuper

Ganz so schlimm ist es nicht
Hallo,

das ganze gilt nur für Neubauten und „grundlegend“ sanierte Altbauten.
Das macht ja auch irgendwie Sinn.

Gruss,
TR

Hallo!

Hallo Steffen,

Die Heizölpreise treiben mich irgendwann mal in den Ruin.
Wir haben ein altes, grosses Haus,
was aber niemals zum Niedrigenergiehaus werden kann.
Für die Umbaukosten dazu könnte ich auch ein neues, kleineres
bauen.

Naja, jetzt ohne viel Gelabere,
früher haben wir mit Brikett / Koks geheizt,
wie seht Ihr das für die Zukunft? Diese Brennstoffe sind ja
bis jetzt relativ stabil im Preis geblieben, wie ich bei
Wikipedia gelesen habe.
Ich stelle mir vor, zusätzlich zur Ölheizung noch einen
Festbrennstoffkessel einzubauen.

hab mir vor acht Jahren neben meinen Brennwertkessel(Gas,21Kw), einen Feststoffkessel(Gliederkessel, 26 Kw)gestellt. Ich heize 180 qm damit. Seit vier Jahren habe ich den Gaskessel ganz abgeschaltet. Gasrechnung aller 2 Monate = 4 Euro (für Zählermiete).Geheitzt wird mit Holz vorwiegend Selbstwerbung aus dem Wald (Festmeter 3 - 5 Euro) $0 Festmeter verheize ich im Jahr. Ist natürlich viel Arbeit damit. Hab damit dem Energieunternehmen bisher 24000 Euro nicht zu zahlen brauchen! Auf dem Dach ist eine 10 qm Solaranlage, die reicht für vier Personen im Sommer zu W-Wasseraufbereitung.

Das erfordert zwar einige Umbauarbeiten, ist aber für den
Preis von 2 - 3 Jahreskosten Heizöl machbar.

Gliederheizkessel regeneriert bekommste füe 250 Euro. Umwälzpumpe elektron. Steuerung, Rohr und Kleinteile zusammen nochmal 200 Euro. Dazu ein Tag harte Arbeit und Du hast ein ganz neues wohlig - warmes Heizgefühl. Aber vorsicht bevor Du da los legst - der Schornsteinfeger will gefragt sein!! Insgesamt 2-3 Monatskosten Heizöl.

Hauptsächlich interessiert mich, ob schlaue Leute da schon
sowas wie eine Energiesteuer auf Kohle planen.

mann sucht ständig nach Steuerquellen.

Ich bin mir nicht sicher, glaube, sowas irgendwo gelesen zu
haben.

Ansonsten,

Bei Kfz-Werkstatt mit Wohnhaus könnte ich mir auch ein Blockheizkraftwerk vorstellen, welches Wärme und Elektroenergie liefert. Hier sind die Anschaffungskosten allerdings hoch.

alle Meinungen und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

Es sei denn, Du hast nen alten Diesel auf dem Hof stehen, bastelst einen Generator an und betreibst den mit alten Frittenöl aus Deiner Stammkneipe.

Grüße, Steffen!

Schönen Sonntag noch, Bernd

Hallo,

Auch Hallo,

das ganze gilt nur für Neubauten und „grundlegend“ sanierte
Altbauten.
Das macht ja auch irgendwie Sinn.

stimmt. Wenn ich heute neu baue, kämen die Worte Öl- oder Gasheizung nicht mehr in meinen Mund. Die Verbrauchskosten sind mit solchen Heizungen nicht mehr berechenbar. Ich würde eine Wärmepumpe einbauen, eine Solaranlage aufs Dach setzen und einen schönen gemütlichen Kamin mit Warmwasserunterstützung ins Wohnzimmer setzen.

Gruss,
TR

Gruß Bernd

Hallo!

Ich möchte mich erstmal bei allen für die nützlichen Beiträge bedanken.
So wird also der nächste Ansprechpartner der befreundete Heizungsbauer im Ort sein, sowie der schwarze Mann.

Nun zu Dir, Bernd:

hab mir vor acht Jahren neben meinen
Brennwertkessel(Gas,21Kw), einen
Feststoffkessel(Gliederkessel, 26 Kw)gestellt. Ich heize 180
qm damit. Seit vier Jahren habe ich den Gaskessel ganz
abgeschaltet. Gasrechnung aller 2 Monate = 4 Euro (für
Zählermiete).Geheitzt wird mit Holz vorwiegend Selbstwerbung
aus dem Wald (Festmeter 3 - 5 Euro) $0 Festmeter verheize ich
im Jahr. Ist natürlich viel Arbeit damit. Hab damit dem
Energieunternehmen bisher 24000 Euro nicht zu zahlen brauchen!
Auf dem Dach ist eine 10 qm Solaranlage, die reicht für vier
Personen im Sommer zu W-Wasseraufbereitung.

Das erfordert zwar einige Umbauarbeiten, ist aber für den
Preis von 2 - 3 Jahreskosten Heizöl machbar.

Gliederheizkessel regeneriert bekommste füe 250 Euro.
Umwälzpumpe elektron. Steuerung, Rohr und Kleinteile zusammen
nochmal 200 Euro. Dazu ein Tag harte Arbeit und Du hast ein
ganz neues wohlig - warmes Heizgefühl. Aber vorsicht bevor Du
da los legst - der Schornsteinfeger will gefragt sein!!
Insgesamt 2-3 Monatskosten Heizöl.

Nun, ganz so einfach wird das nicht bei mir, meine Eltern wollen das nicht im Keller, wg. Dreck, Rauch usw.
Wir hatten das früher schon gehabt, ich will das auch nicht mehr so haben.
Ich neige ehr dazu, neben dem Wohnhaus einen Heizkeller zu bauen,
eine bisher unbenutzte Klärgrube ist dort auch, die könnte dann als Kohlebunker mit direkten Zugang zum Heizungskeller genutzt werden.
Der alte 8-gliedrige GK 21 steht noch in der hintersten Kellerecke, ist noch in Ordnung.
Es kann aber sein, dass ich den nicht wieder in Betrieb nehmen darf,
der dient nur zur Notfallvorsorge , falls mal die Russen wiederkommen oder so… Vielleicht auch ehr die Faulheit, das 300 Kg schwere Teil die Kellertreppe hochzuwuchten.

Bei Kfz-Werkstatt mit Wohnhaus könnte ich mir auch ein
Blockheizkraftwerk vorstellen, welches Wärme und
Elektroenergie liefert. Hier sind die Anschaffungskosten
allerdings hoch.

Dazu habe ich vor 2 oder 3 Jahren hier im Forum schon gefragt,
und nützliche Antworten erhalten. Habe dann viele Stunden überlegt und gerechnet,
das ist für mich nicht geeignet.

Es sei denn, Du hast nen alten Diesel auf dem Hof stehen,
bastelst einen Generator an und betreibst den mit alten
Frittenöl aus Deiner Stammkneipe.

Ja, einen alten Dieselmotor hab ich in meinem KSH (Traktor/Bagger), den könnte ich theoretisch dazu verwenden, wenn ich die Baugrube von dem Heizhaus ausgebaggert habe, dann brauche ich den nicht mehr.
Aber es ist unrealistisch, so eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage selbst zu bauen.
Ich sehe mich zwar dazu durchaus in der Laage, aber für so eine selbstgebastelte Anlage bekommt man niemals eine Betriebserlaubnis, weil man den überschüssigen Strom ja üblicherweise an die Energieversorgungsunternehmen verkauft. Und das ist Sinn und zweck der Anlage.
Dann hat der Motor 65 PS, der ist viel zu groß,
der müsste um wirtschaftlich zu arbeiten mindestens mit halber Nennleistung laufen,
also ca. 20 Kw el. Leistung. Das bedeutet dann etwa 35 Kw nutzbare Wärmeenergie,
aber soviel brauche ich nicht im tiefsten Winter.
Und dann sind wir wieder beim Heizöl, was ich eigentlich vermeiden will.
Mit alten Frittenöl aus der Kneipe wird das sicher nichts, da wird man wohl jeden 2. Tag irgendwas reinigen / reparieren müssen.
Da reicht schon das Biodieselzeug, was öfters die Filter verstopft.

Grüße, Steffen!

Hallo Steffen,
selbst wenn Du den Feststoffkessel nebenher laufen lässt. Also Ölkessel läuft normal und wenn der Feststoffkessel angeheizt wird, geht der Ölkessel aus, - sparst Du schon eine Menge ÖL. Oder Du stellst Deinen Vater als Heizer ein. Wenn aber so viel Umbauten notwendig sind, hilft nur viel Eigenleistung. Das mit dem BHKW war nur ein Denkanstoß und zusammen mit dem Frittenöl ein Spaß. Ich glaube Du hast es auch so aufgefasst. Ich denke auch schon lange über ein BHKW nach. Ob mit Holzvergaser, der einen Ottomotor antreibt, oder einen Holzofen, der einen Stirlingmotor antreibt. Wie Du schon sagst - soll es wirtschaftlich sein, ist ein Zweifamilienhaus zu klein. Wenn Du wirklich einen Brunnen bohren willst, kannst Du da auch eine Wärmepumpe installieren. Ein Bekannter hat das gemacht, ich muss mal fragen was es gekostet hat. Es wurde immerhin 99 m tief gebohrt.
Worüber Du aber nicht lange nachdenken solltest ist eine Solaranlage.
Gruß Bernd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Bernd!

selbst wenn Du den Feststoffkessel nebenher laufen lässt. Also
Ölkessel läuft normal und wenn der Feststoffkessel angeheizt
wird, geht der Ölkessel aus, - sparst Du schon eine Menge ÖL.

Ja, das denke ich auch so. Ich habe mich heute mal nach den Kohle-Steinkohlepreisen erkundigt, und weiss auch noch, dass wir früher so 6 Tonnen Kohle pro Jahr verbraucht haben, inzwischen durch einige Dämm-und Umbauarbeiten werden es wohl knapp 5 werden.
Und die kosten 650 €…
Dem gegenüber stehen ca. 2500 € an Heizöl.

Oder Du stellst Deinen Vater als Heizer ein.

Das auf jeden Fall.

Wenn aber so viel
Umbauten notwendig sind, hilft nur viel Eigenleistung.

Bei mir gibt es nur Eigenleistung, selbst ist der Mann…

Das mit
dem BHKW war nur ein Denkanstoß und zusammen mit dem Frittenöl
ein Spaß. Ich glaube Du hast es auch so aufgefasst.

Ich hab schon etwas überlegt.

Ich denke
auch schon lange über ein BHKW nach. Ob mit Holzvergaser, der
einen Ottomotor antreibt, oder einen Holzofen, der einen
Stirlingmotor antreibt. Wie Du schon sagst - soll es
wirtschaftlich sein, ist ein Zweifamilienhaus zu klein.

Stirlingmotor, das wäre was,
wenn ich nicht so faul gewesen wäre, hätte ich Themodynamik studiert,
und sowas entwickelt.
Das ist nach meiner Meinung für solche Sachen ideal.

Du wirklich einen Brunnen bohren willst, kannst Du da auch
eine Wärmepumpe installieren. Ein Bekannter hat das gemacht,
ich muss mal fragen was es gekostet hat. Es wurde immerhin 99
m tief gebohrt.
Worüber Du aber nicht lange nachdenken solltest ist eine
Solaranlage.

Ein Brunnen bringt mir nicht viel, weil diese ganze Wärmepumpengeschichte nur bei Niedrigenergiehäusern mit Fussbodenheizung sinnvoll wird. Ich habe beides nicht, und bauche im Winter die 60 Grad Vorlauftemperatur der Heizung. Da wird das unwirtschaftlich, weil dann der grösste Teil der Energie wieder aus der Steckdose kommt, teuer/ abhängig/ Steuern / schlecht.
Das mit der Erdwärme hätte man früher in Schlema und Aue machen können, in den alten Wismut-Schächten. Hat man aber nicht.
Ich hab mal im Jahr 1994 den 371 er Schacht besucht, also Führung.
Dabei habe ich den Bergführer befragt, warum man die 1800 m tiefen Schächte nicht zur Heizung für Aue, Schlema und Schneeberg verwendet.
Er sagte mir, hinter vorgehaltener Hand, dass es solche Pläne schon gab, aber irgendwelche wirtschaftliche Interessen in Verbindung mit politischer Einflussnahme hätten das verhindert.

Nun lässt man sich feiern, weil irgendjemand das 24 Grad warme Grubenwasser, was oben raus läuft, irgendwie nutzen will. Wohl mit Wärmepumpen auf höhere Temp. pumpen.

Und untem im Schacht ist es 40 oder 50 Grad heiss, aber da kommt keiner mehr hin.

Zwecks Solar bin ich noch unentschlossen,
ich denke aber ehr, das ist für meine Zwecke (geringer Bedarf) unrentabel.

Grüße, Steffen!