Auf Oldtimer warten?

Hallo,

ich habe einen Mercedes Strich 8, 1976, stillgelegt, möchte ihn eigentlich verkaufen. Was könnte ich für Vorteile haben, wenn ich bis 2006 warte? Dann ist er 30. Er ist dann aber auch wieder 1 Jahr älter und rostet weiter. Steht in einer Garage.

Gruß
Otto

Hallo Otto,

was für ein /8 ist es denn ? (200D in Buchhalter-Ausstattung oder 280CE mit Vollausstattung ? Letzteres ist mittlerweile übrigens gesucht)

welchen Zustand hat er ?
Wenn er schon kurz vor dem wegrosten ist (Kotflügel vorne ?, Endspitzen hinten ?) Wenn schon viel Rost dran ist, kann es problematisch sein, denn Karosseriearbeiten verschlingen viel Geld

Vorteil, wenn Du wartest: Steuer pauschal ca. 190€/Jahr (vor allem interessant für einen 240D 3.0 oder einen 280er), Haftpflichtversicherung ca. 105 €/Jahr. Wenn der Zustand einigermaßen ist, so daß Du nicht immer Reparaturen reinstecken mußt, dann hast Du ein schönes, relativ erschwingliches Zweitfahrzeug für nette Sonntagsausflüge.

Wenn Du (in kundige Hände) verkaufen willst, wende Dich doch mal hierher:
http://www.mercedesclubs.de/vdh/

Die haben auch einen Stammtisch in Stuttgart, der ist (soweit ich weiss) oben in Möhringen (Gaststätte des SV Möhringen, Hechinger Straße 113, 70567 Stuttgart, Telefon: 0711 71 01 17, jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19:30 Uhr).

Wenn es ein 6-Zylinder mit gutem Zustand ist, dann kannst Du mir mal 'ne email schicken.

Grüsse

Sven

ich habe einen Mercedes Strich 8, 1976, stillgelegt, möchte
ihn eigentlich verkaufen. Was könnte ich für Vorteile haben,
wenn ich bis 2006 warte? Dann ist er 30. Er ist dann aber auch
wieder 1 Jahr älter und rostet weiter. Steht in einer Garage.

Hallo Sven,

es ist ein 234.4 mit G-Kat, Automatik, Servo, ceyenne-orange, beide Kotflügel, Bodenblech, Türen unten, hintere Stoßstange rostig/durchgerostet. Das Beckerradio hat vielleicht noch einen besonderen Wert? Was ist eine Buchhalterausstattung? Der Strich 8 gehört eigentlich meinem Sohn. Er hält sich für unbestimmte Zeit im Ausland auf. Anfangs dachte er, dass er wieder nach D zurückkommt. Sieht nichT danach aus.

Gruß
Otto

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Otto,

es ist ein 234.4 mit G-Kat, Automatik, Servo, ceyenne-orange,
beide Kotflügel, Bodenblech, Türen unten, hintere Stoßstange
rostig/durchgerostet.

Dann sieht es mir so aus, als ob die Einzelteile (Automatik, Servo, G-Kat) mehr Wert sind als das gesamte Auto zusammen.

Das Beckerradio hat vielleicht noch
einen besonderen Wert?

Wenn es original ist und in einem guten Zustand, dann evtl. ja.

Was ist eine Buchhalterausstattung?

eine „nackte“ Ausstattung, d.h. keinerlei Extras (trifft man hier im Schwabenländle relativ häufig bei einem 200D oder 200 an).

Der
Strich 8 gehört eigentlich meinem Sohn. Er hält sich für
unbestimmte Zeit im Ausland auf. Anfangs dachte er, dass er
wieder nach D zurückkommt. Sieht nichT danach aus.

Dann würde ich ihn verkaufen, denn die Investitionen für die (Teil-)Restaurierung wirst Du höchstwahrscheinlich nicht mehr reinbekommen (falls persönliche Erinnerungen im Auto stecken, kann das natürlich nochmal anders sein). Allerdings vermute ich nicht, dass Du besonders viel dafür bekommen wirst.

Grüsse

Sven

Hallo Sven!

http://www.mercedesclubs.de/vdh/

Hast Du mal die Inserate durchgesehen? So manche gut erhaltene Heckflosse, ein traumhafter Adenauer-Mercedes oder ein schöner 190SL für gar nicht mal soooo schrecklich viel Geld … ich werd ganz jibbelig …

Einen 200D-Heckflosse - ein sowas von gemütliches, komfortables Schiff - besaß ich schon mal und war dumm genug, ihn zu verkaufen. Passiert mir nicht wieder.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

http://www.mercedesclubs.de/vdh/

Hast Du mal die Inserate durchgesehen? So manche gut erhaltene
Heckflosse, ein traumhafter Adenauer-Mercedes oder ein schöner
190SL für gar nicht mal soooo schrecklich viel Geld … ich
werd ganz jibbelig …

Jaaaa, hab auch schon mal einen /8 gehabt. Hat allerdings wie üblich Rost ohne Ende gehabt (der Motor war bei 170.000 km erstmal richtig eingefahren…).

Mich ganz persönlich würde der 300 SEL 6.3 (Baureihe W109) reizen. Hast Du schonmal einen Panzer in unter 7s von 0 auf 100 gebracht ? Und das Ganze wird einfach so aus dem Ärmel geschüttelt (250 echte PS bei 4000 U/min und 550 Nm Drehmoment. Letzteres ist auch heute noch ein phantastischer Wert). Allerdings wird man dafür locker 25 - 30 T€ los. Alles was drunter liegt ist meistens Schrott und die Restaurierung treibt Dich locker in den Bankrott. Alternativ ein 280 SE 3.5 (Baureihe W108 - ähnliches Baujahr). Ist zwar wesentlich unaufregender, aber wesentlich einfacher zu warten (z.B. konventionelle Federung statt der Luftfederung des 6.3).

Übrigens war der 300 SEL 6.3 wesentlich aggressiver als sein Nachfolger, der 450 SEL 6.9

Alternativ vielleicht einen Pagoden-SL ? Ähnliche Preisklasse, super-sportlich aber halt „nur“ mit 'nem 6 Zylinder.

Einen 200D-Heckflosse - ein sowas von gemütliches,
komfortables Schiff - besaß ich schon mal und war dumm genug,
ihn zu verkaufen. Passiert mir nicht wieder.

Seufz, leider verkauft man so ein Teil viel zu schnell…

Aber da ja fast alle /8 jetzt auch schon ein H-Kennzeichen haben und mit 5-7 T€ (zumindest für die Limousine) noch ordentlich was zu haben ist, werde ich mich wohl wieder irgendwann demnächst mal auf die Suche machen.

Grüsse

Sven

Hallo Sven!

… und die Restaurierung
treibt Dich locker in den :Bankrott.

Wenn man sowas in Auftrag gibt, wird es seeehr teuer. Das muß man mit guter eigener Werkstatt selbst machen. Für mich wäre der Weg das Ziel, würde deshalb nur ein unrestauriertes Exemplar haben wollen und die restaurierten Schönheiten nur zur Motivation ansehen.

Alternativ vielleicht einen :stuck_out_tongue:agoden-SL ?

Die Pagoden-SL mag ich nicht leiden. Die Vorgänger (190 SL) sind eher nach meinem Geschmack. Oder ein 219 (selten) oder 220-Ponton. Motorisierung wäre mir fast egal. Nach jahrelanger Restaurierung ist so ein Schmuckstück nur etwas für schönes Wetter und für Straßen, wo niemand das wertvolle Blechle anrempelt :smile:.

Im Moment muß es beim Traum bleiben.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

… und die Restaurierung
treibt Dich locker in den :Bankrott.

Wenn man sowas in Auftrag gibt, wird es seeehr teuer. Das muß
man mit guter eigener Werkstatt selbst machen. Für mich wäre
der Weg das Ziel, würde deshalb nur ein unrestauriertes
Exemplar haben wollen und die restaurierten Schönheiten nur
zur Motivation ansehen.

Beim 6.3 ist es leider nicht nur die Karosserie. Das teuerste Teil scheint wohl der Original-Zündverteiler zu sein, den es nicht mehr gibt und für den bis zu 6.000 € geboten werden (o.k. man kann auch einen anderen, nicht Originalen verwenden).

Beim /8 kostet übrigens der Original-Austauschkotflügel bei DC ca. 500 €, nicht lackiert und auch nicht montiert. Da so ziemlich fast alle /8 am Kotflügel marode sind (wer konstruiert auch solche Lampentöpfe, hinter denen sich der Schmutz ansammeln muß), kannst Du davon ausgehen, dass es viele wirtschaftliche Totalschäden gibt.

Gruß
Sven

P.S.: auch nicht schlecht: 8/-Coupe, aussen blau, innen Cognac-farbenes Leder.

Hallo Sven!

Das teuerste Teil scheint :wohl der :open_mouth:riginal-Zündverteiler zu :sein, den es nicht mehr gibt :und für den bis zu 6.000 € :geboten werden…

Das meine ich mit Werkstattmöglichkeiten. Wenn wirklich gar nichts irgend bezahlbar verfügbar ist, käme ich jedenfalls nicht auf die Idee, tausende € für einen Zündverteiler zu bezahlen. Dann baue ich mir eine Form, gieße das Teil selbst oder fräse es aus dem Vollen.

…kostet übrigens der :open_mouth:riginal-Austauschkotflügel :bei DC ca. 500 €, nicht :lackiert und auch nicht :montiert.

Wobei ich es erstaunlich finde, daß es die Teile überhaupt noch fabrikfrisch gibt. Einfache Sachen wie Unterboden oder einen Schweller kann man mit industrieüblichen Blechbearbeitungsmaschinen einschließlich versteifendem Innenleben selbst herstellen. Ich hätte davor überhaupt keine Angst und alle Möglichkeiten. Wenn ich solche gut restaurierten Schätzchen sehe, ist der Wunsch zwar riesengroß, aber es paßt bei mir absehbar nicht in den Alltag. Muß noch warten.

Gruß
Wolfgang

Alt-Benze…
Hi!

Darf ich mich einklinken?

Hast Du mal die Inserate durchgesehen? So manche gut erhaltene
Heckflosse, ein traumhafter Adenauer-Mercedes oder ein schöner
190SL für gar nicht mal soooo schrecklich viel Geld … ich
werd ganz jibbelig …

Das ist relativ.
Ein guter „Adenauer“ kostet 70` plus…
Der 190er SL ist anscheinend ein guter Einsteiger-Oldie, da er (für Mercedes SL- Maßüstäbe) noch relativ oft unrestauriert zu haben ist und die Technik einfach beherrschar ist.

Jaaaa, hab auch schon mal einen /8 gehabt. Hat allerdings wie
üblich Rost ohne Ende gehabt (der Motor war bei 170.000 km
erstmal richtig eingefahren…).

Das Problem beim /8 ist die äußerst aufwändige Karosse mit doppelten Blechen. Eine Restaurierung lohnt hier oft nicht, weil so viele Arbeitsstunden nötig sind.
In Slowenien gibt es jedoch gute Leute, die für 3-5 Euro arbeiten. Ein Bekannter hat dort eine Pagode für 7000 Euro resturieren lassen, das Ergebnis ist einwandfrei.
Der 230er hat danach ein deutsches Wertgutachten über 40.ooo Euro erhalten.

Mich ganz persönlich würde der 300 SEL 6.3 (Baureihe W109)
reizen. Hast Du schonmal einen Panzer in unter 7s von 0 auf
100 gebracht ? Und das Ganze wird einfach so aus dem Ärmel
geschüttelt (250 echte PS bei 4000 U/min und 550 Nm
Drehmoment. Letzteres ist auch heute noch ein phantastischer
Wert). Allerdings wird man dafür locker 25 - 30 T€ los. Alles
was drunter liegt ist meistens Schrott und die Restaurierung
treibt Dich locker in den Bankrott. Alternativ ein 280 SE 3.5
(Baureihe W108 - ähnliches Baujahr). Ist zwar wesentlich
unaufregender, aber wesentlich einfacher zu warten (z.B.
konventionelle Federung statt der Luftfederung des 6.3).

Übrigens war der 300 SEL 6.3 wesentlich aggressiver als sein
Nachfolger, der 450 SEL 6.9

Den 6.9 würde ich jedoch eher empfehlen, da er sich viel günstiger hält und auch in Eigenregie resturierbar ist.

Alternativ vielleicht einen Pagoden-SL ? Ähnliche Preisklasse,
super-sportlich aber halt „nur“ mit 'nem 6 Zylinder.

Ich halte den Markt für Pagoden und 107er aktuiell für überteuert.
Lieber einen R129 500 SL für 11.000 Euro kaufen und etwas warten… :wink:

Einen 200D-Heckflosse - ein sowas von gemütliches,
komfortables Schiff - besaß ich schon mal und war dumm genug,
ihn zu verkaufen. Passiert mir nicht wieder.

Gibt´s nach wie vor erschreckend günstig.
Allein bei mobile.de findet man schon ordentliche Autos für 4.000 Euro.

Seufz, leider verkauft man so ein Teil viel zu schnell…

Das ist eben oft das Platzproblem.
Man muss nach vorne schauen, schließlich kann man ja auch wieder einen alten benz kaufen…

Aber da ja fast alle /8 jetzt auch schon ein H-Kennzeichen
haben und mit 5-7 T€ (zumindest für die Limousine) noch
ordentlich was zu haben ist, werde ich mich wohl wieder
irgendwann demnächst mal auf die Suche machen.

Da bewegst Du Dich sowieso schon im oberen Preissegment.
Übrigens: man kann auch ´74er 280 Es auf altes Lenkrad und Rückleuchten umrüsten… :wink:

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

Darf ich mich einklinken?

Aber immer doch…

Das Problem beim /8 ist die äußerst aufwändige Karosse mit
doppelten Blechen. Eine Restaurierung lohnt hier oft nicht,
weil so viele Arbeitsstunden nötig sind.

Das habe ich dann auch recht schnell bemerkt (meiner war im Zustand nach 5 Jahren auf einen 4er abgesunken, hatte also Handlungsbedarf gesehen und nach einer Kalkulation dann verkauft).

In Slowenien gibt es jedoch gute Leute, die für 3-5 Euro
arbeiten. Ein Bekannter hat dort eine Pagode für 7000 Euro
resturieren lassen, das Ergebnis ist einwandfrei.
Der 230er hat danach ein deutsches Wertgutachten über 40.ooo
Euro erhalten.

Hast Du da eine Kontaktadresse ? Oft hört man ja, dass man auch relativ schnell über’s Ohr gehauen werden kann.

Übrigens war der 300 SEL 6.3 wesentlich aggressiver als sein
Nachfolger, der 450 SEL 6.9

Den 6.9 würde ich jedoch eher empfehlen, da er sich viel
günstiger hält und auch in Eigenregie resturierbar ist.

Nachdem er jetzt auch H-Kennzeichen-fähig ist, gebe ich Dir recht, aber das wesentlich aufregendere Auto ist ein 6.3

Ich halte den Markt für Pagoden und 107er aktuiell für
überteuert.

Habe ich neulich beim 107er festgestellt. Früher gab’s ab 10.000 € was vernünftiges, heute sind dafür schon fast 20.000 € fällig.

Lieber einen R129 500 SL für 11.000 Euro kaufen und etwas
warten… :wink:

Nee, die Kiste gefällt mir überhaupt nicht.

Das ist eben oft das Platzproblem.
Man muss nach vorne schauen, schließlich kann man ja auch
wieder einen alten benz kaufen…

Ja, aber bei jedem Kauf hat man ein neues Risiko. Bei einem Auto, dass man schon lange hat, weiss man, wo die Problemchen liegen.

Aber da ja fast alle /8 jetzt auch schon ein H-Kennzeichen
haben und mit 5-7 T€ (zumindest für die Limousine) noch
ordentlich was zu haben ist, werde ich mich wohl wieder
irgendwann demnächst mal auf die Suche machen.

Da bewegst Du Dich sowieso schon im oberen Preissegment.
Übrigens: man kann auch ´74er 280 Es auf altes Lenkrad und
Rückleuchten umrüsten… :wink:

Wie Du es selbst schon beim /8 gesagt hast: wegen Karosserie nur sehr schwer zu restaurieren. Daher gilt für mich: „das bessere Auto ist der bessere Kauf“. Denn bei 2 neuen Kotflügeln in Verbindung mit Stehwand, Endspitzen und Schwellern hat man dann die Differenz der Kaufpreise schnell wieder ausgegeben.

Grüsse

Sven

Hallo Mathias,

Der 190er SL ist anscheinend ein guter Einsteiger-Oldie, da er
(für Mercedes SL- Maßüstäbe) noch relativ oft unrestauriert zu
haben ist und die Technik einfach beherrschar ist.

Na ja, dafür find ich das Auto aber auch schon arg teuer - selbst in unrestauriert kosten die Dinger ja schon richtig böse Geld.
Und wenn du dann noch Teile dafür brauchst … (Der komplette Chrom für das Auto schlägt mit fünfstelligen Beträgen zu Buche! Und der ist bei Restaurationsobjekten eigentlich immer hin.)

Ich halte den Markt für Pagoden und 107er aktuiell für
überteuert.

Die Pagode ist imho tatsächlich zu teuer für das, was sie bietet - aber der R107 ist durchaus preiswert zu bekommen!
Ein Freund von mir hat kürzlich einen durchaus guten 280SL für unter 14.000 Euro verkauft. Man muß halt warten können …

Lieber einen R129 500 SL für 11.000 Euro kaufen und etwas
warten… :wink:

Hoffentlich geht über der Warterei nicht die Elektronik in den Ruhestand …

Einen 200D-Heckflosse - ein sowas von gemütliches,
komfortables Schiff - besaß ich schon mal und war dumm genug,
ihn zu verkaufen. Passiert mir nicht wieder.

Gibt´s nach wie vor erschreckend günstig.
Allein bei mobile.de findet man schon ordentliche Autos für
4.000 Euro.

NEIN!
Ganz sicher nicht!
Eine ORDENTLICHE Flosse wirst du nicht unter 6.000 bis 7.000 Euro bekommen - was bei mobile.de als „gut“ für 4.000 angeboten wird, ist allenfalls ein Restaurationsobjekt oder eine Wanderbaustelle!
Gerade Mercedes-Oldtimer werden zumeist nur in „einschlägigen Kreisen“ angeboten, und erst wenn sich dort kein Käufer findet, gehen sie in die Liste bei mobile.de oder autoscout24.
Daß dort einmal wirklich gute Autos zum vernünftigen Preis angeboten werden, ist zwar nicht unmöglich, aber doch eher selten.

Übrigens: man kann auch ´74er 280 Es auf altes Lenkrad und
Rückleuchten umrüsten… :wink:

WÜRG!
Ein solcher Bastard wird aber vom Fachmann auf den allerersten Blick als Umbau entlarvt, und solche Umbauten sind auch (sofern nicht spurlos rückrüstbar) extrem wertmindernd.
Nur die Rückleuchten und das Lenkrad umzubauen ist ja noch im Rahmen, aber wenn man schon mal anfängt, will man meist auch die zierlichen Chromspiegel wiederhaben statt der dicken Elefantenohren.
Hierbei muß man dann aber auch noch die Tür auf Dreiecksfenster umbauen und braucht daher neue Scheiben…
Dann gibt es auch noch die anderen Kotflügel, Kühlergrill sowie den Lufteinlaß vorne in der Frontschürze - das artet dann schon richtig in Arbeit aus!

Nee, dann doch lieber gleich original lassen!

Schönen Gruß,
Robert
*der selbst einen W108 fährt*

Hi!

Der 190er SL ist anscheinend ein guter Einsteiger-Oldie, da er
(für Mercedes SL- Maßüstäbe) noch relativ oft unrestauriert zu
haben ist und die Technik einfach beherrschar ist.

Na ja, dafür find ich das Auto aber auch schon arg teuer -
selbst in unrestauriert kosten die Dinger ja schon richtig
böse Geld.

Das ist relativ.
Ich würde mir so einen Wagen auch nicht kaufen, da die 107er alles besser können und in der ersten Sewrie recht günstig sind.
Es wurde hier jedoch erwähnt, dass Adenauer-Benze für nicht allzu viel Geld erhältlich wären. Nicht allzu viel bedeutet hier also um die 30.000 Euro. Daher mein Kommentar zum 190 SL, den es für 15 TEUR als rettbares Restaurierungsobjekt aus den USA gibt.

Und wenn du dann noch Teile dafür brauchst … (Der komplette
Chrom für das Auto schlägt mit fünfstelligen Beträgen zu
Buche! Und der ist bei Restaurationsobjekten eigentlich immer
hin.)

Ist klar.

Ich halte den Markt für Pagoden und 107er aktuiell für
überteuert.

Die Pagode ist imho tatsächlich zu teuer für das, was sie
bietet - aber der R107 ist durchaus preiswert zu bekommen!
Ein Freund von mir hat kürzlich einen durchaus guten 280SL für
unter 14.000 Euro verkauft. Man muß halt warten können …

Wie ich sagte: überteuert.
Einen R129 in gutem Zustand, 1. Hd., 150 TKM, Bj. `91, gibt´s oft schon für 10 - 15 TEUR.

Lieber einen R129 500 SL für 11.000 Euro kaufen und etwas
warten… :wink:

Hoffentlich geht über der Warterei nicht die Elektronik in den
Ruhestand …

Ein 500 SL R107 von 1990 und ein 500 SL R129 von 1991 unterscheiden sich in der teuren Elektronik (Steuergerät, Ansteuerung Dach) so gut wie nicht.
Für Spielzeug wie E-Sitze und Sitzheizung gilt dasselbe.
Einzig die pyrotechnischen Gurtstraffer, welche m.W. bei den SLs im R129 erstmals zum Einsatz kamen, könnten irgendwann ein Problem sein. Die muss man dann eben bei Benz kaufen.

Einen 200D-Heckflosse - ein sowas von gemütliches,
komfortables Schiff - besaß ich schon mal und war dumm genug,
ihn zu verkaufen. Passiert mir nicht wieder.

Gibt´s nach wie vor erschreckend günstig.
Allein bei mobile.de findet man schon ordentliche Autos für
4.000 Euro.

NEIN!
Ganz sicher nicht!
Eine ORDENTLICHE Flosse wirst du nicht unter 6.000 bis 7.000
Euro bekommen - was bei mobile.de als „gut“ für 4.000
angeboten wird, ist allenfalls ein Restaurationsobjekt oder
eine Wanderbaustelle!

Ich habe mir die Autos nie angesehen, da mich die „Flosse“ nicht so interessiert. Einen Zustand 3-4 (was landläufig als „gut“ bezeichnet wird) gibt´s jedoch sicherlich für um die 4.000 Euro. Habe erst vor 2 Wochen in Florenz mit einem privaten Verkäufer gesprochen, der einen SL R129 und eine Flosse, beide Erstbesitz und echter Zustand 2, verkaufen wollte. Der Sl kostete 15.000, die 230er Flosse 6.000. Vielleicht solltet Ihr mal in Italien schauen…

Gerade Mercedes-Oldtimer werden zumeist nur in „einschlägigen
Kreisen“ angeboten, und erst wenn sich dort kein Käufer
findet, gehen sie in die Liste bei mobile.de oder autoscout24.
Daß dort einmal wirklich gute Autos zum vernünftigen Preis
angeboten werden, ist zwar nicht unmöglich, aber doch eher
selten.

Ich würde Oldies nur über Oldtimer-Markt kaufen.
Ich habe die Internet-Börden nur angeführt, um eine leichte Nachprüfbarkeit meiner Preisangaben zu gewährleisten.

Übrigens: man kann auch ´74er 280 Es auf altes Lenkrad und
Rückleuchten umrüsten… :wink:

WÜRG!
Ein solcher Bastard wird aber vom Fachmann auf den allerersten
Blick als Umbau entlarvt, und solche Umbauten sind auch
(sofern nicht spurlos rückrüstbar) extrem wertmindernd.

Das ist klar. Nur wen juckt das?
Mir ist benwusst, dass gerade bei Mercedes, Porsche und Ferrari viele Oldiebesitzer zu finden sind, die vollkommen intolerant alles, was nicht 100%ig original und im Zustand 1 - 1- befindlich ist, zerreissen.
Gerade deshalb verliert die Oldtimerei an Fans und es kommt weniger Nachwuchs. Wenn jemand einen ordentlichen 280 E Coupé /8 mit alten Leuchten ausrüstet, die Kiste selbst pflegt und wartet und jeden Tag damit fährt, finde ich persönlich das jedenfalls cooler als die Typen (ohne Dir persönlich etwas unterstellen zu wollen natürlich), die ihren vom englischen Restaaurator in Zustand 1+ versetzten 300 SL Gullwing allmorgendlich in der Garage ansehen und dann mit dem S 400 CDI zur Arbeit gondeln…

Nur die Rückleuchten und das Lenkrad umzubauen ist ja noch im
Rahmen, aber wenn man schon mal anfängt, will man meist auch
die zierlichen Chromspiegel wiederhaben statt der dicken
Elefantenohren.
Hierbei muß man dann aber auch noch die Tür auf
Dreiecksfenster umbauen und braucht daher neue Scheiben…

Keineswegs.
Wir haben vor 10 Jahren mal einen 240D 3.0, US-Version, auf alt getrimmt. War kein Problem, denn zierliche Chromspiegel kann man auch direkt an die Tür montieren, die von den 70er Alfas passen bestens.
Natürlich war das nicht top-original, aber sauber gemacht und eine tolle Optik.
Die Kiste läuft heute noch, in weinrot mit schwarzem Leder und Klimaanlage. Und DAS ist original.

Dann gibt es auch noch die anderen Kotflügel, Kühlergrill
sowie den Lufteinlaß vorne in der Frontschürze - das artet
dann schon richtig in Arbeit aus!

Das kann man sich sparen, wie ich finde.

Nee, dann doch lieber gleich original lassen!

Schönen Gruß,
Robert
*der selbst einen W108 fährt*

Ich hingegen finde, dass in der Oldtimerei vieles erlaubt ist, denn es geht v.a. um den Spaß am Hobby.
Was ich ablehne, sind Hot-Rod-Umbauten oder 80er Jahre Spoiler Benze.
Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.
Ein Hot-Rod kann zeitgenössisch sein, denn schon in den 20er Jahren gab es gechoppte Ford T und A, die zu Schmuggelzwecken heiß gemacht worden sind. Die 80er Jahre Umbauten sind ebenfalls mittlerweile bis zu 24 Jahre alt, also auch ein Stück authentische Automobilhistorie.

Daher plädiere ich, der aktuell noch nicht mal einen Oldie hat, dafür, dass man in der Szene mehr Toleranz walten lässt, denn sonst besteht sie irgendwann nur noch aus silberhaarigen Zahnärzten, die über Zustand 1 oder 1- debattieren und dabei noch nicht mal selbst einen Reifen wechseln können.

Grüße,

Mathias

Hi!

Darf ich mich einklinken?

Aber immer doch…

Das Problem beim /8 ist die äußerst aufwändige Karosse mit
doppelten Blechen. Eine Restaurierung lohnt hier oft nicht,
weil so viele Arbeitsstunden nötig sind.

Das habe ich dann auch recht schnell bemerkt (meiner war im
Zustand nach 5 Jahren auf einen 4er abgesunken, hatte also
Handlungsbedarf gesehen und nach einer Kalkulation dann
verkauft).

In Slowenien gibt es jedoch gute Leute, die für 3-5 Euro
arbeiten. Ein Bekannter hat dort eine Pagode für 7000 Euro
resturieren lassen, das Ergebnis ist einwandfrei.
Der 230er hat danach ein deutsches Wertgutachten über 40.ooo
Euro erhalten.

Hast Du da eine Kontaktadresse ? Oft hört man ja, dass man
auch relativ schnell über’s Ohr gehauen werden kann.

Habe ihn in der Kneipe getroffen und keine Nummer. Wenn ich ihn wiedersehe, frage ich und schicke sie an den Mod mit der Bitte, ein Faq daraus zu erstellen. Vielleicht können wir ja hier ein paar gute Adressen sammeln. Mal sehen.

Übrigens war der 300 SEL 6.3 wesentlich aggressiver als sein
Nachfolger, der 450 SEL 6.9

Den 6.9 würde ich jedoch eher empfehlen, da er sich viel
günstiger hält und auch in Eigenregie resturierbar ist.

Nachdem er jetzt auch H-Kennzeichen-fähig ist, gebe ich Dir
recht, aber das wesentlich aufregendere Auto ist ein 6.3

So einen habe ich vor ein paar Jahren mal fahren dürfen. Agressiver ist er, aber das Fahrwerk ist nach heutigen Maßstäben kritisch bis erschreckend.
Ich bin ein Verfechter von ganz normal eingesetzten Alltagsoldies. Und bei 240 Km/h ist mir halt der 6.9er lieber…

Ich halte den Markt für Pagoden und 107er aktuiell für
überteuert.

Habe ich neulich beim 107er festgestellt. Früher gab’s ab
10.000 € was vernünftiges, heute sind dafür schon fast 20.000
€ fällig.

Lieber einen R129 500 SL für 11.000 Euro kaufen und etwas
warten… :wink:

Nee, die Kiste gefällt mir überhaupt nicht.

Echt? Ich halte ihn für den schönsten SL seit dem 300er Roadster aus den 50ern (was hat der für eine Seriennummer?).
Aber ich bin da wohl kein Maßstab, denn ich halte den aktuellen SL auch für den besten, der je gebaut wurde.
(Teilweise zumindest kurz) gefahren habe ich sie alle, an den neuen reicht nichts heran.

Das ist eben oft das Platzproblem.
Man muss nach vorne schauen, schließlich kann man ja auch
wieder einen alten benz kaufen…

Ja, aber bei jedem Kauf hat man ein neues Risiko. Bei einem
Auto, dass man schon lange hat, weiss man, wo die Problemchen
liegen.

In 3 Wochen bekomme ich einen Mercedes 200 von 1976 (W123), zu welchem ich die Kaufzusage unbesehen gegeben habe.
Er ist aus 1. Hand mit original 30.000 Km und nagelneuer Inspektion. Wird aktuell noch 1mal die Woche gefahren und steht seit 1976 in derselben Garage. Kosten: 2.500 Euro.
Das ist ein überschaubares Risiko und in 10 Jahren ein geiles Teil. Bis dahin wird er wohl im Eimer sein, da er nun das Alltagsgefährt meiner Schwiegermutter wird, aber was soll´s: günstiger kann man (ab 2006) keinen Oldie fahren, das Kaminrot mit beigen Sitzen gibt´s ja mittlerweile (zumindest bei Renault) auch wieder und man darf noch mindestens 500.000 Km Laufleistung erwarten. Welcher Besitzer eines Adenauer kann hier mitstinken…?

Ansonsten gebe ich Dir natürlich recht, ein Gebrauctkauf ist immer ein Risiko.

Aber da ja fast alle /8 jetzt auch schon ein H-Kennzeichen
haben und mit 5-7 T€ (zumindest für die Limousine) noch
ordentlich was zu haben ist, werde ich mich wohl wieder
irgendwann demnächst mal auf die Suche machen.

Da bewegst Du Dich sowieso schon im oberen Preissegment.
Übrigens: man kann auch ´74er 280 Es auf altes Lenkrad und
Rückleuchten umrüsten… :wink:

Wie Du es selbst schon beim /8 gesagt hast: wegen Karosserie
nur sehr schwer zu restaurieren. Daher gilt für mich: „das
bessere Auto ist der bessere Kauf“. Denn bei 2 neuen
Kotflügeln in Verbindung mit Stehwand, Endspitzen und
Schwellern hat man dann die Differenz der Kaufpreise schnell
wieder ausgegeben.

Klar. Deshalb sollte man sich, wie oben angedeutet, vielleicht langsam mit den 123ern beschäftigen. Sonst werden die bald richtig selten.

Grüße,

Mathias

P.S.: der coolste Alltagsolldie ist immer noch der Fiat Panda!

Hallo nochmal,

Ich würde mir so einen Wagen auch nicht kaufen, da die 107er
alles besser können und in der ersten Sewrie recht günstig
sind.

Und somit bist du eben nicht „im Thema“ - man kauft einen Oldtimer eben nicht, weil er „irgendwas kann“ (und schon gar nicht besser als seine Nachfolger, sonst wären sie nämlich seine Vorgänger!), sondern weil man eben dieses Auto haben möchte, ungeachtet seiner überholten Technik und komfortmäßigen Unzulänglichkeiten.

Jeder W126 kann alles besser als mein W108, und den W126 würde ich auch noch um kleines Geld an fast jeder Ecke bekommen können. Trotzdem würde mir nicht im Traum einfallen, meinen Wagen gegen einen moderneren einzutauschen.

Es wurde hier jedoch erwähnt, dass Adenauer-Benze für nicht
allzu viel Geld erhältlich wären. Nicht allzu viel bedeutet
hier also um die 30.000 Euro. Daher mein Kommentar zum 190 SL,
den es für 15 TEUR als rettbares Restaurierungsobjekt aus den
USA gibt.

15.000 Euro für ein Restaurationsobjekt ist richtig - aber dazu mußt du dann mindestens nochmal dasselbe für die Restauration hinzurechnen (wenn du viel selbst machen kannst!)
Soviel „Spielgeld“ ist auch nicht jedem gegeben …

Wie ich sagte: überteuert.
Einen R129 in gutem Zustand, 1. Hd., 150 TKM, Bj. `91, gibt´s
oft schon für 10 - 15 TEUR.

Wie ich schon sagte: wer einen Oldtimer haben will, der kauft sich keinen R129, weil dieser schneller, sparsamer, komfortabler und sicherer ist.
Der Kauf eines Oldtimers ist eben nicht einfach nur die Anschaffung eines Vehikels mit einem bestimmten Nutzen, sondern eine Frage des persönlichen „Habenwollens“.
Versuch doch mal, jemandem der einen Ovali-Käfer in jahrelanger Kleinarbeit restauriert hat, von den Vorzügen des New Beetle zu überzeugen! Der Mann wird dich ansehen, als hättest du einen rostigen Nagel im Kopf - trotz ABS und Airbags, der vierfachen Motorleistung und Newagengarantie.
Er möchte halt lieber ein fünfzigjähriges Auto haben, mit Seilzugbremsen und unsynchronisiertem Getriebe, ohne Sicherheitsgurte und mit einer Lenksäule, die den Fahrer mit Sicherheit bei einem Unfall durchbohren würde wie ein Zahnstocher eine Olive.

Eine ORDENTLICHE Flosse wirst du nicht unter 6.000 bis 7.000
Euro bekommen - was bei mobile.de als „gut“ für 4.000
angeboten wird, ist allenfalls ein Restaurationsobjekt oder
eine Wanderbaustelle!

Ich habe mir die Autos nie angesehen, da mich die „Flosse“
nicht so interessiert. Einen Zustand 3-4 (was landläufig als
„gut“ bezeichnet wird) gibt´s jedoch sicherlich für um die
4.000 Euro.

Wenn man mal die Zahlen von Classic-Data zugrundelegt (was man immer mit Vorbehalt machen sollte, weil die Preise bei objektiver Betrachtung der Zustandsnoten eher noch höher liegen), dann liegt ein W110 230 bei 6400 (Zustand 3) bis 3100 Euro (Zustand vier).
Der W110 200D dürfte nach Liste 6100 (Zustand 3) bis 2500 Euro (Zustand vier).
Die Bezeichnung „gut“ verdient ein Auto aber erst, wenn es tatsächlich mindestens Zustand 3 erreicht hat - alles andere sind Restaurationsobjekte.
(Zur Verdeutlichung: „Note vier“ wird definiert als Verbrauchter Zustand, eventuell teilrestauriert; nur bedingt fahrbereit. Sofortige Arbeiten notwendig. Leichte bis mittlere Durchrostungen. Kleinteile können fehlen oder defekt sein. Relativ leicht zu reparieren oder restaurieren. )

Ich würde Oldies nur über Oldtimer-Markt kaufen.
Ich habe die Internet-Börden nur angeführt, um eine leichte
Nachprüfbarkeit meiner Preisangaben zu gewährleisten.

Klar, aber gerade diese unspezifischen Internetbörsen verzerren das Bild!
Wirklich gute Autos stehen hier nur sehr selten - dafür aber um so öfter Autos, deren Besitzer keine Ahnung haben, wie desolat der Zustand ihres Wagens tatsächlich ist (oder die hoffen, einen Käufer zu finden, der den wahren Zustand nicht erkennen und einschätzen kann.)

Ich habe mir schon einige Autos aus mobile.de angesehen, die allesamt als „sehr gut“ beschrieben wurden und auch beim folgenden Telefonat als „absolut rostfrei“ angepriesen wurden.
Leider endeten die meisten der Begutachtungen so:
http://www.diesel-king.de/W108/schrott.htm

Mir ist benwusst, dass gerade bei Mercedes, Porsche und
Ferrari viele Oldiebesitzer zu finden sind, die vollkommen
intolerant alles, was nicht 100%ig original und im Zustand 1 -
1- befindlich ist, zerreissen.

Ich bin kein fanatischer Originalitätsverfechter, und vom Zustand 1 ist mein eigener Wagen auch Lichtjahre entfernt.
Aber es ärgert mich immer wieder, wenn durch solche Basteleien selten gewordene Autos noch seltener werden…

Gerade deshalb verliert die Oldtimerei an Fans und es kommt
weniger Nachwuchs. Wenn jemand einen ordentlichen 280 E Coupé
/8 mit alten Leuchten ausrüstet,

wenn es nur dabei bleibt, ist es ja ok - ist leicht und problemlos wieder rückrüstbar.

die Kiste selbst pflegt und
wartet und jeden Tag damit fährt, finde ich persönlich das
jedenfalls cooler als die Typen (ohne Dir persönlich etwas
unterstellen zu wollen natürlich), die ihren vom englischen
Restaaurator in Zustand 1+ versetzten 300 SL Gullwing
allmorgendlich in der Garage ansehen und dann mit dem S 400
CDI zur Arbeit gondeln…

OK, der W198 300SL soll dann wohl meinen W108 darstellen, und der S400 CDI meinen smart CDI - den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich durchaus verstanden.
Trotzdem weiß ich nicht, was daran „cool“ sein soll, ein altes Auto im winterlichen Alltagsbetrieb zu verschleißen - das geht nämlich rasend schnell.
Meinen 280S fahre ich regelmäßig, finde ihn aber zu schade und zu teuer, um ihn im täglichen Innenstadtverkehr herunterzureiten - dafür ist der smart halt Klassen besser geeignet.

Wir haben vor 10 Jahren mal einen 240D 3.0, US-Version, auf
alt getrimmt. War kein Problem, denn zierliche Chromspiegel
kann man auch direkt an die Tür montieren, die von den 70er
Alfas passen bestens.

Wie und womit hast du die dreieckige Fläche vorne im Scheibenausschnitt abgedeckt, an der der originale Spiegel festgeschraubt war?

Daher plädiere ich, der aktuell noch nicht mal einen Oldie
hat, dafür, dass man in der Szene mehr Toleranz walten lässt,
denn sonst besteht sie irgendwann nur noch aus silberhaarigen
Zahnärzten, die über Zustand 1 oder 1- debattieren und dabei
noch nicht mal selbst einen Reifen wechseln können.

Ich bin weder silberhaarig noch Zahnarzt und kenne Autos im Zustand 1 nur vom Ansehen (und auch da nur exakt zwei Stück).
Die Ventile meines W130 kann ich selbst einstellen, und ein Radwechsel stellt mich auch nicht vor ungeahnte Schwierigkeiten.
Trotzdem lasse ich vieles in einer Werkstatt machen, und schäme mich auch nicht dafür.
Allerdings gebe ich zu, daß es auch die von dir beschriebenen Leute gibt, auf einem solchen Stammtisch bin ich vor einigen Wochen einmal zu Gast gewesen. (Keine wirklich erbauliche Erfahrung - ständig hat man mich darauf angesprochen, daß das Auto nicht poliert sei, die neuen Lederwangen der Sitze eine leichte Farbabweichung hätten, eine Roststelle unter der Schwellerleiste hervorschauen würde und eine Zierleiste im Kühlergrill eine Druckstelle hätte)

Da lobe ich mir doch „meinen“ Stammtisch, auf dem jedes Mal irgendein rostiger oder öliger Brocken durch die Reihen gereicht wird, und wo mein Auto auf dem Parkplatz nicht etwa den untersten Punkt markiert, sondern zu den besseren zählt…

Schönen Gruß,
Robert

1 „Gefällt mir“

Hi!

Ich würde mir so einen Wagen auch nicht kaufen, da die 107er
alles besser können und in der ersten Sewrie recht günstig
sind.

Und somit bist du eben nicht „im Thema“ -

Mich als „nicht im Thema“ hinsichtlich Autos allgemein und Olditmern im speziellen zu bezeichnen, ist unrealistisch…

man kauft einen
Oldtimer eben nicht, weil er „irgendwas kann“ (und schon gar
nicht besser als seine Nachfolger, sonst wären sie nämlich
seine Vorgänger!), sondern weil man eben dieses Auto
haben möchte, ungeachtet seiner überholten Technik und
komfortmäßigen Unzulänglichkeiten.

Das ist klar.

Jeder W126 kann alles besser als mein W108, und den
W126 würde ich auch noch um kleines Geld an fast jeder Ecke
bekommen können. Trotzdem würde mir nicht im Traum einfallen,
meinen Wagen gegen einen moderneren einzutauschen.

Es geht eben auch darum, was das Budget hergibt.
Einen R107 würde ich einem 190 SL im Schrottzustand v.a. aus Kostengründen vorziehen, und natürlich auch aus Gründen der Pralktikabilität - den R107 kann ich sofort fahren.
Es ging in der Diskussion hier ursprünglich um die Kosten, nur zur Erinnerung.

Es wurde hier jedoch erwähnt, dass Adenauer-Benze für nicht
allzu viel Geld erhältlich wären. Nicht allzu viel bedeutet
hier also um die 30.000 Euro. Daher mein Kommentar zum 190 SL,
den es für 15 TEUR als rettbares Restaurierungsobjekt aus den
USA gibt.

15.000 Euro für ein Restaurationsobjekt ist richtig - aber
dazu mußt du dann mindestens nochmal dasselbe für die
Restauration hinzurechnen (wenn du viel selbst machen kannst!)
Soviel „Spielgeld“ ist auch nicht jedem gegeben …

EBEN!

Wie ich sagte: überteuert.
Einen R129 in gutem Zustand, 1. Hd., 150 TKM, Bj. `91, gibt´s
oft schon für 10 - 15 TEUR.

Wie ich schon sagte: wer einen Oldtimer haben will, der kauft
sich keinen R129, weil dieser schneller, sparsamer,
komfortabler und sicherer ist.
Der Kauf eines Oldtimers ist eben nicht einfach nur die
Anschaffung eines Vehikels mit einem bestimmten Nutzen,
sondern eine Frage des persönlichen „Habenwollens“.

Genau das. Und ich will eben einen R129 lieber „haben“, als einen 107er oder einen alten 190er.

Versuch doch mal, jemandem der einen Ovali-Käfer in
jahrelanger Kleinarbeit restauriert hat, von den Vorzügen des
New Beetle zu überzeugen!

Das ist kein Vergleich, der New Beetle ist ein gechoppter Golf.

Der Mann wird dich ansehen, als
hättest du einen rostigen Nagel im Kopf - trotz ABS und
Airbags, der vierfachen Motorleistung und Newagengarantie.
Er möchte halt lieber ein fünfzigjähriges Auto haben, mit
Seilzugbremsen und unsynchronisiertem Getriebe, ohne
Sicherheitsgurte und mit einer Lenksäule, die den Fahrer mit
Sicherheit bei einem Unfall durchbohren würde wie ein
Zahnstocher eine Olive.

Eine ORDENTLICHE Flosse wirst du nicht unter 6.000 bis 7.000
Euro bekommen - was bei mobile.de als „gut“ für 4.000
angeboten wird, ist allenfalls ein Restaurationsobjekt oder
eine Wanderbaustelle!

Ich habe mir die Autos nie angesehen, da mich die „Flosse“
nicht so interessiert. Einen Zustand 3-4 (was landläufig als
„gut“ bezeichnet wird) gibt´s jedoch sicherlich für um die
4.000 Euro.

Wenn man mal die Zahlen von Classic-Data zugrundelegt (was man
immer mit Vorbehalt machen sollte, weil die Preise bei
objektiver Betrachtung der Zustandsnoten eher noch
höher liegen), dann liegt ein W110 230 bei 6400 (Zustand 3)
bis 3100 Euro (Zustand vier).
Der W110 200D dürfte nach Liste 6100 (Zustand 3) bis 2500 Euro
(Zustand vier).
Die Bezeichnung „gut“ verdient ein Auto aber erst, wenn es
tatsächlich mindestens Zustand 3 erreicht hat - alles
andere sind Restaurationsobjekte.

Das wissen wir als Kaufinteressenten.
Was ich bislang an Autos mit der Beschreibung „gut“, also 2, angesehen hatte, war grundsätzlich nicht besser als 3-.

(Zur Verdeutlichung: „Note vier“ wird definiert als
Verbrauchter Zustand, eventuell teilrestauriert; nur
bedingt fahrbereit. Sofortige Arbeiten notwendig. Leichte bis
mittlere Durchrostungen. Kleinteile können fehlen oder defekt
sein. Relativ leicht zu reparieren oder restaurieren.
)

Ich kenne die Bwertungen.

Ich würde Oldies nur über Oldtimer-Markt kaufen.
Ich habe die Internet-Börden nur angeführt, um eine leichte
Nachprüfbarkeit meiner Preisangaben zu gewährleisten.

Klar, aber gerade diese unspezifischen Internetbörsen
verzerren das Bild!
Wirklich gute Autos stehen hier nur sehr selten -

Das stimmt so einfach nicht.
Es stehen einem bislang kaum Methoden der Nachprüfbarkeit der Angaben des VK zur Verfügung außerhalb des persönlichen Besuches. Das ist das Problem. Ich gehe daher so an die Sache heran, dass ich den VK befrage, ob er die Classic-Data Bewertungsrichtlinien kenne. Bejaht er, bitte ich ihn, noch einmal über seine Angebae nachzudenken. Ich vereinbare dann einen besuchstermin und wenn der Zustand stark von den Angaben abweicht, berechne ich die Fahrtkosten. Mit einem zeugen am Telefon, den ich immer habe, muss er zahlen.

dafür aber
um so öfter Autos, deren Besitzer keine Ahnung haben, wie
desolat der Zustand ihres Wagens tatsächlich ist (oder die
hoffen, einen Käufer zu finden, der den wahren Zustand nicht
erkennen und einschätzen kann.)

Das wäre dann ja Dummheit oder Betrug. Beides schützt vor Strafe nicht.
Wer bei ebay unter solch falschen Angaben versteigert, muss rückabwickeln.
Wer bei einem persönlichen Besichtigungstermin als Käufer solche Mämgel andererseits nicht erkkennt, hat Pech gehabt.

Ich habe mir schon einige Autos aus mobile.de angesehen, die
allesamt als „sehr gut“ beschrieben wurden und auch beim
folgenden Telefonat als „absolut rostfrei“ angepriesen wurden.
Leider endeten die meisten der Begutachtungen so:
http://www.diesel-king.de/W108/schrott.htm

Das glaube ich gerne.
Generell sollte man Oldtimer nicht von Händlern kaufen, die nicht auf die Oldtimerei spezialisiert sind.
Ich persönlich kaufe alte Autos nur von privat und generell irgendwelche Autos nur aus 1. Hand.

Mir ist benwusst, dass gerade bei Mercedes, Porsche und
Ferrari viele Oldiebesitzer zu finden sind, die vollkommen
intolerant alles, was nicht 100%ig original und im Zustand 1 -
1- befindlich ist, zerreissen.

Ich bin kein fanatischer Originalitätsverfechter, und vom
Zustand 1 ist mein eigener Wagen auch Lichtjahre entfernt.
Aber es ärgert mich immer wieder, wenn durch solche Basteleien
selten gewordene Autos noch seltener werden…

Mich auch.
Denn so etwas wie den von Dir gezeigten blauen 250er hätte man 3 Jahre vorher noch relativ easy retten können. Nun jedoch muss man erst mal 50 Stunden darauf verwenden, fehlgeschlagene Billig-Reparaturversuche zu beheben. Die Mechanikl wird ja kaum besser aussehen.

Gerade deshalb verliert die Oldtimerei an Fans und es kommt
weniger Nachwuchs. Wenn jemand einen ordentlichen 280 E Coupé
/8 mit alten Leuchten ausrüstet,

wenn es nur dabei bleibt, ist es ja ok - ist leicht und
problemlos wieder rückrüstbar.

die Kiste selbst pflegt und
wartet und jeden Tag damit fährt, finde ich persönlich das
jedenfalls cooler als die Typen (ohne Dir persönlich etwas
unterstellen zu wollen natürlich), die ihren vom englischen
Restaurator in Zustand 1+ versetzten 300 SL Gullwing
allmorgendlich in der Garage ansehen und dann mit dem S 400
CDI zur Arbeit gondeln…

OK, der W198 300SL soll dann wohl meinen W108 darstellen, und
der S400 CDI meinen smart CDI - den Wink mit dem Zaunpfahl
habe ich durchaus verstanden.

Wie gesagt, persönliche Vergleiche waren nicht beabsichtigt.

Trotzdem weiß ich nicht, was daran „cool“ sein soll, ein altes
Auto im winterlichen Alltagsbetrieb zu verschleißen - das geht
nämlich rasend schnell.

Ein altes Auto war auch einmal neu und in den allermeisten Fällen nicht für den reinen Sommerbetrieb gedacht.
Mit einfachsten Mitteln kann man ein in gutem Zustand befindliches, altes Auto über viele Winter fahren.
Eine angerostete Möhre wird dann natürlich im Zeitraffer zerfallen, klar.
Fakt ist nun mal, dass sich nicht allzu viele Leute zwei Autos leisten können. Warum also nicht den Alltags-Oldie auch im Alltag fahren?

Meinen 280S fahre ich regelmäßig, finde ihn aber zu schade und
zu teuer, um ihn im täglichen Innenstadtverkehr
herunterzureiten - dafür ist der smart halt Klassen besser
geeignet.

s.o.

Wir haben vor 10 Jahren mal einen 240D 3.0, US-Version, auf
alt getrimmt. War kein Problem, denn zierliche Chromspiegel
kann man auch direkt an die Tür montieren, die von den 70er
Alfas passen bestens.

Wie und womit hast du die dreieckige Fläche vorne im
Scheibenausschnitt abgedeckt, an der der originale Spiegel
festgeschraubt war?

Ich habe eine matte Edelstahlplatte angefertigt.

Daher plädiere ich, der aktuell noch nicht mal einen Oldie
hat, dafür, dass man in der Szene mehr Toleranz walten lässt,
denn sonst besteht sie irgendwann nur noch aus silberhaarigen
Zahnärzten, die über Zustand 1 oder 1- debattieren und dabei
noch nicht mal selbst einen Reifen wechseln können.

Ich bin weder silberhaarig noch Zahnarzt und kenne Autos im
Zustand 1 nur vom Ansehen (und auch da nur exakt zwei Stück).
Die Ventile meines W130 kann ich selbst einstellen, und ein
Radwechsel stellt mich auch nicht vor ungeahnte
Schwierigkeiten.
Trotzdem lasse ich vieles in einer Werkstatt machen, und
schäme mich auch nicht dafür.

Das meinte ich auch nicht. Selbstverpfuschte alte Kisten wären auch gefährlich.

Allerdings gebe ich zu, daß es auch die von dir beschriebenen
Leute gibt, auf einem solchen Stammtisch bin ich vor einigen
Wochen einmal zu Gast gewesen. (Keine wirklich erbauliche
Erfahrung - ständig hat man mich darauf angesprochen, daß das
Auto nicht poliert sei, die neuen Lederwangen der Sitze eine
leichte Farbabweichung hätten, eine Roststelle unter der
Schwellerleiste hervorschauen würde und eine Zierleiste im
Kühlergrill eine Druckstelle hätte)

DAS meinte ich.

Grüße,

Mathias

Hallo nochmal,

Und somit bist du eben nicht „im Thema“ -

Mich als „nicht im Thema“ hinsichtlich Autos allgemein und
Olditmern im speziellen zu bezeichnen, ist unrealistisch…

Ich habe nicht auf deine (mir unbekannte) Qualifikation abgestellt, sondern auf eine Grundhaltung, die offenbar nicht mit dem ursächlichen Gedanken, weshalb man einen Oldtimer kaufen will, korrespondiert.

Wenn jemand gern einen Oldtimer haben möchte, dann ist ihm nicht damit gedient, daß du ihm sagst daß dieses oder jenes andere Modell (welches dann mal eben 30 Jahre jünger ist) preiswerter, besser, schneller, sportlicher usw. ist.

man kauft einen
Oldtimer eben nicht, weil er „irgendwas kann“ (und schon gar
nicht besser als seine Nachfolger, sonst wären sie nämlich
seine Vorgänger!), sondern weil man eben dieses Auto
haben möchte, ungeachtet seiner überholten Technik und
komfortmäßigen Unzulänglichkeiten.

Das ist klar.

Dir scheinbar aber doch nicht - sonst würdest du einem Menschen der sich für einen W113 interessiert, nicht zum R129 raten …
Der ist nämlich kein „Oldtimer“, nicht einmal ein „Youngtimer“, sondern schlicht und einfach ein Gebrauchtwagen der gehobenen Klasse.
Dann kannst du ihm genausogut einen Fiat Barchetta empfehlen, einen Mazda MX5 oder ein Golf Cabrio.

Genau das. Und ich will eben einen R129 lieber „haben“, als
einen 107er oder einen alten 190er.

Ja, das gilt für dich. Aber das zeugt nicht unbedingt von einer besonderen Begeisterung für Oldtimer …

Versuch doch mal, jemandem der einen Ovali-Käfer in
jahrelanger Kleinarbeit restauriert hat, von den Vorzügen des
New Beetle zu überzeugen!

Das ist kein Vergleich, der New Beetle ist ein gechoppter
Golf.

Na und? Der R129 ist dementsprechend ein gechoppter W140.

Das wissen wir als Kaufinteressenten.
Was ich bislang an Autos mit der Beschreibung „gut“, also 2,
angesehen hatte, war grundsätzlich nicht besser als 3-.

Sag ich doch.

Das stimmt so einfach nicht.
Es stehen einem bislang kaum Methoden der Nachprüfbarkeit der
Angaben des VK zur Verfügung außerhalb des persönlichen
Besuches. Das ist das Problem. Ich gehe daher so an die Sache
heran, dass ich den VK befrage, ob er die Classic-Data
Bewertungsrichtlinien kenne. Bejaht er, bitte ich ihn, noch
einmal über seine Angebae nachzudenken. Ich vereinbare dann
einen besuchstermin und wenn der Zustand stark von den Angaben
abweicht, berechne ich die Fahrtkosten. Mit einem zeugen am
Telefon, den ich immer habe, muss er zahlen.

Heftig viel Aufwand und Streiterei um peanuts - und weil keiner der Verkäufer freiwillig zahlen würde, müßte man zur Durchsetzung seiner Ansprüche vor Gericht ziehen.
Das macht aber kaum jemand - einerseits, weil man einen Prozeß immer auch verlieren kann, und andererseits, weil man sich den Aufwand und Streß einfach ersparen möchte.
(Übrigens bin ich der Meinung, daß man die Gerichte nicht unbedingt mit jedem Quatsch belästigen muß!)

Das wäre dann ja Dummheit oder Betrug. Beides schützt vor
Strafe nicht.
Wer bei ebay unter solch falschen Angaben versteigert, muss
rückabwickeln.
Wer bei einem persönlichen Besichtigungstermin als Käufer
solche Mämgel andererseits nicht erkkennt, hat Pech gehabt.

Leider sind sowohl Dummheit als auch Betrug inzwischen die Tagesordnung in Deutschland.

Meine eigenen Erfahrungen sind diese:
Wenn du einem Verkäufer seinen angeblichen „Dreier“ mal entsprechend zerpflückst und ihm die Rostlöcher in den Türböden („das sind doch nur die Türen, die kann man ja mal austauschen“) in den Stoßfängern („aber das ist doch unter dem Gummi, das sieht man doch gar nicht“) und in den Radhäusern zeigst („meine Güte, das Auto ist schließlich 30 Jahre alt!“), dann heißt das trotzdem nicht, daß es sich auch für den Verkäufer um einen mittelmäßigen Vierer handelt.
Vielmehr fängt der Verkäufer dann an, dich zu beschimpfen, du wollest sein tolles Auto schlechtmachen, hättest sowieso keine Ahnung, und außerdem sei schon jemand unterwegs, der am Telefon bereits blind 7.000 Euro geboten hatte und das Auto auf jeden Fall mitnehmen würde!
Mit dem Preis heruntergegangen ist aber in dem Moment noch nie jemand…
(und auch vier Wochen später, wenn dasselbe Auto wieder bei mobile.de drinsteht, hat sich an der Zustandsbeschreibung „toller Wagen, kein Rost, läuft super, echter Dreier!!!“ nicht einmal die Anzahl der Ausrufezeichen geändert. :frowning:

Wie gesagt, persönliche Vergleiche waren nicht beabsichtigt.

Nun, die Parallelen waren unübersehbar…

Ein altes Auto war auch einmal neu und in den allermeisten
Fällen nicht für den reinen Sommerbetrieb gedacht.

Gedacht vielleicht nicht, aber geeignet…
Warum wohl sind all die Autos damals denn nach spätestens 10 Jahren von vorn bis hinten verrostet gewesen?
Klar, eine gute Hohlraumkonservierung kann da helfen, aber einen Salzwinter möchte ich auch mit einem gut konservierten Oldtimer nicht im Alltag überstehen müssen.
Außerdem möchte ich bei winterlichen Straßenverhältnissen auch nicht unbedingt auf solche netten Goodies wie z.B. ABS verzichten.

Fakt ist nun mal, dass sich nicht allzu viele Leute zwei Autos
leisten können. Warum also nicht den Alltags-Oldie auch im
Alltag fahren?

Weil der smart CDI im Stadtverkehr unter 4,5 Litern Diesel liegt, gegenüber 15 Litern Super plus im W108. Das macht bei einer Jahresfahrleistung von 30.000 km eine Menge aus!
Außerdem ist der smart unempfindlich gegen unachtsam aufgestoßene Autotüren auf dem Supermarktparkplatz, und ich finde in der Innenstadt erheblich leichter einen Parkplatz für ein 2,50-Meter-Auto als für eines von 5 Metern.
Übrigens haben meine beiden Autos zusammen nicht so viel gekostet wie der neue BMW 320i meines Nachbarn, und auch der Unterhalt meiner beiden ist preiswerter als der des BMW.
Diesen Nachbarn hält aber merkwürdigerweise niemand für übermäßig begütert…
JEDER der sich ein neues Auto für 35.000 Euro leisten kann, kann sich stattdessen genausogut einen neuen Kleinwagen und zusätzlich einen mittelpreisigen Oldtimer leisten…

Schönen Gruß,
Robert

Hi!

Das wissen wir als Kaufinteressenten.
Was ich bislang an Autos mit der Beschreibung „gut“, also 2,
angesehen hatte, war grundsätzlich nicht besser als 3-.

Sag ich doch.

Das stimmt so einfach nicht.
Es stehen einem bislang kaum Methoden der Nachprüfbarkeit der
Angaben des VK zur Verfügung außerhalb des persönlichen
Besuches. Das ist das Problem. Ich gehe daher so an die Sache
heran, dass ich den VK befrage, ob er die Classic-Data
Bewertungsrichtlinien kenne. Bejaht er, bitte ich ihn, noch
einmal über seine Angebae nachzudenken. Ich vereinbare dann
einen besuchstermin und wenn der Zustand stark von den Angaben
abweicht, berechne ich die Fahrtkosten. Mit einem zeugen am
Telefon, den ich immer habe, muss er zahlen.

Heftig viel Aufwand und Streiterei um peanuts - und weil
keiner der Verkäufer freiwillig zahlen würde, müßte man zur
Durchsetzung seiner Ansprüche vor Gericht ziehen.
Das macht aber kaum jemand - einerseits, weil man einen Prozeß
immer auch verlieren kann, und andererseits, weil man sich den
Aufwand und Streß einfach ersparen möchte.
(Übrigens bin ich der Meinung, daß man die Gerichte nicht
unbedingt mit jedem Quatsch belästigen muß!)

Ob man wirklich vor Gericht landet, steht auf einem anderen Blatt.
Wenn der VK sieht, dass man es ernst meint, wird er bereits am Telefon mit der Wahrheit herausrücken.

Das wäre dann ja Dummheit oder Betrug. Beides schützt vor
Strafe nicht.
Wer bei ebay unter solch falschen Angaben versteigert, muss
rückabwickeln.
Wer bei einem persönlichen Besichtigungstermin als Käufer
solche Mämgel andererseits nicht erkkennt, hat Pech gehabt.

Leider sind sowohl Dummheit als auch Betrug inzwischen die
Tagesordnung in Deutschland.

Klar, denn ein Autokauf ist immer schwierig und auch der größte Kenner kann nicht in alle Ecken schauen.
Daher ja auch mein Kommentar hinsichtlich der Anzahl der Vorbesitzer.
Ohne nachvollziehbare Historie darf man noch nicht einmal einen Zustand 5 kaufen, meine ich.

Meine eigenen Erfahrungen sind diese:
Wenn du einem Verkäufer seinen angeblichen „Dreier“ mal
entsprechend zerpflückst und ihm die Rostlöcher in den
Türböden („das sind doch nur die Türen, die kann man ja mal
austauschen“)
in den Stoßfängern („aber das ist doch
unter dem Gummi, das sieht man doch gar nicht“)
und in den
Radhäusern zeigst („meine Güte, das Auto ist schließlich 30
Jahre alt!“)
, dann heißt das trotzdem nicht, daß es sich
auch für den Verkäufer um einen mittelmäßigen Vierer handelt.
Vielmehr fängt der Verkäufer dann an, dich zu beschimpfen, du
wollest sein tolles Auto schlechtmachen, hättest sowieso keine
Ahnung, und außerdem sei schon jemand unterwegs, der am
Telefon bereits blind 7.000 Euro geboten hatte und das Auto
auf jeden Fall mitnehmen würde!
Mit dem Preis heruntergegangen ist aber in dem Moment noch nie
jemand…
(und auch vier Wochen später, wenn dasselbe Auto wieder bei
mobile.de drinsteht, hat sich an der Zustandsbeschreibung
„toller Wagen, kein Rost, läuft super, echter Dreier!!!“ nicht
einmal die Anzahl der Ausrufezeichen geändert. :frowning:

Es kommt eben darauf an, wieviel Zeit der Vk hat, auf einen Dummen zu warten.

Wie gesagt, persönliche Vergleiche waren nicht beabsichtigt.

Nun, die Parallelen waren unübersehbar…

War nicht so gedacht. Ich wusste schließlich nicht, dass jemand, der zunächst den Anschein machte, Geschmack in Sachen Autos zu haben (108er), dann ernsthaft Smart fährt… :wink:
Nichts für ungut, ich fahre momentan Fiat Panda… :smile:

Ein altes Auto war auch einmal neu und in den allermeisten
Fällen nicht für den reinen Sommerbetrieb gedacht.

Gedacht vielleicht nicht, aber geeignet…
Warum wohl sind all die Autos damals denn nach spätestens 10
Jahren von vorn bis hinten verrostet gewesen?
Klar, eine gute Hohlraumkonservierung kann da helfen, aber
einen Salzwinter möchte ich auch mit einem gut konservierten
Oldtimer nicht im Alltag überstehen müssen.
Außerdem möchte ich bei winterlichen Straßenverhältnissen auch
nicht unbedingt auf solche netten Goodies wie z.B. ABS
verzichten.

Das ist wohl Ansichtssache.
Ich hatte schon ein paar ältere Autos und mein Problem war in den seltensten Fällen Rost, der nicht mehr zu stoppen gewesen wäre.
Mit jedem Auto fahre ich im Winter alle paar Tage zum Dampfstrahlen.
Alle Autos werden sofort mit Steinschlagschutz für die Radhäuser ausgerüstet und mit Winterreifen bzw. Alljahresreifen versehen. Jede kleine Roststelle wird sofort behandelt.
Dann klappt das, abgesehen vielleicht von einem Maybach Zeppelin. Aber so was hatte ich bislang noch nicht.

Fakt ist nun mal, dass sich nicht allzu viele Leute zwei Autos
leisten können. Warum also nicht den Alltags-Oldie auch im
Alltag fahren?

Weil der smart CDI im Stadtverkehr unter 4,5 Litern Diesel
liegt, gegenüber 15 Litern Super plus im W108. Das macht bei
einer Jahresfahrleistung von 30.000 km eine Menge aus!

Ich sprach von zwei Autos. Der Smart ist für mich kein Auto, denn er erfüllt nicht die einfachsten Anforderungen, die ich an ein Auto stelle: Kofferraum, V-Max >150 Km/h.
Dies schafft sogar mein Interim-Panda.

Außerdem ist der smart unempfindlich gegen unachtsam
aufgestoßene Autotüren auf dem Supermarktparkplatz, und ich
finde in der Innenstadt erheblich leichter einen Parkplatz für
ein 2,50-Meter-Auto als für eines von 5 Metern.

Das mag schon sein, aber da suche ich lieber Parkplatz…:wink:

Übrigens haben meine beiden Autos zusammen nicht so viel
gekostet wie der neue BMW 320i meines Nachbarn, und auch der
Unterhalt meiner beiden ist preiswerter als der des BMW.
Diesen Nachbarn hält aber merkwürdigerweise niemand für
übermäßig begütert…
JEDER der sich ein neues Auto für 35.000 Euro leisten kann,
kann sich stattdessen genausogut einen neuen Kleinwagen und
zusätzlich einen mittelpreisigen Oldtimer leisten…

Das stimmt natürlich.
Nur kann sich kaum ein Deutscher ein Auto für 35 K€ leisten. 80% finanzieren oder leasen. Und das geht eben mit zwei Autos, wovon eines ein Oldie ist, nicht mehr.

Ich möchte hier auch gar keine Bresche schlagen für den armen Deutschen und sein leibstes Kind. Von mir aus sollen all` die 3er-/A4-Treiber besser mit dem Zug fahren und nicht vor mir die linke Spur verstopfen.
Es ging mir lediglich um eine allgemeine Betrachtung des Dilemmas „ein oder zwei Autos“.
Ich selbst habe oft mal drei Autos parallel, dann mal wieder eine Zeit lang gar keines, meistens jedoch ca. 2. Daher verstehe ich Dich natürlich, für den Hobby-Nachwuchs ist das jedoch nicht drin. Und das war der Punkt hinsichtlich der /8 ers für den Selbermacher ganz oben in dieser Diskussion.

Grüße,

Mathias

Wenn er trocken steht und Du den Platz nicht unbedingt freikriegen musst, dann behalten, verkaufen kannst ihn mit 30J auch, wird fuer den einen oder anderen erst interessant wegen Moeglichkeit auf H-Kennzeichen.

Wenn’s ein 2-tuerer ist, erst recht behalten.

Bei Einstiegs /8 ist allerings anzumerken, dass man die in Oesterreich schon regelrecht nachgeschmissen bekommt. Aber in Dt. bleibt’s nach wie vor interessant.

ich habe einen Mercedes Strich 8, 1976, stillgelegt, möchte
ihn eigentlich verkaufen. Was könnte ich für Vorteile haben,
wenn ich bis 2006 warte? Dann ist er 30. Er ist dann aber auch
wieder 1 Jahr älter und rostet weiter. Steht in einer Garage.