Hallo Shelly,
älteren, schlaganfallgefährdeten Menschen wird heute von vielen Hausärzten vorbeugend Acetylsalicylsäure 100 mg, z.B. in ASS® und Aspirin® als blutverdünnende Arzneimittel verordnet (vermindert nach neuen Studien: bei Frauen 25% der Schlaganfälle, wirkt bei Frauen aber nicht gegen Herzinfarkt).
Voraussetzung für diese Medikamente ist, dass der Patient einen intakten Magen ohne Geschwüre hat, sonst kann es zu lebensgefährlichen Blutungen kommen.
Ebenfalls muss beobachtet werden, ob der Patient keine medikamentenbedingten Asthmaanfälle bekommt!
Auf alle Fälle sollte darauf geachtet werden, dass sich deine Oma ausreichend und regelmäßig bewegt, wenn sie kann, also nicht stundenlang nur herumsitzt und dass sie genügend „über den Durst“ trinkt (Wasser, Tees, verdünnte Säfte), sodass die guten Fließeigenschaften des Blutes erhalten bleiben und sich keine Thromben (Gerinnsel) bilden, die zu Thrombosen, Schlaganfällen, Herzinfarkten etc. führen können.
Eine leichte Arteriosklerose (Verkalkung) der Hirngefäße ist im Alter normal. Hier kannst du nachlesen, wodurch krankhafte Formen von Arteriosklerose verursachen werden können:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/arterioskl…
Wenn ihr die Risikofaktoren kennt, so ist man doch eher in der Lage, nicht zur Verschlimmerung beizutragen (Rauchen meiden, Bewegung, fettarme ausgewogene Mahlzeiten, viel Flüssigkeit trinken, Blutdruck und evt. Blutzucker im Zaum halten).
Weiterhin werden seit ca. 18 Jahren bei hohen LDL-Cholesterin-Werten mit großem Erfolg Fettsenker aus der Gruppe der Statine eingesetzt, die zwar keine bestehende Arteriosklerose beseitigt, aber eine Verschlimmerung vermeiden hilft und sogar frische Plaques auflösen können. Der Arzt verschreibt sie (z. B. Simvastatin), und sie sind sehr teuer. Aber ältere Leute, die ein Statin einnehmen, haben nachweislich ein stark reduziertes Risiko, eine Demenz zu entwickeln.
Gegebenenfalls ist es sinnvoll, wenn du deine Oma zum Arzt begleitest um diese Dinge mit ihm zu besprechen. Viele ältere Menschen sind alleine nicht in der Lage, derartige für sie schwierige Gespräche zu führen, wichtige Fragen stellen sie nicht und oft vergessen anschließend das meiste, was ihnen gesagt wurde, zumal eine Arteriosklerose der Hirnarterien sich auf die Hirnleistung mindernd auswirkt (vaskuläre Demenz).
Gruß, Renate
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