Hallo Andrea!
Habe mich erst heute auf dieser Website angemeldet und bin
beim ersten Stöbern über Deine Anfrage „gestolpert“ … hier
meine (unmaßgeblichen) Tips zum Thema „Notebook-Kauf“:
Deine Anfrage war …
Hallo,
: ich hab mir grade das ganze Archiv durchgelesen und weiss
: schon, dass ein Markengerät zu empfehlen ist wg. der
: Ersatzteile und dem Service.
: Und ansonsten? Ich brauche es v.a. zum e-mailen und
surfen,
: evtl. für Textverarbeitung und mal das eine oder andere
nette
: Programm runterladen. Nicht fuer Spiele. Es sollte aber
schon
: das „neueste vom neuen“ sein - ganz einfach damit es nicht
so
: schnell veraltet. Welche Leistung muss dann drin sein?
: (Festplatte, Arbeitsspeicher usw.) Das allerbilligste muss
es
: also nicht sein, aber 5000 DM waeren schon die absolute
: Obergrenze, lieber etwas weniger. Gebraucht traue ich mich
: nicht, weil ich mich nicht auskenne.
: Ich bin für alle Tips dankbar!
Und eine ähnliche Frage kam auch von Romano …
Ich brauche ein Notebook mit folgenden Eigenschaften:
: Preis: nicht mehr als 5’000.- SFr.
: Es sollte leicht sein.
: Es sollte sehr lange halten und gut wartbar sein.
: Es sollte einen guten Service haben.
: Es sollte sehr leistungsfähig sein.
… worauf jemand antwortete, „…das alles zusammen gibt’s
nicht!“
Ich glaub das war ich, oder?
Das ist natürlich ein Irrtum … GIBT’S DOCH! Und zwar von
APPLE als Powerbook G3/400 (ca. 5.300,-) oder günstiger als
iBook (ca. 3.500,-). Als jemand, der seit ca. 15 Jahren mit
Computern seinen Lebensunterhalt verdient und seit 10 Jahren
Apple Macintosh verwendet, kann ich Dir nur den Rat geben,
guck Dir die aktuellen Tragbaren von Apple an, bevor Du
anderswo 5.000,- „zum Fenster rauswirfst“!
Hehe, hab ich vergessen. Hast recht, Macs sind WESENTLICH besser, für Anfänger. Ich habe seinerzeits mit Macs gearbeitet, als die iMacs in mehreren Farben rauskamen. Sind einfach klasse, die kleinen! Aber versuch die Teile mal aufzurüsten!!! Mal etwas mehr RAM, was muss man machen? Die eine oder andere Klappe öffnen, aufschrauben, dann fällt eventuell eine Schraube in das Gehäuse (das wieder rauszuholen, nenene), und irgendwann hat man es nach etlichen Minuten geschafft. Was dann? Nagut, RAM passt noch rein, aber andere Sachen? Da ist so gut wie KEIN Platz drin!
Hier die Begründung:
1.) Deine Postings und Antworten sagen mir ganz deutlich, dass
Du alles andere als ein Computerfreak bist. Du möchtest einen
Rechner für’s Internet, für’s Schreiben etc. der „einfach
funktioniert“ und möglichst auch noch Spaß macht … und den
findest Du in der Welt von Windows und Intel-Notebooks nicht!
Spätestens wenn das neue Notebook zum ersten Mal richtig
abschmiert (und das wird es mit Sicherheit!) stehst Du im
Regen und mußt Dich auf die Suche nach einem PC-User mit
Ahnung machen … die Alternative ist, selbst immer brav die
aktuellen PC-Magazine zu lesen (aarrghh!) oder sich dicke
Bücher zur Fehlerbehebung bei Windows reinzuziehen … glaub
mir: das willst Du beides nicht!
Nö, ein wenig Experimentierfreudigkeit reicht auch. Außerdem sind Macs nichts für mich, ich brauche diese Fehlermeldungen…
2.) Anders als bei den stationären PCs (Desktops) sind bei den
tragbaren Rechnern (aka: Notebooks bzw. Apple Powerbooks) die
Rechner von Apple Macintosh durchweg GÜNSTIGER, d.h. Du
bekommst wesentlich mehr an intelligenter Technik und Leistung
für vergleichsweise weniger Geld … manche Sachen wird es in
PCs vorerst überhaupt nicht geben. Beispiel? Apples
„AirPort“-Technik: ein schnelles, drahtloses Netz, das Dir
erlaubt, mit dem Powerbook z.B. im Garten zu sitzen und
trotzdem (über Funk mit dem Modem in der Wohnung verbunden) im
Internet zu surfen … klingt evtl. kompliziert, funktioniert
aber einfach! Das gibt’s nicht in PC-Notebooks, das kannst Du
nur als Zusatzoption kaufen (z.B. seit letzter Woche von
Intel) die teurer und wesentlich langsamer ist.
Jo, ich weiß. Aber kriegt man das auch an den Windows PC angeschlossen??? Hmm, ich glaube eher nicht, kannst mich ja korrigieren (sie hat ja schon einen PC und will den halt auch mit dem Notebook verbinden).
3.) Bei Apple-Rechnern sind Bedienung und Fehlerbehebung um
Welten einfacher und der Lernaufwand geringer … zudem machen
sie viel seltener Ärger … vgl. Artikel in der c’t 22/99:
„Alternative Apple - Für viele der bessere PC: der Macintosh!“
Da hast du wirklich recht. Aber warum lesen Mac User c’t? Dafür gibt es doch die Mac up oder so.
4.) Einfaches Setup: Ich habe mir zu Weihnachten ein Powerbook
G3 gekauft, ein Kollege hier an der Uni (Leiter der
Multimedia-Abteilung) hat sich ein 1.000,- DM teureres
Toshiba-Notebook gekauft (die gelten allgemein als die besten
Notebooks im Windows-Bereich). Bei meinem Apple-Rechner war
das *komplette* Setup (z.B. Betriebssystem von CD in der
Sprache meiner Wahl installieren, Internet-Zugang einrichten)
nach 15 Minuten erledigt und ich konnte mir den ersten
Kinofilm von DVD anschauen. Das lag aber nicht daran, dass ich
mich mit den Teilen so gut auskenne … sondern daran, dass
alles wirklich auf Anhieb funktioniert hat. Bei meinem
Kollegen sah es dagegen ganz anders aus: sein Toshiba-Notebook
wollte erst gar nicht mit dem vorinstallierten Windows98
laufen, d.h. es wurden alle möglichen Komponenten nicht
erkannt, weil veraltete Treiber für das CD/DVD-Laufwerk, die
Grafik- und die Soundkarte installiert waren. Er hat dann 2
Tage lang rumgefrickelt und geflucht, alle neuen Treiber im
Internet gesucht, runtergeladen und installiert, bis das
Notebook endlich wenigstens stabil zum Laufen zu bringen war
… das Abspielen von DVDs ging dann immer noch nicht, weil
der falsche Decoder installiert war … das hat dann nochmal
ein paar Tage gebraucht. Wohlgemerkt: der Typ ist ein
ABSOLUTER Experte in Sachen PC-Hardware und
Windows-Konfiguration … und das Toshiba-Notebook
wahrscheinlich eines der besten, die man für DM 8.000,- (!) im
Windows/Intel-Bereich kaufen kann. Diese Art von Problemen
werden LEIDER von vielen PC-Usern als völlig normal angesehen
und hingenommen. Was würdest Du in so einer Situation (z.B.
bei der Installation eines Druckers, Modems etc. machen?!
ich dachte er hätte 1000 DM gezahlt! Das liebe ich an den Kisten, die ich für Kunden (die wirklich wohl selbst dafür zu unbegabt sind, naja, die sind dann halt Professoren und so) auspacken, installieren, eventuell aufrüsten und wieder einpacken musste. Anstöpseln, CD rein, paar Minuten später ist das Ding fertig!
5.) Apple-Powerbooks laufen von Batterie länger! Warum? Der
G3-Prozessor verbraucht wesentlich weniger Strom als die
Pentium-Chips. Ausserdem funktioniert das Powermanagement bei
Apple … bei Windows98 dagegen meist nicht (frag mal einen
*ehrlichen* Servicetechniker)!
Stimmt auch! Nagut, ich glaub mein Psion Serie 5 wird kein Apple übertrumpfen (nagut, vielleicht der Newton, aber das wars dann auch).
6.) Langlebigkeit: Wir haben hier ein 10 Jahre altes Apple
Powerbook, das immer noch tadellos funktioniert und von meinen
Kollegen als „Reiseschreibmaschine“ im Urlaub benutzt wird,
nachdem wir im letzten Jahr noch einen neuen Akku gekauft
haben. Wir haben auch ein 3 Jahre altes Texas Instruments
Notebook mit Windows95 (Markengerät für damals ca. DM
6.500,-), das kaum jemand haben will, weil es zu oft abstürzt
und man es nicht mehr unterwegs benutzen kann: der Akku ist
hin und man bekommt keine Ersatzteile mehr dafür … nach 3
Jahren! Think about it!
7.) Das Macintosh-Betriebssystem ist wesentlich intelligenter
gemacht: es kommt dem User entgegen, unterstützt ihn, läßt ihn
arbeiten, wie ER/SIE will. Windows dagegen steht einem
permanent „im Weg“ und zwingt Dir seine Systematik auf, die
leider oft alles andere als logisch ist! Kleines Beispiel:
Versuch mal, eine zu große Datei auf eine Diskette zu
kopieren: Windows fängt an zu kopieren, murkelt vor sich hin
und sagt Dir nach 1 Minute, dass die Diskette voll ist und die
Datei nicht ganz draufpaßt … na toll! Der Mac schaut ZUERST
nach der Grösse und wenn’s nicht draufpaßt, sagt er es Dir
sofort ohne erst dumm drauflos zu kopieren.
Und es ist viel schneller!
8.) Software gibt’s en masse … derzeit etwa 40.000
kommerzielle Titel … und falls Du wirklich unbedingt Windows
haben musst/willst läuft auf allen modernen Macs auch
Windows95/98 über VirtualPC … und zwar mit weniger Problemen
als auf echten PCs … weil es schon entsprechend
vorkonfiguriert geliefert wird: Installation von Windows98 auf
einem Mac dauert 10 Minuten auf einem PC etliche Stunden. Der
einzige Nachteil dieser Lösung: für schnelle 3D-Spiele ist
diese Emulation nicht zu gebrauchen … aber die wirklich
guten Spiele gibt’s auch in einer echten („nativen“)
Mac-Version.
Naja, Raumschiff Titanic oder Skat ist für mich kein wirklich gutes Spiel. Außerdem: Wenn, sind das meistens nur Versionen wo das C++ Programm einfach mit einem Mac C++ Compiler umgesetzt wurde, OHNE Optimierungen. Und diese Versionen kommen dann auch noch lange Zeit nach dem PC raus. UND: Probiere auf diesen Billigkarten, die sogar in G4s verbaut werden, ordentlich zu spielen, mit guten Ego-Shootern (gibts eigentlich Half-Life für Mac?). Ne, die Leistung fehlt. Nene, Win98 zu installieren dauert 20 Minuten, danach läuft es. 40 Minuten später und alle Treiber sind drauf, alles eingerichtet und so. Und diese 10 Minuten kaufe ich dir nicht ab.
9.) Viel geringerer Wertverlust: Falls Du (wider Erwarten)
nicht mit dem Mac-Powerbook zufrieden sein solltest, kannst Du
es fast zum Neupreis wieder weiterverkaufen … es gibt dafür
immer mehr Abnehmer als Anbieter, weil sich kaum jemand gerne
wieder von seinem Mac trennt! PCs dagegen sind nach kurzer
Zeit „Schnee von gestern“ und nur noch die Hälfte wert …
Stimmt wieder.
10.) Spaß am Computer: unabhängige Marktforscher (z.B.
DataQuest in USA) haben belegt, dass von den Leuten, die
sowohl Macs als auch PCs nutzen, 75-80% den Mac eindeutig
präferieren! Spricht für sich selbst!
Was soll ich dazu sagen?
Deshalb mein letzter Vorschlag: frag einfach mal Leute, die
einen Mac haben, wie sie damit zufrieden sind (z.B. hier im
Forum) und frag zum Vergleich PC-User. Hier habe ich noch
einen Link auf eine Website, die potentiellen Mac-Käufern Tips
gibt … es lohnt sich, da reinzuschauen!
Ich hoffe, ich habe Dich wenigstens etwas neugierig gemacht
… ich persönlich habe übrigens nichts davon, wenn Du einen
Mac kaufst, da ich weder Apple-Aktien besitze (leider!) noch
selbst Händler bin … das einzige wäre das gute Gefühl,
jemand vor einem teuren Irrtum bewahrt zu haben. Versteh mich
nicht falsch: es gibt durchaus Fälle, in denen ich Leuten
rate, besser einen PC zu kaufen, z.B. wenn jemand
hauptsächlich die neuesten Spiele benutzen, mit AutoCad
arbeiten will oder einfach der totale Bastler, Technikfreak
und Tuning-Experte ist, der gerne an seinem Rechner
rumschraubt … diese User sind mit PCs immer besser bedient!
Aber so jemand scheinst Du gerade nicht zu sein … für
Normalsterbliche, die nicht „mit dem Lötkolben in der Hand“
geboren wurden, sind i.d.R. Apple Macintosh-Rechner die
bessere Wahl!
keine Beleidungen bitte *mfg*
Hope this helps …
Also, Win2000 ist wirklich ein eigenständiges OS, das auf 32 bit basiert, da sitzt wirklich kein DOS mehr drunter, dafür laufen DOS Programme nur in einer eher langsamen Emulation (wenn überhaupt) usw.
Tschau, Daniel