Hallo WWWler,
bei meinen Recherchen, welche Studienrichtung jetzt wohl die richtig ist, kam ich zu dem Schluss, dass in meinem Fall ein Medizin Studium in Erwägung zu ziehen wäre. Es heißt immer, dass es am besten ist viel Grundwissen in Biologie, Chemie und Physik mitzubringen (LK-Niveau).
Inwiefern spielen die Begabung und Kenntnisse in diesen 3 Fächern wirklich eine Rolle? Es wäre gut, wenn hierzu auch Beispiele direkt aus dem Lehrplan des Medizinstudiums gegeben werden könnten.
Es heißt immer,
dass es am besten ist viel Grundwissen in Biologie, Chemie und
Physik mitzubringen (LK-Niveau).
Theoretisch kann man es auch ganz ohne oder nur mit minimalem Vorwissen schaffen, da die Vorlesungen auch den Schulstoff wiederholen und erst dann eventuell weiterführende Grundlagen vermitteln. Allerdings ist ohne Vorkenntnisse dann mit einem stark erhöhtem Lernpensum zu rechnen: der Stoff, der in der Schule über JAHRE gelernt wurde, wird an der Uni in wenigen Wochen vermittelt…
Inwiefern spielen die Begabung und Kenntnisse in diesen 3
Fächern wirklich eine Rolle?
Diese drei Fächer sind nicht die wichtigsten in den ersten Studienjahren. Wichtiger (und auch wesentlich umfangreicher) sind Anatomie, Physiologie und Biochemie. Will man hier gut abschneiden, wäre es von Vorteil, nicht soviel Zeit für die „Nebenfächer“ Bio, Physik und Chemie mit Lernen zu verschwenden. Daher ist es durchaus von Vorteil, in diesen Fächern schon mal ein Grundwissen zu haben.
Nebenbei bemerkt finde ich Biologie entgegengesetzt der üblichen Meinung sogar am unwichtigsten von diesen dreien
Da während der Schulzeit viel anderes im Fach Bio gelehrt wird, was im MEdizinstudium nicht benötigt wird und außerdem die Biologie auf der Uni sowieso ausführlicher behandelt wird - lernt man Bio an der Uni leichter nebenbei. Da würde ich eher schauen, daß man vor dem Studium die Grundlagen der Physik und vor allem der Chemie beherrscht. Gerade Chemie ist oft ein großes Problem und wird noch größer, wenn es zu organischer und schließlich zur Biochemie geht.
Die Frage hinter Deiner Frage ist interessant
Hallo Stevex
Inwiefern spielen die Begabung und Kenntnisse in diesen 3
Fächern wirklich eine Rolle?
Für die erste größere Prüfung, das PHYSIKUM (oder auch Medizinische Vorprüfung genannt), welches man frühestens nach dem 4.Semester ablegt (zu meiner Zeit war es jedenfalls so), spielen die Begabung und Kenntnisse in den 3 von Dir genannten Fächern in der Tat eine Rolle.Das Medizinstudium besteht aber (glücklicherweise) nicht nur aus diesen (sich relativ streng abschiedenden) Naturwissenschaften. Nach dem Physikum gehts dann endlich etwas mehr mit auf den MENSCHEN bezogener HUMANmedizin los. (Für meinen Geschmack immer noch viel zu wenig im ärztlichen Sinne.)
Nach dem gelungenen Abschluss des Medizinstudiums haben wir dann einen fertigen Mediziner vor uns, aber noch lange keinen Arzt. Ein Teil meiner werten Kollegen wird nämlich niemals zu einer Arztpersönlichkeit. Dieser (recht große) Anteil an Medizinern sollte sich mit Labor, Forschung, Pathologie usw. beschäftigen.
Zum Arzt-Beruf gehört meiner Ansicht nach eben mehr als nur ein medizinisch-naturwissenschaftliches Wissen.
Ich lasse mich deswegen hier so lange darüber aus, weil aus Deiner Frage ja eine andere, nicht minder wichtige Frage heraus zu lesen ist, nämlich die Frage nach Talent und Neigung zum ARZTberuf. Und dieser hat -wiegesagt- relativ wenig mit den Naturwissenschaften zu tun.
Gruß,
Branden
bei meinen Recherchen, welche Studienrichtung jetzt wohl die
richtig ist, kam ich zu dem Schluss, dass in meinem Fall ein
Medizin Studium in Erwägung zu ziehen wäre.
Hallo Steve,
ich moechte mal Brandens Aussage in eine Frage umwandeln:
Was bringt Dich zu der Annahme, dass ein Medizinstudium das Richtige fuer Dich ist? Ich frage nur deshalb, weil es Leute gibt die ackern wie die Wilden um Medizin zu studieren und Du „ziehst es in Erwaegung“?
Abgesehen von den hohen Anforderungen was lernen usw. angeht, willst Du wirklich Mediziner werden, oder geht es Dir nur um die Forschung oder so etwas? In letzterem Fall solltest Du Dir schon Gedanken drueber machen, dass Du waehrend des Studiums zumindestens sehr wohl mit dem Alltag einer Klinik in Beruehrung kommst und die Patienten Dich selten fragen was sie fuer Dich tun koennen