Aufbau Fußboden

Hallo,

nachdem ich jetzt den Thread mit der Deckendämmung gelesen habe, muss ich mal etwas ähnliches aber doch ganz anderes fragen.

Wir bauen momentan ein Haus um (ursprüglich in den 1950ern gebaut, 1973 erweitert, momentan nächste Erweiterung). Hier soll demnächst das vorhandene, ungedämmte Dach abgerissen werden und eine neue Etage mit entsprechendem Kniestock entstehen. Logisch das dieses Dach entsprechend der ENEV gedämmt wird - es soll übrigens auch bewohnt werden.

Der jetzige Fußboden der Etage soll bleiben, hier handelt es sich um einen gedämmten Holzbalkenfußboden (bzw. von der Etage darunter gesehen, um eine Holzbalkendecke). In die neue Etage soll unter anderem ein Badezimmer mit Fliesen auf dem Fußboden eingebaut werden, auch sonst ist der vorhandene Fußboden so nicht nutzbar.

Wie baut man auf diese Decke am sinnvollsten einen geraden, tragfähigen und möglichst dünnen Fußboden auf? Möglichst dünn, da wir nur einen Kniestock von 100 cm bekommen und möglichst wenig davon im Fußboden „versenken“ wollen.

Danke,
Little.

Hallo „Little“,
was heißt denn „tragfähig“??
Dazu müsste man erst einmal die Lasten kennen, dazu den Abstand der Tragbalken sowie die (vom Statiker vorzugebende) mögliche Flächenbelastung.
Antworten auf Fragen wie >Ist beispielsweise eine Badewanne oder nur eine Duschtasse geplant

Hi Klaus,

im bereits existierenden Geschoss unter dem jetztgen Dachboden haben wir diverse Stahlträger eingezogen. Der Statiker hat sich diese, sowie den jetztgen Dachboden samt Tragbalken angesehen und alles zusammen durchgerechnet - kein Problem. Einbauten wie Badezimmer etc. wurden in den Berechnungen natürlich berücksichtigt.

Der Zimmermann, der den neuen Dachstuhl macht, hat sich die Balken unter Zimmermannsgesichtspunkten angesehen und für gut befunden (diese sind erst 1973 eingebaut worden).

Von der Seite her gibt es also kein Problem, es geht mir nur um einen sinnvollen Aufbau, der so niedrig wie möglich erfolgen soll (sonst hat mein Freund zu wenig Bewegungsfreiheit im zukünftigen Dachgeschoss).

Gruss,
Little.

Hallo „Little“,
die Massivdielen (bzw. der Rauhspund) werden als tragfähiger Untergrund belassen.
Hierauf kann man ein Verbundelement verlegen, beispielsweise aus Fertigteilestrich 18mm dick und rückseitiger Holzfaser (10mm).
Das wären dann 28mm Aufbauhöhe.
Der Trittschallschutz ist - sagen wir: er wird in einer gewissen Größenordnung gegeben sein. Großes darf man nicht erwarten.
Die Verbundelemente sind mit Stufenpfalz ausgerüstet, über welche man die Fertigteil-Estrichplatten ´miteinander verkleben kann.
Nun kommt es auf die Nutzung an.
Bei einem Badezimmer sollte der gesamte Fußboden mit einer Alternativen Abdichtung („Flüssigfolie“) versehen werden, dazu Dichtbänder an den Übergängen Wand/Boden und Inneneck- wie auch Außenecklösungen einbringen.
bedenke bitte: Fehler, welche man an dieser Stelle des Bauablaufs macht, können später -wenn überhaupt- nur mit riesigem Aufwand wieder „begradigt“ werden.
Auf diese Weise -wie vorgeschlagen- kämst Du mitsamt der keramischen Fliesen + Klebstoff auf eine Gesamthöhe von ca. 45mm bis 48mm.
Zu Materialien: Brio 18 WF 60cm x 120cm wäre als Fertigteilestrich eine -wie ich denke- gute Wahl.
-.-.-.-.-.-.-
Gruß: Klaus

Hi Klaus,

zunächst einmal ein großes Danke für deine Hilfe. Trockenestrich plus eine Schüttung um Unebenheiten auszugleichen ist auch mein Favorit.

Das Thema Trittschalldämmung diskutieren wir gerade in allen Facetten. Es ist so, das wir bereits im Obergeschoss wohnen und demnächst das Dachgeschoss dazu bekommen. Im Dachgeschoss ist eine Art 2. Wohnzimmer vorgesehen, also das Risiko, das sich einer im unteren Geschoss aufhält und einer im Dachgeschoss, ist gegeben. In diesem Fall möchte ich ungern (und kann es auch gar nicht) immer im Dachgeschoss schweben, wenn ich weiß unter mir sitzt noch jemand :wink:

Also ist eine nicht ganz perfekte aber doch halbwegs funktionierende Trittschalldämmung sinnvoll. Wie bekomme ich das am besten hin? Natürlich wieder unter der Prämisse des minimalen Aufbaus.

Das Badezimmer soll als Heizung eine Fußbodenheizung bekommen. Unser Installateur sagt, dieses ist problemlos machbar - nur, wie hoch wird dann der Fußboden?

Du siehst, ich beschäftige mich mit dem Fußbodenthema intensiv - nicht das wir nachher ganz böse (und teure) Überraschungen erleben. Momentan ist auch noch genug Zeit um eine vernünftige Lösung zu finden, das bisherige Dach wird erst im September abgerissen und der Fußboden ist somit frühestens im Winter ein Thema.

Gruss,
Little.

PS: Idealerweise sollen alle Fußböden in der Etage gleich hoch werden :wink:

Hallo „Little“,
wie Dein Heizungsbauer bei jeglicher fehlender Aufbauhöhe noch eine Fußbodenheizung in den Konstruktionsaufbau integrieren will, lässt aufhorchen.
Nach meiner Ansicht wäre hier lediglich eine elektrisch betriebene Folienheizung sinnvoll, welche mit Fliesenkleber zwischen der Alternativen Abdichtung und den keramischen Fliesen eingebracht wird.
Die trägt nur ca. 3mm auf.
Die Heizleistung ist geeignet, Räume kontrolliert zu beeizen, der notwendige Energieaufwand aber akzeptabel.
Das liegt auch daran, dass keine dicken Schichten (mindestens 58mm beispielsweise bei einer Warmwasser-Fußbodenheizung) erwärmt werden, sondern nur die ca. 13mm dicke Schicht aus Fliesen und Fliesenkleber.
-.-.-.-.-
Gruß: Klaus

Hi,

ich glaube, ich habe mich missverständlich ausgedrückt.

Wir haben mit dem Installateur noch nicht weiter über den Fußbodenaufbau gesprochen. Nur grundsätzlich abgeklärt, das es möglich ist (aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der vorhandenen Heizungsanlage)

Mir ist schon klar, das wir bei einer FBH einen höheren Fußboden brauchen. Wie gesagt, momentan beschäftige ich mich mit dem Thema „Wie löse ich das mit dem Fußboden am geschicktesten“ unter Einbeziehung diverser Wünsche.

Gruss,
Little.