Aufbau Master Slave Steckdosenleiste

Guten Tag,

Ich wollt schon immer wissen, wie eine Master-Slave-Steckdosenleiste realisiert ist. Wie ist die aufgebaut, mit welchen Bauteilen. Wird wohl Halbleiter sein aber wie?

Danke schonmal!

RoMe

Hallo,

Ich wollt schon immer wissen, wie eine
Master-Slave-Steckdosenleiste realisiert ist.

Im Masterstromkreis ist ein Strommesswiderstand, über den der Masterstrom
detektiert wird. Übersteigt dieser einen Mindestwert, wird über eine
Elektronik ein Relais aktiviert, welches den Slavestrom einschaltet.
Gruß Uwi

Wie ist die aufgebaut, mit welchen Bauteilen.
Wird wohl Halbleiter sein, aber wie?
Danke schonmal!
RoMe

Hallo,

ich habe diese Masterslave-Steckdosen hier hauptsächlich in Verbindung mit PC´s im Einsatz gehabt.
Bei fast allen Steckdosen habe ich mittlerweile die Elektronik entfernt und durch ein Relais mit 5V Spulenspannung und ausreichender Schaltfestigkeit ersetzt.
Die 5V Steuerspannung erhält die Steckdose jetzt über ein altes abgeschnittenes USB-Mauskabel, von einer zusätzlichen USB-Schnittstellenkarte, die ich zusätzlich in die PC´s eingesetzt habe.

Man kann das auch mit einem 12V-Relais machen, das man dann direkt an dem 12V-Ausgangs des PC-Netzteils anschließt.

Eine zusätzliche USB-Steckkarte wird deshalb benötigt, da bei den meisten Onboard-USB-Schnittstellen auch bei ausgeschalteten PC, immer noch 5Volt anliegen.

Grund dieses Umbaus war die große Störanfälligkeit dieser Masterslavesteckdosen.

Viel Erfolg und immer schön vorsichtig beim Umbau der Steckdosen sein.

Markus

In der Regel wird das mithilfe eines Shuntwiderstandes und einem ELR, SSR oder einem normalen Relai realisiert.

Besser ist es natürlich, wenn man den Strom ähnlich wie mit einem Zangenmessgerät misst, denn hier wird kaum Leistung in der Steckdosenleiste umgesetzt.

MFG Johannes

Master Slave Steckdosenleiste für PC
Hallo Markus

ich habe diese Masterslave-Steckdosen hier hauptsächlich in Verbindung mit PC´s im Einsatz gehabt.
Bei fast allen Steckdosen habe ich mittlerweile die Elektronik entfernt und durch ein Relais mit 5V Spulenspannung und ausreichender Schaltfestigkeit ersetzt.

Ich bin noch einen Schritt weitergegangen und habe mir statt einer Master-Slave-Steckdose einen „Power Manager“ für meinen PC gebaut.

Dieser schaltet auf Tastendruck erst das Netz ein und gibt nach 2s einen Startimpuls an den PC. Ist der PC eingeschaltet, kann ich per Tastendruck die Versorgungsspannung für einen Drucker ein- und ausschalten.

In den PC habe ich ein Interface eingebaut, welches über ein Relais (parallel zum Starttaster) einen Startimpuls weitergibt und per Laufwerksversorgungsspannung dem Power Manager mitteilt, dass das Programm gestartet ist.

wird das Programm über den Menüpunkt „Computer ausschalten“ gestoppt, so fällt die Laufwerksspannung weg und der Manager schaltet um ca. 1 Minute verzögert alle Netzspannungen ab. Diesen relativ langen Nachlauf habe ich eingebaut, weil ich früher einen Drucker hatte, der möglicherweise noch Zeit benötigte, gespeicherte Druckaufträge abzuarbeiten.

Ich habe mal den Schaltplan ins Netz gestellt:
http://images3.bilder-speicher.de/show-image_org-091…

Man könnte mit Sicherheit einige Schaltungsdetails optimieren, aber beim Entwurf dieser Steuerung habe ich stark Rücksicht auf den Inhalt meiner Bastelkiste genommen.

Die Steuerung arbeitet jetzt schon seit einigen Jahren zu meiner Zufriedenheit.

Gruß merimies

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Ich habe mir so ein Teil selbst aufgebaut und zwar mit einem kleinen Trafokern, durch dessen sek. Wicklung der Masterstrom fließt und die Primärwicklung gleichgerichtet. Über ein paar widerstände und einen einstellbaren Schmitt.Trigger dann einige Halbleiterrelais mit Nulldurchgangsteuerung angesteuert.
Ist natürlich etwas aufwendiger und teurer.
Dabei wurde aber gleichzeitig das Problem gelöst, das mein PC-Netzteil beim Einschalten des Netzstromes die Netzsicherung durchgehauen hat.

Hallo Merimies,

Ich bin noch einen Schritt weitergegangen und habe mir statt
einer Master-Slave-Steckdose einen „Power Manager“ für meinen
PC gebaut.

sehr schön.

Dieser schaltet auf Tastendruck erst das Netz ein und gibt
nach 2s einen Startimpuls an den PC. Ist der PC eingeschaltet,
kann ich per Tastendruck die Versorgungsspannung für einen
Drucker ein- und ausschalten.

Gar nicht schön wenn es ein Tintenstrahldrucker ist.

Diese verdammten Dinger sollen immer am Netz bleiben. Denn nach jedem Power on gibt es ein kurzes Reinigungsverfahren der Düsen… und das kostet mächtig viel Tinte. Und versifft den Schwamm. Und …

Schönen Gruß
Termid

Hallo Termid

Gar nicht schön wenn es ein Tintenstrahldrucker ist.

Diese verdammten Dinger sollen immer am Netz bleiben. Denn nach jedem Power on gibt es ein kurzes Reinigungsverfahren der Düsen

Weiß ich.

Aber da der Tintenpisser in meinen Augen nur eine Vorrichtung ist, mit deren Hilfe der Hersteller möglichst effektiv meinen Geldbeutel leeren will, bin ich seinerzeit von Matrixdrucker gleich auf Laserdrucker umgestiegen.

Gruß merimies

Hast du da ein Schaltplan zu? Das ja cool!

Hallo nochmal!
Danke für das Datenblatt, schon sehr interessant.
Ich wollte mir auch was machen. Aber ich wollte halt keine Relais. Die ziehen doch, wenn sie angezogen sind massig Strom. Da muss ja stündig strom fließen im Steuerkreis. Und die ganzen DC/DC-Wandler sind ja auch nicht gerade energietechnisch sinnvoll, da sie massig Energie verbraten.

Ich hatte was einfacheres überlegt. Man nehme den Strom von der PC-Is-An-LED (da gibt es ja Pins für auf der Hauptplatine), parallel steckt man den An-Knopf des PC. Das schickt man dann per 2-Draht-Leitung an die Verteilerdose, Bei Knopfdruck wird Strom fließen, der durch eine Batterie gezogen wird. Wenn PC an ist, liegt die Spannung von der Platine an. Nun muss das halt geschaltet werden. Und da halt die Relais im Prinzip Kurzschlüsse sind (is doch so, oder?) nehmen wir hald Halbleiterrelais, wie zum Beispiel TRIAC. Oder Optokoppler.

Ist das sinnvoll oder gewinnt man da nix mit?

Hallo Gruß- und Namenloser

Danke für das Datenblatt…

Korrekt: für den Schaltplan, ein Datenblatt ist was anderes.

… ich wollte halt keine Relais. Die ziehen doch, wenn sie angezogen sind massig Strom.

Nun, so viel auch wieder nicht. Jedes der Schaltrelais zieht bei 24V einen Strom von 16,6mA, das macht eine Leistung von 0,4W.

Da muss ja ständig Strom fließen im Steuerkreis

Das stimmt allerdings

… Und die ganzen DC/DC-Wandler sind ja auch nicht gerade energietechnisch sinnvoll, da sie massig Energie verbraten.

Das ist interessant. Ich wusste gar nicht, dass ich in der Schaltung DC/DC-Wandler verwandt habe. Klär mich doch mal auf, wo Du die entdeckt hast?

Falls Du damit die Logikgatter meinst (CD4060 und CD4093), die benötigen als CMOS-Bausteine pro Baustein weniger als 1mA Versorgungsstrom, und die Eingänge sind extrem hochohmig.

Ich hatte was Einfacheres überlegt. Man nehme den Strom von der PC-Is-An-LED

Power On LED

da gibt es ja Pins für auf der Hauptplatine

Den Front Panel Connector

parallel steckt man den An-Knopf des PC

??? wohin ???

Das schickt man dann per 2-Draht-Leitung an die Verteilerdose, Bei Knopfdruck wird Strom fließen, der durch eine Batterie gezogen wird. Wenn PC an ist, liegt die Spannung von der Platine an. Nun muss das halt geschaltet werden.

Das ist eine sehr verschwommene Beschreibung, aus der ich mir kein richtiges Bild machen kann.

Du willst also den PC auf irgendeine, mir noch unklare Weise batteriegesteuert starten. Egal, wie Du es machst, entweder kostet es Trockenbatterien (nicht billig) oder Du nimmst Akkus. Akkus musst Du entweder in regelmäßigen Abständen gegen frisch geladene austauschen (wahrscheinlich sind sie gerade leer, wenn Du den PC starten willst), oder Du benötigst ein ständig eingeschaltetes Ladegerät für die Erhaltungsladung der Akkus – In beiden Fällen kostet es mindestens genau so viel Strom wie der Betrieb meines Powermanagers.

Und da halt die Relais im Prinzip Kurzschlüsse sind (is doch so, oder?) nehmen wir hald Halbleiterrelais, wie zum Beispiel TRIAC. Oder Optokoppler.

Ich bin auch ein Fan des kontaktlosen Schaltens von Leistungskreisen und baue gerne Schalter mit Triacs, aber bei dem Powermanager habe ich Wert darauf gelegt, die Stromversorgung allpolig mit voller Potentialtrennung zu schalten, und dafür benötigt man Relais.

Ich baue im Moment einen Vierfachschalter für die Spannungsversorgung meiner vier (sporadisch genutzten) USB-Laufwerke, welcher dem Powermanager nachgeschaltet ist. Dort setze ich zum Schalten Triacs ein.
http://images3.bilder-speicher.de/show-image_org-091…

Aber wie Du der Schaltung entnehmen kannst, benötigen auch Triacs einen Steuerstrom, und falls Du die Steuerung vom Leistungsschaltkreis potentialgetrennt aufbauen willst (über Optokoppler), benötigst Du auch eine Versorgungsspannung für die Steuerung. Diese nehme ich, da der Vierfachschalter nur bei laufendem PC in Funktion ist, von einem der USB-Anschlüsse ab.

Außerdem ist die Verwendung von Triacs schaltungstechnisch viel aufwändiger als die Verwendung von Relais.

Ist das sinnvoll oder gewinnt man da nix mit?

Es ist ziemlich einfach, unausgegorene Ideen nach dem Motto „man könnte doch“ oder „man sollte“ in den Raum zu stellen. Wenn es dann um die Realisierung dieser Ideen geht, wirst Du feststellen, dass der Teufel im Detail steckt und der tatsächliche Aufwand den angedachten Aufwand um ein Mehrfaches übersteigt.

Aber lass Dich nicht entmutigen.

Gruß merimies

WOW!
Großes Lob für dein engagement!

… Und die ganzen DC/DC-Wandler sind ja auch nicht gerade energietechnisch sinnvoll, da sie massig Energie verbraten.

Das ist interessant. Ich wusste gar nicht, dass ich in der
Schaltung DC/DC-Wandler verwandt habe. Klär mich doch mal auf,
wo Du die entdeckt hast?

Ich meinte das Bauteil N1, auf der rechten Seite des Schaltbildes, rechte unter dem Travo T1

Die (ich gebe zu, unausgereifte) Idee war folgende:

In der „Steckerbox“, die Box, in der der Strom geschaltet wird, ist eine Batterie. Sie wird nicht ständig benötigt, sondern nur, wenn am PC der Start-Knopf betätigt wird, um ihn anzustellen. Dann fließt ein Strom von der Battterie über die Signalleitung zum PC, dort in den Start-knopf-taster, dann zurück über die Signaleitung in die Box zur Batterie. Das ist der Massepunkt. Wenn der PC an ist, flißt auch Stromaus der Power On LED über die Rückführung zur Box in die Masse. Wenn Steuerstrom fließt, soll Laststrom gestartet werden. Hier hatte ich einen Optokoppler gedacht, scheinbar ist ein Optokoppler nur in Verbndung mit einem weiterem TRIAC (SC1416M)verwendbar. Somit wird die Batterie geschont. Sollte Jahre halten…

Leider habe ich keine Software, mit der ich so schöne Schaltpläne machen kann, wie du.

Ich bin auch ein Fan des kontaktlosen Schaltens von
Leistungskreisen und baue gerne Schalter mit Triacs, aber bei
dem Powermanager habe ich Wert darauf gelegt, die
Stromversorgung allpolig mit voller Potentialtrennung zu
schalten, und dafür benötigt man Relais.

Was ist der Vorteil? Würde es sonst schleichströme geben?

Aber wie Du der Schaltung entnehmen kannst, benötigen auch
Triacs einen Steuerstrom, und falls Du die Steuerung vom
Leistungsschaltkreis potentialgetrennt aufbauen willst (über
Optokoppler), benötigst Du auch eine Versorgungsspannung für
die Steuerung. Diese nehme ich, da der Vierfachschalter nur
bei laufendem PC in Funktion ist, von einem der USB-Anschlüsse
ab.

Dieser Steuerstrom wird vom PC Netzteil genutzt. Dies ist IMHO bei größeren Strömen effizienter als bei kleineren Strömen. Daher ist das wohl ein kleineres Übel als ein eingebauter Spannungs und AC/DC wandler. Aber du bist der experte, ich lass mich gern eines Besseren belehren

Außerdem ist die Verwendung von Triacs schaltungstechnisch
viel aufwändiger als die Verwendung von Relais.

Hab ich gemerkt…

Aber lass Dich nicht entmutigen.

NIE! Vor allem nicht, wenn ich so gut beraten werde. Sollten wir uns mal treffen, geb ich dir ein Bier aus^^

Roland

Hallo Roland (endlich nicht mehr namenlos)

… DC/DC-Wandler…

Ich meinte das Bauteil N1, auf der rechten Seite des Schaltbildes, rechte unter dem Travo (Trafo) T1.

Das ist ein Spannungsstabilisator. Der stabilisiert nur die Versorgungsspannung für die beiden ICs. Da fließt ein Strom von ca. 2mA und der Betriebsstrom für den Stabilisator beträgt noch einmal zwischen 3 und 5mA. Das ist nicht die Welt. Der Stabilisator wird benötigt, da die Betriebsspannung der ICs auf maximal 12V begrenzt werden muss.

In der „Steckerbox“, die Box, in der der Strom geschaltet wird, ist eine Batterie. Sie wird nicht ständig benötigt, …

Ok, siehe meine Anmerkungen zum Thema Batterie.

… sondern nur, wenn am PC der Start-Knopf betätigt wird, um ihn anzustellen. Dann fließt ein Strom von der Batterie über die Signalleitung zum PC, dort in den Start-knopf-taster, dann zurück über die Signalleitung in die Box zur Batterie.

Ach ja? Der Startknopf hat nur einen Kontakt, und der ist in den Steuerstromkreis des PC eingebunden und kann nicht gleichzeitig zum Schalten eines zweiten Stromkreises benutzt werden (hab ich jedenfalls so in der 5. Klasse der Volksschule Bad Salzuflen gelernt, und es hat sich später immer wieder bestätigt).

Wenn der PC an ist, fließt auch Strom aus der Power On LED über die Rückführung zur Box in die Masse. Wenn Steuerstrom fließt, soll Laststrom gestartet werden.

Also:

Erstens – wie soll der PC „angehen“, wenn Du erst im nächsten Satz die Netzspannung einschaltest? War wohl nix!

Zweitens – Die Spannung der „Power On LED“ kannst Du vergessen. Das sind zum Ersten nur ca. 2V und zum Zweiten wird der Strom durch den Vorwiderstand der LED begrenzt.

Wenn Du schon eine Spannung aus dem PC benötigst, bietet sich da die Laufwerksspannung (wahlweise 5V und 12V) oder die USB-Spannung an.

Hierhatte ich einen Optokoppler gedacht, scheinbar ist ein Optokoppler nur in Verbndung mit einem weiterem TRIAC verwendbar.

Das liegt daran, dass der Optokoppler nur einen Dauerstrom von ca. 50mA schalten kann, Das ist für die PC-Versorgung arg wenig. Der nachgeschaltete Triac dient praktisch als „Stromverstärker“. Je nach verwendetem Kühlkörper kannst Du damit bis 10A schalten.

Ich bin auch ein Fan des kontaktlosen Schaltens von Leistungskreisen und baue gerne Schalter mit Triacs, aber bei dem Powermanager habe ich Wert darauf gelegt, die Stromversorgung allpolig mit voller Potentialtrennung zu schalten, und dafür benötigt man Relais.

Was ist der Vorteil? Würde es sonst schleichströme geben?

So könnte man es auch ausdrücken, denn erstens ist der Widerstand eines Halbleiters im „ausgeschalteten“ Zustand – im Gegensatz zum Relaiskontakt – nicht unendlich groß und zweitens fließt ja über das RC-Glied, dass dem Triac parallelgeschaltet ist, immer ein (sehr geringer) Strom.

Der eigentliche Grund ist jedoch, dass die Relaiskontakte im ausgeschalteten Zustand einen größeren Schutz vor Überspannungsspitzen im Netz bieten als der Triac. Beim Triac liegt die Durchbruchsspannung etwa bei 1,2kV, während der Relaiskontakt mit 1kV geprüft ist und eine tatsächliche Überschlagsspannung von ca. 2kV haben dürfte. Da im Stromkreis 2 (geöffnete) Kontakte in Reihe liegen, besteht eine gute Chance, dass Überspannungsspitzen von bis zu 4kV abgeblockt werden.

Aber lass Dich nicht entmutigen.

NIE! Vor allem nicht, wenn ich so gut beraten werde. Sollten wir uns mal treffen, geb ich dir ein Bier aus^^

Alles leere Versprechungen.

Eigentlich bin ich überschwängliche Dankschreiben und geschmackvolle Sachgeschenke gewohnt.

Gruß merimies

Mir scheint dass so mancher nicht zuhört bzw. liest was ihm geschrieben wurde.

Nun gut, dann mach es eben so. Ist allerdings sehr schlecht.

Und mir auch mittlerweile auch egal geworden.