Hallo Fragezeichen,
Hallo, ich würde gerne mal wissen was es so für
Aufbaustudiengänge (v.a. in die wissenschaftliche/technische
Richtung o.ä.) gibt die man nach einem BWL-Studium machen
könnte.
Im Allgemeinen macht man zuerst das technische Studium, danach den BWL-Teil. Für den Weg andersrum gibt es kaum Angebote seitens der Hochschulen.
Ich habe z.B. gelesen, dass man Vertriebsingenieur
werden kann indem man nach einem Maschinenbaustudiengang noch
einen 2jährigen Aufbaustudiengang in BWL absolviert,
Kann man auch ohne BWL-Studium werden. Ich selbst arbeite als Kostenanalytiker und habe noch nie in meinem Leben BWL studiert. Ach ja, davor habe ich fast 5 Jahre lang als Einkäufer gearbeitet. Liegt wahrscheinlich daran, dass man sich BWL-Kenntnisse recht gut in der beruflichen Praxis aneignen kann (mit ein wenig Bücherlesen in der Freizeit). Technisches Wissen kann man sich dagegen kaum privat ohne entsprechende Ausbildung aneignen.
dass die
Berufsaussichten bei so einem Abschluss dann natürlich noch
besser wären
Kann sein, muß aber nicht. Wenn man für das Aufbaustudium > 2 Jahre braucht, kann es sein, dass ein Anderer ohne Aufbaustudium schon längst an einem vorbeigezogen ist. Wichtig ist nur, dass man ein Studium hat - mehrere Titel bedeuten nicht automatisch mehr Karriere.
(Übrigens haben einige Freunde von mir ganz ohne Studium Karriere gemacht während andere mit BWL-Studium niemals in die Gänge gekommen sind).
und einem Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen
für den beruflichen Aufstieg auch sehr wichtig wären.
JAAA, aber hauptsächlich englisch und je nach Firma noch eine weitere Sprache (z.B. Land des Hauptkunden der Firma). Eine pauschale Aussage, welche weitere Sprache das ist, würde ich aber nicht treffen wollen. Ach ja: irgendwelche kurzfristigen Hypes würde ich ausser Acht lassen - Anfang der 90er dachte z.B. die ganze deutsche Industrie, dass das Heil in den japanischen Methoden liegt. Wenn man sich heute die japanische Industrie anschaut, sieht das aber ganz anders aus. Ich persönlich glaube auch, dass China zwar sehr interessant ist, sich aber viele Firmen dort noch die Finger verbrennen werden.
Allerdings frage ich mich, ob man diesen (oder einen
ähnlichen) Beruf auch mit einem anschließenden
Aufbaustudiengang in Maschinenbau machen kann (also erst BWL
und dann Maschinenbau)
Prinzipiell ja, denn es gibt auch viele Vertriebsingenieure, die Wirtschafts-Ing. studiert haben. Da ist auch nur ca. 50% Maschinenbau dabei. Aber find erst mal ein Aufbaustudium für Maschinenbau…
und was an den Aufgabenbereichen eines
Vertriebsingenieurs konkret anders ist als an denen eines
normalen Vetriebsangestellten/-leiters (wird man dann
vielleicht näher in die Entwicklung miteinbezogen?).
Firmen, die Ihre Produkte nicht an Endkunden, sondern an Großkunden verkaufen, machen oftmals individuelle Entwicklungen, so z.B. fast alle KFZ-Zulieferer oder auch Anlagenbauer. Hier übernimmt der Vertriebsingenieur nicht nur Verkaufsaufgaben, sondern oftmals auch Projektleitungen usw.
I.A. ist für so einen Job technisches Wissen wichtig.
Ein normaler Vertriebsangestellter ist für mich einfach ein Verkäufer.
Ich hoffe mal, dass mir da jemand weiterhelfen kann. (Ich könnte mir
auch ganz gut vorstellen, dass mir in einem solchen Beruf
japanisch, das ich auf alle Fälle während meines BWL-Studiums
lernen möchte,
Deine Japan-Ambitionen in Ehren - wenn es Dir Spaß macht, dann mache es einfach - aber ich glaube, Du versuchst zwanghaft (siehe Postings im letzten 1/4 Jahr) ein Berufsleben für eine bestimmte Bildung zu suchen. Eigentlich ist es andersrum. Um ein bestimmtes Berufsleben zu haben, richtet man seine Bildung danach aus. Sicherlich ist japanisch nicht ganz umsonst, aber rechne nicht damit, dass Du mit japanisch-Kenntnissen die ganz steile Karriereleiter nach oben gehst. Es ist lediglich ein Vorteil, wenn Du mit japanischen Kunden / Lieferanten zusammenarbeitest (es geht auch ohne, ich habe regelmäßig mit denen zu tun - Verhandlungssprache ist immer ausschließlich englisch - viele japanische Firmen sind mittlerweile übrigens in europäischer / amerikanischer Hand und müssen ihre gesamte Korrenspondenz sowieso in englisch machen).
falls ich das fortsetzen werde(hab ja grade
erst begonnen) von Nutzen sein könnte, da ich mich u.a. auch
sehr für die neuen Technologien, etc. Japans interessiere).
Neue Technologien Japan !!!
(zumindest, wenn es um Konstruktion in Maschinenbau geht).
Außerdem würde es mich noch interessieren, was ein
„Produktmanager“ so für Aufabenbereiche hat, die direkt mit
dem Produkt(/der Produktentwicklung) zu tun haben.
i.A. Projektleitungen, Kundenberatung usw. (siehe nächstes Posting).
(Für alle anderen Vorschläge in diese Richtung wär ich auch
dankbar.)
Erwarte nicht, dass alle Vorschläge Deine Ideen unterstützen, sondern setze Dich mit anderen Richtungen auseinander. Ich habe das Gefühl, dass Du verzweifelt einen Sinn in der Verbindung japanisch mit BWL suchst. Wenn Dein Lebensmittelpunkt unbedingt japanisch ist, dann mache das. Wenn BWL zu Deinen Interessen gehört, dann mache auch das. Wenn BWL nur eine Alibi-Funktion für japanisch ist, dass schmeiss es hin. Es gibt genügend BWLer, die keinerlei kaufmännischen Biss haben - und darauf kommt es an !!!
Grüsse
Sven