Aufbaustudiengänge

Hallo, ich würde gerne mal wissen was es so für Aufbaustudiengänge (v.a. in die wissenschaftliche/technische Richtung o.ä.) gibt die man nach einem BWL-Studium machen könnte. Ich habe z.B. gelesen, dass man Vertriebsingenieur werden kann indem man nach einem Maschinenbaustudiengang noch einen 2jährigen Aufbaustudiengang in BWL absolviert, dass die Berufsaussichten bei so einem Abschluss dann natürlich noch besser wären und einem Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen für den beruflichen Aufstieg auch sehr wichtig wären. Allerdings frage ich mich, ob man diesen (oder einen ähnlichen) Beruf auch mit einem anschließenden Aufbaustudiengang in Maschinenbau machen kann (also erst BWL und dann Maschinenbau) und was an den Aufgabenbereichen eines Vertriebsingenieurs konkret anders ist als an denen eines normalen Vetriebsangestellten/-leiters (wird man dann vielleicht näher in die Entwicklung miteinbezogen?). Ich hoffe mal, dass mir da jemand weiterhelfen kann. (Ich könnte mir auch ganz gut vorstellen, dass mir in einem solchen Beruf japanisch, das ich auf alle Fälle während meines BWL-Studiums lernen möchte, falls ich das fortsetzen werde(hab ja grade erst begonnen) von Nutzen sein könnte, da ich mich u.a. auch sehr für die neuen Technologien, etc. Japans interessiere).

Außerdem würde es mich noch interessieren, was ein „Produktmanager“ so für Aufabenbereiche hat, die direkt mit dem Produkt(/der Produktentwicklung) zu tun haben.

(Für alle anderen Vorschläge in diese Richtung wär ich auch dankbar.)

MfG!

Hallo Fragezeichen,

Hallo, ich würde gerne mal wissen was es so für
Aufbaustudiengänge (v.a. in die wissenschaftliche/technische
Richtung o.ä.) gibt die man nach einem BWL-Studium machen
könnte.

Im Allgemeinen macht man zuerst das technische Studium, danach den BWL-Teil. Für den Weg andersrum gibt es kaum Angebote seitens der Hochschulen.

Ich habe z.B. gelesen, dass man Vertriebsingenieur
werden kann indem man nach einem Maschinenbaustudiengang noch
einen 2jährigen Aufbaustudiengang in BWL absolviert,

Kann man auch ohne BWL-Studium werden. Ich selbst arbeite als Kostenanalytiker und habe noch nie in meinem Leben BWL studiert. Ach ja, davor habe ich fast 5 Jahre lang als Einkäufer gearbeitet. Liegt wahrscheinlich daran, dass man sich BWL-Kenntnisse recht gut in der beruflichen Praxis aneignen kann (mit ein wenig Bücherlesen in der Freizeit). Technisches Wissen kann man sich dagegen kaum privat ohne entsprechende Ausbildung aneignen.

dass die

Berufsaussichten bei so einem Abschluss dann natürlich noch
besser wären

Kann sein, muß aber nicht. Wenn man für das Aufbaustudium > 2 Jahre braucht, kann es sein, dass ein Anderer ohne Aufbaustudium schon längst an einem vorbeigezogen ist. Wichtig ist nur, dass man ein Studium hat - mehrere Titel bedeuten nicht automatisch mehr Karriere.
(Übrigens haben einige Freunde von mir ganz ohne Studium Karriere gemacht während andere mit BWL-Studium niemals in die Gänge gekommen sind).

und einem Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen
für den beruflichen Aufstieg auch sehr wichtig wären.

JAAA, aber hauptsächlich englisch und je nach Firma noch eine weitere Sprache (z.B. Land des Hauptkunden der Firma). Eine pauschale Aussage, welche weitere Sprache das ist, würde ich aber nicht treffen wollen. Ach ja: irgendwelche kurzfristigen Hypes würde ich ausser Acht lassen - Anfang der 90er dachte z.B. die ganze deutsche Industrie, dass das Heil in den japanischen Methoden liegt. Wenn man sich heute die japanische Industrie anschaut, sieht das aber ganz anders aus. Ich persönlich glaube auch, dass China zwar sehr interessant ist, sich aber viele Firmen dort noch die Finger verbrennen werden.

Allerdings frage ich mich, ob man diesen (oder einen
ähnlichen) Beruf auch mit einem anschließenden
Aufbaustudiengang in Maschinenbau machen kann (also erst BWL
und dann Maschinenbau)

Prinzipiell ja, denn es gibt auch viele Vertriebsingenieure, die Wirtschafts-Ing. studiert haben. Da ist auch nur ca. 50% Maschinenbau dabei. Aber find erst mal ein Aufbaustudium für Maschinenbau…

und was an den Aufgabenbereichen eines
Vertriebsingenieurs konkret anders ist als an denen eines
normalen Vetriebsangestellten/-leiters (wird man dann
vielleicht näher in die Entwicklung miteinbezogen?).

Firmen, die Ihre Produkte nicht an Endkunden, sondern an Großkunden verkaufen, machen oftmals individuelle Entwicklungen, so z.B. fast alle KFZ-Zulieferer oder auch Anlagenbauer. Hier übernimmt der Vertriebsingenieur nicht nur Verkaufsaufgaben, sondern oftmals auch Projektleitungen usw.
I.A. ist für so einen Job technisches Wissen wichtig.

Ein normaler Vertriebsangestellter ist für mich einfach ein Verkäufer.

Ich hoffe mal, dass mir da jemand weiterhelfen kann. (Ich könnte mir
auch ganz gut vorstellen, dass mir in einem solchen Beruf
japanisch, das ich auf alle Fälle während meines BWL-Studiums
lernen möchte,

Deine Japan-Ambitionen in Ehren - wenn es Dir Spaß macht, dann mache es einfach - aber ich glaube, Du versuchst zwanghaft (siehe Postings im letzten 1/4 Jahr) ein Berufsleben für eine bestimmte Bildung zu suchen. Eigentlich ist es andersrum. Um ein bestimmtes Berufsleben zu haben, richtet man seine Bildung danach aus. Sicherlich ist japanisch nicht ganz umsonst, aber rechne nicht damit, dass Du mit japanisch-Kenntnissen die ganz steile Karriereleiter nach oben gehst. Es ist lediglich ein Vorteil, wenn Du mit japanischen Kunden / Lieferanten zusammenarbeitest (es geht auch ohne, ich habe regelmäßig mit denen zu tun - Verhandlungssprache ist immer ausschließlich englisch - viele japanische Firmen sind mittlerweile übrigens in europäischer / amerikanischer Hand und müssen ihre gesamte Korrenspondenz sowieso in englisch machen).

falls ich das fortsetzen werde(hab ja grade
erst begonnen) von Nutzen sein könnte, da ich mich u.a. auch
sehr für die neuen Technologien, etc. Japans interessiere).

Neue Technologien Japan !!!
(zumindest, wenn es um Konstruktion in Maschinenbau geht).

Außerdem würde es mich noch interessieren, was ein
„Produktmanager“ so für Aufabenbereiche hat, die direkt mit
dem Produkt(/der Produktentwicklung) zu tun haben.

i.A. Projektleitungen, Kundenberatung usw. (siehe nächstes Posting).

(Für alle anderen Vorschläge in diese Richtung wär ich auch
dankbar.)

Erwarte nicht, dass alle Vorschläge Deine Ideen unterstützen, sondern setze Dich mit anderen Richtungen auseinander. Ich habe das Gefühl, dass Du verzweifelt einen Sinn in der Verbindung japanisch mit BWL suchst. Wenn Dein Lebensmittelpunkt unbedingt japanisch ist, dann mache das. Wenn BWL zu Deinen Interessen gehört, dann mache auch das. Wenn BWL nur eine Alibi-Funktion für japanisch ist, dass schmeiss es hin. Es gibt genügend BWLer, die keinerlei kaufmännischen Biss haben - und darauf kommt es an !!!

Grüsse

Sven

Hi und danke, dass du dir die Mühe gemacht hast mir zu antworten.

Hallo Fragezeichen,

Hallo, ich würde gerne mal wissen was es so für
Aufbaustudiengänge (v.a. in die wissenschaftliche/technische
Richtung o.ä.) gibt die man nach einem BWL-Studium machen
könnte.

Im Allgemeinen macht man zuerst das technische Studium, danach
den BWL-Teil. Für den Weg andersrum gibt es kaum Angebote
seitens der Hochschulen.

Ich habe z.B. gelesen, dass man Vertriebsingenieur
werden kann indem man nach einem Maschinenbaustudiengang noch
einen 2jährigen Aufbaustudiengang in BWL absolviert,

Kann man auch ohne BWL-Studium werden. Ich selbst arbeite als
Kostenanalytiker und habe noch nie in meinem Leben BWL
studiert. Ach ja, davor habe ich fast 5 Jahre lang als
Einkäufer gearbeitet. Liegt wahrscheinlich daran, dass man
sich BWL-Kenntnisse recht gut in der beruflichen Praxis
aneignen kann (mit ein wenig Bücherlesen in der Freizeit).
Technisches Wissen kann man sich dagegen kaum privat ohne
entsprechende Ausbildung aneignen.

dass die

Berufsaussichten bei so einem Abschluss dann natürlich noch
besser wären

Kann sein, muß aber nicht. Wenn man für das Aufbaustudium >
2 Jahre braucht, kann es sein, dass ein Anderer ohne
Aufbaustudium schon längst an einem vorbeigezogen ist. Wichtig
ist nur, dass man ein Studium hat - mehrere Titel bedeuten
nicht automatisch mehr Karriere.
(Übrigens haben einige Freunde von mir ganz ohne Studium
Karriere gemacht während andere mit BWL-Studium niemals in die
Gänge gekommen sind).

und einem Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen
für den beruflichen Aufstieg auch sehr wichtig wären.

JAAA, aber hauptsächlich englisch und je nach Firma noch eine
weitere Sprache (z.B. Land des Hauptkunden der Firma). Eine
pauschale Aussage, welche weitere Sprache das ist, würde ich
aber nicht treffen wollen. Ach ja: irgendwelche kurzfristigen
Hypes würde ich ausser Acht lassen - Anfang der 90er dachte
z.B. die ganze deutsche Industrie, dass das Heil in den
japanischen Methoden liegt. Wenn man sich heute die japanische
Industrie anschaut, sieht das aber ganz anders aus. Ich
persönlich glaube auch, dass China zwar sehr interessant ist,
sich aber viele Firmen dort noch die Finger verbrennen werden.

Allerdings frage ich mich, ob man diesen (oder einen
ähnlichen) Beruf auch mit einem anschließenden
Aufbaustudiengang in Maschinenbau machen kann (also erst BWL
und dann Maschinenbau)

Prinzipiell ja, denn es gibt auch viele Vertriebsingenieure,
die Wirtschafts-Ing. studiert haben. Da ist auch nur ca. 50%
Maschinenbau dabei. Aber find erst mal ein Aufbaustudium für
Maschinenbau…

und was an den Aufgabenbereichen eines
Vertriebsingenieurs konkret anders ist als an denen eines
normalen Vetriebsangestellten/-leiters (wird man dann
vielleicht näher in die Entwicklung miteinbezogen?).

Firmen, die Ihre Produkte nicht an Endkunden, sondern an
Großkunden verkaufen, machen oftmals individuelle
Entwicklungen, so z.B. fast alle KFZ-Zulieferer oder auch
Anlagenbauer. Hier übernimmt der Vertriebsingenieur nicht nur
Verkaufsaufgaben, sondern oftmals auch Projektleitungen usw.
I.A. ist für so einen Job technisches Wissen wichtig.

Ein normaler Vertriebsangestellter ist für mich einfach ein
Verkäufer.

Ich hoffe mal, dass mir da jemand weiterhelfen kann. (Ich könnte mir
auch ganz gut vorstellen, dass mir in einem solchen Beruf
japanisch, das ich auf alle Fälle während meines BWL-Studiums
lernen möchte,

Deine Japan-Ambitionen in Ehren - wenn es Dir Spaß macht, dann
mache es einfach - aber ich glaube, Du versuchst zwanghaft
(siehe Postings im letzten 1/4 Jahr) ein Berufsleben für eine
bestimmte Bildung zu suchen. Eigentlich ist es andersrum.

Das mit dem zwanghaft halte ich für ein bischen überspitzt informiert. Ich informiere mich einfach um rauszufinden, was für Möglichkeiten ich habe und da ich nun mal gerne etwas mit Fremdsprachen machen will, halte ich es nicht für verkehrt mich zu informieren in welchen Berufen diese am besten zur Anwendung kommen würden. Es ist auch übrigens nicht so, dass ich mich für Wirtschaft im allgemeinen überhaupt nicht interessiere und das nur wegen den Fremdsprachen machen wollen würde. Deshalb finde ich die Pauschalaussage, dass man sich einen Bildungsweg suchen muss um einen Beruf auszuüben etwas engstirnig. Ich halte es eigentlich für einen sehr guten Weg zu schauen was für Sachen einem Spaß machen und zu versuchen davon etwas in den Beruf einzubringen :wink:

Um
ein bestimmtes Berufsleben zu haben, richtet man seine Bildung
danach aus. Sicherlich ist japanisch nicht ganz umsonst, aber
rechne nicht damit, dass Du mit japanisch-Kenntnissen die ganz
steile Karriereleiter nach oben gehst. Es ist lediglich ein
Vorteil, wenn Du mit japanischen Kunden / Lieferanten
zusammenarbeitest (es geht auch ohne, ich habe regelmäßig mit
denen zu tun - Verhandlungssprache ist immer ausschließlich
englisch - viele japanische Firmen sind mittlerweile übrigens
in europäischer / amerikanischer Hand und müssen ihre gesamte
Korrenspondenz sowieso in englisch machen).

falls ich das fortsetzen werde(hab ja grade
erst begonnen) von Nutzen sein könnte, da ich mich u.a. auch
sehr für die neuen Technologien, etc. Japans interessiere).

Neue Technologien Japan !!!
(zumindest, wenn es um Konstruktion in Maschinenbau geht).

Außerdem würde es mich noch interessieren, was ein
„Produktmanager“ so für Aufabenbereiche hat, die direkt mit
dem Produkt(/der Produktentwicklung) zu tun haben.

i.A. Projektleitungen, Kundenberatung usw. (siehe nächstes
Posting).

(Für alle anderen Vorschläge in diese Richtung wär ich auch
dankbar.)

Erwarte nicht, dass alle Vorschläge Deine Ideen unterstützen,
sondern setze Dich mit anderen Richtungen auseinander. Ich
habe das Gefühl, dass Du verzweifelt einen Sinn in der
Verbindung japanisch mit BWL suchst. Wenn Dein
Lebensmittelpunkt unbedingt japanisch ist, dann mache das.
Wenn BWL zu Deinen Interessen gehört, dann mache auch das.
Wenn BWL nur eine Alibi-Funktion für japanisch ist, dass
schmeiss es hin. Es gibt genügend BWLer, die keinerlei
kaufmännischen Biss haben - und darauf kommt es an !!!

Grüsse

Sven

Eine abschließende Frage hätte ich allerdings noch. Wenn Sprachen (außer Englisch) in der Wirtschaft wirklich so unbedeutsam sind, weshalb gibt es dann Studiengänge wie Asien-Marketing oder interkulturelles Management(?) in denen ein sehr großer Teil des Studiums darin besteht, chinesisch/japanisch oder arabisch zu lernen…?

Naja jedenfalls danke für deine Mühe!

Grüße

Hallo Fragezeichen,

Eine abschließende Frage hätte ich allerdings noch. Wenn
Sprachen (außer Englisch) in der Wirtschaft wirklich so
unbedeutsam sind, weshalb gibt es dann Studiengänge wie
Asien-Marketing oder interkulturelles Management(?) in denen
ein sehr großer Teil des Studiums darin besteht,
chinesisch/japanisch oder arabisch zu lernen…?

Weil einerseits Profs den Spiegel lesen und nach einer entsprechenden Titelgeschichte meinen, damit die geforderten Qualifikationen für den Arbeitsmarkt (wichtiger Begrif in der Hochschuldiskussion!) zu bringen.

Andererseits geht es den Leuten vielleicht auch wie Dir. Da gibt es BWLer, Soziologen und Japanologen, die Interesse an den jeweils anderen Sparten haben und irgendwie ihr Lehrkontigent mit was sie interessierenden fülen wollen.

Ciao maxet.