Aufbewahrung von Sperrmüll

Hallo Rechtsexperten,

auf meinem Gehöft, das gemächlich renoviert wird, hat jemand allerlei Zeug deponiert. Ich hatte das erlaubt, denn er versprach, das alles im Sommer abzuholen. Ein Teil davon stammt von mir und wurde von ihm als Geschenk angekommen und eben vorerst noch bei mir deponiert. Später ist (teilweise auch gegen mein Verbot) immer mehr dazugekommen. Schriftliches ist nicht im Spiel
Mit „Sommer“ war ursprünglich Sommer 1999 gemeint gewesen. Es handelt sich im wesentlichen um Bauholz, Brennholz, Schrott, Altmöbel, 30 Komplettfenster aus einem Abbruchhaus, Heizöltanks usw. – eine professionelle Entsorgung würde an die 3000 Euros kosten.

Ich habe mir da ganz gewaltig auf der Nase herumtanzen lassen. Aber wie komme ich da am besten wieder raus? Ich möchte schließlich heuer mit meiner Familie einziehen.

Gruß

Wolfgang Berger

jetzt hilft nur noch Papierkram! Also schriftlich mit angemessener Frist zur Räumung des Mülls auffordern. Dabei hinschreiben, daß wenn dies nicht passiert, dann kommt der „Profi“. Dieser berechnet die Abholung und die Rechnung muß der Müllsammler bezahlen. Wenn dies nichts hilft, Anwalt einschalten.

Für diesen Müll haftest Du nämlich gegenüber der Allgemeinheit. Also beachte mögliche Grundwasserverseuchungen. Gegen „wilde“ Deponien haben auch die Gemeinden, die Nachbarn was zu meckern. Eine Gemeinde kann Dir nämlich die kostenpflichtige Räumung androhen.

Ich weiß dies, weil sich ein „Existenzgründer“ des Spezialgebietes „Schrott“ bei mir ausweinte (die Gemeinde hat ihn mir als Mandanten auf Auge drücken wollen…). Die Gemeinde hat ihm nämlich die Räumung angedroht und dabei auch mich aufgefordert, daß ich auf den „Spezialisten“ Druck ausübe. Wer nicht hören will, muß(te) dann rund 10.000 DM für die Entsorgung alter Autos und Ausbaggern des Bodens zahlen (Ölreste). Eine kostenpflichtige Strafe kam noch dazu.

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Hallo Klaus Christen,

Gegen „wilde“ Deponien haben auch die Gemeinden, die Nachbarn
was zu meckern. Eine Gemeinde kann Dir nämlich die
kostenpflichtige Räumung androhen.

Jetzt, wo Du das sagst, fällt mir im nachhinein tatsächlich die eine oder andere zarte Anspielung im Nachbargespräch auf…

Gruß

Wolfgang Berger