Aufenthalt an amerikanischer High School

Hallo Leute,

mein Tochterherz hat dieser Tage den Wunsch geäußert, einige Zeit an einer amerikanischen High School zu verbringen, und da ich schon bei kleinstem Anstupsen von Mama Gugel fast in Informationen ertränkt werde, möchte ich mich an Euch - die Ihr vorzugsweise über aktuelle und persönliche Erfahrungen verfügt - wenden, um mich zunächst einmal vorab grob zu informieren.

Folgendes wäre dabei zu berücksichtigen:

  • mein Tochterherz ist nunmehr 13 und besucht die 8. Klasse eines Gymnasium in Ba-Wü

  • sie will nicht ein ganzes Jahr, sondern nur einige Wochen bis Monate in die USA

  • sie ist zwar eine gute Schülerin, aber ihr Notendurchschnitt ist nicht unbedingt rekordverdächtig; ihre Stärken liegen dabei im naturwissenschaftlichen Bereich

  • wegen galoppierender Armut müsste sie ein Vollstipendium erhalten

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir einen Überblick darüber geben könntet, was ich tun muss, um ein derartiges Unterfangen mittelfristig in die Wege zu leiten.

Beste Grüße

=^…^=

  • sie will nicht ein ganzes Jahr, sondern nur einige Wochen
    bis Monate in die USA

Sehe da kaum eine Moeglichkeit.
Sie wird am Anfang keine Freunde haben und sich einsam fuehlen. Sobald sie welche hat, wird sie das Land wieder verlassen auch kommt die Sprache nicht so schnell wie man sich das eventuell vorstellt.
Ich weiss nicht, macht irgendwie keinen Sinn.

  • sie ist zwar eine gute Schülerin, aber ihr Notendurchschnitt
    ist nicht unbedingt rekordverdächtig; ihre Stärken liegen
    dabei im naturwissenschaftlichen Bereich

  • wegen galoppierender Armut müsste sie ein Vollstipendium
    erhalten

Schlechtere Noten sind fuer die USA kein Problem, da das Niveau allgemein viel nieriger ist als an einem deutschen Gymnasium.

Schlechte/mittelmaessige Noten sind aber meist ein KO Kriterium fuer ein Stipendium. Meine Schwester war mit einem Stipendium des Deutschen Bundestags in den USA. Das war ein hartes Auswahlverfahren.

Sie koennte das ganze jedoch als Ansporn nutzten, ihre Noten zu verbessern.

Gruss aus den USA

Hallo Tobi,

Sie wird am Anfang keine Freunde haben und sich einsam
fuehlen.

es handelt sich dabei um meine Tochter. Sie war bereits vor drei Jahren mit nur wenig nah bekannten Menschen mehrwöchig in Lettland, zu Gast in einer russischen Familie - ohne vorher auch nur ein Wort Russisch zu können. Sie war nicht nur nicht unglücklich, sie hat sogar die russische Küche überlebt.

Sobald sie welche hat, wird sie das Land wieder
verlassen

Die Götter haben uns die Emails gegeben.

auch kommt die Sprache nicht so schnell wie man sich
das eventuell vorstellt.

Zumindest schriftlich kann sie sich (zu meinem Leidwesen, da sie mitunter stundenlang meinen Computer belagert) schon hervorragend verständigen.

Ich weiss nicht, macht irgendwie keinen Sinn.

Das war aber auch nicht die Frage - es reicht doch, wenn ich das sinnvoll finde und ihr zutraue.

Außerdem sollte sie möglichst kein ganzes Schuljahr hier in Deutschland verpassen; was seit der Einführung des G8 in Ba-Wü an den Schulen passiert, ist eine mittlere Katastrophe (sie gehört zu den Versuchskarnickeljahrgängen).

Schlechte/mittelmaessige Noten sind aber meist ein KO
Kriterium fuer ein Stipendium.

Im naturwissenschaftlichen Bereich bewegt sich der Durchschnitt derzeit bei einer guten Zwei, in den Geisteswissenschaften zwischen zwei und drei; dabei ist zu bedenken, dass sie bislang den Sinn und Zweck des Hausaufgabenmachens noch nicht einsehen möchte, sprich: für diese Noten lernt sie kein Fitzelchen.

Meine Schwester war mit einem
Stipendium des Deutschen Bundestags in den USA. Das war ein
hartes Auswahlverfahren.

Wie läuft derlei ab? Rück doch mal rüber mit den schmutigen Details …

Sie koennte das ganze jedoch als Ansporn nutzten, ihre Noten
zu verbessern.

Diese Hoffnung verbinde ich damit auch.

Beste Grüße

=^…^=

Hallo KamikazeKatze

schau mal hier
http://www.ausgetauscht.de/
ob Du passende Informationen findest.

Gruß
Jörg Zabel

Wie läuft derlei ab? Rück doch mal rüber mit den schmutigen
Details …

Alle (offiziellen) Informationen zum Parlamentarischen Partnerschaftsprogramm bekommst du hier: http://www.bundestag.de/internat/internat_austausch/… (fürs nächste Schuljahr war der Bewerbungsschluss übrigens schon…)

Ansonsten kannst du auch mal hier schauen: http://www.deutschstunden.de/Links/Englisch/Sprachre… , dort finden sich einige Links zu Anbietern (viele werben mit Stipendien, meinen häufig aber nur das PPP, da muss man halt nachfragen; manche bieten auch Ratenzahlung an (wieder fragen…) ) und Zusatzinformationen - und zu Alternativen, z.B. nach der Schule ein freiwilliges sozialies Jahr oder Au-Pair oder Work & Travel (die sind dann auch „kostenneutral“)