Auffälligkeit

Erstmal ein Hallo an Alle.

Meine Tochter ist jetzt 5, und seid sie im Kindergarten ist hat sie immer wieder Probleme. Die Erzieher bemängeln ihre Anpassungsfähigkeit. Das sie sich nicht an Regeln halten kann und das sie andere Kinder stört. Wenn ich mit ihr darüber spreche kommt die Antwort: Da ist es total langweilig. Bei uns zuhause ist sie ein normales Kind, ausgewogen im Grenzen austesten und auch im Grenzen akzeptieren. Mir ist aufgefallen, als ich mit ihr im Büro war bei der Kindergartenleitung, das sie plötzlich total auf Qutatsch getrimmt war. Sie haben jetzt zahlreiche Verbote für Fabienne, keine Puppenecke, sie darf nicht mehr in den Malraum. Sie sehen meine Tochter als freches Kind das mit Konsequenz bestraft werden muss, jedoch ist es doch bei den meisten Kindern so das sie ungefördert nach Aufmerksamkeit suchen und deshalb ihren Unmut durch Regelbrechen zum Ausdruck bringen. Es ist ein Teufelskreis. Sie darf jetzt noch weniger, wird sich noch mehr langweilen und noch mehr auffallen. Ich habe sie jetzt mal daheim gelassen und einen Versuch gestartet der positiv ausviel. Fabienne hat an einem Tag addieren und subtrahieren gelernt. Sie liebt es zu schreiben und von mir die Welt erklärt zu bekommen. Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll. Der Kindergarten kommt mir nicht kompetent genug vor, traue mich aber fast garnicht das auszusprechen, da ich es abwerte und mich dadurch aufwerte. Allerdings ist das nur eine Vermutung. Vielleicht bin ich ja auch nur eine Mutter die schlechte Erziehungsmethoden hat. Es wäre fatal dann natürlich, meine Tochter als „begabter“ anzusehen anstatt als „ohne genug Grenzen aufgewachsen“ anzuerkennen. Man neigt ja oft dazu die Fehler erst bei anderen zu suchen. Ich habe gehört es gibt psychologische Tests? Liebe Grüße und danke für´s lesen. Daniela

Ja, es gibt Tests, die ein Kinderpsychologe, Kinderarzt oder auch Ergotherapeut durchführen kann. Manche Kinder sind zwar keine Wunderkinder, aber entwickeln sich eben schneller in manchen Bereichen als andere man kann das auch Inselbegabung nennen.

Meine Mutter hat damals das einzige Richtige gemacht - den Kindergarten gewechselt. In dem anderen Kindergarten wurde ich auch nach meinem Gefühl besser gefördert. Es gab kleine Extragruppen mit Kindern die eben Spaß am Rechnen, Schreiben und Lesen hatten und entsprechend hier gefördert wurden und auch mal anderen Kindern was beibringen „mussten“. Wir waren eine Hand voll Kinder, die eben auch Dinge machen durften, welche für die anderen Kinder noch nichts waren, z.B. der Köchin beim Kochen helfen, gartenarbeit oder auch mal einkaufen.

Schau Dir mal andere Kindergärten an. Vieleicht gibt es da welche die Dein Kind besser fördern.

übrigens: Meine Cusine konnte auch sehr viel früher rechnen und schreiben als normale Kinder - und fand die anderen Kinder in ihrem Alter nur langweilig und blöd.

Hallo Daniela,

Dein Kind ist im Kindergarten unterfordert und die Erzeieher sind
überfordert - wenn Du die Möglichkeit hast, dann wechsele den
Kindergarten.

Viele Grüße

Ein dringender Rat, als ehemalige Mitarbeiterin bei Entwicklungstest für Kinder: lass dein Kind doch einfach mal testen.
Wenn Kinder wirklich unterfordert sind, weil sie in irgendwelchen Bereichen schneller im Kopf sind als andere (um das mal vorsichtig zu formulieren), ist das fürs Kind im besten Falle sehr langweilig, um schlimmsten Falle sogar schädlich.
Nun kannst du natürlich (was ich auch empfehlen würde) einen anderen Kindergarten suchen und schauen, dass sie gefördert und gefordert wird. Trotzdem halte ich es für das Beste unter diesen Umständen, mal paralle so einen Test zu machen. Es läuft sehr spielerisch ab und macht den Kindern Spass und ihr wisst als Eltern Bescheid - eine wichtige Sache auch wenn es um die spätere Schulwahl geht.

Liebe Grüsse

Nuit

Die Erzieher bemängeln ihre

Anpassungsfähigkeit. Das sie sich nicht an Regeln halten kann
und das sie andere Kinder stört.

Hallo,

der Vorschlag mit dem IQ-Test ist gut, aber das Verhalten Deiner Tochter kann auch einen anderen Grund haben. Vielleicht liegt eine
Wahrnehmungsstörung vor. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern Deine Tochter reagiert auf Reize aus dem Umfeld. Wenn Du mit Ihr alleine bist, kann Sie sich gut konzentrieren. Im Kindergarten ist aber viel Geschehen um Sie rum, also Reize, die sie ablenken. Um dieses zu kompensieren wird Deine Tochter auffällig, sie stört und ärgert. Du solltest dieses durch einen kompetenten Arzt, evtl. durch einen guten Ergotherapeuten oder einen Kindertherapeuten überprüfen lassen. Pass aber auf, dass Deine Tochter nicht in die ADS/ADHS - Schiene abgedrängt wird. Das wird gerne getan. In meinem Umfeld gibt es die Kinderklinik in Datteln, die dafür Fachleute hat.
Vielleicht konnte ich helfen.
Sabine

Hallo Daniela,

so, wie du dein Kind beschreibst, erscheint es mir als ganz, völlig normales Mädel, das einfach neugierig ist und sich im KiGa vielleicht
über die Maßen langweilen muss, weil es nicht genügend Beschäftigungs-und Entdeckungsraum hat.

Bestätigen tut mich diese EInschätzung deshalb, da du sie zuhause als ganz aufmerksam und ausgeglichen beschreibst, wenn sie auch das passende „Futter“, sprich Möglichkeiten der Beschäftigung bekommt.

Ich finde, das ist eine völlig „normale“ Reaktion eines Kindes.
Warum so viele Erzieherinnen/KinderpflegerInnen mit Ausbildungszeiten von 3 und 5 Jahren damit solche Probleme haben ist mir persönlich völlig rätselhaft. Sie sind doch die Fachpersonen, die genau wissen müssten, was in so einem Kind, das ständig an die Grenzen stößt, los sein kann.

Raten kann ich dir zu z.B. einem Montessori-Kindergarten oder -haus, entscheidend ist natürlich immer, welchen Eindruck die Menschen, die dort arbeiten, machen. Das Motto von M. Montessori lautete: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Das käme jedem Kind doch sehr entgegen…

Viele Grüße
Ulrike

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Erstmal ein Hallo an Alle.

Meine Tochter ist jetzt 5, und seid sie im Kindergarten ist
hat sie immer wieder Probleme. Die Erzieher bemängeln ihre
Anpassungsfähigkeit. Das sie sich nicht an Regeln halten kann
und das sie andere Kinder stört.

Seit wann ist Deine Tochter denn im Kindergarten?

Wenn ich mit ihr darüber

spreche kommt die Antwort: Da ist es total langweilig. Bei uns
zuhause ist sie ein normales Kind, ausgewogen im Grenzen
austesten und auch im Grenzen akzeptieren.

Woran misst Du die ‚Normalität‘? Es kann auch sein, dass Deine Tochter eben nur die bei Euch zu Hause geltenden Regeln akzeptiert, vielleicht weil sie sie dort mitbestimmen konnte? Sowas ist in einem Kidnergarten nicht ganz so einfach umzusetzen.

Mir ist
aufgefallen, als ich mit ihr im Büro war bei der
Kindergartenleitung, das sie plötzlich total auf Qutatsch
getrimmt war. Sie haben jetzt zahlreiche Verbote für Fabienne,
keine Puppenecke, sie darf nicht mehr in den Malraum. Sie
sehen meine Tochter als freches Kind das mit Konsequenz
bestraft werden muss,

Naja, solche Verbote sind wohl wirklich nicht sinnvoll und klingen etwas nach Pädagogik aus meiner Kindheit.

jedoch ist es doch bei den meisten
Kindern so das sie ungefördert nach Aufmerksamkeit suchen und
deshalb ihren Unmut durch Regelbrechen zum Ausdruck bringen.

Ich denke es gibt durchaus noch andere Gründe, die solches Verhalten hervorbringt. Es kann auch sein, dass Deine Tochter zu Hause sehr viel Aufmerksamkeit erhält, vielleich tkann sie sich auch schwer alleine beschäftigen? Sidn natürlich alles reine Vermutungen, Du hast nicht wirklich was von Deiner Tochter erzählt.

Der Kindergarten kommt mir nicht kompetent genug vor,
traue mich aber fast garnicht das auszusprechen, da ich es
abwerte und mich dadurch aufwerte. Allerdings ist das nur eine
Vermutung.

Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit dem Wechsel eines Kindergartens bei meinem Großen, dabei haben wir nicht zu einer grundsätzlich anderen Erziehungsform gewechselt, es waren beides ‚normale‘ staatliche Einrichtungen.

Vielleicht bin ich ja auch nur eine Mutter die
schlechte Erziehungsmethoden hat. Es wäre fatal dann
natürlich, meine Tochter als „begabter“ anzusehen anstatt als
„ohne genug Grenzen aufgewachsen“ anzuerkennen. Man neigt ja
oft dazu die Fehler erst bei anderen zu suchen.

Das ist wohl wahr, aber wer seine Haltung wenigstens hinterfragt ist geht schon mal den richtigen Weg. :wink: Wie gesagt, die Infos sind etwas gering, denn ich denke die ‚wenns‘ und ‚abers‘ hast Du schon selber dargestellt und der Rest ist Spekulation.

Ich habe
gehört es gibt psychologische Tests?

Ich nehme an, Du möchstes Deine Tochter entsprechend testen lassen? Finde ich eine sehr gute Idee um zu erkennen, wo Dein Kind gefördert und/oder gefordert werden muss.

Viel Glück,
Maid