Guten Morgen!
Folgendes Problem: Der Erwerber eines Gehöfts in Alleinlage kauft rund um das Anwesen ein paar Hektar Land an. Das Land wurde bis dahin intensiv bewirtschaftet. Statt nun Getreide oder sonswas anzubauen, forstet der neue Eigentümer rundherum einen breiten Streifen mit schnell wachsenden Gehölzen auf. So entstehen wind- und sichtgeschützte Weideflächen, die abgesehen von ein paar Viechern und einem Storchenpaar im wesentlichen ungenutzt bleiben. Dort wird sonst nichts gebaut oder gebuddelt.
Streng genommen handelt es sich um eine Umnutzung des Geländes. Ist dieses Tun genehmigungspflichtig?
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
im Prinzip finde ich es ja prima, das wir noch ein paar Hektar Land behalten, auf denen nicht gleich ein paar Wohnblocks errichtet werden.
Was meinst Du mit ein paar Viechern ? Auch ich habe um unser Grundstück mehrere Hektar Land gepachtet, auf denen wir drei Pferde halten (meinst Du ungefähr damit ein paar Viecher?). Eine Koppel wird von uns auch nur als Sommerweide genutzt, im Winter liegt sie Brach. Völlig legal. Allerdings sehe ich Probleme mit dem anpflanzen schnell wachsenden Dickichts. Zumindest bei uns (also auch bei Dir) in Schleswig-Holstein gibt es Richtlinien über die Knickpflege. Die genauen Richtlinien kenne ich nicht, müsste da mal den benachbarten Bauern fragen. Ich weiss lediglich, das der Knick gepflegt und regelmässig geschnitten werden muss. Als was ist das Land denn ausgewiesen ? Brachland ?
Weideland oder gar Bauerwartungsland ? Ich muss jedes Jahr einen Fragebogen ausfüllen, über welche Nutzflächen ich verfüge, wie diese genutzt werden, welche Tierarten dort leben etc.
(Ziemlicher Aufwand für drei Gäule und zwei Ziegen)
Gruss Sebastian
Was meinst Du mit ein paar Viechern ? Auch ich habe um unser
Grundstück mehrere Hektar Land gepachtet, auf denen wir drei
Pferde halten (meinst Du ungefähr damit ein paar Viecher?).
Hallo Sebastian,
genau das meine ich mit „ein paar Viechern“. Auf den umliegenden Äckern wird Getreide angebaut. Wer aber schon einmal erlebt hat, wie „schön“ es ist, wenn der Bauer mit Trecker, riesigem Tank und 15 m breitem Sprüharm alles eingiftet, versteht, daß ich den Acker lieber kaufe und mir den Bauern damit nicht so dicht an die Pelle lasse.
Ich bin schon lange auf der Suche und der jetzt besichtigte Hof kommt in Frage, wenn ich etwas Land rundherum billig kaufen kann und einen Streifen so weit bepflanzen darf, daß es so dicht wie ein größerer Knick wird. Um Bauerwartungsland handelt es sich nicht. Es ist eine absolute Alleinlage, da bekommt man für rein nichts eine Baugenehmigung.
Gruß
Wolfgang