bei Darmproblemen und Verdauungsstörungen wird von den Ärzten immer als Auslöser zuviel Magensäure vermutet, ein Magensäureblocker verschrieben. Mir ging es dadurch sehr schlecht.
Nun wurde endlich das Gastrin untersucht. Referenzbereich: 0-95. Mein Wert: 5, d.h. zu wenig Magensäure. Der Ph-Wert im Stuhl zu hoch: 8 (normal bis 7). Medizinisch heißt es: Je niedriger der Ph-Wert, desto höher das Gastrin. Umgekehrt: Je höher der Ph-Wert, desto niedriger das Gastrin. Genauso ist es. Ist der Gastrin-Wert zu hoch wäre ein Magensäureblocker sinnvoll, was kann ich gegen den niederen Gastrin-Wert tun? Besonders da ich enorme Beschwerden bei der Aufspaltung von allen Nahrungsmitteln habe.
Der Arzt sah keine Krankheit darin und konnte mir nichts verschreiben oder mir einen Rat zu geben.
Meine Frage an die Mediziner:
Woraus resultiert ein niederer Gastrin-Wert?
Und was gibt es für Möglichkeiten, das Gastrin höher zu bringen, damit die Aufspaltung der Nahrung erfolgt?
Das ist ein Problem bei der Behandlung von Magenprobleme.
Man kommt mit Magenproblemen, dann wird man zum Magenröntgen oder zur Gastroskopie geschickt und es ergibt nichts, bis auf eine „leichte Gastritis“.
Sofort wird ohne weiters nachzudenken von viele Ärzten ein PPI gegeben, obwohl man in Wirklichkeit noch immer nicht die Lösung weiß.
Was man von der Medikation her geben kann, um noch mehr Gastrin produzieren zu können, das weiß ich nicht. Man könnte Proteinreiche Nahrung essen, die regt die Bildung von Gastrin an - es ist aber nur eine Idee auf die Schnelle und keine Lösung.
Neben dem Gastrin gibt es noch andere Peptidasen wie das Pepsin, wurde das auch überprüft?
Die Ursache könnte in der Prozessierung des Gastrins liegen, vielleicht sind zu wenige Enzyme vorhanden, die das Gastrin bilden. Weiters kann ein Defekt im GAS-Gen vorhanden sein, das könnte auch zu weniger Gastrin führen.
Eine andere Möglichkeit könnte die sein, dass Sie an einer autoimmunen Gastritis leiden. Das heißt, dass Antikörper Ihres Körpers gegen die eigenen G-Zellen (diese Produzieren das Gastrin) gerichtet sind und so den niedrigen Säure- und Gastringehalt auslösen. In dem Fall ist eine Dämpfung des Immunsystems vielleicht eine einstweilige Lösung, auch wenn dies eine nicht zufriedenstellende Lösung ist.
seit über 1 Jahr plage ich mich mit Verdauungsstörungen. D.h. nach dem Essen aufgeblähter Bauch, ohne Abgang von Darmgasen. Es wurde alles untersucht, selbst die Ärzte der Inneren Medizin unserer Klinik wußten keinen Rat. Spasmolytika, Säureblocker haben versagt.
Jetzt war der jährliche Blutcheck (2 Seiten) mit allen Werten bei meinem Endokrinolgen, der zum ersten Mal das Gastrin untersuchte. Ph-Wert 8.0, Vitamin K 1, Zink, Magnesium, Selen, D und Calcium untere Grenze, Vitamin E mit 32 umol/l (Norm: 63-175, das Gastrin bei 5.
Den Befund vom Endokrinologen (100 km entfernt) bekam ich wie immer zugesandt mit einem Schreiben, das alles ok ist.
Genau genommen liegst du mit deinem Gastrinwert ja innerhalb des unteren Referenzbereichs; die behandelnden Ärzte sehen da offenbar kein Problem.
Der pH-Wert des Stuhls wird auch von anderen Faktoren mitbestimmt; zu großen Teilen etwa auch vom Pankreas (=Bauchspeicheldrüse); die macht die zu verdauende Nahrung basisch. Vielleicht ist die überaktiv oder hemmende Einflüsse zu wenig aktiv.
Das ist alles ein komplizierter Regelkreis, bei dem es unmöglich ist, aus der Ferne den einen Auslöser auszumachen.
Du hattest ursprünglich gefragt, was den Gastrinwert - physiologisch - in die Höhe treibt (woraus sich natürlich von dieser Seite keine Therapieempfehlung ableitet): z.B. proteinreiche Nahrung und ein hoher Magen-pH-Wert. Demnach führt ein saurer pH-Wert im Magen als Rückkopplungsmechanismus zu einem niedrigen Gastrinwert. Auch steigern Histamin, Nikotin und Koffein die Gastrinproduktion oder direkt die Säureproduktion im Magen.
In Richtung Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurde ja vermutlich auch schon untersucht.