Hallo,
eine Bekannte legte mir vor ein paar Tagen eine Prüfungsfrage der IHK zum Ausbildungsberuf „Veranstaltungskauffrau“ hin und suchte nach Hilfe. Aber ich hab leider keinen blassen Schimmer, was die IHK mit dieser Aufgabe will und wie die zur Musterlösung kommen. Vielleicht kann ja jemand hier mir erklären, was das soll.
Aufgabe:
Die Vermögensbestandteile eines Unternehmens lassen sich nach dem Grad der Liquidität unterteilen. Bringen Sie die folgenden Vermögensbestandteile in die richtige Reihenfolge, indem Sie die Ziffern 1-5 neben die genannten Vermögensbestandteile eintragen. Beginnen Sie mit dem Vermögensbestandteil, der den niedrigsten Grad der Liquidität aufweist.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kassenbestand
Fuhrpark
Gebäude
Büro- und Geschäftsausstattung
Musterlösung der IHK:
4,5,2 oder
3,1,3 oder
2
Wenn ich mir die Formeln zur Liqidität vornehme, finde ich dennoch keinen Ansatz, der die Musterlösung der IHK erklärt. Zumal die offensichtlich mehrere Lösungen anbieten.
Oder kann es ganz einfach sein, dass die IHK auch mal nen Fehler gemacht hat? Soll ja auch mal vorkommen…
Viele Grüße
Merlinchen
Hallo,
die wollen einfach die Ordnung wie in der Bilanz haben, also nix mit Formel und so
. Die Aktivseite der Bilanz ist (vom Grundsatz her) nach dem Grad der Liquidierbarkeit geordnet. Erste Stunde BWL oder so, deine Freundin sollte doch bitte noch mal nachsitzen, so was sollte man zur Prüfung eigentlich wissen 
Trotzdem viel Glück wünscht
Der Häuserprofi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Merlinchen!
Die Vermögensbestandteile eines Unternehmens lassen sich nach
dem Grad der Liquidität unterteilen. Bringen Sie die folgenden
Vermögensbestandteile in die richtige Reihenfolge, indem Sie
die Ziffern 1-5 neben die genannten Vermögensbestandteile
eintragen. Beginnen Sie mit dem Vermögensbestandteil, der den
niedrigsten Grad der Liquidität aufweist.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kassenbestand
Fuhrpark
Gebäude
Büro- und Geschäftsausstattung
Unter „Grad der Liquidität“ ist hier die Möglichkeit zu verstehen, einen Vermögenswert zu einem Zahlungsmittel/ Bargeld zu machen.
Der Kassenbestand besteht aus Bargeld, stellt also unmittelbar Liquidität dar, gefolgt von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Immobilie, also das Gebäude, hat den geringsten Grad der Liquidität, gefolgt von Büro- und Geschäftsausstattung.
Die Lösung sollte deshalb 4,5,3,1,2 heißen.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Unter „Grad der Liquidität“ ist hier die Möglichkeit zu
verstehen, einen Vermögenswert zu einem Zahlungsmittel/
Bargeld zu machen.
Der Kassenbestand besteht aus Bargeld, stellt also unmittelbar
Liquidität dar, gefolgt von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen. Die Immobilie, also das Gebäude, hat den
geringsten Grad der Liquidität, gefolgt von Büro- und
Geschäftsausstattung.
Die Lösung sollte deshalb 4,5,3,1,2 heißen.
soviel zu Theorie. In der Praxis erlebe ich gerade, daß es sehr viel leichter ist, ein 150 Jahre altes Gebäude zu verticken als 3 Jahre alte PCs 
Gruß,
Christian
Hi,
da hilft auch ein Blick ins HGB, genauer in den § 266 http://dejure.org/gesetze/HGB/266.html
Bei Jahresabschlüssen nach HGB sind die Vermögensgegenstände nach (theoretischer) zunehmender Liquidierbarkeit von oben nach unten sortiert.
Gruß,
Christian
danke!
Hallo,
danke für die Antworten! Und insbesondere Danke an Wolfgang! Dann hat mich also mein Wissen nicht verlassen und die Musterlösung der IHK war falsch. 
Ich dachte schon, ich hätte irgendwann was verpasst und wüsste nur deshalb mit deren Lösung nix anzufangen. Aber wenn ihr das auch nicht könnt… 
Viele Grüße
Merlinchen
Dann hat mich also mein Wissen nicht verlassen und die
Musterlösung der IHK war falsch. 
Das ist leider nicht selten. Es ist schon teilweise lächerlich, was die IHK für Musterlösungen verbreitet.
Bedauerlich ist dies insbesondere bei Prüfungen, wo die Fehler oft jahrelang unbemerkt bleiben.