Hallo!
Es klingt zwar blöd, ist es aber nicht. Wenn man halt wenig bis gar keine Ahnung von Aktien hat, dann passiert so was wahrscheinlich:
Mir hat mein Anlageberater eingeredet, zum Kauf eines Grundstückes einen möglichst großen Kredit aufzunehmen um den Rest des Geldes, welches nicht für den Kauf den Grundstückes benötigt wird, gewinnbringend (versprochen wurden 6% jährlich) anzulegen. Dass es sich dabei um Einzelaktien gehandelt hat, wurde mir natürlich verschwiegen. Die Aktien sind nun, wie auch alle anderen, natürlich im Keller.
Nun meine Frage: Ist diese Vorgehensweise meines Anlagebraters überhaupt rechtens oder wurde hier eine illegale Sache durchgezogen??? Habe schon mal was gehört, dass eine solche Möglichkeit als „Hebel“ bezeichnet wird und nicht legal sein soll!!!
Hallo,
Es klingt zwar blöd, ist es aber nicht. Wenn man halt wenig
bis gar keine Ahnung von Aktien hat, dann passiert so was
wahrscheinlich:
Es klingt nicht nur blöd, sondern ist es auch.
Was zahlst Du denn für Kreditzinsen?
benötigt wird, gewinnbringend (versprochen wurden 6% jährlich)
anzulegen.
Die Kreditzinsen sind „garantiert“, die 6%- Gewinne aber nicht.
Wie kann ein seriöser Bankberater soetwas nur vorschlagen?
Einen Kredit aufzunehmen um davon Aktien zu kaufen ist „tödlich“.
Gruß:
Manni
Hallo Manfred,
grundsätzlich verboten sind solche Hebelgeschäfte nicht. Nur Investmentfonds z.B. dürfen so etwas nicht, weil es halt sehr sehr riskant ist, wie Du selbst leider gerade feststellst.
Folgende Fragen stellen sich:
-
War der Berater ein Angestellter der darlehensgebenden Bank?
-
Wurdest Du hinreichend über die Risiken aufgeklärt (Beratungsdokumentation)
-
Habe ich das richtig verstanden, dass Dir jemand eine Rendite der Aktien in Höhe von 6% garantiert hat?
Gruß vom Money-Schorsch
Hallo!
Nun, sind Aktien nicht noch riskanter als Investmentfonds ???
Zu deinen Fragen:
- Nein, der Berater war ein Selbständiger und gehört keinem Bankinstitut an.
- Ich wurde überhaupt nicht über Risken aufgeklärt. Es wurde mir immer gesagt, dass es sich dabei um Immobilienfonds handelt und dass diese „sicher“ wären und gar nicht fallen könnten, weil dies alles laufende Verträge zwischen Vermietern und Mietern der Immobilien wären.
Natürlich wurde ein Gesprächsprotokoll ausgefertigt und auch von mir unterzeichnet, welches jedoch bereits vorausgefüllt war! Die Rückseite wurde im Schnellverfahren durchgegangen. - Ja, tatsächlich wurden mir mind. 6% Rendite garantiert. Wie schon oben erwähnt, wurde das Wort „Aktie“ nie in den Mund genommen, den nach seinen Aussagen „…muss eine Familie in sichere Ansparungen investieren …“!
Nun meine Frage: Ist diese Vorgehensweise meines Anlagebraters
überhaupt rechtens oder wurde hier eine illegale Sache durchgezogen???
Illegal ist das nicht, der Berater könnte gegen seine Beratungs- und Aufklärungspflichten verstossen haben.
Habe schon mal was gehört, dass eine solche
Möglichkeit als „Hebel“ bezeichnet wird und nicht legal sein soll!!!
Warum hast Du dann dieses Geschäft getätigt, wenn Du es für illegal hälst ? Zu so einer Aktion gehören schließlich immer zwei Beteiligte.
Hallo,
siehe http://www.finanztip.de/tip/boerse/aktientipp-107.htm
Der alte Boersenguru Kostolany sagte
Aktien mit Kredit finanzieren ist der Strick um den eigenen Hals.
Er hatte diese Erfahrung gemacht.
Gruss Helmut
… ich leider auch !!!
Danke für die Antwort.
Nein, vielleicht liegt hier ein Missverständnis vor.
Zur Erklärung: Habe dieses Geschäft vor ca. 4 Jahren gemacht. Damals in keinster Form informiert über Aktien und ähnliches. Lediglich Bausparen und Sparbuch war bei mir angesagt. Wie bereits im Artikel beschrieben, wurde mir immer erklärt, dass es sich hier um Immobilienfonds handle und dass dies alles sichere Investitionen wären. Das Wort „Einzelaktie“ wurde nie in den Mund genommen, bis ich selbst drauf gekommen bin. Nun ja, mittlerweile bin ich klüger.
Was für Papiere hat man dir denn ins Depot gelegt? Immobilienaktien dann wohl statt Immobilienfonds?
Grüße,
Sebastian
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Na ja. Wenn du aber nicht informiert wirst, dass es sich dabei um Aktien handelt (natürlich klingt das jetzt im Nachhinein etwas blöd, aber ich bin wohl nicht der einzige) und dir eine Mindestrendite von über 6% garantiert wird würde es sich nach meinen Rechnungen auszahlen.
Übrigens: es war kein Bankberater, sondern ein Berater eines renomierten Finanzdienstleisters.
Dass es tödlich ist, weiss ich mittlerweile auch.
Leider!!!
Gruß retour
Manfred !!!
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Was für Papiere hat man dir denn ins Depot gelegt?
Immobilienaktien dann wohl statt Immobilienfonds?Grüße,
Sebastian
Genau! Immofinanz und Immoeast, welche nun im Keller sind.
Gruß Manfred!!!
Hi
Dass es sich dabei um Einzelaktien gehandelt hat,
wurde mir natürlich verschwiegen. Die Aktien sind nun, wie
auch alle anderen, natürlich im Keller.
Bist Du aus Ö? war der Berater von AWD? Deine Postings klingen nämlich irgendwie danach.
Wenn ja, dann wende Dich an die Arbeiterkammer. Einige AWD-Berater scheinen es mit der Beratungspflicht in der Vergangenheit nicht so genau genommen zu haben und es wird daher eine Klage gegen den AWD angestrebt.
Gruß
Edith
Hallo!
Ja, das ist richtig. Bin eh schon beim VKI gelandet. Allerdings hab ich auch direkt an AWD eine Anfrage über mögliche außergerichtliche Lösungen durchgeführt mit einer für mich nicht akzeptablen Rückmeldung. Ich möchte deshalb nur eine „saftige“ Rückmeldung an den AWD tätigen und mir zuerst noch zusätzliche Erfahrungen bzw. Tipps einholen.
Danke
Manfred!
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Übrigens: es war kein Bankberater, sondern ein Berater eines
renomierten Finanzdienstleisters.
Apropos „renommiert“ - die einen sagen so, die anderen so! „Renommieren“ kommt nämlich von „Renommee“ (guter Ruf, guter Leumund, (LOL) )
Gruß cooler
Jetzt wohl nicht mehr „renommiert“ !!!
Ha, ha …
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Hi
Ja, das ist richtig. Bin eh schon beim VKI gelandet.
Allerdings hab ich auch direkt an AWD eine Anfrage über
mögliche außergerichtliche Lösungen durchgeführt mit einer für
mich nicht akzeptablen Rückmeldung.
Tja, der AWD wird erstmal auf stur schalten und versuchen das ganze auf Einzelfälle zu reduzieren. Da Du schon beim VKI gelandet bist, bist Du ja auf dem richtigen Weg. Ich vermute, daß das die einzige Chance ist, daß Betroffene eine Entschädigung bekommen, wenn tatsächlich nicht richtig beraten wurde.
Ich kann mich täuschen und vielleicht ist die AWD-Ausbildung besser als meine Vermutung, aber ich denke mal, daß zumindestens einige AWD-Berater noch nicht mal wirklich gewußt haben, was sie da verkaufen und daher tatsächlich der Ansicht waren, daß es eine bombensichere Sache ist. Was aber nichts an der Tatsache ändern würde, daß die Beratung fehlerhaft war.
Gruß
Edith
Hallo!
Du sprichst mir aus dem Mund. Auch ich habe die Einschätzung, dass die meisten Berater wenig bis keine Ahnung von dieser Aktie hatten und dass es vielmehr auf „höherer Ebene“ zwischen AWD und Immofinanz zu Zusagen und Absprachen gekommen ist, um möglichst viel Provisionen zu kassieren und Aktien anzubringen. Leider sind dann die Leidtragenden die Kunden selbst, aber natürlich auch die Berater.
Danke für deine Meldung.
Hallo
Es klingt zwar blöd, ist es aber nicht. Wenn man halt wenig
bis gar keine Ahnung von Aktien hat, dann passiert so was
wahrscheinlich:
Übrigens: es war kein Bankberater, sondern ein Berater eines
renomierten Finanzdienstleisters.
Kann man diesen Berater denn nicht in Haftung nehmen?
So etwas ist doch quasi sittenwidrig.
Eigentlich müßte ein Berater bei solchen Geschäften ein Beratungsprotokoll anfertigen, wenn ich mich nicht irre?
Man sollte nicht so ohne weiteres aufgeben.
Schmerzlich ist es allemal.
Gruß:
Manni
Hallo
Übrigens: es war kein Bankberater, sondern ein Berater eines
renomierten Finanzdienstleisters.
Nachtrag, aber hypothetische Annahme:
Vllt. könnte in einem hypothetischen Fall das BGH- Urteil XI ZR 510/07 helfen.
Man könnte sich diese Entscheidung hypothetisch beim BGH unter Angabe des AZ herunterladen.
Falls der Berater eine Rückvergütung erhalten hat, hätte man Chansen,
rein hypothetisch natürlich.
Gruß:
Manni
Vllt. könnte in einem hypothetischen Fall das BGH- Urteil XI
ZR 510/07 helfen.
Bin eh schon dran an einer Klage, mittels Verein für Konsumenteninformation.
Aber nachdem das Investieren von Geld in Aktien, welches mittels Kredit aufgenommen worden ist, sozusagen legal ist, hab ich wohl wenig Chancen, … außer es gibt vielleicht andere Fehler des Beraters, welche aufgedeckt werden könnten.
Gruß Manfred