Hallo,
wir wohnen in einem neu renovierten Haus, wo man anscheinend im Bau hie und da etwas geschlampt hat. Darüber hinaus sind die Wände relativ feucht weswegen wir vor allem jetzt im Winter erheblich mit Luftfeuchtigkeit zu kämpfen haben.
Auch mit häufigem Stoßlüften sammeln sich vor allem morgens erhebliche Mengen von Kondenswasser an den Fenstern. Leider befindet sich zwischen der Wand (ich meine die Seitenwände der Aussparung in der das Fenster sitzt) und den inneren Fensterbrettern ein schmaler Spalt, durch den auch Wasser eindringen kann was jetzt schon dazu führt, dass diese leicht aufgequollen sind.
Frage:
Ist es als erste und einfachste Maßnahme sinnvoll, die Fugen mit einem geeigneten Mittel (Silikon?) abzudichten?
Welche Maßnahmen sind sonst noch empfehlenswert?
Gruß,
der Zerschmetterling
Hallo!
Das müsste sich ein Baufachmann vor Ort anschauen. Ob nämlich die erhöhte Feuchtigkeit/Kondensatausfall „nur“ auf erhöhte Raumluftfeuchte zurückzuführen ist(Abhilfe lüften,heizen) oder ob an den Fenstern nach Renovierung Einbaufehler vorliegen.
Aber grundsätzlich hat es dort keine Fuge zu geben !
Es gehört doch zum Anschluß der Malerarbeiten,dort den Übergang Fensterleibung/Fensterbank zu versiegeln.
Und aufquellende Fensterbänke ? Was hat man denn da verwendet, Holz ?
MfG
duck313
Lieber Zerschmetterling,
ich würde mal über dem Fensterbrett
direkt an der Fensterfuge ein Stück des Laibungsputzes entfernen.
Wenn dort Wärmedämmung sichtbar ohne Dampfbremsfolie oder Flexband darüber zu sehen ist, liegt ein typischer Montagefehler vor.
Da hilft nur Fenterbrett und Putz entferen und eine Dampfbremse einbauen.
Der Wasserdampf der Raumluft dringt durch die Laibung und das Fensterbrett (wie beschrieben wahrscheinlich Melaminharz beschichtete Spanplatte)und durchfeuchtet die Wärmedämmung (meist PUR-Schaum).
Feuchter PUR-Schaum verliert seinen Dämmwert, in der Folge kühlt die Dämmung aus. Es bildet sich Kondenswasser im ganzen Fugenbereich.
WEITERE MÖGLICHKEIT
Durchfeuchtung von außen, wenn die Außenfugen nicht Schlagregendicht (Silikonnaht) ausgeführt sind.
ZERSTÖRUNGSFREIER TEST
Mit einem einfachen Innen-Außenthermometer oder einem Oberflächenthermometer die Oberflächentemperatur im Fugenbereich messen. Ist die Raumluft ca. 21° und die Luftfeuchte ca. 40-60°C, die Oberflächentemperatur aber deutlich über 10°C weniger, liegt höchstwahrscheinlich der oben beschriebene Montagefehler vor.
herzlichst
Ole Welzel