äh… also, wenn Du sagst, das stimmt, dann glaube ich das jetzt einfach mal so.
Nur, die Regeln hatte ich mir schon vorher im Netz ergoogled. Ich komme nur mittlerweile mit den Endungen durcheinander, und dachte, Ihr könntet mir sagen, ob das Obige eben tatsächlich Genitiv ist.
Sorry, aber man merkt Dir extrem an, dass Du mal Lehrerin warst.
Ich dagegen komme eher aus der Übersetzer-Ecke, und weiss, dass das ‚Sich-an-die-Regeln-Halten‘ nicht unbedingt grammatikalisch Korrektes produziert.
Denn man kann bei einer Regel auch mal was übersehen - oder eine Regel gilt in einem bestimmten Fall nicht, oder oder…
Nur mal so zur Erklärung, warum ich versuchte, konkret hier im Forum echte Menschen zu fragen. Die Regeln kann ich mir auch selbst ergoogeln, vielen Dank. Ob ich dann einem Irrtum erlegen bin, erfahre ich auf diese Weise aber nicht.
sorry, aber findest du deine Kritik an Kreszentia nicht selbst etwas unfair?
Sprachgefühl - da gebe ich dir recht - ist eine feine Sache.
Allerdings auch nicht immer zuverlässig.
Sprachgefühl heißt nichts anderes, als dass man die Regeln einer Sprache auf einer anderen als der metasprachlichen Ebene verinnerlicht hat.
Fehlerträchtig wird dies immer dann, wenn die Sprecher, die dich umgeben, regelmäßig „Fehler“ machen, bzw. grammatische Strukturen verwenden, die von der Standardsprache abweichen.
Dies kann etwa bei Dialektsprechern der Fall sein, die z.B. regelmäßig in bestimmten Zusammenhängen die Hilfsverben „sein“ oder „haben“ verwechseln, oder den Dativ mit dem Akkusativ u.v.m.
Im Dialekt ist es kein Fehler, dort gehört es zum System. Aber eben nicht im Standarddeutschen.
Ähnlich verhält es sich mit manchen umgangssprachlichen Audrücken.
Der Beispiele sind viele.
Dass du einen Kasusfehler gemacht hast, liegt doch genau daran, dass du dich (hier leider fälschlicherweise) auf dein Sprachgefühl verlassen hast, oder nicht?
Kreszentia hat dir zunächst deine Frage beantwortet („passt schon“) und dich dann an eine Quelle verwiesen, wo du das noch einmal im Zusammenhang nachlesen kannst.
Was ist daran verkehrt?
Sprachgefühl hat halt auch den Nachteil, dass man damit schlecht argumentieren kann. Wie hättest du es denn gefunden, wenn sie dir geschrieben hätte: Na, das muss natürlich so und so heißen: Das hört man doch!
Wäre dir das lieber?
Bevor dein Zorn jetzt übrigens noch auf mich herabprasselt: Ja, ich bin auch Lehrerin. Allerdings komme ich gleichzeitig auch aus der „Übersetzerecke“. Beides habe ich jahrelang gemacht. Ich verstehe daher nicht, welchen Graben du da aufzumachen versuchst.
Ohne „Sprachgefühl“ müsste man jeden einzelnen Satz nachschlagen. Ohne Regelwissen käme man allerdings oft auch nicht so weit.