Aufhebungsvertrag vor Krankenhausaufenthalt

Guten Tag!

Eine Arbeitnehmerin ist chronisch Krank, hat Depressionen und Magersucht. Diese arbeitet seit 4 Jahren in einer Firma. Vergangenes Jahr hatte sie einen 4 monatigen Klinikaufenthalt.

Mal angenommen, nächste Woche würde derselbe Klinikaufenthalt wieder bevorstehen und ihr Chef würde ihr daraufhin einen Aufhebungsvertrag + einer Abfindung von 3 Monatsgehältern anbieten.

Welche Konsequenzen hätte der Aufhebungsvertrag in Bezug auf den Klinikaufenthalt, dem Arbeitslosengeld (Wer zahlt? Könnte sich das Arbeitsamt oder die Krankenkasse in irgendeiner Art und Weise querstellen) und womöglich der weiteren beruflichen Karriere? Welche anderen Möglichkeiten sollte man in betracht ziehen um diesem Aufhebungsvertrag zu entgehen? Würde eine Arbeitnehmerin besser da stehen wenn man sie kündigen würde?

Vielen Dank

Hallo,

Welche Konsequenzen hätte der Aufhebungsvertrag in Bezug auf
den Klinikaufenthalt, dem Arbeitslosengeld

ALG gäbe es in der Zeit nicht, da sie ja der Vermittlung nicht zur Verfügung steht.

Wer zahlt?

Je nachdem, wann die letzte AU war, vermutlich erst mal der AG Entgeltfortzahlung oder die Krankenkasse Krankengeld.

und womöglich der weiteren beruflichen
Karriere?

Die hat doch eher damit was zu tun, was die AN nach der Klinik selber arbeitsmäßig noch machen will bzw. kann.

Welche anderen Möglichkeiten sollte man in betracht
ziehen um diesem Aufhebungsvertrag zu entgehen?

Ihn einfach nicht unterschreiben.

Würde eine
Arbeitnehmerin besser da stehen wenn man sie kündigen würde?

Kann man als Außenstehender ohne die vertraglichen Vereinbarungen und die Möglichkeiten der AN nach dem Klinikaufenthalt zu wissen, nichts dazu sagen. Aber vermutlich (ich betone vermutlich) wäre sie mit einer Kündigung besser dran.

MfG

Hallo,

ich stimme da meinem Vorschreiber zu, auch ich vermute dass der AN mit einer Kündigung besser stehen könnte.

Da dies aus der Ferne, mit einigen Informationen sehr schwer zu beurteilen ist.

Ich kann hier nur raten, Zeit herauszuholen, zum einen, um gesund zu werden, zum anderen um mehr Informationen zu sammeln. So haben die meisten psychosomatischen Kliniken einen sozialen Dienst, der auf solche Fragen spezialisiert ist.

Ich rate, nichts zu unterschreiben, dem Arbeitgeber mitteilen, dass man sich Gedanken machen will, dies auch in der Klinik. Ich vermute da dies die gleiche Krankheit ist, muss der Arbeitgeber auch kein Entgelt für die Zeit in der Klinik leisten, dies kann man dann durchaus als Argument verwenden, dass der Arbeitgeber keine Kosten hat und man danach alles bespricht.

LG
Birgit8