Hi Anke,
mal extrem gesagt: Du DENKST nur, dass Dein Kopf das will, und nicht Dein Koerper. Es ist aber genauso wie mit Kaffee, Schokolade, Alkohol,…: Da sind Wirkstoffe drin, auf die Dein Koerper halt reagiert. Du isst ein Stueck Schokolade, denkst ‚mmm, schmeckt toll, ich will mehr‘, kannst Dir aber gar nicht bewusst sein, dass es die Wirkung auf Deinen Koerper ist, wegen der Du nun mehr Schokolade willst.
Ich gebe zu, dass das Was-in-der-Hand-halten, oder an-ner-Zigarette-ziehen doch nicht nur mit Nikotingenuss zu tun hat.
Ich kenne zwar Leute, die mit Unmengen von Nikotinkaugummi problemlos das Rauchen aufgegeben haben (ich denke, Pflaster sind ein bisschen unsinnig, weil Du halt, wie einen Schnuller sozusagen, was brauchst, was Du Dir in den Mund steckst - und da sind Kaugummis halt besser geeignet). Aber ich glaube, wenn man das Durchhaltevermoegen hat, kann man mit ganz normalen Kaugummis, und ‚Ritualen‘, mit denen man das Rauchen ersetzt (zB in der Kaffeepause, wo man sich bis jetzt normalerweise immer ne Zigarette angesteckt hat), sich auch das Rauchen abgewoehnen. Wenn Du Deinem Koerper das Nikotin voellig entziehst, wird er sich langsam dran gewoehnen. Wenn Du ihm immer noch Nikotin gibst, selbst wenn’s nicht in Form einer Zigarette ist, gewoehnt man sich vielleicht das Rauchen ab, aber doch nicht die Nikotinabhaengigkeit?
Kennst Du uebrigens Bachblueten? Es gibt da ne ‚rescue remedy‘, frueher nur als Tropfen, jetzt auch als nen Spray, was Du Dir in den Mund spruehen kannst. Kann mich zwar irren, aber ich bin recht ueberzeugt, dass das ein gutes & natuerliches ‚Mittel‘ ist: it’s meant to relax you. Natuerlich ist die Wirkung nicht halbsostark wie das des Nikotins, aber wenn Du unbedingt ne Zigarette willst, nimm davon ein bisschen - die Wirkung selbst & der Placebo effect, wenn man sich einredet, dass das nun genauso entspannt wie eine Zigarette, sind recht hilfreich!
Gruss aus Dublin,
Isabel
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