Aufhören zu rauchen.. mal was anderes

Hallo,

ich hab grad unten den anderen „aufhören zu rauchen“-Artikel gelesen. Da war wieder die Rede, dass man die körperliche Nikotinabhängigkeit mit Nikotinpflaster mildern kann.
Aber: Bringen die denn was?
Ich war schon 3x glücklicher Nichtraucher :wink:.
Nicht mein Körper sagte mir, dass ich wieder anfangen soll, sondern mein Kopf.
Auch während des aufhörens, musste ich nur meine Gedanken ins Reine bringen - mein Körper hat mir nie „gezeigt“, dass er Nikotin braucht.

Also, mir würden diese Pflaster nicht helfen, es sei denn sie würden meine Gedanken beeinflussen können.

Gruß
anke

hallo!

als einer der nie geraucht hat kann ich dir nur was zu der „kopf“
sache sagen: genau das ist ja der weg den dein körper nutzt um dir zu
sagen was er haben will.

wie soll er es denn sonst auch machen?
damit du ihm das gibst was er möchte „manipuliert“ er eben
sinneseindrücke; so schmecken einem z.b. wenn man krank ist bestimmte
sachen besser als andere. die vermutung dabei ist das der körper
weiss welche nahrungsmittel ihm während der krankheit gut tun und die
dann eben schmackhafter macht.

beim nikotin kann man sich dann eben nichts schöneres und besseres
vorstellen als eine zigarette.

das einzige signal bei dem man nicht so recht durchblickt und welches
alles bedeuten kann ist schmerz. das ist wie eine völlig neue
fremdsprache die man eben mal so verstehen soll. :wink:))

tschüss

matthias

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Hallo,
natürlich beeinflußt Nikotin Deinen Kopf. Genauso wie Alkhol oder alle anderen Dinge mit Sucht-/Gewöhnungspotential.

Gruss
Enno

Hallo,

nein, ich glaub ihr versteht mich alle falsch: Wenn ich ein süchtiger Raucher bin, dem es unheimlich schwer fällt aufzuhören, helfen mir doch auch diese Pflaster nicht weiter, weil ich eine ZIGARETTE in der Hand haben, im Mund haben, einfach rauchen will (den -ekligen-Geschmack schmecken will).
Ob dann ein Pflaster auf meinem Arm klebt, is mir doch Schnuppe!

Also inwieweit helfen Pflaster beim rauchen aufzuhören.

Gruß
anke

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Hallo,

nein, ich glaub ihr versteht mich alle falsch …

machen wir *g*. Sicher umfaßt Rauchen mehr als nur Nikotin zuführen. Und Abstinenz entsprechend mehr, als mit dem Nikotinentzug zu kämpfen.

Also inwieweit helfen Pflaster beim rauchen aufzuhören.

Sie erleichern den Nikotinentzug in der Anfangszeit und haben evtl. eine Placebo-Wirkung (das sollte man bei Entzug nicht unterschätzen). Ein bisschen weniger Drang wieder zur Kippe zu greifen aber sicher keine Sicherheit nicht wieder rückfällig zu werden.

Gruss
Enno

Hallo Anke,

es gibt bei Sucht (vereinfacht gesagt) meist zwei Komponeten.
Die körperliche Abhängigkeit und die psychische.

Welche dieser Komponenten überwiegt, hängt nicht nur von der Droge sondern auch zu einem nicht geringen Maß von der Person ab.

Wenn Du nun zum Typ ‚eher psychisch abhängig‘ gehörst und Dir das halten der Zigarette bzw. das saugen daran sehr wichtig ist, hilft Dir ein Nikotinpflaster eher weniger, weil der Vorgang des Rauchens, das Ritual wichtig ist.
Bei anderen ist es aber so, daß das Nikotin da sein muß, egal wie. Denen kann(!) ein Nikotinpflaster oder -kaugummi helfen von der Zigarette wegzukommen. Die Abhängigkeit vom Nikotin ist dann aber noch nicht überwunden.

Gandalf

Genau meine Erfahrung. Alle die mit solchen Hilfsnmitteln den Entzug zu mildern versuchten (die ich kenne) verlängern damit nur den Entzug und sind fast alle gescheitert. Ich hab ne Massive Aufhör -kampagne miterlebt als in der Klinik in der ich arbeitete zum 1.1.2000 das Rauchen abgeschafft wurde (nur scheffe hat weiter gesmoked, für den galt das nicht) und die irrsten Karrieren erlebt. Dünn zu fett mit Pflaster und nach 3 Monaten mehr geraucht alvorher (aber nun fett)…
oder Leute die sich beschwerten „scheiss Nadeln, ich rauch immer noch, die Helfen nicht“… Je schneller man durch ist desto besser - finde ich. Ich war scheints schlau - als alle aufhören wollten, hatte ichs drei Monate hinter mir. Daher blieb die allgemeine Panik von mir fern… das Versagen anderer hat viele dazu gebracht auch aufzugeben.
HH

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Hallo!

Abhängigkeit mußt Du aus zweierlei Komponenten bestehend sehen: Körperliche Abhängigkeit (zittrig, „Zigarette brauchen“, Schlaflosigkeit, Übelkeit etc) sind Folgen des Entzugs von Nikotin, einem Alkaloid, das wie alle Alkaloide (Koffein, Morphin…) abhängig macht. Diese Symptome minderst Du mit dem Pflaster, das kontinuierlich Nikotin über die Haut abgibt und so das Gift langsam ausschleichen kann.
Das Gefühl, was im Mund zu brauchen, ist die psychische Abhängigkeit. Die kann man mit Lutscher, Kaugummi und dergleichen zu kompensieren versuchen. Eine Kombination aus beidem sind nikotinhaltige Kaugummis.

Lieber Gruß und viel Erfolg,

Marcus

Hi Anke

nein, ich glaub ihr versteht mich alle falsch: Wenn ich ein
süchtiger Raucher bin, dem es unheimlich schwer fällt
aufzuhören, helfen mir doch auch diese Pflaster nicht weiter,
weil ich eine ZIGARETTE in der Hand haben, im Mund haben,
einfach rauchen will (den -ekligen-Geschmack schmecken will).
Ob dann ein Pflaster auf meinem Arm klebt, is mir doch
Schnuppe!

kann es sein, daß du eigentlich gar nicht aufhören willst? Warum hast du denn schonmal aufgehört, also vom Arzt aus, vom Freund…
Dann wolltest du denen nur beweisen: Schau mal, ich kann auch ohne. Aber wenn du selbst eigentlich gar nicht willst, klappt´s eben auch nicht (zumindest nicht dauerhaft).

Also inwieweit helfen Pflaster beim rauchen aufzuhören.

Dein Wille ist entscheidend, alles andere ist nur Hilfsmittel …

so long
Natalia

Hi Anke,
mal extrem gesagt: Du DENKST nur, dass Dein Kopf das will, und nicht Dein Koerper. Es ist aber genauso wie mit Kaffee, Schokolade, Alkohol,…: Da sind Wirkstoffe drin, auf die Dein Koerper halt reagiert. Du isst ein Stueck Schokolade, denkst ‚mmm, schmeckt toll, ich will mehr‘, kannst Dir aber gar nicht bewusst sein, dass es die Wirkung auf Deinen Koerper ist, wegen der Du nun mehr Schokolade willst.

Ich gebe zu, dass das Was-in-der-Hand-halten, oder an-ner-Zigarette-ziehen doch nicht nur mit Nikotingenuss zu tun hat.

Ich kenne zwar Leute, die mit Unmengen von Nikotinkaugummi problemlos das Rauchen aufgegeben haben (ich denke, Pflaster sind ein bisschen unsinnig, weil Du halt, wie einen Schnuller sozusagen, was brauchst, was Du Dir in den Mund steckst - und da sind Kaugummis halt besser geeignet). Aber ich glaube, wenn man das Durchhaltevermoegen hat, kann man mit ganz normalen Kaugummis, und ‚Ritualen‘, mit denen man das Rauchen ersetzt (zB in der Kaffeepause, wo man sich bis jetzt normalerweise immer ne Zigarette angesteckt hat), sich auch das Rauchen abgewoehnen. Wenn Du Deinem Koerper das Nikotin voellig entziehst, wird er sich langsam dran gewoehnen. Wenn Du ihm immer noch Nikotin gibst, selbst wenn’s nicht in Form einer Zigarette ist, gewoehnt man sich vielleicht das Rauchen ab, aber doch nicht die Nikotinabhaengigkeit?

Kennst Du uebrigens Bachblueten? Es gibt da ne ‚rescue remedy‘, frueher nur als Tropfen, jetzt auch als nen Spray, was Du Dir in den Mund spruehen kannst. Kann mich zwar irren, aber ich bin recht ueberzeugt, dass das ein gutes & natuerliches ‚Mittel‘ ist: it’s meant to relax you. Natuerlich ist die Wirkung nicht halbsostark wie das des Nikotins, aber wenn Du unbedingt ne Zigarette willst, nimm davon ein bisschen - die Wirkung selbst & der Placebo effect, wenn man sich einredet, dass das nun genauso entspannt wie eine Zigarette, sind recht hilfreich!

Gruss aus Dublin,
Isabel

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