Hi,
Ja schade das Ironie an dich verschwendet ist, denn eigentlich
habe ich einen Zwinkersmiley dazugemacht um anzuzeigen dass
ich Spass gemacht habe.
Nun sei doch nicht gleich so 
Dafür, dass ich meine Antwort so harsch formuliert habe, um damit auszudrücken, wie unbegründet ich Deine Sorgen finde, gibts halt keinen Smiley …
Sorry, falls es falsch rübergekommen ist!
mein Patensohn (übrigens jetzt auch 9, und auch aus München) hat
auch AD/HS, und der würde mich jetzt fragen, was das mit der
Aufklärung zu tun hat … vielleicht würde er sich sogar darüber
ärgern, dass das hier steht …
Tja, mit ADHS fällt das zuhören und aufpassen eben noch
schwerer. Deshalb habe ich es erwähnt.
Das ist richtig, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Kind schon ganz schön dran leidet, wenn die Mutter eine solche „Entschuldigung“ (die ein Kind in so einem Kontext, wo sie ziemlich unangebracht ist, schnell als Herabstufung verstehen kann) an den Beginn eines Gesprächs setzt, auch wenn es noch so gut gemeint ist.
Sorry, das war jetzt wieder hart ausgedrückt, und ich weiß ja nicht, ob diese Passage hier die reine Ausnahme war, aber falls Du tatsächlich zu dieser nicht unverbreiteten „Mein Sohn kann nix dafür, er hat ADS“-Haltung neigst, kannst Du ja selbst entscheiden, ob Du mit dieser Kritik was anfangen kannst.
genauso würde mein Patensohn auch reagieren, weil er die Idee
schwachsinnig finde würde, dass seine Mama ihm (der ja
mit Freuden in der Schule und im Hof unten auch schon ganz
kräftig übers Ficken undso redet) mit einem Buch seine
Wissenslücken stopfen will als wäre sie seine Lehrerin …
Ich weiss ja nicht ob du eigene Kinder hast,
ja, 2 Mädchen, aber beide noch viel zu klein für dieses Thema (ich habe das Alter aber bei den Kindern mit Ex-Freundin durchaus „live“ erlebt)
Ich bin eben der Meinung das Eltern ihnen das
Wissen vermitteln sollten, denn was dabei rauskommt, wenn sie
es nicht tun und die Kinder ihr ganzes Wissen aus dem
halbbgaren Gerede vom Schulhof haben, wissen wir ja nun alle
zur Genüge.
das ist richtig, aber ich wollte ja gerade sagen, dass man dabei mit Bedacht vorgehen muss, und dabei nicht „von oben herab“ dieses „Wissen“ entwerten darf durch irgendwelche „Aufklärungsgespräche“;
ich denke schon, dass das ein Hinweis ist, der es mitbedacht zu werden wert ist.
Ich habe meinem Kind sonst auch alles im Leben beigebracht,
unter anderem Manieren, Schuhe zubinden, Spielregeln, Fragen
beantwortet und so weiter, bisher ganz gut.Warum sollte ich
gerade dieses wichtige Thema auslassen und verklemmt darauf
warten, dass er es schon irgendwoher lernen wird?
Da hast Du mich dabei gehörig missverstanden!
Ich habe gesagt, dass ich das Thema Sexualität nicht anders nahebringen würde als das Schuhe binden, und dass ich es -wie bei allem anderen auch- nicht „aufdrängen“ würde, sondern als Antwort auf seine (versteckten) Fragen und Anspielungen ganz natürlich peu à peu anbringen würde, und nicht „klassisch“ im Mutter-Sohn-Gespräch mit illustrierter Lektüre.
Hätte ich irgendwelche Probleme oder würde versuchen dem Thema
auszuweichen würde ich einfach gar nichts tun
auch und gerade die „Theoretisierung“ eines Themas kann eine Form von Ausweichen sein.
(um mich zu wiederholen, will ich Dir damit nichts unterstellen, sondern lediglich diesen Hinweis in den Raum stellen, ob Du damit was anfangen kannst, kannst Du nur selbst wissen)
Ich würde mir bei einem 9jährigen jedenfalls noch keine Gedanken machen, ob „was schiefgelaufen“ ist, nur weil er keine Lust auf ein Aufklärungsgespräch-mit-Mama hat, aber Du kennst Deinen Sohn, nicht wir.
Schönen Abend!
Franz