Aufladen des Akkus

Hallo zusammen!

Weiß irgendjemand wie das Aufladen eines Akkus funktioniert? und woher weiß der PC, dass er voll geladen ist?

Vielen Dank im voraus

Vanessa

Hi Vanessa,

Notebook-Akkus werden genauso wie normale Akkus geladen, wenn Dich das interessierst, fängst du am besten mit den Wikipedia-Artikel zu Akkumulatoren an.
Die Ladestandsanzeige des Akkus geschieht über die integrierte Ladeelektronik, welche die Spannung des Akkus im Auge behält. Ein voll geladener Akku liefert eine höhere Spannung als ein leerer Akku, die Spannung nimmt mit abnehmender Ladung über eine Kurvenfunktion ab.

Grüße
m4tt3n

Hallo,

danke erst mal. Das Problem ist nur folgendes: ich verstehe diese Artikel bei Wikipedia nicht so schnell. Kann man das nicht irgendwie simpler erklären? Mal angenommen man lädt ein Handy auf: Wenn der Akku voll geladen ist hat er 3.6V. Wenn man also jetzt den Stecker in die Steckdose steckt,wie viel Volt werden dann über das Ladekabel zum Handy transportiert? Ich schätze, dass nicht direkt 3.6V durchlaufen, denn sonst wäre der Akku des Handys ja schon nach wenigen Sekunden vollgeladen.

Danke im Vorraus

Gruß Vanessa

Hallo,

Handy auf: Wenn der Akku voll geladen ist hat er 3.6V. Wenn
man also jetzt den Stecker in die Steckdose steckt,wie viel
Volt werden dann über das Ladekabel zum Handy transportiert?
Ich schätze, dass nicht direkt 3.6V durchlaufen, denn sonst
wäre der Akku des Handys ja schon nach wenigen Sekunden
vollgeladen.

was mein Vorredner da gesagt hat ist auch nicht ganz richtig gewesen. Er hat Spannung falsch verwendet. Und bevor ich mich genauso laecherlich mache: wende dich mit der Frage mal ins Elektronikbrett, da wird es dir genauer erklaert.

Soviel nur: ein 3,6V-Akku wird auch mit 3,6V geladen. Sonst koennte er keine Ladung annehmen. Allerdings liefert das Ladegaeret nur beispielsweise 200mah, waehrend der Akku 1000mah hat. Und wenn mich jetzt nicht alles taeuscht dauert es somit 5 Stunden den Akku zu laden.

Ciao! Bjoern

was mein Vorredner da gesagt hat ist auch nicht ganz richtig
gewesen. Er hat Spannung falsch verwendet. Und bevor ich mich
genauso laecherlich mache: wende dich mit der Frage mal ins
Elektronikbrett, da wird es dir genauer erklaert.

Für die Ladestandsanzeige war ich mit der Spannung eigentlich relativ nah dran…

Nochmal zum Ladevorgang:
Ein Akku besteht aus zwei Elektroden (Anode und Kathode) sowie einem Elektrolyt. Solch einen Aufbau nennt man auch galvanische Zelle. Er kann elektrische Energie in chemische Energie wandeln, und umgekehrt.
Wenn Du Anode und Kathode kurzschließt, z.B. wenn Du einen Verbraucher anschließt, so wandern zwischen Anode und Kathode geladene Ionen. Diesem Vorgang liegt eine Redoxreaktion zugrunde. Die Anode oxidiert, die Kathode wird reduziert. Die Reduktion und Oxidation laufen räumlich getrennt in zwei Halbzellen ab, die über einen Ionenleiter verbunden sind. In diesen Halbzellen befindet sich das Elektrolyt, z.B. Silbernitrat und Kupfersulfat. Eine Kupferelektrode taucht hier in die Kupfersulfat-Lösung, eine Silberelektrode in das Silbernitrat. Sowohl die Kupfer- als auch die Silberatome der jeweiligen Elektroden streben nun danach, sich in der Lösung (dem Elektrolyt) zu lösen, erhalten so eine positive ionische Ladung. Dadurch entsteht an der Elektrode eine negative Ladung, wodurch der Vorgang des Lösens gestoppt wird (die Eletrode zieht die Ionen an).
Verbindet man nun Kathode und Anode, also Silber- und Kupferelektrode, so erhält man eine elektrische Spannung, da die Elektroden unterschiedlich stark geladen sind. Hier kommen Reduktion und Oxidation ins Spiel. Da das Redoxpotential der Silberelektrode höher ist als das der Kupferelektrode, werden die Ionen der Silberteilzelle zur Elektrode gedrückt, geben ihre Elektronen ab und lagern sich an der Elektrode an. Auf der Kupferseite passiert genau das Gegenteil, durch eine Oxidation werden die Atome in geladene Ionen sowie zwei Elektronen oxidiert. Die Silberelektrode wird also zur Anode, die Kupferelektrode wird zur Kathode.
Verbindet man nun die beiden Elektroden, so kann man eine Spannung messen. Dies liegt daran, dass sich in der Kupfernitrat-Lösung ein Überschuss an positiv geladenen Kupferionen bildet, die Lösung also positiv geladen ist, in der Silbernitratlösung der anderen Teilzelle hat man hingegen eine starke negative Ladung, da sich dort ein Überschuss an negativ geladenen Silberionen bildet.
Über die Ionenbrücke können die Ladungsteilchen nun von einer Halbzelle zur anderen wandern, in diesem Kreislauf fließt letztendlich ein Strom.
Eine interaktive Veranschaulichung findest Du z.B. hier:
http://www.chemiedidaktik.uni-wuppertal.de/alte_seit…

Beim Aufladen tut man nun genau das Gegenteil.

Um die Aufladung eines Akkus zu ermitteln, misst man dessen Spannung. Ein Akku besitzt je nach Typ eine spezifische Entladungskurve, welche die Spannung abhängig von der Zeit darstellt.

Soviel nur: ein 3,6V-Akku wird auch mit 3,6V geladen. Sonst
koennte er keine Ladung annehmen. Allerdings liefert das
Ladegaeret nur beispielsweise 200mah, waehrend der Akku
1000mah hat. Und wenn mich jetzt nicht alles taeuscht dauert
es somit 5 Stunden den Akku zu laden.

das Ladegerät hat keine 200mAh - das ist eine Ladekapazität (milli Amperestunden).
Schnellladegeräte legen eine höhere Spannung an den Akku, als er eigentlich hat. Dadurch wird die oben beschriebene chemische Reaktion beschleunigt. Bei Handys sieht man das ganz leicht: Während im Gerät ein 3,6 V Akku ist, hat das Ladegerät dennoch eine Spannung von 5V (z.B. Samsung). Bei Notebooks dasselbe, ein 14,8V Akku wird mit 18V geladen (z.B. HP).

Die Stromstärke darf dabei nicht zu hoch gewählt werden, da man sonst den Akku zerstört. Eine Aufladung wirkt nicht zu 100% auf den Akku, dieser gibt auch thermische Energie ab - genauso wie beim Entladen. Wenn man einen Akku überläd, explodiert dieser - da die Elektrolyten erst kochen und dann ein wenig mehr Raum fordern.

Hoffe das war verständlicher als der Artikel auf Wiki!

Grüße
m4tt3n

Hallo,

vielen Dank. Ja, es ist einigermaßen klar geworden.

Gruß Vanessa