Auflistung benötigter Materialen zum Platienen ätz

Hallo was würdet Ihr mir für eine Grundaustatung empfehlen evtl von Conrad u.s.w

schönen Kehraus Thomas

Hallo was würdet Ihr mir für eine Grundaustatung empfehlen
evtl von Conrad u.s.w

Erst mal den Duden!

Gruß

Dieter

Hallo was würdet Ihr mir für eine Grundaustatung empfehlen
evtl von Conrad u.s.w

schönen Kehraus Thomas

Hallo Thomas,

ich weis nicht was man im kleien dazu braucht.
Kenne es nur im ganz grossen.
Ist schon ein paar Jahre her als ich die letzte programmiert habe, mal schauen ob ih es noch zusammen bekomme.

Zuerst einmal muss man die Platine reinigen.
Dann wird sie belichtet.
Dann wird sie kurz angeätzt, wieder gereinigt.
Und dann einfach in ein Galvanikbecken.
Danach wieder reinigen.
Jetzt werden die Löscher gebohrt.
Eventuell vor den Löcher Bohren eien dünne Schutzschicht drauf.
Dann noch einmal erst mit Saugluft gereinigt.
(Druckluft ist da nicht so)

Falls du es konkreter brauchst suche ich mal eien Ablaufplan einr grossen anlage raus.

Falls du viele Platinen brauchst, also so in etwas das du ein Galvanikbecken voll bekommst frage doch einfach bei einer Firma nach und sage d bist klein oder Privatanwender.
Wenn sie Kapazitäten frei haben lassen sie dir vielleicht schnell eine Ladung durch.

Grüsse Zoomi

Hallo Thomas,

Du brauchst:

  • photolackbeschichtete Platinen (es gibt einseitige und zweiseitige, ich empfehle, mit einseitigen Layouts zu beginnen und notfalls einige Drahtbrücken zu akzeptieren). Kosten ca. 3 Euro pro 100 mal 160 mm Platine.

  • eine UV-Lampe zum Belichten. Ich verwende dafür so eine kleine, wie heißt das, Solarium-Lampe, meine hat 4 Neonröhren mit zusammen 75 Watt (Belichtungszeit ca. 10 Minuten aus ca. 30 cm Abstand).

Vorher mußt Du natürlich das Layout haben. Ich habe ganz am Anfang das per Hand mit Tusche auf Transparentpapier gezeichnet, dann das Transparentpapier auf die Platine (Lichtschutzfolie vorher entfernt) gelegt und darüber noch eine Glasplatte. Dann belichtet, s. o.
Jetzt entwerfe ich das Layout am Computer, drucke es mit dem Laserdrucker aus, dann fotografiere ich es mit einer Spiegelreflexkamera und vergrößere auf Maßstab 1:1 (mache ich in der Dunkelkammer. Schwer zu beschaffen ist der Film. Vor Jahren hatte ich mal Glück und konnte eine Packung Agfa Copyline HTU3 auftreiben. Jetzt heißt der Film Agfa VGB 7 und man bekommt ihn angeblich nur in Großhandelsmengen.) Besser wäre eine Reprokamera, noch besser die Layout-Datei im Gerber-format in einen Belichter zu geben. Je nach Möglichkeiten.

  • Nach dem Belichten mit der UV-Lampe kommt die Platine in ein Bad mit NaOH-Lösung (ca. 7 - 10 Gramm pro Liter Wasser). Der Lack muß an den belichteten Stellen vollständig weg sein, das Kupfer also ganz blank zum Vorschein kommen, dann spülen. Somit brauchst Du noch min. 1 Entwicklerschale oder dgl.

  • Zum Ätzen verwende ich dieses Gerät von Isel (ca. 150 Euro). Es ist eine Plexiglasküvette mit einer Aquariumpumpe (pumpt Luft durch) und einem Heizstab. Ätzlösung: meist wird Eisen-III-Chlorid verkauft. Ich verwende statt dessen konz. technische Salzsäure mit Wasser verdünnt, dazu nach etwas Wasserstoffsuperoxid (30 %ig). Vorsicht beim Mischen! 1 Liter Ätzlösung ist ca. 700 ml Wasser, 300 ml Salzsäure und noch etwas (30 ml) Wasserstoffsuperoxid. Man kann diese Lösung mehrmals verwenden, muß aber ab und zu Wasserstoffsuperoxid nachgeben.

  • Nach dem Ätzen abspülen und trocknen.

  • Du brauchst noch eine Platinenbohrmaschine mit Stativ, sowie für vor allem für Epoxidplatinen Hartmetall-Bohrer (teuer, aber halten viel länger). Größere Löcher z. B. für Befestigungen kannst Du mit dem Hartmetallbohrer zuerst klein bohren und dann mit normalen HSS-Bohrern größer bohren.

  • Nach dem Bohren: Entfernen der Lackreste mit Aceton.

  • Dann Lötlack draufsprühen (SK10) und ca. 15 Minuten bei 100 Grad Hitze ins Backrohr.

Zusammenfassung Material:

Chemikalien:

  • NaOH
  • Eisen-III-Chlorid
    oder
  • techn. Salzsäure (ca. 33 %), Wasserstoffsuperoxid (30 %)
  • Aceton

(nicht beim Conrad, dort nur teuer. Sondern manche Drogerien, oder Spezialhandlung für Chemikalien…, in 1 Liter bzw. 1 Kg-Mengen am günstigsten)

  • UV-Lampe (kleine Solariumlampe)

  • 2 Glasplatten

  • Klebeband zum mechanischen Fixieren

  • Ein Ätzgerät, s. o. (z. B. Conrad)

  • 1 - 2- Entwicklerschalen

  • Platinenbohrmaschine mit Stativ

  • 2 Hartmetallbohrer 0.8 mm und einige HSS-Bohrer 1 - 3 mm

  • Platinen

  • SK10 Lötlack

  • Wie Du die Vorlagen erstellst (Transparentpapier oder diverse photographische Verfahren), mußt Du Dir gemäß den Dir zur Verfügung stehenden Mitteln aussuchen.

  • Tja, und Geduld, falls die ersten Versuche nicht so ganz klappen.

Liebe Grüße,

I.

Hallo was würdet Ihr mir für eine Grundaustatung empfehlen
evtl von Conrad u.s.w

schönen Kehraus Thomas

Hallo,

lass den Dreckmacher, lass es machen. Wesentlich bessere Qualität und keine verätzten Sachen.

Aber, wenn du es mit der Hand machen willst, dann nimm einen Edding 760 oder 780, dass sind Lackstifte, die eine ätzfeste Tusche haben. Dann brauchst du noch einen Platinenreiniger. Da gab es von Seno mal einen Schwamm, mit dem man alle Metalle säubern konnte. Ansonsten irgendwas, was die Platine oxid- und fettfrei macht.

Als Ätzmittel kommt heute nur Persulfate in Betracht (Natrium oder Kalium). Eisen-(III)-Chlorid gehört verboten, da es aus der Umwelt nicht wieder entfernt werden kann. Außerdem ätzen die Chloride alles weg, was ihnen in den Weg kommt. Und es ist ein starkes Oxidationsmittel. Sieht man nach einem jahr in der Werkzeugkiste :smile:. Salzsäure und Peroxid scheiden ebenfalls aus, da das HCl-Gas alles angreift.

So malen und ätzen fertisch.

Oder

Man kauft sich photobeschichtete Platten oder Photopositivlack. Dann nimmt man ein beliebiges Layoutprogramm (Eagle ist da ganz ok), macht sein Layout, druckt es auf Transparentpapier aus, belichtet es mit einer UV oder 1000W-Lampe (hat genügend UV, aber Vorsicht, Hitze), ätzt, fertisch.

Zweiseitige Platinen: Eine Seite muss mit einem ablösbaren Lack versehen werden, die andere Seite wird geätzt und das das Spiel umgekehrt gemacht. Dauert wesentlich länger.

Oder

Man nimmt das Eagle-Layout und schickt es an http://www.pcb-pool.de/, legt die paar Euronen auf den Tisch und erfreut sich an dem guten Bild. Spart Ärger und Zeit.