Hallo Ihr Psychologen,
immer wieder fällt mir auf, daß ich offensichtlich Zahlen anders aufnehme als ein großer anderer Teil der Menschheit. Und zwar wenn mir jemand die Zahl „fünfunddreißig“ sagt, dann nehme ich zuerst die 5 und dann die 3 auf. Das heißt, wenn am Telefon jemand sagt, „ruf mich zurück unter fünfundreißig sieben zweiunddreißig“ steht bei mir am Zettel dann 53 7 23. Klar, inzwischen kenne ich mich und konzentriere mich entsprechend, aber mein erster Impuls ist das genau „falschrum“ zu schreiben. Witzigerweise ist der Bruch zwischen Hirn und Fingern, also hören und verstehen tu ich die schon noch die 35 und könnte die Zahl auch richtig „zurücklesen“, aber auf dem Papier bzw. den Tasten ist ratz-fatz wieder die 53…
Neulich hab ich meinen Eltern mein Leid diesbezüglich geklagt, woraufhin mein Daddy mich voll und ganz verstanden hat, während meine Mutter meinte, daß das das überhaupt kein Problem sei. Sie schaute dabei, als ob ich vorgeschlagen hätte, in Spiegelschrift und von rechts nach links zu schreiben. Und tatsächlich, mein Papa und ich sind sehr viel anfälliger für „Zahlendreher“ als meine Mutter.
Nun ist es ja auch so, daß die meisten mir bekannten anderen Sprachen (englisch, französisch, spanisch und Co.) die Zahlen für mich richtigrum sagen, also thirty-two, twenty-three…
Jetzt ist die Frage: Bin ich sozusagen ein Zahlendreher-Legastheniker? Oder wäre ich der glücklichste Mensch, wenn man mir die Zahlen nur auf englisch ansagen würde? Und kann ich das eventuell irgendwie trainieren? Generell muß ich sagen, daß ich kein Zahlenphobiker bin und üblicherweise gern mit Zahlen arbeite und duraus auch ein Gespür für die Richtigkeit von Rechnungen habe. Das Problem tritt eher bei zusammenhangslosen Nummern wie eben Telefonnummern auf.
Liebe Grüße
Petzi *sonstnurmäßigverdreht*
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