Auf welches Persönlichkeitbild lässt sich bei einer Person schließen, die in diversen Tischgesprächsrunden regelmäßig neben ein und der selben Person sitzt oder sich an ihr hält? Die auf diese bestimmte Person förmlich fixiert ist, mit ihr erkennbar durch Körpersprache alle Meinungen teilt (voreiliges Zustimmen) ohne zwischen Meinungen und Argumente zu unterscheiden, beinah abrufbar jede gewünschte Zusage macht, nichts relativert, hinterfragt oder entwickelt, schlicht funktioniert wie eine Maschine, die Gutes aber auch genau so Schlechtes bewirken könnte?
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(in diese Rubrik könnte deine Vignette zumindest passen; gerne „Persönlichkeitsstörung“ durch „Persönlichkeitsstil“ ersetzen; lässt sich natürlich ohne die Person 'live' zu erleben nicht wirklich rate-frei bestimmen)
Kommt darauf an, bei was ihr geholfen werden soll und ob überhaupt.
Ansonsten: Psychotherapie … na, was soll ich sonst sagen?
Ich sehe ehrlich gesagt keinen Zusammenhang zwischen der Überschrift und deinem Text. Und dadurch könnte man zu dem Schluss kommen, dass das Problem hier vielleicht eher auf Seiten des Zusehers als auf Seiten des so handelnden liegen könnte.
Jemand anderem in vielen Dingen zuzustimmen muss mE keineswegs etwas mit „Aufopferung“ zu tun haben. Das kann aus purer Sympathie/Freundschaft/Liebe passieren. Dass kann auch aus einer gewissen Abhängigkeit im beruflichen, … Kontext passieren. Es gibt auch tatsächlich Menschen, die sehr ähnlich ticken, und so ähnliche Ansichten haben, dass sie tatsächlich sehr vorhersehbar synchron handeln und reagieren.
Hallo,
in dem Zusammenhang wäre es natürlich auch interssant, das Alter benannter Person zu erfahren.
Bei Jugendlichen/Schülern kann es durchaus ein Schritt in der Selbstfindungsphase sein.
LG,Mao
Die von dir beschriebene Konstellation kennt drei Personen: Person A, die nach deinen Worten fixiert ist; Person B, auf die Person A fixiert ist; und dann noch Person C, die das Ganze beobachtet. Wobei auch noch möglich ist, dass Person A und C identisch sind, was bei der Einschätzung eine große Rolle spielen würde, weil A/C dann nicht mehr in der beobachtenden Rolle ist, sondern beteiligt an der Interaktion zwischen A und B.
Du betitelst A als aufopferungsbereiten Menschen, dem geholfen werden müsse.
Ich würde eigentlich lieber den Blick auf C lenken. Die beschrieben Situation hat für mich zunächst nichts mit Aufopferungsbereitschaft zu tun. Das Ganze kann entstehen, wenn jemand eine andere Person anhimmelt oder fasziniert ist. Daraus auf einen Persönlichkeitsstil zu schließen ist schon deshalb völlig fehl am Platz, weil man nicht von einem Verhalten gegenüber einer bestimmten Person auf einen Persönlichkeitsstil schließen kann und darf. Das ist ausdrücklich nicht lege artis.
Für mich gibt es in der beschriebenen Situation nur eine Person, die aufopferungsbereit sein könnte: Person C. Wer aus der beschriebenen Situation eine hilfs- wenn nicht gar behandlungsbedürftige Person sieht und sich offenbar noch selbst in der Rolle sieht, in dieser Richtung tätig zu werden, sollte zuvörderst mit den eigenen Motiven beschäftigen.