Hallo Andreas,
unsere Söhne (fast 12 und 7 Jahre alt) lassen fast alles
stehen und fallen, was sie nicht mehr brauchen.
ich könnte jetzt sagen: was Fritzchen nicht lernte, wird Fritz …
Es wird kaum etwas zurückgestellt, und wenn etwas auf dem Fußboden
landet, dann liegt es da eben, Mutter oder Vater heben es ja
irgendwann auf.
das Hotel-Mutter(Vater) der gehobenen Art 
Erfolgt hat eigentlich nur die Androhung vor Fernsehverbot.
hmmm, ob das der richtige Weg ist in dem Alter?
Bisher war meine Frau eher nachsichtig, aber jetzt reicht es
ihr auch.
ich vermute mal, hier liegt der Knackpunkt. 12/7 Jahre stillschweigend den „Müll“ weggeräumt… da entwickelt sich eine gewisse Selbstverständlichkeit. Die Kids sind halt nichts anderes gewöhnt!
Das kann man Ihnen noch nicht mal vorwerfen!
Wie wird das denn sonst so gehandhabt ?
nirgendwo kann man lernen Eltern zu sein. Kindererziehung ist auch nicht lernbar!
Wichtig ist imho nur: den Kindern sollte früh genug aufgezeigt werden, wo Grenzen sind, was tolleriert wird und was nicht.
Wurde das in jungen Jahren versäumt, kommt die „Quittung“ mit zunehmendem Alter der Kids.
Ich möchte mal behaupten, der Zug ist für Euch (fast) abgefahren 
Am liebsten würde ich denen alles, was sie nicht wegräumen, in
ihr Zimmer stellen, vielleicht am besten aufs Bett legen. Und
zwar auch nicht weggräumte Teller mit Speiseresten (nur beim
Großen), angebißene Brötchen usw. Mal sehen, was er sagt, wenn
die ersten Maden kommen.
*LOL* ich kann dich verstehen, aber stelle dir mal vor: du gehst jeden Tag in ein Restaurant. Du bekommst das Essen auf den Tisch gestellt. Nach dem Essen verläßt du das Restaurant und der Kellener/in räumt den Tisch ab. Das geht 12/7 Jahre so!
Plötzlich ist es nicht mehr so! Du weißt eigentlich nicht warum!? Und der Kellner/in will dir plötzlich die dreckigen Teller in die Wohnung stellen…
Na ja, ist übertrieben, aber wer weiß, wie man die Kids sonst
noch drankriegt ?
Eure Kids sind alt genung, redet mit Ihnen. Versucht das Ruder noch rumzureißen und Ihnen verständlich zu machen, warum das Restaurant/Hotel-Mutter jetzt plötzlich nicht mehr so funktioniert wie in den letzten 12/7 Jahren.
Ohne Drohungen (die bringen nur kurzfristig was) solltet Ihr deren Verständnis für die neue Situation wecken.
Ein guter Ansatz wäre: Unterstützung der Mutter bei der täglichen Hausarbeit. 1 x in der Woche ist JEDER (auch du) dran, zu staubsaugen, die Fenster zu putzen, zu spülen etc. pp., schließlich benutzen sie ja auch die Wohnung etc. mit. Das wäre eine faire Sache für alle.
Kids übernehmen gerne Handlungsweisen der Eltern!
Von daher ganz wichtig: DU solltest mit gutem Beispiel voran gehen, mache es ihnen vor, wie es gehen sollte. So fühlen sie sich nicht nur alleine betroffen und finden in dir einen guten Partner in dieser neuen Situation.
Noch ein Punkt: die Gewohnheiten sind nun 12/7 Jahre eingefahren, sie werden sich nicht in einer Woche / einem Monat plötzlich ändern.
So schwer es ist: übt Geduld ohne Druck den Kids gegenüber!
Eine weitere „Maßnahme“ wäre z.B. sich das Taschengeld „erarbeiten“ zu lassen. Wobei es nicht um die Höhe des Taschengeldes ankommt, bzw. auf die „Arbeitsleistung“, sondern nur um die Möglichkeit die Kids lernen zu lassen, welche Arbeit, welcher Aufwand es ist, alles hinter ihnen herzuräumen.
Spätestens wenn Kid1 von Kid2 die Sachen wegräumen „muß“, wird es erkennen (hoffentlich) das es der Mutter/dem Vater mit seinen Sachen genau so geht.
Ich wünsche Euch gutes Gelingen.
Meiner ist 23 und hat immer eine super aufgeräumte/saubere Wohnung … solange er eine Freundin hat 
(Nein, nein, er reinigt und räumt dann schon selbst auf!! 
Grüße aus Essen
Wolfgang