Aufsatz im Literaturverzeichnis

Hallo!

Ich schreibe auch gerade eine Hausarbeit und benutze dafür einige Aufsätze, welche in dicken Wälzern veröffentlicht wurden. Wenn ich nun das Literaturverzeichnis erstelle, muss ich dann auch die Seitenzahlen des Aufsatzes mit angeben? Also:

bla: blubblub. In: bla: blubblub. Ort: Verlag, Jahr. S.1-110.

?!?!

Eine weitere Frage: Wenn ich wörtlich zitiere, muss ich in die Fussnote „siehe Buch soundso, S. soundso“ schreiben. Wenn ich aber sinngemäß übernehme, muss ich „vgl. Buch soundso, S. soundso“ schreiben. Muss ich denn dann meine gesamte Hausarbeit mit Fussnoten versehen!? Ich kann ja schließlich die Geschichte nicht neu erfinden und berufe mich immer auf irgendwelche Aufsätze und Bücher!?!

Liebe Grüße!

Hallo aus Halle nach Halle,

Ich schreibe auch gerade eine Hausarbeit

Das erinnert mich daran, dass ich noch eine unangetastet liegen habe… *ganz weit wegschieb*

und benutze dafür
einige Aufsätze, welche in dicken Wälzern veröffentlicht
wurden. Wenn ich nun das Literaturverzeichnis erstelle, muss
ich dann auch die Seitenzahlen des Aufsatzes mit angeben?

Ja, die Seitenzahlen (des Aufsatzes) müssen da auf jeden Fall mit rein. Also, ein Beispiel aus meiner Unizeit… *g*
Heller, K. (1978): Der Übergang zu weiterführenden Schulen. In: Klauer, K. J. (Hg.): Handbuch der Pädagogischen Diagnostik, Band 4. Düsseldorf: Pädagogischer Verlag Schwann, S. 965-975.

Das ist aber ein Beispiel aus der Psychologie, die und die Pädagogen wollen in der Regel den Verlag auch noch mit angegeben haben.

In der Geschichte hingegen kannst du den Verlag auch weglassen. Egal wie du es machst, Hauptsache, es ist einheitlich.

Muss ich denn dann meine gesamte
Hausarbeit mit Fussnoten versehen!? Ich kann ja schließlich
die Geschichte nicht neu erfinden und berufe mich immer auf
irgendwelche Aufsätze und Bücher!?!

Regel meines Dozenten (Geschichte MA): „Ein Absatz ohne Fußnote ist ein schlechter Absatz.“ Das heißt, du musst nicht an jeden Satz eine Fußnote ranklemmen, sondern die Kernaussage des Absatzes (i.d.R. 5-10 Zeilen lang) mit Literatur belegen. Natürlich nur, sofern du in den anderen Sätzen das Wissen aus mehreren Büchern ausreichend paraphrasierst und nicht nur zitierst.

Hoffe geholfen zu haben. Falls Rückfragen bleiben, kannst Du auch mailen. Um welches Fach geht es denn?
Gruß sannah

Hallo,

Quellenangaben dienen als Belege für Deine Aussagen. Darum ist es wichtig, dass in diesen Angaben alle Informationen enthalten sind, die der Leser braucht, um die entsprechenden Textstellen schnellstmöglich zu finden. Eine Seitenangabe 1-110 ist da extrem wenig hilfreich. Soll der Leser jetzt 110 Seiten lesen um Dein Zitat zu finden? Ich empfehle, die konkrete Seitenzahl anzugeben, auf die Du Dich beziehst.

Ferner sollen Quellenangaben möglichst nicht den Lesefluss stören und in Form von Fußnoten rumnerven. Es ist durchaus üblich, Verweise in eckigen Klammern [1] oder [Bla 1999, 124] anzugeben und dann am Ende der Arbeit ein komplettes Quellenverzeichnis anzuhängen.

Gruß & viel Spaß bei der Arbeit

Fritze

[1] Gnatz, Alberich: Die Axt im Wald – über das richtige Benehmen bei öffentlichen Auftritten, Gesprungen-Verlag Wurzen an der Mulde, 2003

[bla 1999] Bla, Fasel: Der böse Watz – Legende oder Wirklichkeit, Schwurbel-Verlag Hamburg, 3. Auflage 1999

Hallo Fritze,

wenn ich meine bescheidene Meinung kundtun dürfte - ich finde es extrem nervig, die Literaturverweise im Fließtext zu haben.
In der Geschichte sind übrigens Fußnoten üblich, in Pädagogik und Psychologie das Zitieren im Text. Ich sehe mich eher in der Geschichte beheimatet, vielleicht daher meine Abneigung.

Und ich glaube, Lydia war es klar, dass beim Zitieren die genaue Seitenangabe fallen muss (oder habe ich da was überlesen?).

Gruß sannah

Hallo,

wenn ich meine bescheidene Meinung kundtun dürfte - ich finde
es extrem nervig, die Literaturverweise im Fließtext zu haben.

Wie machst Du denn Fußnoten? Ein Kennzeichnung im Fließtext ist unvermeidlich. Bei der Form „Literaturverzeichnis ans Ende“ hat man allerdings stets die ganze Seite für Text zur Verfügung.

Und ich glaube, Lydia war es klar, dass beim Zitieren die
genaue Seitenangabe fallen muss (oder habe ich da was
überlesen?).

Ich hatte da sinngemäß Seitenangaben (1-100) gelesen. Für mich ist das nicht besonders präzise.

Gruß

Fritze

Hallo

Wie machst Du denn Fußnoten?

So wie word das macht, Hochzahl und dann die Literaturangabe ans Seitenende. Lässt sich leichter überlesen als die Klammer mit Autorenname und Erscheinungsjahr. Endnoten hingegen finde ich wieder sehr nervig, weil man da zum Blättern gezwungen wird, wenn man die Literaturangabe doch erfahren will.

Ich hatte da sinngemäß Seitenangaben (1-100) gelesen. Für mich
ist das nicht besonders präzise.

Ich hatte es anders verstanden. Aber ist ja auch egal, so ist es auf jeden Fall eine Ergänzung Deinerseits.

Gruß sannah

Hallo,

Quellenangaben dienen als Belege für Deine Aussagen. Darum ist
es wichtig, dass in diesen Angaben alle Informationen
enthalten sind, die der Leser braucht, um die entsprechenden
Textstellen schnellstmöglich zu finden. Eine Seitenangabe
1-110 ist da extrem wenig hilfreich. Soll der Leser jetzt 110
Seiten lesen um Dein Zitat zu finden? Ich empfehle, die
konkrete Seitenzahl anzugeben, auf die Du Dich beziehst.

Im Literaturverzeichnis ist es zwingend notwendig, dass der Aufsatz aus dem Sammelband mit der gesamten Seitenanzahl, also 1-110, angegeben wird. Du listet ja hinten auch eine benutzte Monographie ohne Seitenangaben auf.
Beim [sinngemäßen] Zitieren natürlich seitengenau.

Ferner sollen Quellenangaben möglichst nicht den Lesefluss
stören und in Form von Fußnoten rumnerven. Es ist durchaus
üblich, Verweise in eckigen Klammern [1] oder [Bla 1999, 124]
anzugeben und dann am Ende der Arbeit ein komplettes
Quellenverzeichnis anzuhängen.

Hier wurde ja schon etwas gesagt zu.
Normalerweise wird die erste Erwähnung komplett gelistet in der Fußnote, dann erfolgen Verweise auf diese Anmerkung, sobald das gleiche Werk wieder benutzt wird.

So zumindest hab ich es gelernt und halte es für sinnvoll :smile:

Gruss, Daniel

Hallo aus Halle nach Halle,

Hallo zurück!

Ja, die Seitenzahlen (des Aufsatzes) müssen da auf jeden Fall
mit rein. Also, ein Beispiel aus meiner Unizeit… *g*
Heller, K. (1978): Der Übergang zu weiterführenden Schulen.
In: Klauer, K. J. (Hg.): Handbuch der Pädagogischen
Diagnostik, Band 4. Düsseldorf: Pädagogischer Verlag Schwann,
S. 965-975.

Ja, genauso sieht meine Quellenangabe auch aus. Aber das ist dann die, die erst in die Literaturangabe kommt und nicht in die Fußnote, ODER!? Also in die Fußnote packe ich normalerweise die genauen Seitenzahlen!?

Mein Problem ist einfach: Wenn ich einen Aufsatz benutze, gebe ich diesen Titel ja an und sage dann „In: usw.“. Mein Problem ist eigentlich: Ist der Dozent selbst in der Lage, diesen Aufsatz in diesem Buch zu finden, oder muss ich hinschreiben, wo der steht. Ich denke nun verstanden zu haben, dass ich das hinschreiben muss.

Um welches Fach geht es denn?

Es geht (fast peinlich zu antworten) um Literaturwissenschaft. Aber zu meiner Rechtfertigung, es ist meine erste Hausarbeit, bei der ich mich größtenteils (also eigentlich ausschlißelich) auf wissenschaftliche Literatur beziehe. In Pädagogik war das alles nicht so wild mit der Literatur, da ging es mehr um Statistiken oder Monographien. Aber diese blöden Aufsätze *tztztz*

Gruß sannah

Grüße, die Lydia ;o))

„Hello again“ *fg*

Also, um das ganze Posting etwas abzukürzen, im Literaturverzeichnis steht der Aufsatz mit den genauen Seitenzahlen in der Zeitschrift, dem Band, wie auch immer.

In der Fußnote selbst muss bei erstmaligem Zitieren dieser gesamte Klumpatsch angegeben werden mit der Änderung, dass hier dann die Seitenzahl spezifiziert wird.

Bei späterer erneuter Erwähnung reicht dann der Kurztitel (Nachname des Autors, Erscheinungsjahr, Seitenzahl) als Verweis.

So müsste sich eigentlich jeder Dozent zurechtfinden… :wink:

Gruß sannah