Hallo Mike,
mann, da seid ihr ja schon ne ganze Zeit zusammen.
Hättet bereits silberne Hochzeit feiern können. Ohne dir nahe zu treten, darf ich fragen, warum ihr erst jetzt bzw. vor 2 Jahren geheiratet habt ?
Mal erst weitere Gedankengänge zum Geld und dazu auch ein paar Angaben zu meiner Person:
ich bin so erzogen worden, dass auch die Frau zum Einkommen beiträgt, also mitarbeitet. Meine Mutter hat mir das so beigebracht, also wurde die Schule abgeschlossen, eine Ausbildung gemacht, und ich habe auch damals sehr gut verdient. Wie das so ist, lernt man dann „Mann“ kennen, heiratet (warum auch immer, dies war hier meine erste Ehe) und bekommt Kinder. In meinem Fall 1 Tochter, die mittlerweile 30 wird, ebenso aufgrund meiner Erziehung Schule, Ausbildung und Beruf hat, was heisst: sie steht auf eigenen Füssen. Meine damalige Ehe ging in die Brüche, als meine Tochter 14 war. Nun zu den Einkommen: wir haben auch nicht gesondert über Geld geredet, es war einfach eine Selbstverständlichkeit, dass beide Einkommen gesamt für die gemeinsame Haushaltführung verwandt wurden !
Vor 10 Jahren dann habe ich meinen jetzigen Mann, den ich vor 7 Jahren geheiratet habe, kennengelernt. Er ist ein wenig
jünger als ich (ich bin 54, er ist 45 Jahre alt) und hat eine Tochter von mittlerweile 17 Jahren, die aber nicht mehr bei uns lebt.
Und auch hier ist das überhaupt kein Diskussionsthema, wer wie viel verdient oder wer was bezahlt. Es wird halt gemeinsam gemacht ! Da ich mich (ebenfalls nach Arbeitslosigkeit vor 8 Jahren und vom Arbeitsamt als zu alt empfunden, um mich bei der Arbeitssuche zu unterstützen) selbständig gemacht habe, verdiene ich teilweise unregelmäßig (je nachdem, wie viel Auträge und wie de Zahlungsbereitschaft meiner Kunden ist); während dieser Zeit übernimmt mein Mann die Kosten, bis ich dies wieder ausgleichen kann, indem ich dann zahle, wenn mein Konto „gefüllt“ ist. Also auch hier überhaupt kein Problem, das geht einfach automatisch.
Ganz ehrlich gesagt, finde ich es von Deiner Frau (und bitte, bitte nicht böse sein)reichlich egoistisch und unfair, wenn sie sich nicht ohne Aufforderung mit Dir abspricht, inwieweit sie sich an den gemeinsamen Kostn beteiligt. Und von dir (auch bitte wieder nicht böse oder beleidigt sein)sehr blauäugig, dass du dieses Thema nicht schon längst (also bereits vor 25 Jahren bzw. spätestens, als ihr zusammengezogen seid) mit ihr abgeklärt hast.
Umso schwieriger wird es jetzt natürlich, denn wenn sie sich nie Gedanken darüber gemacht hat, wird sie wahrscheinlich aus allen Wolken fallen, wenn Du ihr nun unterbreiten würdest, dass Du einen Kostenbeteiligung erwartest.
Trotzdem: ich bin nun mal der Ansicht, dass zu einem Haushalt zwei gehören! Und wenn darüber hinaus beide Einkommen beziehen (egal ob Arbeitlosengeld, Rente oder Lohn/Gehalt) ist doch wohl gerecht, wenn zumindest anteilmäßig angegliedert am Einkommen Kosten gegengerechnet werden.
Ist meine Meinung und ich weiß, dass Frauen mit dieser Meinung teilweise ein Problem haben, da die das nicht einsehen oder den Mann immer noch als Versorger ansehen. Finde ich furchtbar, rückständig und egoistisch.
Erstmal genug Gedankengänge für Dich? Freue mich, weiter von Dir zu hören und drücke die Daumen, dass es keinen Stress bei Euch gibt !! 
Liebe Grüße von suwusch