Aufteilung Haushaltsfinanzen

Liebe/-r Experte/-in,
meine Partnerin wohnt bei mir in meiner E-Wohnung
kostenlos.
Sie hat gerade Ihre E-Wohnung verkauft und hat ein monatliches Grundeinkommen von 800 Euro.
Mein Grundeinkommen beträgt 1500 Euro + 300 Euro Nebenverdienst.
Die Fixkosten für Haushalt betragen ca 1300 Euro und werden im Moment voll von mir allein getragen,
Ich suche eine für beide Seiten für eine gerechte Aufteilung der Haushaltskosten.
Hast Du eine Idee ?
Gruß Mike

Hallo Mike,

eine Möglichkeit wäre, wenn Du die Kosten der Wohnung wie Kreditrate +Versicherungen trägst und die Nebenkosten für jeden 50% aufteilst. Das wäre gerecht.

Grüße

Mario

Hallo Mike,
Du siehst ja selbst, dass Dein Verdienst mehr als doppelt so hoch ist, wie der Deiner Partnerin. Wenn Du mit ihr die Wohnung teilen willst, solltest Du auch das doppelte zahlen, weil sie ja finanziell nicht in der Lage ist , zu gleichen Teilen die Kosten zu bestreiten.

Gruß

Hallo Iti,
danke für schnelle Antwort.
Aber bisher zahlt sie ja gar nichts. Weder Miete noch etwas von den 1300 Euro Fixkosten ? Oder wie verstehst Du das ?
Gruß Mike

Hallo Mike,

ich glaube nicht, dass Euch beiden mit „Rechnungsexempeln“ geholfen ist.

Mein Eindruck ist, dass es fair wäre, wenn Deine Freundin 500 Euro in die Haushaltskasse einfließen ließe.

Sie hätte dann noch ein Taschengeld von 300 Euro und wenn ich das richtig verstehe, weiter keine Kosten?

Das halte ich für angemessen, aber das ist nur (m)eine Idee.

Herzlich grüßt und wünscht einen guten Rutsch

Johanna-Merete Creutzberg

Hallo Mike,
dazu muss man wissen seit Ihr verheiratet, gibt es einen Ehevertrag oder Partnervertrag?
Und was ist mit dem Geld der E-Wohnung Partnerin passiert.
Ohne Schriftliche Unterlagen kann man dort nichts ändern.
Liebe Grüße Karin

Sie hat gerade Ihre E-Wohnung verkauft und hat ein monatliches Grundeinkommen von 800 Euro.
Mein Grundeinkommen beträgt 1500 Euro + 300 Euro
Nebenverdienst.

Okay, dann habt ihr zusammen 2600 Euro. Wobei dein Anteil rund 69% und ihrer rund 31% ausmacht.

Die Fixkosten für Haushalt betragen ca 1300 Euro und werden im Moment voll von mir allein getragen,

Dann hast du bisher rund 72% deines Einkommens für die Wohnung ausgegeben??? Das ist ja wahnsinn!

Ich suche eine für beide Seiten für eine gerechte Aufteilung der Haushaltskosten.

Ganz einfach,
es gibt zwei Varianten. Entweder ihr sagt wir sind zu Zweit. Jeder übernimmt die Hälfte. Oder ihr teilt es ganz genau, anhand eures Einkommens auf. Wie oben erwähnt müsstest du dann 69% der Kosten tragen und sie 31%. Heißt 897 Euro für dich und 403 Euro für deine Partnerin.

Hallo Mike,

aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Ihr schmeißt eure beiden Einkommen in einen Topf und bezahlt daraus alle anfallenden Ausgaben - ohne spezielle Aufteilung.
  2. Wenn Ihr jedoch weiter getrennte Konten beibehalten wollt, würde ich die Haushalstkosten von 1300 Euro prozentual, also im Verhältnis zu euren unterschiedlichen Einkommen, auf. In diesem Fall würdes Du 900,-€ und Deine Partnerin 400,-€ der Haushaltskosten tragen.

Viele Grüße

MoneyWatcher Thomas

Hallo,
na ja, ist eigentlich ganz einfach in der 1. Form:
Sie hat ca. die Hälfte Deines Normaleinkommens (ohne Deinen Nebenverdienst, den ich hier bewusst nicht einbeziehe), ergibt hier die einfache Rechnung;
ihr Einkommen = 800 €
Dein Einkommen = 800 € (auf Ihr Einkommen also angepasst) ergibt ein gemeinsames Einkommen von 1.600 €, davon sind die Haushaltkosten von 1.300 € abzuziehen, ergbibt einen Überschuss für beide Seiten von 150 €, der von jeweils der einzelnen Person voll für die eigenen Interessen ausgegeben werden kann (da Du mehr verdienst, kannst Du sie ja gelegentlich zum Esse einladen :smile:). Meine ich echt ernst, weil dies die vollommen gerechte und m.E. auch legitime Lösung ist (mache ich selbst so mit meinem Mann). Darüber hinaus muss sie ja noch Geld haben, da sie ihre E-Wohnung verkauft hat, hier also Zinsen auflaufen (wenn natürlich E-Wohnung mit Gewinn verkauft wurde), die zu Ihrem Grundeinkommen dazuzurechnen sind. Ich bin zwar Frau, sage aber hier deutlich: Männer, lasst Euch nicht ausnehmen ! Gleiches Recht für alle bedeutet auch gleiche Pflichten für alle.
2. Lösung wäre: 2/3 der Kosten Du, 1/3 übernimmt sie. Was heisst: 866,66 € Anteil für Dich, 433,34 € Anteil für Deine Freundin; jeder hat somit für sich selbst mehr zur Verfügung, wobei Du als Mehrverdiener besser dastehst, was abr ok ist, da es Dein Einkommen ist.
Und sie kann mit dem „mehr“ aus Ihrem Verdienst -wenn doch damit die Grundlebenshaltungskosten gedeckt sind- auch ganz gut leben (immerhin mehr zum privaten Verbrauch, als so mancher Familienvater hat), für Schuhe und Klamotten reicht es allemal.
3. Lösung: sie hat einen guten Verkaufserlös erzielt, gibt Dir davon einen ganzen Teil ab und dafür sorgst Du für Sie, ohne dass sie dazubezahlt. (ich würde die erste Lösung vorziehen, auch schriftlich festmachen !!!), dann kann eigentlich keiner böse sein.
Hoffe, dass meine Vorschläge zumindest zur Lösung der Situation helfen und wünsche Euch ein tolles gemeinsames Leben ohne „Geld“-Stress und ein super super NEUES Jahr !

Hallo Suwusch,
du hast prima Gedanken.Danke Dir dafür.Noch ein paar Fragen und Info.
Sie hat für die E-Wohnung über 100 TSD erlöst. Ist aber nicht so relevant ,weil ich noch mehr im Depot habe.
Warum läßt Du meinen Nebenverdienst weg ?
Sie wohnt jetzt schon 6 Jahre bei mir,wir haben aber nie über Mietkosten gesprochen , weil sie die erste Zeit arbeitslos war .
Vor 3 Jahren haben wir geheiratet.
Irgendwo habe ich das Gefühl , dass sie der Meinung ist
dass ich ausreichend mehr Einkommen habe und das für sie so in Ordnung ist.
Ich dagegen denke , dass es so eine unfaire Lösung ist.
Daher meine Suche nach einer gemeinsam tragbaren Lösung.
Darf ich Dich noch um Deine weitere Meinung bitten.
Entscheiden werde ich nach ausreichender Info. DAnke.
Gruß Mike

PS. Das mit der Esseneinladung etc ist sowieso kein Problem, da für mich Geld jetzt nicht das Problem ist.
Soziales Wohlfühlen und teilen steht mir mehr im Vordergrund.Will mich aber trotzdem nicht ausgenommen fühlen.

Danke für die Prima Antwort.Falls ich noch Zusatzfragen habe, melde ich mich nochmal.
Gruß Mike

Danke Johanna,
prima und schnelle Antwort. Danke.
Falls ich noch weitere Fragen habe, melde ich mich nochmal.
Gruß Mike

Hallo Karin,
wir sind seit 2 Jahren verheiratet, ohne Ehevertrag.
Das Geld liegt auf der Bank und bringt Zinsen.
Gruß Mike

Hallo Mike,

ich hoffe, Ihr beide könnt das so umsetzen.

LG
Johanna-Merete

Danke für tolle Antwort.
Gruß Mike

Hallo Mike,

einfach einer Haushaltskosten Essen und der andere Miete/ Festkosten. Den Restbetrag am Monatsende teilen.
So machen wir das.

Denn Deine Frau verdient nicht viel, aber macht sicher den Haushalt??
LG Karin

Hallo Karin,
wir sind seit 2 Jahren verheiratet, ohne Ehevertrag.
Das Geld liegt auf der Bank und bringt Zinsen.
Gruß Mike

Hallo Mike,

dann mach ihr einen Vorschlag zur Güte:
Du zahlst den kompletten Abtrag für Deine Wohnung, sie gehört Dir ja auch allein, und sie beteiligt sich zur Hälfte an den Verbrauchskosten: Nebenkosten der Wohnung und Lebenshaltungskosten. Wenn sie das nicht akzeptiert, dann gibt es aus ihrer Sicht kein partnerschaftliches Gefühl, sondern ein Ausnutzen der Situation.

Guten Rutsch und ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr

Gruss
iti

Hallo !

sorry - aber das ist zu individuell, um hier eine
vernünftige Antwort zu geben…

  • sind in den „Fixkosten“ Darlehensraten enthalten, oder nur Lebenshaltungskosten u. Verbrauchskosten usw…
  • nach dem Verkauf der ETW hat „sie“ ja nun Eigenkapital …
  • wenn „sie“ sich nun an den Kosten (Darl.raten) beteilgt : was ist bei einer evtl. Trennung ?
    … dann wird sie einen „Ausgleich“ verlangen …usw…
    also nochmal: sorry … aber da kann man aus der Entfernung ohne alle Details keinen „Treffer“ landen
  • am besten ihr setzt Euch zusammen und besprecht das alles mal in Ruhe und laßt dabei auch zukünftige
    „Eventualitäten“ (…Trennung…) nicht aus.

Gruß
heddygg

hallo heddygg,
danke für schnelle Antwort.
Meine E-Wohnung ist komplett bezahlt. Das Geld für Ihre E-Wohnung über 100 Tsd liegt auf der Bank und bringt Zinsen.
Würde mich doch sehr freuen, wenn Du Dir nochmals Gedanken machst.
Das Gespräch führe ich ja sowieso in Kürze. Danke
Mfg
Mike

Hi Mike, danke für die Info´s.
Antworten selektiert nachstehend.

Hallo Suwusch,
du hast prima Gedanken.Danke Dir dafür.Noch ein paar Fragen
und Info.
Sie hat für die E-Wohnung über 100 TSD erlöst. Ist aber nicht so relevant ,weil ich noch mehr im Depot habe.

Das ist toll, wenn man auf 100 TSD nicht angewiesen ist, aber bei Deinen Angaben gehört das für mich mit in den gemeinsamen „Topf“, vor allem dann, wenn ich weiß, dass ihr mittlerweile verheiratet seid.

Warum läßt Du meinen Nebenverdienst weg ?

Ich lasse den Nebenverdienst weg, weil ich der Meinung bin, dass dies allein dein „Taschengeld“ ist, da dieses Einkommen ja aufgrund MEHRarbeit durch deine Person, Zeit und Mühe anfällt. Also steht es Dir zu! (hier ist zu unterscheiden, dass -wenn Geldknappheit herrscht, evtl. Kinder da sind und Frau deswegen nicht arbeiten kann usw. - diese Regelung nicht gelten kann, ist ja aber bei Euch nicht der Fall).

Sie wohnt jetzt schon 6 Jahre bei mir,wir haben aber nie über Mietkosten gesprochen , weil sie die erste Zeit arbeitslos war

Sorry, hier kann ich nur ??? senden, weil bei einem Erlös durch Wohnungsverkauf trotz Arbeitslosigkeit (Bezug von Arbeitslsengeld??) Einkommen da war.

.

Vor 3 Jahren haben wir geheiratet.

Gratulation und weiterhin viel Glück für Eure Ehe (meine ich wirklich ernst und kommt von Herzen).

Irgendwo habe ich das Gefühl , dass sie der Meinung ist dass ich ausreichend mehr Einkommen habe und das für sie so in Ordnung ist.

Ganz ehrlich kann ich das nicht verstehen: habt ihr denn nie über Geld geredet??

Ich dagegen denke , dass es so eine unfaire Lösung ist.

Hier stimme ich mit Dir vollkommen überein, das IST eine unfaire Lösung !!
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und wenn so lange Zeit wie bei Euch natürlich alles so -nach ihrem Geschmack- toll läuft, warum dann Gedanken machen? Ich meine jetzt deine Frau, die meiner Meinung nach von sich aus hätte mit dir reden müssen, wie sie sich an den laufenden Kosten beteiligen kann. Tut sie aber nicht bzw. hat sie aber nicht (oder?), was für mich (ohne dir weh tun zu wollen) dafür spricht, dass sie das ausnutzt.

Daher meine Suche nach einer gemeinsam tragbaren Lösung.
Darf ich Dich noch um Deine weitere Meinung bitten.
Entscheiden werde ich nach ausreichender Info. DAnke.

Gruß Mike

PS. Das mit der Esseneinladung etc ist sowieso kein Problem,
da für mich Geld jetzt nicht das Problem ist.

Das habe ich so verstanden und ist auch gut so; aber wenn´s mal eng wird, was dann ?

Soziales Wohlfühlen und teilen steht mir mehr im
Vordergrund.Will mich aber trotzdem nicht ausgenommen fühlen.

Ganz im Ernst zum Schluss nochmal: ich bin Frau, bin auch verheiratet und verdiene ne ganze Ecke weniger, als mein Mann. was für mich aber heisst: mein kompletter Verdienst geht mit in den Haushaltstopf, damit mein Mann nicht allein für alles aufkommen muss. Eigentlich ganz einfach. Und wenn ich es dann doch schaffe, durch mehrere jobs mehr zu verdienen, ist es für mich absolut normal, auch mal meinen Mann zum Essen einzuladen, obwohl er mehr Geld hat als ich.

Soziales Wohlergehen in allen Ehren, das will ich auch. Geht aber nur, wenn beide ZUSAMMEN diese soziale Ebene beherbergen. Nicht böse sein: aber ich glaube, Deine Frau nutzt die Situation aus.
Ihr Verhalten wäre für mich ein Unding. Geht einfach nicht.

Also, schnellstes das Thema ansprechen und klären. Daran, wie sie sich hier verhält, wirst Du erkennen, ob sie Dich ausnutzt oder es bisher einfach nur so hingenommen hat, da über Kostenaufteilung nie gesprochen wurde.

Ich wünsche Dir hierfür gaaaanz viel Glück und auch Standfestigkeit, weil ich der Meinung bin, dass -wenn beide Geld haben oder verdienen- auch immer zwei zu bezahlen haben.

Würde mich freuen, wenn du mich auf dem laufenden halten würdest und sende liebe Grüße

suwusch