Liebe Experten,
Meine Schwester hat Mittwoch letzte Woche ihr zweites Kind zur Welt gebracht, d.h. die Kleine musste in einer Not-OP nach Uterusruptur geholt werden. Da sie eine Zeit lang unterversorgt war (wie lang genau kann man nicht sagen), wurde sie sofort sediert und gekühlt. Am Freitag, also zwei Tage später hat man festgestellt, dass der Kreislauf der Kleinen stabil ist und die Kreislaufmittel abgesetzt. Nach 72 Std., also Samstag Abend hieß es, würde man die Narkosemittel absetzen, die Temperatur erhöhen und sie so langsam wieder zurückholen. Nun haben wir Donnerstag und ich höre nur, dass „sie noch schläft“ und bislang noch nicht zu sich gekommen sei.
Ist das normal??? Wie lange benötigt ein Säugling um aus einem solchen Zustand zu sich zu kommen? Kann man da was sagen? Ist dieser jetzige Zustand vielleicht ein Hinweis auf einen möglichen Folgeschaden nach der Unterversorgung???
Ich häng hier als Tante ziemlich in der Luft. Zudem bin ich auch mehr als 200km entfernt und möchte meine Schwester in der Situation nicht ständig mit „und? gibts was neues?“ in den Wahnsinn treiben!
Vielleicht kann mir ja jemand die ein oder andere Info geben?!
Vielen Dank!
Liebe Grüße
Mel
Liebe Melanie
Grundsätzlich ist es schwer hier zu etwas zu sagen, ohne genaue Informationen zu haben, da hier mehrere Faktoren eine Rolle spielen.
Erst einmal ist nicht jeder Mensch gleich.
Weiter kommt es darauf an wie Tief eine solche Narkose gefahren wird das heißt wie viel Narkosemittel gegeben wurde die Tiefe der Narkose ist damit vergleichbar wie fest ein Mensch schläft neben manchen Menschen hustet jemand und dieser Mensch ist sofort wach und andere Schlafen so fest das neben Ihnen ein Flugzeug Staren könnte ohne das sie wach werden.
So verhält es sich auch mit eine Betäubung und der Tiefe.
Auch wird manchmal so verfahren, dass man sich aus einer Betäubung langsam herausschleicht, also immer etwas weniger Narkosemittel gibt dann ist es so das jedes Mittel unterschiedlich lange erhalten bleibt. Ob die Unterversorgung eine Folge hiervon ist, kann man so auch nicht Sagen das hängt davon ab, wie lange diese Unterversorgung gedauert hat und auch ob es hier zu einer Verringerung der Versorgung gekommen ist oder ob die Versorgung ganz eingestellt war.
Kein Verantwortungsbewusster aus dem Medizinbereich wird hier eine genaue Antwort geben können da hierfür eine eingehend Untersuchung notwendig ist da heute in der Medizin sehr viel für Patienten getan werden kann und auch wird werden die Ärzte alles tun, was machbar ist, um das Neugeborene bestmöglich zu stabilisieren und ohne Schäden zu hinterlassen.
Ich hoffe Dir damit einwenig geholfen zu haben und Wünsche das Es dem Kind Deiner Schwester schon in Kürze so gut geht das Es sich ganz normal entwickelt.
Viele Grüße
Tim
Hallo Mel,
leider kann ich dir bei dieser intensivmedizinischen Frage nicht weiterhelfen. Ich hoffe, dass sich noch der Eine oder Andere bei dir meldet und dich beruhigen kann. Alles Gute und viel Glück für deine Nichte.
VG
Lieber Tim,
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort und die Infos! Ich habe eben mit meiner Schwester telefoniert, die nach wie vor sehr optimistisch ist und erklärt hat, dass die Ärzte noch keine besorgniseregenden Prognosen abgegeben haben…es bleibt also nur Abwarten und der Kleinen alle Daumen drücken!
Vielen Dank nochmal!
Liebe Grüße aus dem Allgäu
Mel
Hallo Mel,
bitte entschuldige dass ich erst jetzt antworte. Ich hoffe, deine Frage hat sich mittlerweile geklärt und dass es Kind und Schwester gut geht! Ich hätte leider nicht helfen können, da ich mich in solchen medizinischen Fragen leider auch nicht auskenne.
Alles Gute noch,
Anke