Ich würde versuchen, jede Konstruktion mit «ist zu» oder «sind zu» zu
vermeiden!
Dies ist nämlich eine Spezialität von unsympathischen Beamten und
herrschsüchtigen Hausmeistern oder Schulhausabwarten.
Beispiele:
«Jegliches Lärmen im Treppenhaus ist zu unterlassen.»
«Die Fahrräder sind im Fahrradraum abzustellen.»
«Die Briefkästen sind täglich zu kontrollieren und zu leeren.»
«Der Hauseingang ist freizuhalten.»
u.s.w.!
Viel freundlicher wären doch Sätze wie
«Bitte vermeiden Sie es, im Treppenhaus unnötig zu lärmen.»
In deinem Beispiel sind die Sätze ohne «zu» okay, weil ja der
vorangesrtellte Satz klarmacht, dass das Aufgezählte alles Pflichten
eines künftigen Partners sind.
Der Partner muss vertragsgemäß das folgende leisten:
eine Marktforschung durchZUführen
das Unternehmen registrieren ZU lassen
neue Projekte ZU erarbeiten
neue Partner ZU finden
Dazu gibt es keine festen Regeln. Das ist eine Stilfrage.
Da es sich um Forderungen und Vorgaben handelt, sollte meiner Meinung nach der Einleitungssatz auch prägnanter gebildet werden:
Diese Forderungen sollen (müssen) vom Partner vertragsgemäß geleistet (erfüllt) werden:
eine Marktforschung durchführen
das Unternehmen registrieren lassen
neue Projekte erarbeiten
neue Partner finden
Deine zweite Version ohne ‚zu‘ ist besser!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berrsheim
Sie ist aus einem sehr einfachen Grund besser: Der Einleitungssatz, auf den sich die Aufzählung bezieht, lautet ja „Der Partner muss … leisten“. Hier steht der Infinitiv auch ohne „zu“.