Augen zu und - nix

Augen zu und - nix

Wir ahnen viel und wissen wenig, wohin entwickelt sich unsere Volkswirtschaft? Von wegen Big Brother beobachtet den glaesernen Buerger. Im Fernsehen vielleicht, aber in Wirklichkeit sind Fakten Verschlusssache.

Beispiel: Strassenbau. Um 162% ist der Autobestand in den letzten 20 Jahren
gestiegen, je tausend Einwohner ueber 600 Autos. Oder,auf jeden ausseroertlichen Strassenkilometer 240 Autos und bei etwa 4m Laenge pro Auto, da ist der km voll- jeder kennt es , den Stillstand .
Geld fuer mehr Strassen waere da, aber die Politik traut sich nicht.
Beispiel: Die Einwohnerzahlen stimmen nicht. Uni-staedte behalten gern
studentische Karteileichen, damit kommen bis zu 1500 DM/Kopf ins Gemeindesaeckel.
Beispiel: Die neue Armut- eine Legende? Jedem Haushalt in BW stehen 5000DM
im Monat zur Verfuegung, wenn man zum Erwerbseinkommen auch Transferleistungen wie Kindergeld und Vermoegenseinkommen hinzu
zaehlt , natuerlich nur statistisch…
Beispiel: Einwanderungsgesetz! Die CDU hat das jahrelang verhindert und die SPD will jetzt auch daran nicht erinnert werden, denn dann muessten ja die Gruenen ihren heiligen Asylparagrafen oeberdenken.
Fast alle wissen was noetig ist, aber das Noetige wird nicht getan!

Ein Verhalten wie das der drei Affen. Augen zu und - eben nicht durch, sondern: nix. Wir leiden nicht an Erkenntnismangel, wir leiden an Tatenstau und wie sieht das dann in 20 Jahren aus? Die Weichen dazu muessen aber heute gestellt werden. Die Frage nach dem wie und was , ist aber heute sehr unpopulaer.

In Diktaturen werden Fakten verhindert oder verfaelscht. In unserer Demokratie werden Fakten verschwiegen oder ignoriert, um nicht handeln zu muessen.
Der Schriftsteller Ernst Juenger wusste das, indem er sagte:
„Denn sie tun nicht,was sie wissen.“

die viel interessantere frage finde ich doch:
warum?
ist es nur feigheit?
oder vielleicht ein genereller abnutzungseffekt unseres politischen systems?
würde vielleicht eine reform unserer demokratie und eine entlastung der parlamente dem ganzen wieder schwung geben?
sind nur unsere parlamentarischen institutionen festgefahren oder vielleicht das gesamte denken der partei-führungen?
wie wäre es mit dem abschaffen der parteien?
zu radikal oder nur unmöglich, weil diese alle positionen im staate besetzt halten und sich selbst als den staat betrachten?
ist ihr motto vielleicht nicht „wir sind die obersten diener der bürger unseres staates“ sondern "ich bin der staat, und was gut für uns ist, das mag auch gut für seine bürger sein?

Nein, ich glaube, das liegt eher daran, dass man als Politiker keine Massnahme mehr durchsetzen kann, ohne dabei irgendwelchen Lobbyisten (schreibt man das so?) auf die Füsse zu treten.Das sieht man sehr schön an der Rentediskussion: Werden die Renten nichterhöht, schreien die Rentner. Werden die Beiträge erhöht, schreien die Arbeitnehmer. Also ist es am einfachsten, solange nichts zu tun, bis es (fast) zu spät ist. Dann riskiert man wenigstens keine Wählerstimmen. Und dieses Verhalten hat ja 16 Jahre lang ganz prima funktioniert.

ja, das sowieso.
die liste liesse sich beliebig forsetzen.
sollen die arbeitgeber lohnnebenkosten sparen schreien die gewerkschaften und umgekehrt, usw…
aber meines erachtens könnte eine reform des pol. systems hier abhilfe schaffen.
wenn es nämlich keine parteien mehr gibt, dann gibt es auch im prinzip niemanden, der unbedingt „prozente“ braucht und die ganzen verbände können schreien soviel sie wollen.

(und mal ne ganz blöde frage am rande aus aktuellem anlass: sprichst du dich „patschkowski“ oder „pazkowski“ oder „patschskowski“?)

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Nein, ich glaube, das liegt eher daran,
dass man als Politiker keine Massnahme
mehr durchsetzen kann, ohne dabei
irgendwelchen Lobbyisten (schreibt man
das so?)

Ja !

auf die Füsse zu treten.

Nun - das istdas Wesen der Demokratie :smile:

Das

sieht man sehr schön an der
Rentediskussion: Werden die Renten
nichterhöht, schreien die Rentner. Werden
die Beiträge erhöht, schreien die
Arbeitnehmer. Also ist es am einfachsten,
solange nichts zu tun, bis es (fast) zu
spät ist. Dann riskiert man wenigstens
keine Wählerstimmen. Und dieses Verhalten
hat ja 16 Jahre lang ganz prima
funktioniert.

Na klar - wenn bis zur REAktion 16 Jahre vergehen, sind das immerhin 4 WAHLperioden ! :smile:
whk