Liebe/-r Experte/-in,seit 3 J. tränende Augen was sich so verschlimmerte zur Zeit bis zu 30* in der Stunde mir die Augen trocken tupfen muss. 2 Augenärzte sagten: die Augen-
kanäle sind frei wir können Ihnen nicht helfen! Medikamente helfen auch nicht habe frei Verkäufliche und die die Ärzte mir verschrieben hatten versucht aber keine Linderung. Wissen Sie einen weg?wo mir geholfen werden kann?
mit freundlichen Grüßen
M.Kontowski
tel.0226148146 rufe auch zurück oder
[email protected]
Verschlossene Tränenkanäle sind nicht die einzige Ursache tränender Augen.
Häufigste Ursache sind TROCKENE Augen, wenn der Tränenfilm nicht stabil ist und
wegen des Trocken-Fallens der Hornhaut vermehrt Tränen gebildet werden. In
dem Falle helfen künstliche Tränen (auch wenn es paradox klingt), zum Beispiel
Panthenolhaltige Gels oder Tropfen.
Auch allergische Reaktionen gehen mit reichlich Tränen einher. Führen Sie
Tagebuch, um saisonale oder Umgebungs-Einflüsse erkennbar zu machen und
lassen Sie sich danach eventuell von einem Allergologen testen.
Weitere Ursache können (auch geringe) Lidfehlstellungen sein, wenn das untere
Tränenpünktchen nicht mehr optimal in den Tränensee eintaucht. Das kann der
Augenarzt unter entsprechender Vergrößerung sichtbar machen. In solchem Fall
kann man, wenn Pflegetropfen die Beschwerden nicht lindern, auch eine operative
Korrektur versuchen.
Gelegentlich sind auch Störungen der Muskel-Kontraktionen am Eingang und im
Verlauf des Tränenkanals die Ursache. Hier kann wiederum nur mit Augentropfen
für Linderung gesorgt werden.
Es gibt, falls künstliche Tränen nicht lindern, auch Tropfen, welche die
Tränenproduktion drosseln, z.B. mit dem Wirkstoff Naphazolin. Diese Tropfen
sollten jedoch nur gelegentlich eingesetzt werden, da sie (wie Nasensprays)
Risiken und Abhängigkeitspotential besitzen.
Tatsächlich sind alle von mir genannten Mittel rezeptfrei, so dass sie sie eventuell
schon erprobt haben. Wenn ambulante Augenärzte keinen Rat wissen, bitten Sie
um Überweisung in eine spezialisierte Tränenwegssprechstunde an einer Klinik
oder einem Zentrum.
Manchmal stellt sich dann sogar heraus, dass innere oder neurologische
Erkrankungen die Ursache sind.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. R. Vogt