Wer kennt ein (ich glaube frankenlandtypisches) Gebäck, das ähnlich wie ein Donut ist, aber statt des Lochs in der Mitte eine hauchdünne Wölbung hat? Ich glaub, es wird mit Puderzucker bestäubt. Wer kennt den Namen und ein Rezept?
Gruß
Dieter
Servus Dieter,
vorab das Rezept zu einem guten leichten Hefeteig, bei dem alle Zutaten, wie auch die Schüssel und der Aufbewahrungsort unbedingt lauwarm sein müssen, müssen !!, sehr wichtig.
Mehl in eine Schüssel, Hefe in das Mehl zerbröselt reingeben, Zucker darauf, und einen Esslöffel Milch, gut verrühren bis der Teig fein und etwas dicklich ist, auf den Teig einen Esslöffel Mehl verstreuen und zugedeckt an einem lauwarmen Ort ca. 10 bis 20 Minuten gehen lassen, bis der Teig Sprünge oder Ritzen aufzeigt. Nun wieder lauwarme Milch und zerlassenes Fett auf den Teig, Eier 2-3 (lauwarm) in den Teig verrühren und so lange rühren bis der Teig Blasen wirft und einigermaßen fest bleibt. Diesen wieder zudecken und so lange gehen lassen, bis die Maße 1-2 mal so groß ausreift. Dann backen.
Dies ist kein typisch fränkisches Gebäck, sonder in ganz Bayern und darüber hinaus bekannt.
In Bayern sagt man „Aus’zogne“, auf hochdeutsch Ausgezogene, denn der Teig wird, bevor er in das siedende Fett gelegt wird von innen nach außen gezogen, so daß dann ein dicker Rand und eine dünne runde Innenstelle erscheint. Der Teigrand wird braun, während die Innenstelle leicht weiß erscheint. Das ist alles. Nach dem Backen mit Puderzucker oder Feinzucker bestäuben.
Beste Grüße und guten Appetit.
Manfred Freund 82205 Gilching
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In Bayern sagt man „Aus’zogne“, auf
hochdeutsch Ausgezogene
Manche Franken bezeichnen das Gebäck auch als „über’s Knie gelegte“.
Ciao
Kaj
Manche Franken bezeichnen das Gebäck auch als „über’s Knie
gelegte“.
… oder auf gut fränkisch „Kniekiechla“ (oder wie immer man das auch schreibt 