Hi,
kann mir bitte wer erläutern, woher dieser Ausspruch kommt? Warum gerade ein Schneider? Wie und wo ist das entstanden?
Grüße
Jerry
Hi,
kann mir bitte wer erläutern, woher dieser Ausspruch kommt? Warum gerade ein Schneider? Wie und wo ist das entstanden?
Grüße
Jerry
Hi Panther,
Schneider zu werden, war früher den körperlich schwachen Männern vorbehalten, da sie zu einer „richtigen“ Arbeit nicht taugten. Es waren also kleine, dürre, schwache, kränkliche, oft leicht verkrüppelte Leute.
Daher auch die Redewendung: „frieren wie ein Schneider“ (hatten wir schon im Forum, siehe Archiv).
Aus dem Schneider sein, meint: aus einer Lage herausgekommen zu sein, da einem noch etwas Angenehmes oder Unangenehmes zustoßen konnte.
Früher waren junge Frauen „aus dem Schneider“, wenn sie dreißig und noch nicht verheiratet waren.
Beim Skat ist man aus dem Schneider, wenn man mehr als 30 Punkte gestochen hat, die Hälfte von den 60, mit denen man gewinnt.
Aus einer Vermischung des Redens über das Kartenspielen und den Vorurteilen gegen Schneider ist - laut Lorenzen, Deutsche Redensarten und was dahinter steckt - diese Redewendung entstanden.
Ein Kartenspieler höhnte, ein Schneider wiege nicht mehr als dreißig Lot, wobei ein Lot als 50 g zu denken ist.
30 Punkte sind also so viel wie ein Schneider wiegt, wer mehr als die hat, „ist aus dem Schneider!“
Gruß Fritz Ruppricht
Hi Jerry,
„aus dem Schneider“ ist beim Skat die Partei, die mehr als 30 Punkte erzielt hat. Die Frage, ob aus dem Schneider oder nicht, geht in die Zählung der Punkte für den Sieger ein („mit 2 Spiel 3 Schneider 4 Schwarz 5 mal 24 = 120 Punkte“). Näheres zu den Skatregeln bei http://members.tripod.de/skat2000/regeln.htm
Gruß Ralf
Danke für die Erklärung! (owT)
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]