kein heißer Brei
Hi Raimund,
also „aggressiv“ war das ja gar nicht gemeint 
Nur:
Also warum so lange dieses HickHack?
Es gab ja gar keinen Hickhack. Unmut erzeugt es aber - wie hier immer wieder zu sehen - wenn jemand irgendeine rätselhafte oder ungereimte Textpassage findet und dann gleich den Tenor anstimmt „da sieht man doch wieder …“. Und nur, weil Rolf die verborgene Frage, wie es zu diesen Texten kommt, nicht gleich beantwortete, sondern deine Vermutung widerlegte, da habe man eine unliebsame Passage entfernen wollen, heißt es von dir gleich:
„und schon wieder der Versuch vom unangenehmen Thema weg zu kommen“ oder
„typisch Klerus: hängt sich an Nebensächlichkeiten auf“
oder redest vom heißen Brei um den man sich drücke. DAS ist es, was hier immer wieder einigen auf den Keks geht.
An der erwähnten Passage ist nichts „unangenehm“ und nichts „heißer Brei“ und an Rolfs Antwort nichts „typisch Klerus“.
Man kann sich doch auch einmal reinziehen, daß es sich um ein gigantisches Werk handelt, das über fast 1000 Jahre gesammelt und kompiliert wurde und an dem zig Generationen von Autoren und Autorenkollektiven gearbeitet hatten, mit je auch unterschiedlichen Motiven.
Daß da viele viele „Stellen“ zu finden sind, die erst mit religionshistorischen, archäologischen und mythengeschichtlichen Hintergrundkenntnissen aufzudröseln sind, und daß auch viele Passagen überhaupt nicht mehr rekonstruiert werden können, daß sollte doch selbstverständlich sein.
Auch sollte es doch SO schwer nicht sein, einmal einzusehen, daß ein historischer Umgang mit einem Text etwas ganz anderes ist als die religionsimmanente Auffassung desselben Textes als „wortwörtlich gottgegeben“. Das letztere ist allein Sache des Religionsanhängers und hat nur innerhalb dieser jeweiligen Religionsausübung eine Bedeutung. Es sollte also einen anderen, der nicht nur mit dieser Religion sondern auch mit „Religion überhaupt“ nichts am Hut hat, gar nicht interessieren.
Im Gegenteil: Die Auffassung eines Textes als „Wahrheit“ oder als „von Gott inspiriert“ - oder gar „editiert“ - ist selbst wieder eine religionswissenschaftlich (und religionsphilosophisch) interessante Angelegenheit.
Was ist daran heißer Brei? Das ist Kultgeschichte, die in den
Königsan n alen festgehalten wurde.
Da die Bibel von ihren Gläubigen Wort für Wort als Gottesworte
angesehen wird, sind auch reine „Geschichts“- Erzählungen hier heilig.
Ja, aber nur für die Gläubigen als Gläubige. Für die selben Personen als religionshistorisch Interessierte sieht das wieder anders aus. Es sind zwei unterschiedliche Formen des Umgangs mit diesen Büchern, die widerspruchslos nebeneinander betrieben werden können.
Ja, bei den Syrern in Ugarit. Vielleicht findest du noch
einige, denen du dich anschließen magst, wenn dir der Gedanke
so gefällt?
Du weißt ganz genau, dass das jetzt Blödsinn war.
Natürlich, so ist es ja hoffentlich auch angekommen 
Grüße
Metapher