Hallo,
kennt jmd. eine Möglichkeit, wie man aus der Währungskrise
eines Landes ein Schnäppchen machen kann?
Gruss
Fabian
Vorschläge
Hi,
kennt jmd. eine Möglichkeit, wie man aus der Währungskrise
eines Landes ein Schnäppchen machen kann?
sogar zwei Möglichkeiten:
- Sichere Methode: Währung nicht im Bestand haben.
- Spekulative Methode: Währung per Termin verkaufen, am Fälligkeitstag billiger am Kassamarkt einkaufen. Problem: Bei kritischen Währungen gibt es regelmäßig keinen Devisenterminhandel mehr. So z.B. auch bei der vermeintlich „serösen“ Schwedischen Krone geschehen (EWS-Krise 1993).
Gruß
Christian
Hi Christian,
danke für die Vorschläge.
Der erste kommt erstmal nichjt in Frage, da ich
sowieso nichts im Depot besitze.
Dein 2. Vorschlag würde mich interessieren:
- Wie funktioniert das Prinzip?
- Wo sind die Risiken?
- Welchen Gewinn kann man im Schnitt erwirtschaften?
(Über welchen Zeitraum)? - Mit welchen Währungen und wann lohnt es sich zu handeln?
- Hast Du einige Beispiel WKNs?
Danke
Gruss
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Hallöchen,
Dein 2. Vorschlag würde mich interessieren:
- Wie funktioniert das Prinzip?
Du gehst zu Deiner Bank und sagst, daß Du diese oder jene Währung auf Termin verkaufen möchtest. Ich mutmaße aber mal, daß keine Bank in der wahrscheinlichen Größenordnung Geschäfte abschließen wird, und wenn, dann nur zu exorbitanten Gebühren. Zum Fälligkeitstag wird das Fremdwährungskonto belastet und der Betrag Deinem Euro-Konto gutgeschrieben, wobei der Wechselkurs eben im Vorhinein festgemacht wurde. Um die Belastung Deines Währungskontos auszugleichen, kaufst Du dann Währung ein, auch wieder über Deine Bank.
- Wo sind die Risiken?
Überall. Die Währung ist bis zum Termin evtl. gar nicht gefallen oder an Devisenmärkten überhaupt nicht erhältlich.
- Welchen Gewinn kann man im Schnitt erwirtschaften?
(Über welchen Zeitraum)?
Tja, keine Ahnung, so einen Unfug habe ich noch nicht gemacht. Aber wenn die Gewinnmargen so exorbitant wären, würden sich die Banken als erste auf dieses Spielfeld wagen.
- Mit welchen Währungen und wann lohnt es sich zu handeln?
Um es klarzustellen: Die Währungen, nach denen Du fragst, kauft man nicht in kleinen Scheinen bei jeder Bankfiliale. Es handelt sich dabei um Exoten, deren Kursentwicklung eigentlich nicht genau vorhersehbar ist, allein schon, weil die politische Komponente sehr groß ist. Wenn Du bei diesen Währungen ein Devisentermingeschäft abschließt, spielst Du gegen Profis. D.h. die Bank wird jedes Risiko für sich ausschließen. Im Zweifel wird das Geschäft abgesichert und die Kosten dafür fließen in den Preis ein, den man Dir nennen wird.
Ansonsten: Wenn man auf Termin Devisen verkauft, muß erst einmal jemanden geben, der bereit ist, diese auch zu kaufen. Wenn absehbar ist, daß die Währung fallen wird, wirst Du (bzw. Deine Bank) schlichtweg niemanden finden, der die Währung kauft.
- Hast Du einige Beispiel WKNs?
Keine WKN´s. Es sind Währungen, die haben keine WKN, bestenfalls ein ISO-Kürzel. Es sei denn, Du findest einen Put auf den arg. Peso oder was auch immer. Aber das kann ich mir eigentlich nicht gut vorstellen.
Mein ehrlich gemeinter Rat: Laß´ es.
Gruß
Christian
Hallo Fabian,
erstmal: Devisentermingeschäfte machen nur Sinn, wenn eine tatsächliche Kalkulation dahinter steht:
Beispiel: Ich will im September Pullover in Hongkong versenden lassen. ich weiß diese werden 100000 HK$ kosten. also kaufe ich heute HK$ und weiss damit wieviel ich damit im Sept. bezahlen muss und kann kalkulieren für den Verkauf.
Fäält der HK$ kaufe ich die Mrge trotzdem und hebe sie auf, und bezahle mit einer neuen Tranch. steigt der HK$ bezahle ich mit der jetzt gekauften Tranch.
Tip geh zu Deiner Bank und sage du willst 10.000 US$ zum Termin 15.6. kaufen. Lass dir Kurs und Kosten sagen.
Gehe zu einer anderen Bank und sage du willst 10.000 US$ zum Termin 15.6. verkaufen. Lass dir Kurs und Kosten sagen.
Nehme die Differenz von Kurs A zu Kurs B und dann weißt du um wieviel die Währung schwanken muss, damit du da +/- 0 herauskommst.
winkel
Hallo,
Der erste kommt erstmal nichjt in Frage, da ich
sowieso nichts im Depot besitze.
Hoffentlich auch keine Werte von der iberischen Halbinsel, die traditionell häufig in Südamerika investiert sind, was viele in letzter Zeit auch zu spüren bekamen.
Auch VW hat ja bekanntlich Werke in Brasilien (liegt ja gleich um die Ecke) …
Cu Rene
Hallo Fabian,
Dein 2. Vorschlag würde mich interessieren:
- Wie funktioniert das Prinzip?
Du kaufst oder verkaufst eine Währung auf Termin… z.B. 03.04.2003
- Wo sind die Risiken?
Das Risiko liegt in der Kursentwicklung. Denn du musst am Termin die entsprechende Summe Fremdwährung liefern oder abnehmen.
Hast du auf Termin verkauft => Risiko: Kurs geht nach oben. Mußt du dich spätestens 2 Tage vor Fälligkeit eindecken, da du die Währung ja nicht im Bestand hast.
Theoretisch ist dein Risiko nach oben offen!
Hast du auf Termin gekauft => Risko: Kurs geht nach unten. Musst du höchst wahrscheinlich 2 Tage vor Fälligkeit verkaufen, wenn du nicht auf der Währungsposition sitzen willst.
Theoretisch hast du einen Totalverlust.
- Welchen Gewinn kann man im Schnitt erwirtschaften?
(Über welchen Zeitraum)?
Völlig verschieden. Das Kommt auf die Währungsentwicklung an. Du kannst auch jederzeit ein Termingeschäft in die „Gegenrichtung“ auf den selben Fälligkeitstermin machen und das Geschäft sozusagen schließen.
Da kannst du aber auch ganz böse baden gehen.
- Mit welchen Währungen und wann lohnt es sich zu handeln?
Mit Volatilen Währungen.
- Hast Du einige Beispiel WKNs?
Gibt es nicht. Es handelt sich um Terminkontrakte.
Generell gilt hierzu:
- Es handelt sich eigentlich um ein element zur Absicherung aus dem Aussenhandel, daß man eben auch zockereitechnisch betreiben kann.
- Die Chance eine S-Klasse zu verzocken ist ziemlich hoch.
- Kaum eine Bank wird Termingeschäfte mit einem Volumen von unter 100.000 Euro Gegenwert machen.
- Eine sehr gute Bonität ist dafür Vorraussetzung
- Finger weg für Privatleute
Gruß Ivo