nachdem ich (w) seit einer guten Typberatung weiß, dass ich Herbst-Typ bin, stehe ich vor dem Problem, dass mein Kleiderschrank zu etwa 50 % aus „kalten“ Farben besteht. Die Klamotten sind viel zu teuer gewesen, außerdem zu neu und zu schön, um sie jetzt zu verschenken oder in die Kleidersammlung zu geben.
Frage: kann ich mit einer warmen Textilfarbe (orange von Simpicol oder so) einem kalten grauen Baumwoll-Shirt einen warmen Ton verleihen? Oder bleibt die Grundfarbe trotzdem kalt?
ich oute mich hiermit als Fashion-Muffel.
Trotzdem eine ernsthafte Antwort für Dich
nachdem ich (w) seit einer guten Typberatung weiß, dass ich
Herbst-Typ bin, stehe ich vor dem Problem, dass mein
Kleiderschrank zu etwa 50 % aus „kalten“ Farben besteht. Die
Klamotten sind viel zu teuer gewesen, außerdem zu neu und zu
schön, um sie jetzt zu verschenken oder in die Kleidersammlung
zu geben.
grundsätzlich halte ich es für sehr zweifelhaft, gegen den eigenen Farbgeschmack „anzukleiden“.
Wenn Dir Grau gefällt, behalt es bei. Du fühlst Dich offenbar darin wohl, sonst hättest Du es Dir nicht gekauft.
Außerdem ist Grau eine der besten neuralen Farben überhaupt.
Aufgepeppt mit einem hübschen Accessoire kann das ein echter Hingucker sein. Ein warmtöniger Schal, eine Anstecknadel mit entsprechenden Steinen/Farbton putzt Vieles.
Frage: kann ich mit einer warmen Textilfarbe (orange von
Simpicol oder so) einem kalten grauen Baumwoll-Shirt einen
warmen Ton verleihen? Oder bleibt die Grundfarbe trotzdem
kalt?
beim Färben kommt es entscheidend auf die Intensität der zu überfärbenden Farbe an.
Klartext - aus hellgrau bis mittelgar und orange wird braun (wahrscheinlich kein schönes, aber ein braun)
Dunkelgrau kriegt einen „Stich“ Richtung Warmgrau.
Das funktioniert aber nur bei reiner Baumwolle.
Mischgewebe werden unvollständig gefärbt.
Das kann zu einem melierten Farbton führen, das kann zu einem kompletten Färbemisserfolg führen.
Außerdem bleiben in der Regel sichtbar Nähte im Originalton, weil Hersteller heute meist mit Synthetikgarn nähen.
Unternimm also lieber zuerst einen Versuch mit einem Shirt; und schau Dir an, ob Dir das Ergebnis zu Gesicht steht.
Nicht vergessen: sowohl bei Tageslicht, als auch bei künstlichem.
ich denke, in diesem falle wäre es billiger, deinen glauben zu ändern. das mit der einteilung aller menschen in vier gruppen ist doch längst überholt! zumal eine typberaterin einen in die eine, die nächste in die andere einteilt. kleidung und farben wirken doch durch stil und psychischer verfassung.
solltest du deinen glauben behalten wollen, kaufe in zukunft nach deinem farbausweis ein und kombiniere die teile.
achja, alle die3 ich kenne und sich nach diesem schema kleideten, wirkten um jahre älter als vorher.
bin kein Fashion-Victim…
aber hab auch so ein Farbtyp-Heftchen und da steht drin, dass je weiter vom Kopf weg, desto egaler ist die Farbe.Also kalte Hosen kann auch der Herbsttyp tragen. Über kalte Pullis einen warmen (farbigen) Schal oder ein Tuch, oder je nach Ausschnitt vielleicht eine Bluse mit warmem Kragen drunter, der dann oben rausguckt.
Meiner Erfahrung nach ist es, je schwerer du dich getan hast, deinen Typ rauszukriegen, umso weniger streng welche Farben du anziehen sollst.
Ich finde das Schema auch ein bißchen simpel…bin aber wohl ebenfalls Herbsttyp, was aber nicht heißt, dass andere Farben schrecklich aussehen. Herbstfarben sind halt optimal, aber bis auf wollweiß und pastellgelb, hellblau und violett kann ich auch Sommer-Frühlings-und Winterfarben tragen, wenn ich mir da denn einen Kopf drum mache.
… das erinnert mich jetzt so’n bisschen an loriot: „wie waer’s denn mit einem frischen steingrau?“ (war glaube ich aus „papa ante portas“).
zurueck zzur frage, ich glaube dass es schon gut ist, sich seinem farbtyp gemaess zu kleiden; natuerlich muss nicht ALLES dem entsprechen. und, wie schon erwaehnt, je weiter vom gesicht weg desto egaler.
grau finde ich allerdings immer, immer, immer! eine unkleidsame farbe, denn grau = graue maus, unscheinbar, neutral… klar „geht“ es immer und man macht mit grau nichts falsch, aber eben auch nichts richtig! abgesehen von buerokleidung, aber da ist es ja auch egal
erstmal danke für Eure Antworten. Und zur Ehrenrettung der Jahreszeiten-Typologie muss ich sagen, dass ich eigentlich immer ahnte, dass ich zum klassischen Herbsttyp zähle, nur habe ich das ignoriert. Freundinnen haben mir aber schon immer gesagt, dass ich in kalten Farben nicht gut, kränklich oder alt aussehe. Das hat sich total verändert, seitdem ich mich in „meinen“ Farben kleide/schminke und ich höre Komplimente von Leuten, die gar nicht wissen, warum ich ihnen plötzlich besser gefalle.
Das mit dem Färben lasse ich trotzdem sein, ich verkaufe oder spende die Sachen lieber, bevor sie danach total hinüber sind.